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Selbständige in der Altersfalle: Versichert oder verunsichert?

Corbis"Ich versichere mich, sobald ich genug verdiene" - so denken viele Selbständige und leben viel zu lange ohne soziale Absicherung. Im Alter drohen ihnen eine mickrige Rente und horrende Gesundheitskosten. Was Existenzgründer beachten sollten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...832338,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Ich versichere mich, sobald ich genug verdiene" - so denken viele Selbständige und leben viel zu lange ohne soziale Absicherung. Im Alter drohen ihnen eine mickrige Rente und horrende Gesundheitskosten. Was Existenzgründer beachten sollten.

    Was Existenzgründer bei Rente und Sozialversicherungen beachten sollten - SPIEGEL ONLINE
    Soll dieser Artikel Mitleid erwecken?
    Wer als Selbständiger nicht vorsorgt, der ist selbst schuld!
    Das ist kein neues Phänomen, sondern besteht seit es Selbständige gibt!
  2. #2

    Weiß auch nicht, was das soll

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Soll dieser Artikel Mitleid erwecken?
    Wer als Selbständiger nicht vorsorgt, der ist selbst schuld!
    Das ist kein neues Phänomen, sondern besteht seit es Selbständige gibt!
    Auch ich weiß nicht, was das soll. Wer sich selbständig macht, kennt sich in diesen Themen doch meistens bestens aus. Und der größte Vorteil der Selbständigkeit wird in dem Artikel gar nicht erwähnt. Man kann zumindest bzgl. der Altersvorsorge auf den staatlichen Mist verzichten. Ein gutes Depot, ein oder zwei Immobilien sind immer noch lukrativer als der ganze staatliche Mist. O. k., auch ich zahle im Jahr 10 TEUR in die Basis-Rente. Dies rentiert sich aber nur ein wenig, weil ich den Spitzensteuersatz zahle. Die Gebühren dieser Produkte sind einfach viel zu hoch. Somit kann auch das nur ein kleiner Baustein der eigenen Altersvorsorge sein. Ich frage mich auch, warum in solchen Artikeln nicht erwähnt wird, dass es zunehmend wichtiger wird, seine Ersparnisse vor dem Zugriff des Staates zu schützen. Vermutlich wird schon bald eine Säule der Altersvorsorge in im Ausland geparkten Kapital in einer Fremdwährung bestehen.
    Wirklich nützlich wäre mal ein Beitrag, wie man die explodierenden Kosten für die gesundheitliche Absicherung abmildern kann. Das geht anscheinend nur noch durch Wegzug aus DE.
  3. #3

    Selbstständig

    Liebe Vorredner, zum Teil habt Ihr recht. Aber höre ich da nicht ein kleinwenig Neid heraus? Nicht alle Selbstständige haben eine Firma mit 50-100 Mitarbeiter. Es gibt viele kleine mit 5-6 Mitarbeiter. Diese sind auch Selbstständige. Dies sind diejenigen die Euren Söhnen und Töchtern Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Oder Ihre Mitarbeiter bis zum Schluß halten bevor sie diese entlassen. Also bitte nicht soviel Häme.
  4. #4

    zu kurz gedacht

    natürlich denken Selbstständige weiter ,als man hier gerne suggeriert ... Hinter den Denkmodellen stehen - wie überall auch schlichte Verkuafsinteressen von Versicherungen usw
    man sollte sich vorallem mal vor Augen halten wieso udn warum die Anzehl der "Unternehmensgründer" derart gestiegen ist ... Das liegt nämlich mal ursächlich in dem Verhalten der Wirtschaft speziell Hochqualifizierte aus den Firmen zu squezzen . Somit ist Selbstständigkeit oft ein Mittel um Hartz4 zu entgehen.

    Was btw auch nicht näher angesprochen wird ist ,daß man scheinbar sich einbildet , Der Selbstständige hätte Kohle ohne Ende und Kunden , die zum Taubenschlag reinfallen
    Somit sind Denkmuster wie bei deus.lo-vult schlicht deplaziert und zeugen von effektiver Nullahnung
    Das heißt das Kernproblem ist erst mal daß man speziell Slebtsständige hierzulande mit Kosten überfrachtet ( u.a HWk IHK Zwangsversicherungen, die gar nicht den Bereich korrekt abdecken - und vermeintlichen Querulanten gleich mit dem Hauptzollamt daherkommen..)

    Wenn ein Unternehmer was gebrauchen kann , dann sind es Feststrukturierte Gebührenszenarios .... Sowas kann man bei Beamten(gehältern) die jeden Monat eintrudeln machen . Aber nicht hier.
  5. #5

    der Artikel will informieren

    Zitat von muunoy Beitrag anzeigen
    Auch ich weiß nicht, was das soll.
    Ganz einfach: der Artikel will informieren, nicht mehr und nicht weniger.

    Wer sich selbständig macht, kennt sich in diesen Themen doch meistens bestens aus.
    Soso, der kleine Imbissbudenbesitzer oder der LKW-Fahrer, der sich selbstständig machen muss, weil der Spediteuer das so verlangt - die kennen sich alle bombig in diesen Themen aus... sie sollten nicht so sehr von sich auf alle anderen schließen.

    Und der größte Vorteil der Selbständigkeit wird in dem Artikel gar nicht erwähnt. Man kann zumindest bzgl. der Altersvorsorge auf den staatlichen Mist verzichten. Ein gutes Depot, ein oder zwei Immobilien sind immer noch lukrativer als der ganze staatliche Mist.
    Volle Zustimmung. Die erste Versicherung, aus der ich vor 25 Jahren bei meiner Beriebsgründung ausgestiegen bin, war die Rentenversicherung. Ich habe es bisher nicht bereut.

    Ich frage mich auch, warum in solchen Artikeln nicht erwähnt wird, dass es zunehmend wichtiger wird, seine Ersparnisse vor dem Zugriff des Staates zu schützen. Vermutlich wird schon bald eine Säule der Altersvorsorge in im Ausland geparkten Kapital in einer Fremdwährung bestehen.
    Jupp, auch korrekt. Gerade wer zur Altersabsicherung die vorgegeben Pfade verlässt, läuft Gefahr, das sein mit schon versteuertem Geld angeschafftes Vermögen noch einmal versteuert wird. Und wenn die Absicherung in Form von Immobilien vorhanden ist, dürfen die Kinder noch Erbschaftssteuer zahlen...

    Wirklich nützlich wäre mal ein Beitrag, wie man die explodierenden Kosten für die gesundheitliche Absicherung abmildern kann. Das geht anscheinend nur noch durch Wegzug aus DE.
    Nicht ganz. Von vornherein keine PKV mit Vollabsicherung. Lieber etwas weniger Absicherung und damit von Anfang an geringere Prämien; die Differenz dann aus eigener Tasche bezahlen ist auf lange Sicht meist günstiger, es sei denn man ist laufend krank.
  6. #6

    Bitte gerne beim nächsten themenverwandten Beitrag noch einmal etwas genauer darauf eingehen, wer lt. akt. Gesetzeslage trotz "Selbstständigkeit" in die Rentenversicherungspflicht gezwungen wird (und sich dessen evt. gar nicht bewußt ist). Verwirrend in diesem Zusammenhang ist für solche Existensgründer vor allem, dass sie bei Existenzgründerbezuschussung über z.B. 3 Jahre in diesem Zeitraum zunächst rentenversicherungspflichtig nach SGB VI §2 Nr. 10 sind und nach Ablauf der Bezuschussung mit Schreiben der Deutschen Rentenversicherung daraus entlassen werden. Tückisch ist jedoch, dass kaum eine der betroffenen Berufsgruppen weiß, das sie ggf. nach SGB VI § 2 Satz 1 Nr. 1 doch wieder im gesetzlichen Renten-Boot sitzen und die Rentenversicherung solche Ansprüche ggü. den Betroffenen (ohne Unterstellung des Vorsatzes) bis zu 4 Jahre rückwirkend verfolgt - bei einem Regelbeitrag von 431,83 Euro/Monat (= 19,9 % auf die Bezugsgröße - Ost - von 2.170 Euro) bis 508,45 Euro/Monat (= 19,9 % auf die Bezugsgröße - West - von 2.555 Euro) laufen dort durch "Unwissenheit" u.U. Beträge von bis zu 24000 Euro als Nachzahlung ins marode Rentensystem auf.

    Auch unter den nichtverkammerten Freiberuflern gibt es Personen, die nach SGB VI § 2 Satz 1 Nr. 1 über die Deutsche Rentenversicherung Bund (ehemals Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) rentenversicherungspflichtig sind, da sie laut Gesetzgeber als sozial schutzbedürftig gelten. Zu diesem Personenkreis zählen:

    - Lehrer, Erzieher, wenn diese ohne versicherungspflichtigen Arbeitnehmer tätig sind
    - Pflegepersonen ohne versicherungspflichtigen Arbeitnehmer: Physiotherapeuten sind versicherungspflichtig, da weisungsabhängig (vom Arzt überwiesen), Logopäden sind nicht versicherungspflichtig, da selbstständig und nicht weisungsabhängig
    - Hebammen und Entbindungspfleger
    - Seelotsen
    - Künstler und Publizisten (über die Künstlersozialkasse)
    - Hausgewerbetreibende
    - Küstenschiffer und Küstenfischer
    - bestimmte Handwerker
    - Arbeitnehmerähnliche Selbstständige: Selbstständige ohne versicherungspflichtige Arbeitnehmer, die auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind.
    Wie weit die Rechtssprechung z.B. den Begriff Lehrer und Erzieher dehnt/beugt, um möglichst viel Leute doch noch zur Einzahlung in dieses System zu "bewegen", haben in den vergangenen Jahren viele selbstständige Ski-, Surf-, Golflehrer, Personal Trainer, Workshopper, Dozenten und Vortragende usw. (kurz jeder, der sein Wissen/Können entgeldlich mit anderen teilt) erfahren, obwohl sich sicher keiner von denen einen Erziehungsauftrag anmaßen würde.

    Vermutlich würden MIT diesem Wissen wohl viele Betroffene aus diesen Berufgruppen den Schritt in die Selbstständigkeit nicht wagen/nicht gewagt haben.
    An der Gesetzgebung läßt sich mit den etablierten Parteien sicher nicht ändern - aber die Kommunikation dieses Themas, die Einigen im Nachhinein somit horrende Schulden bei der Rentenversicherung einbringt, obwohl sie vorher u.U. sogar privat (von bereits versteuertem Geld) Altersvorsorge betrieben haben, dazu ist schlichtweg katastrophal seitens der Gesetzlichen Rentenversicherung.

    Bei allem Anderen klappt die Amtshilfe zwischen staatlichen Institutionen für den Aussenstehenden oft erstaunlich gut, nur beim Abgleich solch "gefährdeter Berufsgruppen" zwischen IHKs, Finanz- und Gewerbeämtern mit der RV zu einem möglichst frühen Zeitpunkt sieht es ziemlich düster aus.
  7. #7

    Dummes Zeug

    Der Großteil aller Selbständigen sind Dauerarbeitslose, die eine Tätigkeit "ohne Arbeitsvertrag" ausüben und vom Sozialsystem längst aussortiert wurden.
    Ich kann mich selber nicht beklagen, die gesetzlichen Krankenversicherungen haben für fast-nichts-Verdiener (bei mir um 330 Euro pro Monat bei Wohnen im schuldenfreien eigenen Haus) einen Tarif von zuletzt 143 Euro, dem Beitrag, den ich als Empfänger einer niedrigen Behindertenrente auch danach weiterzahlte, und die berühmten 78 Euro Rentenversicherungsbeitrag habe ich beibehalten, so lange meine Einnahmen nicht darunter lagen.
  8. #8

    ...

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: der Artikel will informieren, nicht mehr und nicht weniger.


    Soso, der kleine Imbissbudenbesitzer oder der LKW-Fahrer, der sich selbstständig machen muss, weil der Spediteuer das so verlangt - die kennen sich alle bombig in diesen Themen aus... sie sollten nicht so sehr von sich auf alle anderen schließen.


    Volle Zustimmung. Die erste Versicherung, aus der ich vor 25 Jahren bei meiner Beriebsgründung ausgestiegen bin, war die Rentenversicherung. Ich habe es bisher nicht bereut.


    Jupp, auch korrekt. Gerade wer zur Altersabsicherung die vorgegeben Pfade verlässt, läuft Gefahr, das sein mit schon versteuertem Geld angeschafftes Vermögen noch einmal versteuert wird. Und wenn die Absicherung in Form von Immobilien vorhanden ist, dürfen die Kinder noch Erbschaftssteuer zahlen...


    Nicht ganz. Von vornherein keine PKV mit Vollabsicherung. Lieber etwas weniger Absicherung und damit von Anfang an geringere Prämien; die Differenz dann aus eigener Tasche bezahlen ist auf lange Sicht meist günstiger, es sei denn man ist laufend krank.
    Da sind mehrere Fehler in ihren Ausführungen!
    Der Normalrentner bezieht seine Rente auch aus schon mal versteuerten Geld, 50% davon sind Steuerfrei, die Mehrheit der Rentner zahlt aber keine Steuern, weil sie zu wenig Einkommen haben, Erbschaftssteuer ist bei direkt Erben (Kinder) bis zu 500tsd. € (?) Steuerfrei, haben sie mehr geerbt können sie das darüberliegende gerne versteuern!
    Im Übrigen unterstelle ich mal, nicht wie Sie Schlauberger das tun, das die Mehrheit der Imbissbesitzer und LKW- Fahrer nicht zu blöd sind sich schlau zu machen!
    Ich hoffe nicht, das Sie später mal herumjammern müssen, weil Sie Pleite gegangen sind und nur 400 € zum leben haben!
  9. #9

    Das ist alles...

    Zitat von muunoy Beitrag anzeigen
    Auch ich weiß nicht, was das soll. Wer sich selbständig macht, kennt sich in diesen Themen doch meistens bestens aus. Und der größte Vorteil der Selbständigkeit wird in dem Artikel gar nicht erwähnt. Man kann zumindest bzgl. der Altersvorsorge auf den staatlichen Mist verzichten. Ein gutes Depot, ein oder zwei Immobilien sind immer noch lukrativer als der ganze staatliche Mist. O. k., auch ich zahle im Jahr 10 TEUR in die Basis-Rente..
    ...ein Geplapper.
    Es gibt in Deutschland ueber eine Million Selbstaendige, die vllt 1000 EUR im Monat verdienen - ohne diese ministeriellen Beglueckungen.

    Da werden Einzelfaelle ohne Hirn, aber mit viel Neid zum Regelfall gemacht.

    Wenn der Mist durchgeht, gibts 1 Million Pleiten. Und 1 Million H4-Empfaenger mehr. Klasse Konzept, Hauptsache die Beamten werden gefuettert.
    Geändert von ( um Uhr)
    Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
    Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst.








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