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Senkung des Rentenbeitrags: Mini-Ersparnis für Arbeitnehmer

DPADie Regierung will den Rentenbeitrag zum 1. Januar 2013 auf 19 Prozent senken. Doch Arbeitnehmer profitieren kaum. Durchschnittsverdiener werden um gerade einmal neun Euro entlastet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...849214,00.html
  1. #1

    Unverständlich

    Kann mir mal einer erklären, warum angesichts der zu erwartenden Menge an alten Menschen mit Antrag auf "Grundsicherung im Alter", jetzt die Rentenbeiträge gesenkt werden? Zudem dachte ich, das wir eine überalterte Gesellschaft haben, in der jeder Cent für die Rentenzahlung benötigt wird?
    Was mir gerade einfällt: Wo sind denn eigentlich die Krankenkassenüberschüsse geblieben, die die Krankenkassen uns Versicherten auf keinen Fall zurückzahlen wollten, wie es Herr Bahr gefordert hatte? Wahrscheinlich gingen die direkt in die Taschen der Geschäftsführer von AOK & Co.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Regierung will den Rentenbeitrag zum 1. Januar 2013 auf 19 Prozent senken. Doch Arbeitnehmer profitieren kaum. Durchschnittsverdiener werden um gerade einmal neun Euro entlastet.

    Rentenbeitrag: Arbeitnehmer profitieren kaum - SPIEGEL ONLINE
    9 Euro im Monat sind 108 Euro im Jahr. Haben oder nicht haben? Ich nehme das Geld dann doch lieber.
    Und ganz nebenbei: jede Erhöhung des Beitrags um einen entsprechenden Betrag wäre natürlich fatal und gänzlich ungerecht und so weiter.
    Mal ganz abgesehen davon dass geringere Sozialabgaben einen positiven Einfluss auf die Beschäftigung haben (Kosten des Faktors Arbeit!).
  3. #3

    [QUOTE=01099;10721795]Kann mir mal einer erklären, warum angesichts der zu erwartenden Menge an alten Menschen mit Antrag auf "Grundsicherung im Alter", jetzt die Rentenbeiträge gesenkt werden?
    [QUOTE=01099;10721795]

    Ja klar. Die Gesetze in Berlin werden von der Wirtschaft geschrieben. Und die interessiert nur die Absenkung der Löhne.
    Und ein Mittel, die Löhne abzusenken ist eben die Absenkung des Rentenversicherungsbeitrags. Denn der ist Lohnbestandteil


    Zitat von 01099 Beitrag anzeigen
    Zudem dachte ich, das wir eine überalterte Gesellschaft haben, in der jeder Cent für die Rentenzahlung benötigt wird?
    Das interesssiert die Wirtschaft nicht. Solange, die Gewinne durch Rentenkürzungen erhöht werden, ist der das egal.
    Und nicht die Rentner kaufen sich Gesetze, die können an der Wahlurne nur bestimmen, wer die "Wünsche" der Lobbyisten exekutiert.

    Das ist das Standardmodell seit 1998.
  4. #4

    .

    Man sollte im Moment mitnehmen, was einem der Staat weniger abnimmt. Denn niemand weiss, was in 30 oder 40 Jahren sein wird, ob es die Rente oder Pension betrifft oder andere langfristige Entwicklungen. Es ist aber schon jetzt absehbar, dass die Rente oder Pension von der Kaufkraft her deutlich niedriger ausfallen wird als das, was die jetzigen Rentner oder Pensionäre erhalten.

    Eine private Vorsorge in Form einer Zusatzrente kann blenden. Um einen Betrag zu nennen: 500 Euro Zusatzrente sind in 30 oder 40 Jahren nicht viel. Das lohnt sich vermutlich eher nicht.

    Es ist wirklich schwierig, für die Altersvorsorge langfristig aufs sichere Pferd zu setzen. Selbst eine eigens genutzte Immobilie kann sich als Sargnagel entpuppen, wenn das soziale Niveau der Gegend drastisch abfällt. Und eine soziale Verelendung weiterer Teile Deutschlands ist wahrscheinlicher als neu entstehende blühende Landschaften.
  5. #5

    wäre sinnvoller

    die Ökosteuer abzuschaffen... Da hätten alle was davon, auch die vielen Steuerzahler die die 80 Mrd Zuschuss zur immer klammen Rentenkasse zuschießen müssen...
  6. #6

    9 Euro

    neun schäbige Euro mehr im Geldbeutel im Monat. Donnerwetter! Kann mir mal jemand angesichts der steigenden sonstigen Abgaben und der Inflation für einen durchschnittlichen Arbeitnehmer bedeutet?
  7. #7

    Sehr interessant . . .

    Zitat von heineborel Beitrag anzeigen
    9 Euro im Monat sind 108 Euro im Jahr. Haben oder nicht haben? Ich nehme das Geld dann doch lieber.
    Und ganz nebenbei: jede Erhöhung des Beitrags um einen entsprechenden Betrag wäre natürlich fatal und gänzlich ungerecht und so weiter.
    Mal ganz abgesehen davon dass geringere Sozialabgaben einen positiven Einfluss auf die Beschäftigung haben (Kosten des Faktors Arbeit!).
    können sie uns das mal bitte näher erklären wie sich geringere Sozialabgaben positiv auf die Beschäftigung auswirken sollten und vor allem warum eine Beibehaltung oder gar Erhöhung ungerecht sein sollte?
  8. #8

    Beitragssenkung für wen?

    Bei 9 Euro Ersparnis für den Arbeitnehmer bleiben 9 Euro Ersparnis (pro Arbeitnehmer) für den Arbeitgeber, da paritätische Verteilung. Wer macht das bessere Geschäft?
  9. #9

    Es ist für

    sogenannte 'Besserverdiener' völlig wurscht, ob der Beitragssatz auf 19,0 oder 18,9 Prozent gesenkt wird, da gleichzeitig die Beitragsbemessungsgrenze so stark angehoben wird, dass Netto eh nicht mehr bleibt.

    Beamte und Abgeordnete trifft das ja nicht, daher läuft dieser Abzockmechanismus seit Jahrzehnten völlig ungestört.


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