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Sensationsfund : Forscher entdecken Waldseemüller-Karte

DPA/ LMUIn der Münchner Universitätsbibliothek sind Forscher auf eine Weltkarte des berühmten Gelehrten Martin Waldseemüller gestoßen. Das nun entdeckte Exemplar steckte eingeklemmt und vergessen mehr als 200 Jahre zwischen zwei Geomterie-Drucken. Sie dürfte äußerst wertvoll sein.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...842264,00.html
  1. #1

    Columbus

    Jaja, Columbus und die Entdeckung von Amerika… wenn die Spon-Redakteure beim Artikel schreiben wenigstens mal Wikipedia einen Blick schenken würden, wüssten sie, dass Waldmüller keinesfalls einem Irrtum aufgesessen ist, sondern genug Gründe hatte Amerika nach Amerigo Vespucci zu benennen…
  2. #2

    Um Mißverständnisse zu vermeiden: Merkel hat die Karte nicht verschenkt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Münchner Universitätsbibliothek sind Forscher auf eine Weltkarte des berühmten Gelehrten Martin Waldseemüller gestoßen. Das nun entdeckte Exemplar steckte eingeklemmt und vergessen mehr als 200 Jahre zwischen zwei Geomterie-Drucken. Sie dürfte äußerst wertvoll sein.

    Waldseemüller-Karte in Münchner Uni-Bibliothek entdeckt - SPIEGEL ONLINE
    Sie wurde wohl verkauft:
    aus Martin Waldseemüller

    "Wiederentdeckung und heutige Situation
    Die Waldseemüller-Karte in der Library of Congress (2007)

    Von den zahlreichen Kopien der Karte existiert nach heutiger Forschung nur noch ein einziges Exemplar. Es gehörte ursprünglich Johannes Schöner, einem Nürnberger Wissenschaftler des 15. und 16. Jahrhunderts. 1836 schrieb Alexander von Humboldt, dass er "den Namen des geheimnisvollen Mannes" aufgefunden habe, welcher "zuerst den namen Amerika zur Bezeichnung des neuen Kontinentes vorschlug"[3] Im Jahre 1901 wurde das Stück auf Schloss Wolfegg in Oberschwaben wiederentdeckt. Über Jahrzehnte versuchte die Library of Congress in Washington D. C. das gut erhaltene Stück zu erwerben, doch es blieb noch für ein Jahrhundert im Besitz des Hauses zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee – und der Öffentlichkeit nicht zugänglich, da die Sicherheitsvorkehrungen zu aufwändig gewesen wären und auch staatliche Einrichtungen in Deutschland derartige Kosten nicht übernehmen wollten und konnten. Am 27. Juni 2001 veräußerte das Oberhaupt des Hauses, Johannes zu Waldburg-Wolfegg, die Karte. Seiner Aussage am 18. November 2007 im Rahmen der Gesprächsreihe Adel verpflichtet im Stuttgarter Haus der Geschichte zufolge wurden 10 Millionen US-Dollar aufgewendet. Das ist der höchste Preis, der je für ein kartografisches Gut gezahlt wurde.
    Titelblatt der Kartenbegleitschrift Cosmographiae introductio

    Beim Verkauf wurde, begleitet von öffentlicher Kritik, durch eine Sondergenehmigung der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Baden-Württemberg der Ausfuhrschutz für national wertvolles Kulturgut gemäß dem Kulturgutschutzgesetz aufgehoben. Gerhard Schröder hatte sich persönlich für eine Ausnahmeregelung eingesetzt.[3] Die symbolische Übergabe erfolgte am 30. April 2007 durch die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in der Library of Congress, Washington, D.C. Die Bundeskanzlerin betonte in ihrer Rede, dass die Verdienste der USA für die deutsche Entwicklung in der Nachkriegszeit seinerzeit den Ausschlag dafür gegeben hätten, die Waldseemüllerkarte als Zeichen der transatlantischen Verbundenheit und als Hinweis auf die zahlreichen deutschen Wurzeln der USA an die Library of Congress zu übergeben. Unter den Gästen der Übergabezeremonie befand sich neben dem Mehrheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, Steny Hoyer, auch Johannes zu Waldburg-Wolfegg, der ursprüngliche Eigentümer der Karte. 2005 war die Karte von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärt worden. Sie ist heute für die Öffentlichkeit allgemein zugänglich unter aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen in Washington ausgestellt. Für die adäquate Präsentation der Karte wurden nochmals 1,5 Mio. Dollar investiert."
  3. #3

    An sysop: "Amerika " weil Amerigo Vespucci das Festland "entdeckte" und so deutete

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Münchner Universitätsbibliothek sind Forscher auf eine Weltkarte des berühmten Gelehrten Martin Waldseemüller gestoßen. Das nun entdeckte Exemplar steckte eingeklemmt und vergessen mehr als 200 Jahre zwischen zwei Geomterie-Drucken. Sie dürfte äußerst wertvoll sein.

    Waldseemüller-Karte in Münchner Uni-Bibliothek entdeckt - SPIEGEL ONLINE

    A. Vespucci war wohl der Erste, welcher der Ansicht war, dass er an einem "neuen" Kontinent gelandet sein müsste.
  4. #4

    Irrtum oder nicht?

    Zitat von Lyddie Beitrag anzeigen
    Jaja, Columbus und die Entdeckung von Amerika… wenn die Spon-Redakteure beim Artikel schreiben wenigstens mal Wikipedia einen Blick schenken würden, wüssten sie, dass Waldmüller keinesfalls einem Irrtum aufgesessen ist, sondern genug Gründe hatte Amerika nach Amerigo Vespucci zu benennen…
    Aber in dem Wikipedia-Artikel steht doch genau das!

    Zitat:
    Kopien der Karte verbreiteten sich schneller als Waldseemüller den Irrtum korrigieren konnte.

    Vielleicht haben die Spon-Redakeure recht und Sie unrecht?
  5. #5

    Oneway

    Wie großzügig von der Bundesregierung für die Waldseemüllerkarte eine Ausfuhrgenehmigung zu erteilen. Ich wünschte, die US-Regierung würde sich revanchieren und die von den Nazis aus deutschen Museen geraubten Kunstwerke, die sich nach Verkäufen nun in amerikanischen Museen befinden, wieder zurückgeben. Aber das scheint ja niemanden zu interessieren.
  6. #6

    ja ja Kolumbus

    Kolumbus und seine "Entdeckung" Amerikas-kann man das nicht endlich mal aus der Geschichte tilgen!? Viele tausend und hundert Jahre vor ihm kamen die Vorfahren der First Nations, dann die der Inuit und um das Jahr 1000 die Wikinger. Vielleicht aber auch noch Europäer in Fellbooten und Segler aus Ozeanien. Jedenfalls nicht der Lügner Kolumbus!
  7. #7

    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    A. Vespucci war wohl der Erste, welcher der Ansicht war, dass er an einem "neuen" Kontinent gelandet sein müsste.
    Nicht unbedingt. Das Kolumbus einen Kontinent vor sich hatte wußte der auch an der Mündung des heutigen Orinoko. Soviel Wasser fließt kaum sonstwo auf der Welt ins Meer. Ungefähr Ähnliches kann Komubus allerhöchstens an der Nilmündung gesehen haben.
    Der wußte schon das das keine Insel sondern ein Kontinent ist. Er hatte nur keine Vorstellung von dem Kontinent dessen Entdeckung ihm später zugeschrieben wurde. Und, um das "nicht unbedingt" zu erklären, nach dem Sie "neuen" geschrieben hatten, er hielt das für etwas das schon in der Bibel genannt wurde, für das tatsächlich Paradies. Also streng genommen auch nichts "neues".
  8. #8

    vielleicht blos eine Kopie?

    Wenn man dem ehemaligen britischen U-Boot-Kommandanten Gavin Menzies Glauben schenken darf, dann war es weder Kolumbus, der Amerika entdeckte, noch irgendein anderer der üblichen Verdächtigen. Kolumbus habe sich vielmehr, wie andere auch, bereits auf Kartenmaterial stützen können, das unter anderem in wesentlichen Teilen eine Frucht der Weltumsegelung des chinesischen Admirals Zheng He in den Jahren 1421 bis 1423 gewesen sein muss. Bereits 1428 habe mit den Karten von Pizzigano, Mauro, Reis, Cantino, Waldseemüller und Rotz eine insgesamt korrekte kartografische Darstellung der ganzen Welt vorgelegen. Die europäischen Entdecker hätten weitere, frühere Karten erwähnt, wie Tagebucheinträge von Kolumbus, aber auch von Vasco da Gama, Ferdinand Magellan, James Cook und anderen bewiesen.
    Tatsächlich ist historisch belegt und unbestritten, dass Zheng He mit seiner Flotte weit herumgekommen ist, unter anderem bis nach Borneo. Asiatische Hühner in Südamerika, Wracks vielleicht chinesischer Schiffe entlang der damaligen Routen, Töpferwaren mit chinesischen Inschriften in Peru -- Menzies hat zahllose Indizien zusammengetragen, die beweisen sollen, dass Zheng Hes mächtige Armada damals die ganze Welt umsegelt hat und bereits 70 Jahre vor Kolumbus in Amerika anlandete.

    Lesenswert
    1421. Als China die Welt entdeckte
  9. #9

    Zitat von jp larsen Beitrag anzeigen
    Kolumbus und seine "Entdeckung" Amerikas-kann man das nicht endlich mal aus der Geschichte tilgen!? Viele tausend und hundert Jahre vor ihm kamen die Vorfahren der First Nations, dann die der Inuit und um das Jahr 1000 die Wikinger. Vielleicht aber auch noch Europäer in Fellbooten und Segler aus Ozeanien. Jedenfalls nicht der Lügner Kolumbus!
    Wieso ?
    Ericson wird doch schon seit den 60er offiziell "zugestanden" in Nordamerika angekommen zu sein. Aber genau wie alle vor ihm hat er da gesiedelt und sich nicht als Überbringer neuen Wissens auf den Heimweg gemacht.
    Sicher waren auch vor Kolumbus Menschen dorthin unterwegs, aber keiner als "Entdecker". Als Überbringer von Neugkeiten für die Daheimgebliebenen ist keiner bekannt.
    Und wo bitte soll Kolumbus "gelogen" haben ?


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