Seidl-Film "Paradies: Glaube": Mein Lustknabe am Kreuz

Neue VisionenIns Bett steigt diese Frau nur mit dem Heiland: Im zweiten Teil von Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie entfesselt die tolle Maria Hofstätter als katholische Missionarin einen gnadenlosen Ehe- und Glaubenskrieg. Die Zuschauer dürfen sich davon sanft gequält fühlen. Oder massiv provoziert.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/pa...-a-888960.html
  1. #1

    Type O Negative

    Ohne jetzt den Film gesehen zu haben, möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Thema schon durch andere Künstler verarbeitet und umgesetzt wurde: Type O Negative - Christian Woman (full video) - YouTube
  2. #2

    Ulrich Seidl

    Die Machwerke von Ulrich Seidl ("Hundstage", "Models") sind wie schwere Verkehrsunfälle: schrecklich - aber man muss hinsehen.

    Nie war Fremdschämen authentischer als bei diesem Österreicher. Hut ab vor seinen dreisten, entlarvenden, schonungslosen Filmen!

    Aber: Bitte nicht nachmachen ... Ein Regisseur dieses Kalibers reicht vollkommen.
  3. #3

    optional

    Meines Wissens sind Stigmata von innen aufbrechende Wunden ohne erklärliche Ursache, die an den Stellen des Körpers auftreten, an denen Jesus am Kreuz verletzt wurde: Löcher in Händen und Füßen von den Kreuzigungsnägeln, Löcher um den Kopf durch die Dornenkrone, einen Riss in der Seite durch die Lanze des römischen Soldaten, wie es in der Passionsgeschichte beschrieben wird. Das Interessante an Stigmata ist das Unerklärliche ihres Auftretens; wenn jemand über den Boden rutscht, bis die Knie aufgerissen sind, ist das sicher schmerzhaft, aber eher kein Teil von Stigmata. Für Journalisten ist der Umgang mit Sprache in letzter Zeit recht ... na sagen wir "frei"? Bitte ordentlicher arbeiten, wenn's geht.
  4. #4

    Langweilig

    Ich fühle mich weder gequält, noch provoziert, mich langweilt das, was ich hier gelesen habe und auch der Trailer lässt mich erstaunlich kalt, ich hätte mir da mehr erhofft.

    Mit SO ETWAS soll man heute noch provozieren können? Wen denn?
  5. #5

    Diese Überdrehten sind filmisch interessant,

    zeigen das Problem aber eher weniger, weil man sie leicht als kleine Minderheit ignorieren kann.
    Ich warte auf die Entlarvung des unspektakulären, breit angelegten Gotteswahnes bzw. dem kirchlichen Geschäftsmodell Himmel & Hölle und jenseitige Schuld & diesseitige religiöse Sühne, d.h. die ganz "normalen" Hirngespinste and vorgetragene Demut der Religiösen, die sich beim näherem Hinsehen als Maximalarroganz entpuppt, der Sinnleere und dem Tod ein Schnippchen schlagen zu können.
  6. #6

    Seidl

    Zitat von freund-der-worte Beitrag anzeigen
    Ich fühle mich weder gequält, noch provoziert, mich langweilt das, was ich hier gelesen habe und auch der Trailer lässt mich erstaunlich kalt, ich hätte mir da mehr erhofft.

    Mit SO ETWAS soll man heute noch provozieren können? Wen denn?
    Über "Paradies: Glaube" kann ich wenig sagen, weil ich ihn noch nicht gesehen habe, aber eine Frage sei mir erlaubt: Kennen Sie Filme von Seidl? Wenn nicht - raushalten. Der Mann ist krank, so krank wie wir alle, und das zeigt er uns ganz ohne Erbarmen. Es ist meistens unangenehm, seinen Protagonisten zuzusehen, weil sie so viel von dem zur Schau stellen, was man von sich selbst nicht wissen möchte. "Provokativ" ist noch eine schwere Untertreibung. Wenn Sie z.B. "Models" oder "Hundstage" noch nicht kennen, sollten Sie sich das mal antun. Viel Vergnügen!
  7. #7

    Wenn man die

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ins Bett steigt diese Frau nur mit dem Heiland: Im zweiten Teil von Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie entfesselt die tolle Maria Hofstätter als katholische Missionarin einen gnadenlosen Ehe- und Glaubenskrieg. Die Zuschauer dürfen sich davon sanft gequält fühlen. Oder massiv provoziert.

    Paradies: Glaube: Zweiter Teil der Trilogie von Ulrich Seidl - SPIEGEL ONLINE
    Kurzbeschreibung so liest.
    Dann hat das mit Glaube nicht viel zu tun.
    Eher mit Objektsexualität und einem ausgeprägten Borderline Syndrom.
    Wobei an Ersterem eher weniger auszusetzen ist (jeder wie er sie es mag) ist zweites doch behandlungsdürftig.
    Entweder hat Seidl das Thema verfehlt, oder er will uns aufzeigen das zwischen exzessivem Glauben und Wahn kein Unterschied besteht.
  8. #8

    Schmarn

    also, was für ein Schmarn.
    Irgendwie erinnert mich der Anfang eher an die Zeugen Jehovas.
  9. #9

    Missbrauch

    Ulrich Seidl missbraucht seine eigene sexuelle Phantasie, um in den Schmutz zu ziehen, was Katholiken heilig ist.