Jahrelang dümpelte GB im Medaillenspiegel auf den hinteren Plätzen, jetzt die Explosion... jaja... es macht den Sport nicht glaubwürdiger...
Cu.
Getty ImagesSechs Goldmedaillen an einem Tag: Gastgeber Großbritannien hat am "Super Saturday" auf ganzer Linie triumphiert. Der emotionale Höhepunkt fand im Olympiastadion statt, als Siebenkämpferin Jessica Ennis siegte - und 80.000 Fans in Ekstase versetzte.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,848259,00.html
Jahrelang dümpelte GB im Medaillenspiegel auf den hinteren Plätzen, jetzt die Explosion... jaja... es macht den Sport nicht glaubwürdiger...
Cu.
Es sei ihnen gegoennt! :)
In Peking war GB auf Platz vier. Mittelfeld ist für mich was anderes...
Die Briten haben in den letzten jahren einen extremen finanziellen Aufwand in der Sportförderung betrieben. Dieser scheint sich jetzt auszuzahlen.Die britischen Goldmedaillen waren fast alles Favoritensiege:
Ennis, Farrah, die Ruder-Goldmedaillen, Wiggins, die Bahnradfahrer, davon kam nichts überraschend.Und gerade Jessica Ennis hab`ich es gegönnt. Sie ist eine überragende Siebenkämpferin, die in Peking leider wegen einer Verletzung nicht antreten konnte.
In Peking war GB auf Platz vier. Hintere Plätze sind für mich was anderes...
Die Briten haben in den letzten jahren einen extremen finanziellen Aufwand in der Sportförderung betrieben. Dieser scheint sich jetzt auszuzahlen.Die britischen Goldmedaillen waren fast alles Favoritensiege:
Ennis, Farrah, die Ruder-Goldmedaillen, Wiggins, die Bahnradfahrer, davon kam nichts überraschend.Und gerade Jessica Ennis hab`ich es gegönnt. Sie ist eine überragende Siebenkämpferin, die in Peking leider wegen einer Verletzung nicht antreten konnte.
Glückwunsch an GB, besser könnte es für die Gastgebernation sicher nicht laufen.
Peinlich wird es aber langsam für das deutsche Team. Man muss sich fragen, was 2012 schief gelaufen ist, dass man so unter die Räder kommt. Ok, noch sind viele Entscheidungen nicht gefallen, aber der Trend ist unwiderlegbar. Seit 1992 sammeln wir immer weniger Goldmedaillen ein, während andere Nationen vorbeiziehen. Anstatt die Gründe für den Verfall zu analysieren und zu erklären, warum Nationen wie GB an uns vorbeiziehen, wird seitenlang über Possen wie beim Fall Drygalla berichtet.
Als hätte der deutsche Sport keine anderen Sorgen, regt die die Presselandschaft darüber auf, ob der Freund (!) einer deutschen Athletin nun "rechts" ist oder nicht. Langsam kann man da nur von Realitätsverlust sprechen.
Keiner der 3 Siege stellte eine "unglaubliche" Leistung dar. Der 7- Kampf war zwar Jahresweltbestleistung, aber der Weitsprung war von der Weite her nichts, was nicht auch andere hätten schaffen können (WInd war ungünstig), und der 10.000m Gewinner ist Schwarzafrikaner. Da ist kein Wunder dabei, und wenn die Stimmung des Heimpublikums und das Gefühl, "zu Hause" zu sein, ein helfender Faktor war, dann ist das doch ok. Der Dopingverdacht besteht so oder so, egal welche Nation nun die Medaillen bekommt.
Ich traue allen Sportler aus allen Nationen zu, nachzuhelfen, Usain Bolt und deutsche Athleten eingeschlossen.
Verzeihung, aber es scheint, dass Sie - was den Sachverhalt angeht - nicht ganz auf dem Laufenden sind. Die Briten gehören schon seit Sydney 2000 zu den zehn führenden Olympiamannschaften. Im Zuge der gewonnenen Bewerbung im Jahr 2005 wurde dann natürlich für die "home games" mehr investiert und die Athletenförderung noch zielgerichtet gestaltet - diese Resultate zahlen sich nunmehr aus. Wenn Sie sich mit der entsprechenden Materie auseinandergesetzt hätten, dann würden Sie dies auch wissen.
Was daran unglaubwürdig sein soll, erschliesst sich mir offen gesagt nicht. Die Briten haben gute Sportstätten, top motivierte Athleten, welche nicht auf Platz spielen und eine vernünftige Finanzierung durch Sportverbände und Regierung. Es ist aus deutscher Sicht um einiges einfacher, sich auf alte Stereotypen (à la "ach, die Briten mit ihrem schlechten Essen und ihrem lauen Bier") oder Verdächtigungen gegenüber nichtdeutschen Mannschaften ("Na, ob da alles mit rechten Dingen zuging?") zurückzuziehen, anstatt die Leistung unserer eigenen Olympiamannschaft kritisch zu beäugen. Da gibt es keinen Willen, zu gewinnen - man ist (siehe Britta Steffen und Paul Biedermann) schon mit Platz 4 zufrieden. Damit kann man vielleicht auf europäischem Niveau mithalten, aber nicht mit der Weltspitze.
Parallel zur sehr guten Entwicklung der britischen Olympiamannschaft läuft Team Germany inzwischen Gefahr, von Ländern wie Nordkorea und Kasachstan überholt zu werden. Wieso? Weil unsere Gesellschaft Investitionen in Sport und Bildung nicht mehr für wichtig genug erachten. Elitenförderung ist aus ideologischen Gründen verpönt, in Sportstätten und Equipment wird nicht mehr mit Augenmass investiert und das oben beschriebene Mentalitätsproblem tut sein Übriges. Das die Welt sich verändert hat, und es mit den Spitzenleistungen auf internationaler Ebene (zur Zeit) vorbei zu sein scheint und wir uns auch umstellen müssen, wenn wir mithalten wollen - das ist eine Debatte, die wir ohne Vorurteile gegenüber anderen Nationen ("Die Chinesen sind doch eh alle gedopt und können nichts ausrichten") und Selbstüberschätzung führen sollten. Strategisches Investment und bessere Sportförderung würden dann ihr Übriges tun.
Das einzig derzeit Unglaubwürdige sind die Entschuldigungsversuche der Funktionäre des DOSB à la Bach und Vesper - peinlich, peinlich!
See you!
Absolut! Jessica Ennis war überragend - ihr Erfolg war ein Gänsehaut-Moment à la Ulrike Meyfarth in München 1972. Mo Farrah - grosse Klasse und Rutherford war das Überraschungsei schlechthin. Über die Ruderer und Wiggins ist ja schon alles gesagt worden. Also, ich ziehe meinen Hut vor den Briten. Dieser Golden Saturday war die britische Version des "goldenen Sonntags" der Olympischen Sommerspiele 1972.
Wäre einmal an der Zeit, dass die deutsche Olympiamannschaft davon lernt.