27 Jahre alt, evangelisch, schwul und auch noch in der SPD: Deutschlands jüngster Landrat ist eine politische Sensation - er regiert mitten im tiefschwarzen Bayerischen Wald. Nun will er seine Heimat in die Moderne führen. Doch die Provinz tut sich schwer mit dem Wandel.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825796,00.html
Die "tiefschwarzen" Bayern haben ihn gewählt. Warum sollten sie jetzt anfangen auf ihn draufzuhauen? Weil er der SPD angehört? Wussten sie vorher. Weil er schwul ist? Wussten sie vorher? Weil er evangelisch ist? Auch das war bekannt. Wenn er jetzt aber Mist baut und die Hoffnungen, die er geweckt hat, nicht bedient, dann wird er abgestraft werden. Aber das, werter Forist, hat nichts mit dem "tiefschwarzen" Bayern zu tun, das geht jedem Mandatsträger in D so.
Leider hat das "Wahlvolk" eben nicht besonders "modern" oder "fortschritlich" abgestimmt (auch wenn es heute nun wahrlich nichts relevantes mehr ist wenn jemand schwul ist). Nach dem Katastrophen-Landrat von der CSU war klar, dass ein politischer Wechsel kommt und gemessen am blassen Auftreten des CSU Kandidaten war die Zahl der Stimmen für den Adam eher kläglich.
Diese ganze Geschichte ist in meinen Augen nichts anderes als ein Armutszeugnis für die deutsche Parteienlandschaft. Nach nem Partybürgermeister in Berlin hat man nun einen Partylandrat ohne Qualifikation, Erfahrung und Programm, dessen Wahlkampf nur aus Party und "ich mach alles anders" bestand. Dazu noch das Verhalten des Vorgängers...
Das Wahlergebnis hat doch bewiesen, dass selbst im tiefschwarzen Bayerischen Wald nicht mehr alle Menschen hinterwäldnerisch denken und fühlen und nur der CSU ihr Vertrauen schenken. Moderne, realistische Politik setzt sich eben langfristig durch. Das lässt zumindest auch für die Landtagswahlen in Bayern 2013 hoffen.
Sollten Sie sich informieren über die Qualifikation des zupackenden Michael Adam. Demnach
Also reden Sie kein dummes Zeug, wie es bei den verkalkten CSU-Amigos aus grauer Vorzeit üblich ist. Gehen Sie zum Schämen in den sauerstoffreichen Wald.Zum Wintersemester 2005 nahm Adam an der Universität Regensburg ein Studium der Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre auf, das wegen Arbeitsüberlastung vorläufig ruht