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Sex-Dienste im Pflegeheim: Die Pionierin

Sexuelle Bedürfnisse flammen bei Dementen oft heftig auf. Frauen wie Nina de Vries helfen mit professioneller Zärtlichkeit.

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...680226,00.html
  1. #1

    Sehr anrührend!

    In einigen Ländern gibt es bereits von den Kassen bezahlte Besuche für kranke, alte oder behinderte Mitmenschen, denen das normale Ausleben ihrer Sexualität schwer fällt bzw. unmöglich ist, soweit sind wir hier leider noch nicht.

    Allerdings haben sich einige Sexworker bereits speziell auf diese Klientel eingestellt.

    Sexualität ist ein Menschenrecht, das merkt man oft erst dann, wenn sie eingeschränkt wird.

    Bezeichnend die Hilflosigkeit von Angehörigen und Pflegepersonal, die nie gelernt haben, mit den sexuellen Wünschen dieser Menschen umzugehen.
  2. #2

    interessant

    Zitat von snickerman Beitrag anzeigen
    Sexualität ist ein Menschenrecht, das merkt man oft erst dann, wenn sie eingeschränkt wird.
    Das sagen sich die katholischen Geistlichen auch. Sexualität ist ein Menschenrecht, solange es nicht die Menschenrechte eines anderen einschränkt.

    Gut, in diesem Fall ist ja noch alles einvernehmlich.
    Und ganz offenbar sinken auch die Ansprüche im Alter.
    Für den Oralsex und Geschlechtsverkehr lässt sich bestimmt auch jemand finden. Es gibt so abartige Frauen, welche die alte Materie innerlich befühlen wollen.
    Das behaupte ich jetzt mal (als Mann!!!).

    Ausserdem kann man bei Dementen und Alzheimerkranken diese Dienstleistung gleich mehrmals abrechnen. Die merken das sowieso nicht.
  3. #3

    Ein Lichtblick der Humanität

    Das ist ein Lichtblick tatsächlicher Humanität, im Gegensatz, dass man Demenzkranke gleich mehrmals abzocken könnte, denn sie würden es ja nicht merken.....

    Hut ab für jeden der einen solchen Service stellen kann!
  4. #4

    ausgeklammerter Sex, ein Nährboden für Krankheit, Gewalt (/gegen sich) & Mißbrauch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sexuelle Bedürfnisse flammen bei Dementen oft heftig auf. Frauen wie Nina de Vries helfen mit professioneller Zärtlichkeit.

    http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...680226,00.html
    Hey, ein schöner und differenzierter Artikel!!

    Die momentane Mißbrauchs-Debatte trägt, obschon zu Recht, meist ausschließlich die Du-darfst-nicht-Variante in die Welt, was bzgl. Schutzbefohlenen (zumeist) Kindern ja völlig richtig und wichtig ist!

    Doch wie bekommt man/frau seine Natur in den "Griff"...? Nur immer schön artig runterschlucken und unterdrücken hilft anscheinend ja auch nicht weiter. Eine ausschließliche 'Du darfst nicht'-Variante macht im Endergebnis krank, oder führt zu Gewalt an anderen oder an sich selbst: zu Alkohol, Zucker-, Drogen-, Medikamenten- oder Freß-Sucht; oder aber Machthunger als Ersatzbefriedigung...

    Gesellschaftlich verkehrte zu strenge Religionssicht der Kirche/n führte im Ergebnis doch immer wieder zu Gewalt: Bekehrungen mit dem Schwert - wogegen ein Wunsch, oder schlimmer: Gelübde der Keuschheit schon je kaum länger einzuhalten ging. Verantwortung beim Sex, möglichen Kindern und Nächsten zuliebe (Verhütung usw.), ist das eine! Doch sollte ein Jeder, neben diesen "Nächsten", auch sich selbst ein Stück weit lieben dürfen!

    Vielleicht gelang es der (ebenso christlich- wie) heidnischen Naturreligiosität vormals besser, die GANZE Welt im Menschen zu integrieren? U.a. gehörte auch Venus/Aphrodite/Isis zu den psychischen Gött/innen dazu. Oder die "innere Unterwelt", auch Hades genannt, das plutonische Prinzip im 'Skorpion' Legal und heilsam, solange respektvoll und in (etwas) Demut. Auch Sex ist 'göttlich' - so oder so gesehen!

    schon Leonardo da Vinci bezog gleichfalls das 'Sakrament Eros' in seine ganzheitlich-archetypische Sicht vom Abendmahlsgleichnis mit ein - unübersehbar und zentral:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Diskuss...lich_-_Quellen
  5. #5

    Und die Bedürfnisse der dementen Frauen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sexuelle Bedürfnisse flammen bei Dementen oft heftig auf. Frauen wie Nina de Vries helfen mit professioneller Zärtlichkeit.

    http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...680226,00.html
    Immer geht es nur um die Männer.

    Ich frage mich bei solchen Berichten immer, ob pflegebedürftige Frauen überhaupt keine körperlichen Bedürfnisse haben - im weitesten Sinne Wortes, also Bedürfnisse nach Berührung, Gestreichelt-Werden usw.
  6. #6

    Partielle Blindheit

    Zitat von Porgy Beitrag anzeigen
    Immer geht es nur um die Männer.

    Ich frage mich bei solchen Berichten immer, ob pflegebedürftige Frauen überhaupt keine körperlichen Bedürfnisse haben - im weitesten Sinne Wortes, also Bedürfnisse nach Berührung, Gestreichelt-Werden usw.
    Die Fragestellung ist absurd.
    Natürlich haben auch Frauen diese Bedürfnisse-
    das hat auch niemand infrage gestellt, warum sie da sofort auf einen selbsterstellten Zug aufspringen, verwundert mich doch sehr...

    Generell bieten wesentlich weniger Männer als Frauen sexuelle Dienstleistungen an.

    Wenn es sie interessiert, finden sie unter
    www.sexworker.at bestimmt mehr zum Thema.
  7. #7

    Meine Güte

    Ich kann mir kaum vorstellen, was die Frau für ein Fell haben muss für diese Art von Arbeit.
    Demente und Behinderte zu pflegen ist ja schon eine Kunst für sich, aber dann auch noch sexuelle Handlungen vorzunehmen...
    Hut ab!
  8. #8

    Hoffentlich geht das nich wieder los..

    Zitat von Porgy Beitrag anzeigen
    Immer geht es nur um die Männer.

    Ich frage mich bei solchen Berichten immer, ob pflegebedürftige Frauen überhaupt keine körperlichen Bedürfnisse haben - im weitesten Sinne Wortes, also Bedürfnisse nach Berührung, Gestreichelt-Werden usw.
    Bitte nicht schon wieder diese nervige Geschlechterdebatte.
    Ich habe während meines Zivildienstes, welchen ich in der gerontologischen Abteilung einer Psychiatrie verrichtet habe, drei Fälle erlebt, in denen der Sexualtrieb der Patienten noch bzw. wieder sehr stark war. Alle 3 waren Männer, 2 davon konnten sich eine solche "Sexualtherapie" leisten. Oftmal geht es auch weniger darum dem Patienten eine Befriedigung zu verschaffen, sondern Pflegepersonal, andere Patienten, Besucher etc. vor unerwünschten Annäherungen zu schützen. Da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste bzw. nicht daran gedacht habe, dass es so was gibt, habe ich mit dem Stationsarzt gesprochen.
    Dieser hat mir gesagt das in fast 80 Prozent der Fälle, Männer das Verhalten zeigen, welches eine Behandlung dieser Art erfordert.
    Naja und letztendlich entscheidet ja immer noch die Frau oder der Mann, ob und wem er solche Dienste anbietet.
  9. #9

    Sollte ich mal dement sein, dann sollen die bitte die Finger von mir lassen

    Ich finde es ekelerregend. Die Dementen wissen ja gar nicht was mit ihnen passiert.

    Mein Chef wollte mir auch eine Gesichtsmassage spendieren und dafür 50€ ausgeben. Ich empfinde es ekelhaft, wenn mich unbekannte streicheln. Und ich bin auch nicht lesbisch.
    Was der sich gedacht hat, war mir echt schleierhaft.

    Wenn einer ein Kind streichelt ist er pädophil, wenn einer Demente streichelt bekommt er Geld.

    Zum Streicheln bedarf es der Zustimmung. Und wenn man die nicht hat, dann sollte man es unterlassen.

    Ich hoffe der liebe Gott erspart mir ein Heim.








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