Forum


 

Schwule in US-Schulbüchern: Eltern beklagen "sexuelle Gehirnwäsche"

Konservative Eltern halten es für "unmoralische Indoktrination", wenn in Schulbüchern etwas über schwule und lesbische Amerikaner steht. Deshalb wettern sie gegen ein neues Gesetz, das vorschreibt: Auch die Errungenschaften sexueller Minderheiten gehören zur Geschichte.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...774739,00.html
  1. #1

    Mir wird ganz übel

    "Gegen das neue Gesetz gibt es allerdings Widerstand. Die Republikaner im Parlament stimmten dagegen. Und Konservative wettern, der Gouverneur würde die Rechte besorgter Eltern mit Füßen treten."

    Zunächst einmal haben diese 'besorgten Eltern' das Recht sich auf ihren Geisteszustand untersuchen zu lassen.

    "Der Aktivist Randy Thomasson sagte, die Mehrheit der Mütter und Väter wolle keine "sexuelle Gehirnwäsche" für ihre Kinder. Die einzige Möglichkeit, wie Kinder der "unmoralischen Indoktrination" entgehen könnten, sei es, sie aus dem öffentlichen Schulsystem zu nehmen."

    Und da fällt mir nur ein Wort ein: Faschist.
  2. #2

    vernebelter Verstand

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Konservative Eltern halten es für "unmoralische Indoktrination", wenn in Schulbüchern etwas über schwule und lesbische Amerikaner steht. Deshalb wettern sie gegen ein neues Gesetz, das vorschreibt: Auch die Errungenschaften sexueller Minderheiten gehören zur Geschichte.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...774739,00.html
    Religiöse Irrationalitäten in Schulbüchern sind also keine Indoktrinationen, die Darstellung der Realität ist eine Indoktrination.
    Die "Frucht vom Baum der Erkenntnis" hat in den USA wohl einigen ach so religiösen Leuten den Verstand vernebelt.
  3. #3

    ...

    Naja, ich finde ja, die Amerikaner benötigen generell mehr geschichtliches Grundwissen - eben das, was über "american history" hinausgeht.

    Errungenschaften des Schlafzimmerbereichs sehe ich da nicht als besonders pädagogisch wertvoll, auch wenn ich gleich für diese Aussage Haue kassieren werde.

    Schule kann eben nicht alles abdecken; Es steht doch jedem Interessierten frei, sich Sachbücher zu dieser speziellen Thematik zu Gemüte zu führen.

    Genauso wie es bei tausenden Themen hier auch der Fall ist; Z.B. chinesisch/japanische Geschichte.
  4. #4

    .

    Das kann einen wirklich sprachlos machen. Kinder werden also reihenweise schwul oder lesbisch, weil in der Biographie einer bedeutenden Persöhnlichkeit in einem Absatz steht, dass diese homosexuell war/ist?

    Die Reps sind nur noch lächerlich, und ich zweifele mittlerweile an dem Geisteszustand der Leute, die diese noch wählen.
  5. #5

    ...

    Zitat von Gani Beitrag anzeigen
    "Gegen das neue Gesetz gibt es allerdings Widerstand. Die Republikaner im Parlament stimmten dagegen. Und Konservative wettern, der Gouverneur würde die Rechte besorgter Eltern mit Füßen treten."

    Zunächst einmal haben diese 'besorgten Eltern' das Recht sich auf ihren Geisteszustand untersuchen zu lassen.

    "Der Aktivist Randy Thomasson sagte, die Mehrheit der Mütter und Väter wolle keine "sexuelle Gehirnwäsche" für ihre Kinder. Die einzige Möglichkeit, wie Kinder der "unmoralischen Indoktrination" entgehen könnten, sei es, sie aus dem öffentlichen Schulsystem zu nehmen."

    Und da fällt mir nur ein Wort ein: Faschist.
    - in Amerika steht es jedem frei, seine Kinder selbst zu unterrichten, der "Aktivist" fordert also nicht zum Gesetzesbruch auf. Er verlangt auch nicht "faschistoid" (oder "bolschewistisch"), daß sich alle seiner Meinung anschlössen.

    Er beschränkt sich auf das öffentliche Kundtun seiner Auffassung, die er anscheinend (nicht, daß es darauf ankäme) mit anderen teilt. Dies fällt unter Meinungsfreiheit - gerade im parlamentarischen Meinungsstreit!

    Meinungsfreiheit gilt auch für Meinungen, die mir überhaupt nicht passen. Ebenso wie sich die rechtsstaatlichen Werte gerade an Mördern und Kinderschändern beweisen müssen, wird der Grad der Meinungsfreiheit daran gemessen, wie ich mit Meinungen umgehe, die mir aus tiefstem Herzen zuwider sind. Wer Meinungsfreiheit nach "guten" und "schlechten" Meinungen selektiert, landet bei Ulbrichts berüchtigtem Ausspruch, daß die DDR sehr wohl Pressefreiheit kenne, nur eben keine Freiheit für die bürgerliche Presse.

    Abgesehen davon dürfte das wieder mal eine dieser Meldungen sein, mit denen Nordamerika als Haufen dümmlicher Provinzsektierer dargestellt wird, da läßt es sich dann aus grünrotkorrekter Vorstadtwarte so schön darüber erheben.
  6. #6

    Das ist Amerika

    Die Eltern sind dort für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich.

    Und nicht der anonyme Staat, der Bildungsklone braucht.
  7. #7

    Prädikate?

    Es ist für mich bezeichnend, dass es in den U.S.A. Gesetze geben muss, in denen über "Prädikate" von Menschen entschieden wird!
    Jede ethnische Gruppe muss einzeln hervorgehoben werden - ebenso jede Minderheit - das "schwarz", "schwul", etc. wird den "Errungenschaften" von amerikanischen Menschen vorangestellt... Die Frage ist: WOZU?

    Ist es entscheidend, dass eine Entwicklung gemacht wurde - oder ist entscheidend von wem, welcher Minderheit, diese gemacht wurde?

    In einer Gesellschaft "der Minderheiten" dient dies nur zur Identifikation derselben - und bildet Identifikationsfiguren über die sich diese Minderheiten definieren können! Vielleicht kommt bald ein Gesetz, dass festlegt, dass es darüber wissenschaftliche Untersuchungen gibt, dass konservativ denkende Menschen weniger intellektuell veranlagt sind als nicht konservative...?
    Dann könnten die Schulkinder vielleicht irgendwann gelernt haben, wer hier wen idoktriniert - mit pseudo religiösem Schwachsinn wie "Schwulenhass", etc. ...

    Ich dachte immer, in der "Bill of Rights" stände seit jeher was von "Gleichheit aller Menschen"?...
  8. #8

    Ist mir jetzt nicht ganz klar...

    Wurden denn in den kalifornischen Schulbüchern bisher Errungenschaften von Leuten verschwiegen, die lesbisch oder schwul waren?

    Also nach dem Motto, wenn Carl Benz schwul gewesen wäre, dann würden wir so tun, als gäbe es keine Autos?

    Oder soll prinzipiell bei jeder erwähnten Person die sexuelle Orientierung aufgeführt werden?

    Oder schnappt man sich ein paar bekennende Schwule und jazzt deren Lebensleistung zu geschichtsverändernden Ereignissen hoch, auch wenn sie außerhalb ihrer Aktivistengruppe keine Sau kennt?

    Ein bisschen mehr Hintergrund zu solchen Artikeln wäre wünschenswert, aber ich fürchte, da schreibt man halt einfach eine Pressemeldung ab, ohne sich näher mit dem Thema zu befassen.

    Unabhängig davon ist das reflexartige Gekeife irgendwelcher bigotter "concerned parents" nun wirklich keine neue Nachricht!
  9. #9

    klar und zurecht

    Zitat von debreczen Beitrag anzeigen
    - in Amerika steht es jedem frei, seine Kinder selbst zu unterrichten, der "Aktivist" fordert also nicht zum Gesetzesbruch auf. Er verlangt auch nicht "faschistoid" (oder "bolschewistisch"), daß sich alle seiner Meinung anschlössen.

    Er beschränkt sich auf das öffentliche Kundtun seiner Auffassung, die er anscheinend (nicht, daß es darauf ankäme) mit anderen teilt. Dies fällt unter Meinungsfreiheit - gerade im parlamentarischen Meinungsstreit!

    Meinungsfreiheit gilt auch für Meinungen, die mir überhaupt nicht passen. Ebenso wie sich die rechtsstaatlichen Werte gerade an Mördern und Kinderschändern beweisen müssen, wird der Grad der Meinungsfreiheit daran gemessen, wie ich mit Meinungen umgehe, die mir aus tiefstem Herzen zuwider sind. Wer Meinungsfreiheit nach "guten" und "schlechten" Meinungen selektiert, landet bei Ulbrichts berüchtigtem Ausspruch, daß die DDR sehr wohl Pressefreiheit kenne, nur eben keine Freiheit für die bürgerliche Presse.

    Abgesehen davon dürfte das wieder mal eine dieser Meldungen sein, mit denen Nordamerika als Haufen dümmlicher Provinzsektierer dargestellt wird,
    was soll die Homophobie der Republikaner? Ich verachte diese Leute.








TOP



TOP