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Schwule und Lesben: Frankreich*sperrt sich gegen Homo-Ehe
Frankreichs oppositionelle Sozialisten sind mit einem Gesetzentwurf zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen gescheitert: Das Parlament lehnte die Initiative ab - das Land solle sich "weder nach dem Wind richten, noch Modeerscheinungen beugen", sagte ein konservativer Abgeordneter.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...768463,00.html
- #90 15.06.2011 09:35 von
Modeerscheinung ?
Homosexuallität ist keine Modeerscheinung !
Ich muss leider an dem Verstand von Personen zweifeln, die solche Aussagen von sich geben.
Seit es Menschen gibt, gibt es auch Menschen, die sich vom gleichen Geschlecht angezogen fühlen. In der Antike galt Homosexualität als normal. Auf Vasen und Wandbildern der Antike findet man Männer, die mit Männern verkehren !
In einer modernen Gesellschaft sollte man so aufgeschlossen sein und akzeptieren, dass auch Gleichgeschlechtliche Partnerschaften offen zu Ihrer Liebe stehen möchten und auch die Ehe eingehen möchten ! - #91 15.06.2011 09:39 von
- #92 15.06.2011 09:40 von
ich versteh immer nicht....
...was ein Verbot oder die Nicht-Legalisierung der Homo-Ehe mit dem Schutz der Familie zu tun hat.
Kein einziges verheiratetes hetereosexuelles Paar hat für sich genommen Nachteile dadurch, wenn Homosexuelle heiraten dürfen. Ich bitte an dieser Stelle mal die erzkonservativen Foren-Teilnehmer hier die gegen die Homo-Ehe wettern, einen einzigen Punkt zu nennen, in welchem die Legalisierung einer homosexuellen Eheschließung einen absoluten und faktischen Nachteil für die Rechte von heterosexuellen Ehepartnern darstellt.
Mir will einfach nicht in den Kopf, wie es dem Schutz der Ehe dient, wenn man ganze Bevölkerungsgruppen von dieser Möglichkeit ausschließt. Die sich allein dadurch disqualifizieren sollen für eine Eheschließung, daß sie ein gleichgeschlechtliches Paar sind. Wenn ich mir so manche heterosexuelle Ehepaare in meinem Freundeskreis ansehe, dann würden mir genug Gründe einfallen, daß eher bestimmten heterosexuellen Teilen der Bevölkerung "zum Schutz von Ehe und Familie" die Eheschließung untersagt werden sollte.
Letztlich ist all dies homophoben Tendenzen aus dem christlich-konservativen Lager geschuldet. Die katholische Kirche, welche in ihrer Priesterschaft laut Aussage des schwulen Ex-Priesters David Berger selbst einen Homosexuellen-Anteil von ca. 40 Prozent hat, drückt einmal mehr der Bevölkerung ihre haarsträubend verklemmte Sexualmoral auf. - #93 15.06.2011 09:41 von
- #94 15.06.2011 09:42 von
Kinder brauchen nicht Frau und Mann als Eltern
Das Kinder zwingend Mutter und Vater brauchen ist ein erfundener moderner Mythos der sich hartnäckig hält.
Im Gegenteil: Wissenschaftler vermuten dass sich in der Evolution die Homosexualität gerade deshalb durchgesetzt hat: Weil sie sich um elternlose Kinder kümmern könnern.
In einer Tiergemeinschaft kann sich ein homosexuelles kinderloses Tier um den Nachwuchs kümmern, dessen Eltern nicht mehr dazu fähig sind.
In Versuchen konnten homosexuelle Störche ein zugefügtes Ei ausbrüten und das Junge erfolgreich aufziehen. - #95 15.06.2011 09:42 von
Eingeräumt?
Im Grunde haben Sie bestimmt Recht, daher schrieb ich auch bewusst "wenn man zu...", im Sinne von wenn man den ursprünglichen Sinn einer Ehe sieht (ganz weit damals).
Mir persönlich ist das sowieso wurscht, in meinem Freundeskreis befinden sich auch einige Homosexuelle, und ca. der Hälfte von ihnen ist das auch völlig egal.
Ich persönlich entfalte mich in der mir angeborenen Freiheit in Verbindung mit Verantwortung; mir "eingeräumte" Rechte dagegen bedeuten mir nichts und ich respektiere sie nicht. - #96 15.06.2011 09:42 von
Artikel 6
Ok, hier haben wir Artikel 6 des Grundgesetzes:
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(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.
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Wo steht da bitte etwas darüber, dass nur Mann und Frau die Ehe eingehen können? Richtig, das steht da gar nicht. - #97 15.06.2011 09:45 von
Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:
Sie übersehen dabei eine Kleinigkeit: bei den Pflichten sind schwul-lesbische Paare nämlich genauso dran wie alle anderen. Ich sage nur Unterhaltspflicht. Nur Rechte ergeben sich kaum.
Da wäre es doch besser, grundsätzlich ausschließlich Familien mit Kindern besser zu stellen - egal ob hetero, homo, verheiratet oder nicht?
Der ganze vorgestrige Moralschmonzes, der hier wieder hochgerührt wird, ist doch daneben. Nicht weitersagen: die WHO hat schon vor JAHREN Homosexualität von der Liste der Krankheiten runtergenommen. - #98 15.06.2011 09:45 von
- #99 15.06.2011 09:48 von
...
Ach, und das wissen Sie woher? Mir wären keine Studien bekannt, die das etwa im Vergleich zu homosexuellen Eltern belegen würden. Ausserdem ist die Realität halt kein Wunschkonzert, Kinder in die Welt zu setzen und aufzuziehen ist kein Privileg, sondern unterliegt der Selbstverantwortung. Will heissen: Jeder kann Kinder zeugen, und sei es in Form von IVF mit dem Herrn Doktor. Ob verheiratet oder nicht, jung oder alt, arm oder reich, hetero- oder homosexuell, Sie können niemanden daran hindern. Selbst wenn der Rahmen nicht stabil und optimal ist. Was ist also genau Ihr Punkt? Wollen Sie es allen, die den Kindern keine perfekten Bedingungen bieten können, verbieten, Kinder zu bekommen? Sorgerecht entziehen? Kindergeld streichen? Wie man sieht verrennen Sie sich bei der krampfhaften Rechtfertigung einer homophoben Sonderreglung vollends in einem faschistoiden Gesellschaftsbild..
Die Ausnahme ist längst die Regel. Und daran können Sie nicht das Geringste ändern.Klar gibt es Ausnahmen. Aber man sollte die Ausnahme nicht zur Regel machen.
Aha. Ich will ja nicht wissen wie das bei Ihnen im Bett aussieht wenn das alles so furchtbar ernst ist. Meine Heterosexualität ist jedenfalls auch primär "Jux und Tollerei". Zumindest nicht mehr oder weniger als durchschnittliche Homosexualität. Mal davon abgesehen, dass Sie schon wieder dem Fehler unterliegen, Sexualität auf den reinen Sexualakt zu reduzieren. Was von einem eher schlichten Weltbild zeugt, immerhin hängt daran weit mehr. Oder besteht Ihre partnerschaftliche Beziehung ausschliesslich aus strikt reproduktivem (und todernstem!) Geschlechtsverkehr?Man sollte sich bloß klar sein, dass Heterosexualität keine "Spielart" von irgendwas ist. Heterosexualität ist Ernst. nämlich die Grundlage alles Lebens. Alles andere ist nur Jux und Tollerei.
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