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Serienautos auf dem Genfer Autosalon: Zurück aus der Zukunft

DPAKaum Elektroautos und keine visionären Studien - sind den Autobauern die Ideen ausgegangen? Auf dem Genfer Salon trumpfen in diesem Jahr vor allem Alltagsautos auf. Die Besucher freut das, denn die meisten Stars der Messe stehen schon bald beim Händler.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...819728,00.html
  1. #10

    Nicht totzukriegen

    Zitat von Belle Beitrag anzeigen
    Dem kann ich nur beipflichten. Alle Argumente sprechen für den Verbrennungsmotor:
    - Der Rohstoff Öl ist unbegrenzt verfügbar
    - Der Ölpreis ist konstant auf niedrigem Level, und es ist absehbar, dass es so bleibt
    - Die Förderung und Verbrennung von Öl ist absolut umweltschonend
    - Benzin und Diesel sind gesundheitsfördernd
    - und...und...und...

    Ich vermute, dass manche Menschen von der Zukunft genauso eingeholt werden, wie Anfang des 20. Jahrhunderts so mancher Kutschenbauer...
    Ihre Ironie passt sehr gut, denn sie entlarvt das schon fast absurde Selbstverständnis der Autobauer, und auch das der meisten Autofahrer. In dem Artikel von Herrn Grünweg kommt das Wort „Benzin“ nicht vor, bis auf ein einziges Mal im letzten Satz, wo es um das größere Hybrid-Angebot von Toyota im Vergleich zu den Benzinern geht. Man ist sich der Kraftstoff-Problematik zwar bewusst, doch sie wird ausgeblendet, was auf einer Automesse nicht weiter verwundert. Aber der SPIEGEL beobachtet, er produziert Nachrichten, und keine Autos, insofern wirkt es schon etwas seltsam, wenn der Autor fröhlich konstatiert, dass die „SUVs nicht totzukriegen sind“ – mit einem schnieken Allrad durch die City, super... nein, Diesel natürlich.

    Nicht totzukriegen ist vor allem der Optimismus in der automobilen Sphäre. Opel geht es schlecht, aber nicht den anderen deutschen Autobauern, sie haben im Jahr 2011 die Welt mit so vielen Autos beglückt wie nie zuvor. Das Geschäft brummt, die Profite sind enorm, bei Benzinpreisen um die 1,65 Euro, das sind aus nostalgischer Sicht 3,30 DM für einen Liter. Nur schlichte Naturen wie ich erkennen da einen gewissen Widerspruch und fragen sich, wer angesichts der rasanten Benzinpreisentwicklung in Zukunft überhaupt noch mit dem Auto fahren kann – Antwort: wer genug Geld hat. Ältere Damen, wie zum Beispiel eine Nachbarin, interessieren sich gewöhnlich nicht für den Genfer Autosalon, doch diese Nachbarin hat immerhin einen neuen Kleinwagen angeschafft, der allerdings so klein ist, dass ich jedes Mal erleichtert bin, wenn sie den Einstieg erfolgreich hinter sich gebracht hat – bleibt noch das Rätsel, wie sie wieder herauskommt. Ist das die automobile Zukunft, sich als Normalverbraucher in go-kart-ähnliche Winz-Autos zu quetschen? Womöglich. Eine richtig tolle Aussicht ist das nicht.
  2. #11

    Wo bleiben die Hybrid für den Normalverbraucher?

    Unsere Autoindustrie hat es noch nicht erkannt, das der Normalbürger auch ein ökologisch günstiges Auto kaufen möchte. Leider liegen hier die Preise jenseits von Gut und Böse. Was nutzt uns ein Ampera zum Preis einer kleinen Eigentumswohnung?
  3. #12

    Thema verfehlt... oder?

    Monatliche Kosten für einen Neuwagen, der nach 5 Jahren verkauft wird, bei einer Jahreskilometer-Leistung von 15.000 km:

    Preis Neuwagen: 20.000,- (schon untere Mittelklasse?)

    Wertverlust erstes Jahr: 23% = 4.600,-
    Wertverlust in den folgenden vier Jahren, jeweils 5%: = 4.000,-
    Wertverlust gesamt: 8.600,-
    Restwert 11.400,-

    8.600,- Wertverlust geteilt durch fünf Jahre, also durch 60 Monate: = 143,-
    Monatliche Unterhaltskosten, bei den aktuellen Benzinpreisen, durchschnittlichen Versicherungs- und Wartungskosten sowie Kfz-Steuer, laut Unterhaltskosten Auto: Versicherung, Verbrauch, Kfz-Steuer und Wartung = 284,-

    Gesamtkosten pro Monat: 427,- Euro (ca. 430,- Euro).

    Das entspräche etwa 17 Prozent des Monatseinkommens eines Ehepaares, das zusammen 2.500,- Euro netto verdient. Geht man einmal von 600,- Euro Wohnungsmiete (warm) aus, dann bleiben dem Ehepaar 1.470,- Euro im Monat – wenn Kinder da sind, fällt das verfügbare Monatseinkommen deutlich geringer aus, weil das Kindergeld die tatsächlichen anfallenden Kosten für den Nachwuchs nicht auffängt. Bei zwei Kindern, also bei einem 4-Personen-Haushalt, muss die Familie mit 49,- Euro am Tag auskommen, das heißt mit ca. 12,- Euro pro Kopf, allerdings plus Kindergeld. Dieses Beispiel zeigt, dass sich diese Familie ein Auto eigentlich gar nicht mehr leisten kann – dabei braucht sie ein Auto mehr als andere, das ist offensichtlich.
  4. #13

    Wunderbar

    Zitat von gandalfthegreen Beitrag anzeigen
    Doch die gibt es, nur nicht hier, weil man hier jeden Tag einen 3500 kg Anhänger zieht.

    Bitte sehr
    VIA Motors
    mit 402 PS dürften auch sie ihr Boot ans Meer ziehen können...
    Ansässig in Utah. Na ja, die liefern bestimmt auch nach Potsdam vor die Haustür und im Falle des Falles wird der Mechaniker dann eingeflogen. Ansonsten gilt: Amerika, Du hast es besser.
  5. #14

    Energie

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Ab einem Verbrauch von 3-4l/100km und darunter sind Verbrenner energiesparender als Stromer. Insofern ist eher ein Verbrenner-Kleinwagen das ideale Stadtauto, und vor allem halt auch preiswerter.
    Naja, PKW mit Verbrennungsmotor und einen Verbrauch von 3-4l/100km im Stadtverkehr kenne ich keine.

    Energiesparender meinen Sie vemrutlich in Bezug auf die Primärenergie. Aber der Primärenergieaufwand für den Strom reduzioert sich ja zunehmend mit dem weiteren Ausbau der erneurbaren Energien.

    Während wir den Strombedarf Deutschland inkl E-Autos mit Wind+Solar+Speicher prinzipiell decken können, so ist ein Substitut für Bnezin/Diesel derzeit schwer vorstellbar. Methan aus Windstrom wäre denkbar, aber hier mit einem sehr bescheidenen Gesmatwirkungsgrad vom Windstrom bis hin zur Antriebsleistung.

    Ganz ehrlich gesagt ist aber für viel Kurzstrecke in der Stadt ein Klapprad optimal. Kostenlos den ÖPNV nutzen, man kann direkt bis vor den Hauseingang fahren und hat keinen Fußweg vom Parkplatz bis zum Ziel, ist schneller unterwegs als mit nem KFZ, und das bei minimalem Verbrauch. Nichtmal laufen ist so energiesparend wie Fahrradfahren.
    100% Zustimmung zu allen Punkten.

    mfg
  6. #15

    Elektro-Schrott

    Das Thema Elektromobilität geht doch in Gänze am Markt vorbei.

    bezüglich reiner Elektromobilität:

    A) deutlich zu teuer

    B) zu unkomfortabel (was das Aufladen an der Steckdose angeht), ewige Ladezeiten, geringe Reichweite....für die Urlaubsfahrt, den Besuch der Verwandschaft oder den Außendienst kaum zu gebrauchen.

    C) Für diejenigen, die es sinnigerweise nutzen könnten (Innenstadtbewohner größerer Städte > 40.000 Einwohner oder gar Bewohner von Großstädten), besteht in Ermangelung von Stellplätzen (Laternenparker) keine Möglichkeit, das Fahrzeug aufzuladen. Woher den Stromanschluss nehmen?

    Bezüglich Hybrid sehe ich da mehr Potential, aber mit einem guten Diesel mit kleinem Hubraum, der Verbauung von alternativen Werkstoffen, einer strikten Regulierung des Kw-/PS- Wahnsinns und Vmax-Fetischismus und v.a. die Reduzierung der Ausstattung aufs Wesentliche zur Gewichtsersparnis, wäre bereits bei konventionellem Antrieb ein gewaltiges Einsparpotential vorhanden.

    Ein Fahrzeug der Größe eines MB w 123 (für die Jüngeren: Vorgänger der E-Klasse), mit demselben Gewicht wie damals (ca. 1,3 t) und der damaligen Leistung (Standardbenziner 230 E = 136 PS), die sicherlich vollkommen ausreichend war, um gut vorwärts zu kommen, könnte bei Anwendung moderner - bereits entwickelter - Dieseltechnologie und konsequenter Umsetzung der o.g. Massgaben ein Durchschnittsverbrauch von weniger als 4 Liter /100 km erreicht werden. Und dies im Zweifel mit Rapsmethylesther, Olivenöl oder sonstigen regenerativen Energiequellen.

    Mein Golf I Diesel (1,6 Liter- Saugdiesel) hat ja seinerzeit (1985) nur ca. 5-6 Liter Diesel / 100 km verbraucht (mit 55 PS) - vmax 150 km/h.

    Auch das Thema Wasserstoff / Brennstoffzelle hätte Zukunft, wenn die Tankinfrastruktur aufgebaut würde.

    Die Fortbewegung mit reinen Elektroautos hätte allenfalls Sinn bei Firmenflotten, die tagsüber und immer im Nahverkehr unterwegs sind (Post, Pflegedienste (wie ASB, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Malteser etc.), Essen auf Rädern, Stadtwerke, Telekom etc.) und nachts / außerhalb des Betriebs aufgeladen werden könnten. Nur hier müsste der Anbieter keine LifeStyle-Produkte entwickeln, sondern eher "Nutzfahrzeuge" im neuen Sinn.

    Das Aufladen der Fahrzeuge an Steckdosen ist unpraktikabel. Ein Austausch der Batterien (Wechsel von leeren Batterien mit vollen Batterien an "Tankstellen") würde sicherlich die Lagerkapazität von Tankstellen sprengen, da stets mehrere Hundert Batterien vorrätig gehalten werden müssten: Zudem müssten Einheitsbatterien entwickelt werden.

    Die Elektromobilität ist daher ein Irrweg.

    Besser wäre aus Strom Wasserstoff erzeugen und diesen als Treibstoff
    nutzen.
    Nur, wer bietet ein solches Auto an?
  7. #16

    hm

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Ansässig in Utah. Na ja, die liefern bestimmt auch nach Potsdam vor die Haustür und im Falle des Falles wird der Mechaniker dann eingeflogen. Ansonsten gilt: Amerika, Du hast es besser.
    Bei der Hardware, dem Blech :D steckt imho China dahinter...- die Batterien: A123 Systems
  8. #17

    fahrrad

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen

    Ganz ehrlich gesagt ist aber für viel Kurzstrecke in der Stadt ein Klapprad optimal. Kostenlos den ÖPNV nutzen, man kann direkt bis vor den Hauseingang fahren und hat keinen Fußweg vom Parkplatz bis zum Ziel, ....
    ich habe von zuhaus in die arbeit nur fuenf kilometer. oepnv braucht fuer die strecke fast vierzig minuten, da er in serpentinen um die ganze stadt faehrt, vielleicht muesste ich sogar umsteigen. habe es auch ein dutzend mal mit dem rad versucht. ich fahre aber dennoch mit dem auto oder motorrad, da in ermangelung an geeigneten radwegen mein leben zu wertvoll ist um es zu riskieren: radwege unterbrochen von vielen einmuendenden strassen, in denen man runtergeholt wird, wenn man nicht in schrittgeschwindigkeit ueberquert - an engen zugeparkten hauptadern sogar gar kein radweg - von kreisverkehren die fuer radler lebensgefaehrlich sind ganz zu schweigen.
    bei der stadtplanung wurde der radweg offenbar nur fuer die oma und den sonntagsausfluegler konzipiert. wenn ich aber morgens in die arbeit fahren will, ist es mir zu muehsam alle zwanzig meter auf null abbremsen zu muessen um wieder auf zwanzig hochbeschleunigen zu muessen. ich komme klatschnass in der arbeit an und wenn ich mich dann waschen muss ist die zeitersparnis dahin. von der lebensgefahr ganz zu schweigen. erst wenn ein grossteil der mitbuergen auf das fahrrad umsteigen wuerde, waere das problem entschaerft - aber selbst bei €1,76 pro liter ist das noch nicht gelungen.
  9. #18

    Der gehaltsvollste Absatz ist der letzte. Toyota wird erstmalig mehr Hybrid-Fahrzeuge auf der Messe ausstellen, als Autos mit konventionellen Antrieben. Und die ewige Laier, dass die Japaner, allen voran Toyota und Honda, 20 Jahre gebraucht haben ... Na und?! Sie haben's gewagt, wurden verlacht und sind mit Hybriden erfolgreich im Markt vertreten. Und dass der Hype auf Hybride in Europa verflogen ist, das liegt NICHT an den potentiellen Kunden! In Japan, Südkorea und - man höre und staune - im Land des unbegrenzten Hubraumes sind Hybride mit einem im Vergleich zu Europa sehr hohen Marktanteil vertreten. Und eben dort auf dem schwierigen amerikanischen Markt ist auch der neue, wirklich Ernst zu nehmende Angstgegener von VW sehr erfolgreich vertreten: Hyundai Kia, mit seit alttagserprobten Hybrid-Fahrzeugen vertreten.

    Ach und zu den Verkaufszahlen von VW, Benz und Co.: Vielleicht macht sich der Spon-Autor doch endlich mal die Mühe und besorgt sich bereinigte VK-Zahlen. Rechnet der aufmerksame Leser aus den VK-Zahlen alle Firmenflotten- und Mietwagen-Fahrzeuge heraus, ist VW und speziell der Golf nicht mal mehr und den Top 5!
  10. #19

    Zitat von H.Lorenz Beitrag anzeigen

    Ach und zu den Verkaufszahlen von VW, Benz und Co.: Vielleicht macht sich der Spon-Autor doch endlich mal die Mühe und besorgt sich bereinigte VK-Zahlen. Rechnet der aufmerksame Leser aus den VK-Zahlen alle Firmenflotten- und Mietwagen-Fahrzeuge heraus, ist VW und speziell der Golf nicht mal mehr und den Top 5!
    Und BMW, Daimler und Audi nicht mal mehr unter den top 50....
    Von den 3 Millionen/Jahr neu zugelassenen Pkw sind über 2 Millionen Firmenwagen....
    95% der 5er, A6 und E-Klasse sind Firmen und Dienstwagen, bei Passat, C und 3er ist es nicht viel anderst.
    Grüße








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