Schwule und Lesben: Frankreich*sperrt sich gegen Homo-Ehe

Frankreichs oppositionelle Sozialisten sind mit einem Gesetzentwurf zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen gescheitert: Das Parlament lehnte die Initiative ab - das Land solle sich "weder nach dem Wind richten, noch Modeerscheinungen beugen", sagte ein konservativer Abgeordneter.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...768463,00.html
  1. #90

    Modeerscheinung ?

    Homosexuallität ist keine Modeerscheinung !
    Ich muss leider an dem Verstand von Personen zweifeln, die solche Aussagen von sich geben.
    Seit es Menschen gibt, gibt es auch Menschen, die sich vom gleichen Geschlecht angezogen fühlen. In der Antike galt Homosexualität als normal. Auf Vasen und Wandbildern der Antike findet man Männer, die mit Männern verkehren !

    In einer modernen Gesellschaft sollte man so aufgeschlossen sein und akzeptieren, dass auch Gleichgeschlechtliche Partnerschaften offen zu Ihrer Liebe stehen möchten und auch die Ehe eingehen möchten !
  2. #91

    nein

    Zitat von Tango Beitrag anzeigen
    Die Begründung kann ich Ihnen auch liefern aber Sie wird Ihnen nicht gefallen:
    In aller Regel ist es für Kinder am besten, mit ihrem Vater und ihrer Mutter .....
    Lustig. Und ich dachte immer ist für Kinder am besten dass sie bei Leuten aufwachsen, die sie lieben und sich um sie kümmern.
    Na, merken sie den Unterschied?
  3. #92

    ich versteh immer nicht....

    ...was ein Verbot oder die Nicht-Legalisierung der Homo-Ehe mit dem Schutz der Familie zu tun hat.

    Kein einziges verheiratetes hetereosexuelles Paar hat für sich genommen Nachteile dadurch, wenn Homosexuelle heiraten dürfen. Ich bitte an dieser Stelle mal die erzkonservativen Foren-Teilnehmer hier die gegen die Homo-Ehe wettern, einen einzigen Punkt zu nennen, in welchem die Legalisierung einer homosexuellen Eheschließung einen absoluten und faktischen Nachteil für die Rechte von heterosexuellen Ehepartnern darstellt.

    Mir will einfach nicht in den Kopf, wie es dem Schutz der Ehe dient, wenn man ganze Bevölkerungsgruppen von dieser Möglichkeit ausschließt. Die sich allein dadurch disqualifizieren sollen für eine Eheschließung, daß sie ein gleichgeschlechtliches Paar sind. Wenn ich mir so manche heterosexuelle Ehepaare in meinem Freundeskreis ansehe, dann würden mir genug Gründe einfallen, daß eher bestimmten heterosexuellen Teilen der Bevölkerung "zum Schutz von Ehe und Familie" die Eheschließung untersagt werden sollte.

    Letztlich ist all dies homophoben Tendenzen aus dem christlich-konservativen Lager geschuldet. Die katholische Kirche, welche in ihrer Priesterschaft laut Aussage des schwulen Ex-Priesters David Berger selbst einen Homosexuellen-Anteil von ca. 40 Prozent hat, drückt einmal mehr der Bevölkerung ihre haarsträubend verklemmte Sexualmoral auf.
  4. #93

    .

    Zitat von huggi Beitrag anzeigen
    Eine Ehe ist etwas anderes als eine Lebenspartnerschaft und ist nur zwischen Mann und Frau möglich.
    Nein. Solange das Ehepaar keine Kinder hat, handelt es sich um nichts anderes als eine Lebenpartnerschaft.
  5. #94

    Kinder brauchen nicht Frau und Mann als Eltern

    Zitat von Tango Beitrag anzeigen
    Die Begründung kann ich Ihnen auch liefern aber Sie wird Ihnen nicht gefallen:
    In aller Regel ist es für Kinder am besten, mit ihrem Vater und ihrer Mutter aufzuwachsen. (...)
    Das Kinder zwingend Mutter und Vater brauchen ist ein erfundener moderner Mythos der sich hartnäckig hält.
    Im Gegenteil: Wissenschaftler vermuten dass sich in der Evolution die Homosexualität gerade deshalb durchgesetzt hat: Weil sie sich um elternlose Kinder kümmern könnern.
    In einer Tiergemeinschaft kann sich ein homosexuelles kinderloses Tier um den Nachwuchs kümmern, dessen Eltern nicht mehr dazu fähig sind.
    In Versuchen konnten homosexuelle Störche ein zugefügtes Ei ausbrüten und das Junge erfolgreich aufziehen.
  6. #95

    Eingeräumt?

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Wenn man der Frage eine falsche Annahme zugrunde legt erstaunt es nicht, wenn die Schlussfolgerung auch falsch ist. Die Eheschliessung dient weder der Gründung einer Familie noch ist diese für die Gründung einer Familie......
    Im Grunde haben Sie bestimmt Recht, daher schrieb ich auch bewusst "wenn man zu...", im Sinne von wenn man den ursprünglichen Sinn einer Ehe sieht (ganz weit damals).
    Mir persönlich ist das sowieso wurscht, in meinem Freundeskreis befinden sich auch einige Homosexuelle, und ca. der Hälfte von ihnen ist das auch völlig egal.
    Ich persönlich entfalte mich in der mir angeborenen Freiheit in Verbindung mit Verantwortung; mir "eingeräumte" Rechte dagegen bedeuten mir nichts und ich respektiere sie nicht.
  7. #96

    Artikel 6

    Zitat von huggi Beitrag anzeigen
    ... wenn Sie das nicht wissen, so ist auch Ihr Standpunkt verständlich.
    Eine Ehe ist etwas anderes als eine Lebenspartnerschaft und ist nur zwischen Mann und Frau möglich.

    Schauen Sie sich doch bitte den .....
    Ok, hier haben wir Artikel 6 des Grundgesetzes:

    --------------------
    (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
    (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
    (3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

    (4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

    (5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.
    ------------------------------------


    Wo steht da bitte etwas darüber, dass nur Mann und Frau die Ehe eingehen können? Richtig, das steht da gar nicht.
  8. #97

    Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

    Zitat von Themostikles Beitrag anzeigen
    (...)
    Dass heute Schwule und Lesben die gleichen Rechte beanspruchen, die im Wesentlichen aus Steuer- und Rentenrechtsvorteilen besten, ist aus diesen Gründen .....
    Sie übersehen dabei eine Kleinigkeit: bei den Pflichten sind schwul-lesbische Paare nämlich genauso dran wie alle anderen. Ich sage nur Unterhaltspflicht. Nur Rechte ergeben sich kaum.

    Da wäre es doch besser, grundsätzlich ausschließlich Familien mit Kindern besser zu stellen - egal ob hetero, homo, verheiratet oder nicht?

    Der ganze vorgestrige Moralschmonzes, der hier wieder hochgerührt wird, ist doch daneben. Nicht weitersagen: die WHO hat schon vor JAHREN Homosexualität von der Liste der Krankheiten runtergenommen.
  9. #98

    Wo?

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Dem gegenüber könnten auch in einer Homosexuellen Kinder in eine Ehe gebracht werden. Homosexuell bedeutet schliesslich nicht zeugungsunfähig. Und würde man endlich das Adoptionsrechts anpassen fiele dieser Pseudo-Vorwurf vollends unter den Tisch..
    Der Vorwurf oder der, von mir aus, Pseudo-Vorwurf,
    wo ist er denn?
  10. #99

    ...

    Zitat von Tango Beitrag anzeigen
    In aller Regel ist es für Kinder am besten, mit ihrem Vater und ihrer Mutter aufzuwachsen. Die Ehe bietet dafür einen stabilen rechtlichen Rahmen.
    Ach, und das wissen Sie woher? Mir wären keine Studien bekannt, die das etwa im Vergleich zu homosexuellen Eltern belegen würden. Ausserdem ist die Realität halt kein Wunschkonzert, Kinder in die Welt zu setzen und aufzuziehen ist kein Privileg, sondern unterliegt der Selbstverantwortung. Will heissen: Jeder kann Kinder zeugen, und sei es in Form von IVF mit dem Herrn Doktor. Ob verheiratet oder nicht, jung oder alt, arm oder reich, hetero- oder homosexuell, Sie können niemanden daran hindern. Selbst wenn der Rahmen nicht stabil und optimal ist. Was ist also genau Ihr Punkt? Wollen Sie es allen, die den Kindern keine perfekten Bedingungen bieten können, verbieten, Kinder zu bekommen? Sorgerecht entziehen? Kindergeld streichen? Wie man sieht verrennen Sie sich bei der krampfhaften Rechtfertigung einer homophoben Sonderreglung vollends in einem faschistoiden Gesellschaftsbild..

    Klar gibt es Ausnahmen. Aber man sollte die Ausnahme nicht zur Regel machen.
    Die Ausnahme ist längst die Regel. Und daran können Sie nicht das Geringste ändern.

    Man sollte sich bloß klar sein, dass Heterosexualität keine "Spielart" von irgendwas ist. Heterosexualität ist Ernst. nämlich die Grundlage alles Lebens. Alles andere ist nur Jux und Tollerei.
    Aha. Ich will ja nicht wissen wie das bei Ihnen im Bett aussieht wenn das alles so furchtbar ernst ist. Meine Heterosexualität ist jedenfalls auch primär "Jux und Tollerei". Zumindest nicht mehr oder weniger als durchschnittliche Homosexualität. Mal davon abgesehen, dass Sie schon wieder dem Fehler unterliegen, Sexualität auf den reinen Sexualakt zu reduzieren. Was von einem eher schlichten Weltbild zeugt, immerhin hängt daran weit mehr. Oder besteht Ihre partnerschaftliche Beziehung ausschliesslich aus strikt reproduktivem (und todernstem!) Geschlechtsverkehr?