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Sechs-Punkte-Wachstumsplan: Bundesregierung will Sonderwirtschaftszonen für Europa

DPADeutschland reagiert auf die Rufe aus der EU: Die Bundesregierung hat nach SPEGEL-Informationen einen Sechs-Punkte-Plan für mehr Wachstum in Europa entwickelt. So sollen Krisenstaaten steuerliche Vergünstigungen bekommen. Außerdem sollen EU-Länder ihren Arbeitsmarkt nach deutschem Vorbild reformieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...835099,00.html
  1. #90

    ?

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Ja genau. Wir holen uns chinesische Verhältnisse in die EU.
    Ich gehe davon aus das Sie den Vorschlag negativ finden. Was genau meinen Sie bitte?
  2. #91

    Zitat von uezegei Beitrag anzeigen
    Details wären noch auszuarbeiten, falls es überhaupt jemals so weit kommt, aber:
    was genau wäre denn anders in einer Sonderwirtschaftszone im Vergleich zum jetzigen System, das bereits über Strukturfonds usw. Infrastruktur schafft, Straßen baut, Industrieansiedlungen fördert, etc. etc. , ppp.. Man erinnere sich an Nokia, welche Gelder dort in Rumänien geflossen sind. Ist nicht bereits die gesamte EU eine Sonderwirtschaftszone, in der gewaltige Summen verschoben werden ?
    Vielleicht darf man dann in den Zonen chinesische Gastarbeiter zu "besonders günstigen" Konditionen einstellen - die Europäer sind einfach viel zu teuer und anspruchsvoll und zu faul. Wahrscheinlich vom Sozialismus verweichlicht.
  3. #92

    Merkelt man denn nicht,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland reagiert auf die Rufe aus der EU: Die Bundesregierung hat nach SPEGEL-Informationen einen Sechs-Punkte-Plan für mehr Wachstum in Europa entwickelt. So sollen Krisenstaaten steuerliche Vergünstigungen bekommen. Außerdem sollen EU-Länder ihren Arbeitsmarkt nach deutschem Vorbild reformieren.

    Bundesregierung arbeitet an Wachstumsplan für Krisenländer - SPIEGEL ONLINE
    wie lächerlich, absurd und verzweifelt diese ganzen Handlungen sind?
  4. #93

    Hilflosigkeit

    Die Vorschläge der Bundesregierung offenbaren eine erschreckende Hilflosigkeit im Umgang mit der Staatsschuldenkrise und demaskiert die Bundeskanzlerin als ein Bündel der Ahnungslosigkeit. Das duale Ausbildungssystem Deutschlands mag ja noch ein halbwegs vernünftiges Instrument sein. Aber die Einführung in den betreffenden Ländern dauert mindestens fünf Jahre. Das eine gute Ausbildung noch keinen Arbeitsplatz garantiert kann die Bundeskanzlerin doch hier in Deutschland anhand der zahlreichen Praktikanten sehen. Alle anderen Vorschläge sind reine Schaumschlägerei. Die Bundeskanzlerin sollte sich einfach einmal die Hunderte Milliarden Euro die seit 1990 nach Ostdeutschland mit seinen 20 Millionen Einwohnern geflossen sind, ohne dass nur im Entferntesten die versprochenen blühenden Landschaften entstanden sind. Und ein Ende der Zahlungen aus dem Solidaritätszuschlags sind nicht in Sicht. Allerdings werden künftig nicht nur Ostdeutsche nach Westdeutschland ziehen sondern auch die Südeuropäer-
  5. #94

    Unendliche Bastelei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland reagiert auf die Rufe aus der EU: Die Bundesregierung hat nach SPEGEL-Informationen einen Sechs-Punkte-Plan für mehr Wachstum in Europa entwickelt. So sollen Krisenstaaten steuerliche Vergünstigungen bekommen. Außerdem sollen EU-Länder ihren Arbeitsmarkt nach deutschem Vorbild reformieren.

    Bundesregierung arbeitet an Wachstumsplan für Krisenländer - SPIEGEL ONLINE
    Diese Bastelei zur Rettung eines Sterbenskranken (€) nimmt schon bizarre Ausmaße an. Dabei ist es ein Struktuproblem der Schuldenstaaten, was nicht "wird schon irgendwie funktionieren" (der K. der E.) funktionieren kann. Mal abgesehen von den Spiegelfechtereien zwischen Regierung und Opposition - der ESM wird durchgewunken, wetten? Damit ist eine weiterer Schritt zur Abschaffung der Nation vollbracht, vielen Dank Jugendfreundin, nannte man so die FDJ-Mitglieder nicht?
  6. #95

    Zitat von shokaku Beitrag anzeigen
    Die Neoliberalen Marktschreier sind aber nicht die Einzigen, die dem eine Welt Traum nachhängen. Offenbar ist dabei nur "vergessen" worden, dass dieser Traum für den ehemaligen Westen eine Massenverelendung zur Folge haben muss. Bis jetzt haben wir davon aber erst die Anfänge gesehen. Es wird noch deutlich übler werden.
    Was den "faire Welt" träumenden Gutmenschen ja nur recht sein müsste, denn das ist die einzig möglich faire Welt: Die, die nur ein achtel von unserem Reichstum haben werden doppelt so reich und wir werden nur noch ein Viertel so reich, treffen uns also alle auf einem niedrigen Niveau auf dem alle gleich viel haben.
  7. #96

    Wirklich nicht!

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    (...) Wir müssen uns daran gewöhnen in längeren Zeitabschnitten zu denken. Die Integration der NeuenBundesländer gibt uns einen ungefähren Überblick über den benötigten Zeitrahmen.
    Welche Integration der neuen Bundesländer? Bevölkerungsentwicklung in dieser Zeit: Minus 20% - wohin sollen die Menschen aus den anderen EU-Staaten auswandern?
    Netto-Transfer in die Neuen Bundesländer ungefähr 1.000 Milliarden Euro - für 17 Mio Menschen innerhalb von 20 Jahren. Wie hoch wäre der Netto-Transfer für 80 Mio. Menschen? Bei linearer Betrachtung demnach über 5 Billionen - PLUS Inflationseffekten und Zusatzkosten wegen Sprach- und sogar Schriftbarrieren. Ich schätze mal, wir landen bei rund 8 Billionen.

    Die Entstasifizierung der DDR war eine einzige politische, menschliche und ökonomische Katastrophe, die die Menschen dort nur zu erleiden fähig waren, weil sie Reisefreiheit bekommen haben. Die, um die es heute geht, haben die schon. Womit will man sie denn jetzt ködern?

    Es ist schön zu sehen, wie sich im Rückblick viele Grausamkeiten doch noch rosa färben lassen. Aber genau unsere Erkenntnisse mit den neuen Bundesländern sollten deutlich zeigen, dass wir einen anderen Weg suchen müssen. Das war riesengroßer Bockmist, den wir nur durch glücklichen Zufall "überlebt" haben. Noch einmal sollten wir nicht derart zocken!
  8. #97

    Jau...

    Zitat von hostie64 Beitrag anzeigen
    Trotz aller Vorschläge wird die Diskussion um die Euro-Bonds nicht aufhören. Darum sollte die Kanzlerin in die Offensive gehen und Med-Bonds vorschlagen. Die Mitglieder des Club Med können sich doch zusammen schliessen und ihre eigenen Bonds heraus geben.
    ... es geht nur noch um einen glänzenden Namen für die Fassade, aber gerade da sind unsere Politker ganz groß.
    So was im Sinne von Club-Med-Golden-Bonds
  9. #98

    Neo? Liberal?

    Zitat von -fezi- Beitrag anzeigen
    wenn dann die anderen EU-Staaten ihren Arbeitsmarkt nach deutschem Vorbild reformiert haben, dann kann man den Arbeitnehmern in Deutschland wieder von neuem erzählen, dass sie im Vergleich viel zu teuer seien und dass Deutschland sich die hohen Löhne und Lohnnebenkosten nicht länger leisten könne. Gleichzeitig wird man Unternehmenssteuern (d. h. Subventionen) in Deutschland senken, da man ja auch auf diesem Feld international konkurriert. Ach, das wird eine Freude - des neoliberalen Schwachsinns zweite Runde!
    Was Sie neoliberalen Schwachsinn nennen, ist weder neo noch liberal. Es ist – wie im Sozialismus – Staatsdirigismus der übelsten Art und kommt aus der untersten Mottenkiste der Maßnahmen, die sich Politiker ausdenken, die von Volkswirtschaft keine Ahnung haben. Außerdem ist es eine Wettbewerbsverzerrung ohne gleichen. Aber mit dem Schwachsinn haben Sie recht. Immerhin. Und auch mit ihrer Aussage, dass es letztlich immer auf den Schultern der Arbeitnehmer (ich möchte ergänzen: des Mittelstandes) zugunsten der mobilen Großkonzerne augetragen wird.
  10. #99

    Kommen Sie...

    Zitat von ArnoNyhm1984 Beitrag anzeigen
    Liebe Politiker: Die "Rotweinstaaten" haben ein Strukturproblem und kein kurzfristiges Konjunktproblem!

    Es hilft da nichts, den Kündigungsschutz zu lockern und Steuervorteile zu gewähren, weil es eben nicht genug konkurrenzfähige Arbeitsplätze gibt.Und die wird es im Euro-Raum für die PIIGS nie geben und nach Austritt aus dem Euro in vielleicht 5..10 Jahren.
    ... Politkern bloß nicht mit Fakten. Die Herrschaften leben in ihrer Scheinwelt, nur ihre Bezüge sind höchst real.








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