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Schwule Fußballer: Weiter Weg zur Akzeptanz
CorbisGesprochen wird viel über Toleranz im Fußball. Doch getan hat sich bislang wenig. Fußball und Homosexualität ist weiterhin ein Tabu. Es wird noch dauern, bis sich ein Profi öffentlich bekennen kann.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...855549,00.html
- #1 13.09.2012 15:31 von
- #2 13.09.2012 15:40 von
optional
Bei solchen anonymen Interwievs frage ich mich immer, ob die nicht nach politischem Gusto in den Redaktionen zusammengeschustert werden. Der angeblich schwule Fußballer sagt genau das, was man als politisch korrekter Mensch hören möchte.
Das muss jetzt nicht heißen, dass es keine schwulen Fußballer gibt, bzw. dass diese anderes sagen würden. Ich bin bei so etwas nur grundsätzlich mistrauisch. - #3 13.09.2012 15:44 von
Intoleranz
Wir haben doch gerade in Köln gesehen, wie weit Fans gehen können, so dass ein Spieler sogar, weil er in den Augen der Fans "nur" schlecht gespielt hat, also seinen Job schlecht macht, schon Angst um Leib und Leben hat und seinen Vertrag auflösen möchte (muss). Wie wäre deren Reaktion wohl gewesen, wenn der Spieler schwul wäre? Man mag sich das kaum ausmalen. So sehr ich mir die Toleranz wünschen würde, wie sie in anderen Showbereichen und der Politik schon herrscht, ich verstehe gut, dann man in "Männer-Sportarten" wie Fußball und Formel 1 noch große Angst vor den Reaktionen hat.
- #4 13.09.2012 16:00 von
Diese Befürchtungen teile ich auch. Ausgerechnet im Rugby ist man da weiter, vgl. u.a. Gareth Thomas. Und man kann wohl schlechterdings behaupten, das Spiel oder der Spieler seien "minder männlich" als Fußball.
Unabhängig davon: Mir würden Fragen nach meiner sexuellen Präferenz (hetero) tierisch auf den Geist gehen. Das ist zu respektierende Privatsache. - #5 13.09.2012 16:03 von
Das ist zwar richtig, aber darum geht es ja nicht. Sondern darum, dass es ihm vielleicht nicht egal ist und er das gern mitteilen möchte (so wie Sie sich vielleicht gern an der Seite Ihrer Frau zeigen). Und hier fehlt dann leider diese grundlegende Lässigkeit beim Umgang mit dem Thema. Die wäre genau dann erreicht, wenn dieser Artikel gar nicht erschienen wäre.
- #6 13.09.2012 16:18 von
Tatsächlich dürfte die dort und die in der veröffentlichten Meinung vorgelebte Toleranz jedoch weit an der Lebenswirklichkeit vorbeigehen.
Ich habe immer mehr den Eindruck, Homosexualität ist heute nur in den Teilen der Gesellschaft wirklich akzeptiert, die sich selbst als die Avantgarde der Gesellschaft verstehen.
Dahinter klafft jedoch ein riesiges Akzeptanz-Loch, welches inzwischen nicht kleiner, sondern wieder größer zu werden scheint, selbst auf Schulhöfen ist "schwul" bekanntlich längst wieder zu einem Schimpfwort geworden.
Insofern dürfte die hier kritisierte Homophobie im Fußballbereich eben nicht die seltene Ausnahme, sondern im Gegenteil sogar ein verstörend-ehrliches Abbild der tatsächlichen, gesellschaftlichen Zustände sein.
Fußball ist nun einmal der Massensport der großen Emotionen, und spiegelt deshalb viel von dem wieder, was die breite Masse tatsächlich fühlt und denkt. Ungeschminkt und unverstellt. - #7 13.09.2012 16:21 von
- #8 13.09.2012 16:21 von
Das Interview könnte auch frei erfunden sein. Kann ja jeder behaupten mit dem Verweis auf Anonymität. Hört sich auf jeden Fall alles sehr klischeehaft und gestellt an.
- #9 13.09.2012 16:23 von
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