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Selbstverpflichtung: US-Provider wollen Web-Piraten ausbremsen
Die amerikanischen Internet-Anbieter kommen den Inhalte-Anbietern entgegen. Künftig wollen sie Kunden verwarnen, die bei illegalen Downloads ertappt werden. Aktiv werden sie*aber nur auf Wunsch der Rechteninhaber und bis zu sechs Mal, bevor Behörden informiert werden.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...773140,00.html
- #10 08.07.2011 18:54 von Fradiavolo
...
Ich bewundere ja Ihre Energie in der Sache, aber das sind alles Dinge von denen ich nicht mal ansatzweise geredet habe. Das Internet war in seinen frühen Zeiten (und damit meine ich nicht die militärische Zeit, sondern die danach) eine rein nichtkommerzielle Sache. Wenn heute Leute davon reden, dass die "Geiz-ist-geil-Heinis" doch ihr eigenes Ding machen sollen, dann kann man nur sagen: das hatten sie längst. Bis die liebe Wirtschaft kam und meinte, darin richtig viel Geld machen zu können. Das ist soweit okay, nur so zu tun, wie wenn heutzutage ein paar Schorrer meinen würden die armen Rechteinhaber übers Ohr hauen zu müssen, ist blanker Unfug. Hätten die Rechteinhaber sich auch nur ein bischen der neuen Realität namens Internet angepasst (etwa so, wie das auch im Falle des Privatfernsehens geklappt hat), müssten sie nun ihre Kundschaft nicht wie Kriminelle behandeln.
Aber vielleicht ist das Problem auch eher, dass die meisten keine Lösungen suchen, sondern nur Schuldige. - #11 09.07.2011 03:36 von
- #12 09.07.2011 03:43 von
- #13 09.07.2011 09:11 von Joe67
Immer weniger Rechte und immer mehr Spitzel
Das Urheberrecht wurde dem Internet "angepasst", in dem es massiv ausgeweitet wurde. Um beim Gemüsehändler-Beispiel zu bleiben: Wenn Sie die mit der gekauften Gurke neue ziehen werden Sie zum Kriminellen. Wenn Sie die gekaufte Gurke (die nur an Sie persönlich verkauft wurde) unter Umgehung von Schutzmassnahmen mit anderen Teilen, werden Sie ebenfalls zum Kriminellen.
Gleichzeitig wurden Busfahrer darauf verpflichtet, alle Gurkendiebe anzuzeigen. Wer dreimal mit möglicherweise nicht legal beschafften Gurken im Bus sitzt, darf in Frankreich nicht mehr Bus fahren.
Früher war es legal, wenn jeder mit jedem seine Musik getauscht hat. Das private Duplizieren von Musik und Videos war der Industrie schon immer ein Dorn im Auge. Den Kampf gegen Kasetten- und Videorekorder wurde aber juristisch eindeutig entschieden. Zum Ausgleich wurden Abgaben auf Leerkasetten und Aufnahmegeräte eingeführt. Von Kommunismus sprach dabei trotzdem kaum jemand. Wenn heute die Leute im Internet das Gleiche machen, gelten sie aber als Schwerstkriminelle.
Kein Wunder, dass es die Industrie auch stört, dass es Gurkenzüchter gibt, die ihre Gurken zur freien Vervielfältigung weiter geben. Ähnlich übrigens wie es Monsanto stört, dass es noch Saatgut gibt, für das keine Lizenzen gezahlt werden müssen.
Schon bei Computerprogrammen wollte man die Privatkopie nicht mehr gestatten. Dort war aber wenigstens das Sicherheitsbackup auch unter Umgehung eines Kopierschutzes noch zulässig. Heute darf ich nicht einmal mehr ein Sicherheitsbackup von CDs oder DVDs mehr machen. Wenn dann die Scheibe einen Lesefehler hat, soll ich eine neue kaufen. - #14 09.07.2011 11:34 von
Aber nein. Wenn Sie sich mal etwas mit der Thematik vertraut gemacht haben werden Sie sehen, dass eine sog. Privatkopie (also eine nichtkommerzielle Vervielfältigung zum Eigengebrauch oder zur Weitergabe an Freunde) bis vor kurzem völlig legal war.
Die sog. Privatkopie ist durch die pauschalen Urheberrechtsabgaben auf Kopiergeräte- und -medien abgegolten.
Nun hat man um nochmal Geld abzugreifen einfach 'Privatkopie' umdefiniert und damit die Kundschaft kriminalisiert.
Nicht kommerzielle Urheberrechtsverletzer sind mit Sicherheit keine Kriminellen. Auch wenn das gekaufte Gesetz derzeit leider etwas anderes behauptet und eine absichtliche Grauzone geschaffen hat in der sich ein paar windige Anwälte durch Abmahnungen an Kindern und alten Frauen bereichern. Durchsetzbar ist die Verfolgung der Privatkopie aber gücklicherweise eh nicht, ausser man schafft konsequent die Privatsphäre aller Bürger ab.
Diese Grauzone muss weg und die Verstümmelung des Urheberrechtes rückgängig gemacht werden.
Den Unterschied zwischen materiellem und virtuellem Gut möchte ich jetzt nicht auch nochmal erklären müssen:
Klauen beim Gemüsehändler = Ware weg = Schaden entstanden
Privatkopie = Ware noch da = kein Schaden entstanden - #15 09.07.2011 12:00 von
- #16 09.07.2011 13:30 von
.
Dann beziffer Sie mal z.B. bitte genau den Schaden, der entsteht, wenn man einen Musiktitel an einen Bekannten verleiht, der das Original eh nicht gekauft hätte, da er kein Geld hat?
Es kann gar kein Schaden entstehen, da bei der Kopie auch keine weiteren Kosten für den Urheber anfallen, allenfalls ein hypothetischer, nicht kalkulierbarer, entgangener Zusatzgewinn.
Dieser wird traditionell per Urheberrechtsabgabe auf Kopiergeräte und -medien eh schon ausgeglichen. - #17 09.07.2011 13:50 von
....
Das wird sie sicher ausbremsen.....
Ist ja auch einfacher sich die Provider zu kaufen als wirklich ein besseres Modell anzubieten. - #18 09.07.2011 14:37 von
- #19 09.07.2011 14:42 von
Ohne Titel
Die Contentindustrie will mein Geld nicht. Ich wäre schon lange bereit Geld für ein gutes online Videoportal zu bezahlen. Da ich aber nur mit Linux arbeite geht das nicht. Da alle Plattformen die ich Kenne auf Silverlight setzen.
Ich kenne viele die auch gerne bezahlen würden, wenn das Angebot verhältnismässig wäre. Viele meiner Bekannten bezahlen jeden Monat bei Filehostern wie Usnext ein. Das ist Kohle die der Contentindustrie verloren geht, weil diese Benutzer ja bereit wäre zu bezahlen.
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