Forum


 

Senegals verhinderter Pop-Präsident: Die Straße ist mit Youssou N'Dour

APEr ist Afrikas größter lebender Popstar, ein Sänger von Weltformat. Und hätte Senegals greiser Machthaber nicht seine Kandidatur verhindert, würde Youssou N'Dour wohl am Sonntag zum Präsidenten gewählt werden. Doch "You" hofft, dass es nach der Wahl erst recht heißt: Pop an die Macht!

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...816026,00.html
  1. #1

    Afrikanische Demokratie Senegal

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er ist Afrikas größter lebender Popstar, ein Sänger von Weltformat. Und hätte Senegals greiser Machthaber nicht seine Kandidatur verhindert, würde Youssou N'Dour wohl am Sonntag zum Präsidenten gewählt werden. Doch "You" hofft, dass es nach der Wahl erst recht heißt: Pop an die Macht!

    Senegals verhinderter Pop-Präsident: Die Straße ist mit Youssou N'Dour - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Afrikanisch und Demokratie sollte man bei Senegal nie in den gleichen Satz stecken. Senegal ist ein nettes Reiseziel für reiche Europäer die sich in den All-Inclusive Schuppen verstecken und deren Devisen den Armen im Lande nicht zu Gute kommen. Die wandern wie fast überall dort, in die Taschen der korrupten obern Kaste.
    Dank der mit der Globalisierung einhergehenden wachsenden, für alle zugänglichen Informationen, wird es früher oder später auch in diesem Land krachen. Und dann: Adieu pourriture à la tete du pays!
    Ich wünsche einem wunderbaren Musiker und bodenständigen Menschen, à la "The Boss", viel Glück bei dem Unterfangen sein Land auf einen vernünftigen und gerechten Weg zu bringen!
  2. #2

    Senegal

    Zitat von Niamey Beitrag anzeigen
    Afrikanisch und Demokratie sollte man bei Senegal nie in den gleichen Satz stecken. Senegal ist ein nettes Reiseziel für reiche Europäer die sich in den All-Inclusive Schuppen verstecken und deren Devisen den Armen im Lande nicht zu Gute kommen. Die wandern wie fast überall dort, in die Taschen der korrupten obern Kaste.
    Dank der mit der Globalisierung einhergehenden wachsenden, für alle zugänglichen Informationen, wird es früher oder später auch in diesem Land krachen. Und dann: Adieu pourriture à la tete du pays!
    Ich wünsche einem wunderbaren Musiker und bodenständigen Menschen, à la "The Boss", viel Glück bei dem Unterfangen sein Land auf einen vernünftigen und gerechten Weg zu bringen!
    "Afrikanisch und Demokratie sollte man bei Senegal nie in den gleichen Satz stecken"

    Dies gilt wohl für fast ganz Afrika

    "Ich wünsche einem wunderbaren Musiker und bodenständigen Menschen, à la "The Boss", viel Glück bei dem Unterfangen sein Land auf einen vernünftigen und gerechten Weg zu bringen!"

    Da bin ich mit Ihnen

    Meine Afrikaerfahrungen: Ägypten, Marokko, Kenia, Tansania, Madagaskar, Südafrika
  3. #3

    ...

    Senegal ist ein Land, in dem man neben den reichen Europäern in All-inclusive-Schuppen eine super interessante Individualreise, mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen unternehmen kann. Man kann sich dort frei und sicher bewegen. Auch in der Hauptstadt Dakar kann man problemlos, auch allein als Frau, durch die Straßen gehen (gilt eigentlich für fast ganz Westafrika). Man kann sich auf dem Lande oder in den kleineren Städten ein Gasthaus, eine Pension oder eine Bleibe in einer durch Kommunen geführte Unterkunft nehmen und dort auch traditionell essen, was den Menschen vor Ort zu Gute kommt. Man muss sowas nur wollen! Es wird dort jede Menge für ein unabhängiges Reisen und Kennenlernen des Landes geboten. Ich hoffe sehr, der Senegal findet einen friedlichen Weg durch die Wahlen und bleibt wie bisher ein relativ stabiles Land in Westafrika. Alles andere könnte die Nachbarstaaten mit ins Chaos reißen.
  4. #4

    ohne Gewalt

    Zitat von Autor
    Aber macht ihn das automatisch zu einem guten Politiker?
    Dise Frage ist infam, angesichts des Umstands, dass der derzeitige Diktator Senegals demokratische Wahlen verhindert hat.

    Ob Youssou N'Dour ein guter Politiker ist oder nicht, werden wir, wie es in allen funktionierenden Demokratien üblich ist, erst erfahren, nachdem er gewählt worden ist. Ein guter Oppositioneller jedenfalls ist er schon, denn es gelang ihm, ohne Gewalt zum führenden Oppositionellen des Senegal zu werden. Das ist in Afrika eine ganz außergewöhnliche Leistung!
  5. #5

    Thema verfehlt

    N'dour ist bei weitem nicht der Einzige, der sich einmischt und gegen Wade's verfassungswidrige dritte Kandidatur demonstriert. Sie schreiben: "Wahrscheinlich würden die Demonstranten die Blockade stürmen, wenn Youssou N'Dour es ihnen sagen würde. Er könnte sie genauso gut nach Hause schicken. So ist das mit der Macht. Man muss Entscheidungen für viele treffen."

    Woher nimmt die Verfasserin dieses Artikels eigentlich diese Einschätzung? - Gilt es nicht im guten Journalismus möglichst ein ausgeglichenes Bild und Stellungnahmen zu geben?? Ihre Beschreibung einer solch unmündigen Masse verfehlt vollends das aktuelle Thema und die Realität vor Ort! Sie schreiben selbst, dass es 14 Oppositionskandidaten gibt - N'dour ist also bei weitem nicht der Einzige, der sich einmischt und gegen Wade's verfassungswidrige dritte Kandidatur demonstriert! Wer sich die Mühe macht und die Menschen im Senegal interviewt, wird unweigerlich feststellen, dass es zahlreiche Basisbewegungen der gebildeten, städtischen Bevölkerung gibt („Mouvement du 23 juin“, „y‘en a marristes“, „devoir de résistance“ etc ). Und ähnlich wie im arabischen Frühling sind es vor allem junge, gebildete Leute, die über soziale Netzwerke gegen Korruption und Klientilismus aufbegehren und die sehr gut wissen, wann sie nach Hause gehen und genug demonstriert haben werden.

    Auch wenn die Frustration der Bevölkerung über die Spaltung innerhalb der Opposition enorm ist, - weil sie sich nicht auf einen Kandidat einigen konnte - N'dour , das ist weitverbreitete Meinung im Senegal - sollte lieber das tun, was er kann: nämlich singen und mehr nicht!

    Man ist froh, dass durch N'dour die bedenklichen Wahlpraktiken Wade‘s weltweit in aller Munde sind. Aber, dass er nun mehr Raum in ihrem Artiekl einnimmt, als das eigentliche Thema, ist ein ernstes Zeichen der Schwächen ihrer Berichterstattung aus dem afrikanischen Ausland. So etwas hätte ich vom Spiegel nicht erwartet!








TOP



TOP