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Schwindendes Vertrauen: Fitch senkt Spaniens Ranking um drei Stufen

REUTERSEs ist ein Rückschlag im Kampf um das Vertrauen der Anleger: Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von Spanien deutlich abgesenkt. Euro-Gruppenchef Juncker sicherte dem Land für den Notfall Unterstützung zu.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837643,00.html
  1. #1

    Fitch rating

    Breaking News:
    Fitch Rating von mir auf D gesenkt. Grund für die Entscheidung ist das eindrucksvolle Versagen der Agentur über Jahre hinweg, bei erstaunlicher Bedeutungslosigkeit der gesamten Organisation. Herzlichen Glückwunsch!
  2. #2

    Wieso diese Reihenfolge?

    Was ich ich nicht verstehe, ist, warum dies so nacheinander stattfindet.
    Während die Finanzmärkte sich mit Griechenland befasst haben, war doch in Spanien die Situation geäußert die Gleiche, die jetzt herrscht. Warum wird Spanien also jetzt, nachdem Griechenland kurz vor dem endgültigen Aus steht, ins Viser genommen?
    Das hat doch mit unabhängigen Bewertungen nichts mehr zu tun. Das sieht doch vielmehr danach aus, ein Land nach dem anderen sturmreif zu schiessen.

    Sollte diese Vorgehensweise andere Gründe haben, erklär sie mir bitte jemand.

    graphicdog
  3. #3

    Portugal

    Zitat von graphicdog Beitrag anzeigen
    Was ich ich nicht verstehe, ist, warum dies so nacheinander stattfindet.
    Während die Finanzmärkte sich mit Griechenland befasst haben, war doch in Spanien die Situation geäußert die Gleiche, die jetzt herrscht. Warum wird Spanien also jetzt, nachdem Griechenland kurz vor dem endgültigen Aus steht, ins Viser genommen?
    Das hat doch mit unabhängigen Bewertungen nichts mehr zu tun. Das sieht doch vielmehr danach aus, ein Land nach dem anderen sturmreif zu schiessen.

    Sollte diese Vorgehensweise andere Gründe haben, erklär sie mir bitte jemand.

    graphicdog
    wird das naechste Land sein und dann Italien.Die Sparmassnahmen in Portugal fuehren das Land seit Ende letzten Jahres in den Abgrund.Da die regierenden Politiker diesen Landes,So "gute Schueler" sind, wird die Veroeffentlichung des "aus"noch aufgehoben.Die Banken werden gerettet, wenn das geschehen ist, wird dem Euro das Ende eingelaeutet.Dieses schrittweise abschiessen hilft die Vermoegen zu retten.Der, der wenig hat, dem wird gar nichts bleiben.Weil das zu grossen Auswanderungen auf der Suche nach Arbeit fuehren kann, ist eine Aenderung der Grenzsituationen im Gespraech, wonach jedes Land entscheiden kann, ob es seine Grenzen schliesst, wenn es dieses fuer Erforderlich haelt....
  4. #4

    Fitch und ko trauen Spanien nicht.

    Welch fantastische Ueberaschung: Rajoy ist durchgefallen.
    Gerade der Mann der alles tat um die Banken zu schonen.
    Wie weit wird Fitch wohl Griechenland abstufen, wo die Linke ans Ruder kommt? Mir schwant nichts Gutes.Das Euro-gekluengel wird wohl bis zum Rest meines Lebens
    andauern. Da hatte ich doch auf etwas besseres gehofft .
    Hilfe Frau Merkel, tun Sie etwas fuer meine Nachtruhe!
  5. #5

    Volkswirtschaftliche Realitäten und tatsächliche Entwicklungen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Rückschlag im Kampf um das Vertrauen der Anleger: Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von Spanien deutlich abgesenkt. Euro-Gruppenchef Juncker sicherte dem Land für den Notfall Unterstützung zu.

    Fitch senkt Spaniens Ranking um drei Stufen - SPIEGEL ONLINE
    Die spanische Volkswirtschaft befindet sich in einer nachhaltigen Abschwungphase. Es besteht weiterhin noch ein großer Rekapitalisierungs- und Abschreibungsbedarf bei seinen Banken. Die Arbeitslosigkeiten in Spanien selbst steigen. Die vorherige niedrige Staatsverschuldung steigt durch die zusätzlich Bankenstützungen und durch zu niedrigere und stagnierende Steuereinnahmen. Die regionalen Regierungen benötigen offenbar weitere finanzielle Unterstützungen, ähnlich wie in Portugal (Madeira).

    Hinzu kommt der harte Spar- und Sanierungskurs, der sich negativ auf die Investitionstätigkeit auswirkt. Die Kreditvergabe der Banken ist sehr viel restriktiver geworden. Die Nachwirkungen des Baubooms sind hier noch zu erkennen. Basel III ist zu erfüllen.

    Der spanische Target 2 Verbindlichkeitssaldo ist neben dem italienischen und dem irischen Saldo beachtlich, eine bereits einsetzende und stattfindende Kapitalflucht aus Spanien selbst erschwert und verschärft die Situation. Die ökonomische Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Volkswirtschaft kann nur sehr langfristig verbessert werden.

    Dies alles bewerten Ratingagenturen. Für potentielle Investoren und Anleger.
  6. #6

    wie die Schufa...

    Die wollen demnächst auch das Facebook beobachten, und daraus ihre Schlüsse ziehen...

    Wie sagt Volker Pispers: Früher hat das Pack auf dem Kirmes vor einer Glaskugel gesessen.

    Aber ich vermute, dass die nur eine Schauveranstaltung sind. Denn was die Anleger dann wirklich machen, steht auf einen anderen Blatt. Schließlich haben die USA doch auch schon ein geringfügig schlechteres Rating bekommen, bei einer vielfach schlechteren Situation. Und jeder gibt denen gerne Kredit. -- genau wie Deutschland.

    Aber wenn irgendwelche "Experten", die sich schon vielfach geirrt haben, irgendwas verkünden, das sie mit irgendwelchen undurchsichtigen Mitteln erwürfelt haben, hält die Welt den Atem an?
    So wie ich das sehe, handeln große Spekulanten sowieso dagegen.

    Das eigentliche Geschäftsfeld ist die langweilige Bilanz-Überprüfung von Unternehmen. Diese ganze Volkswirtschaftssachen und Vorhersagen machen die nur um in die Zeitung zu kommen -- das Bohlen-Prinzip.

    Da schaue ich doch lieber der Wettervorhersage. Da geben sich die Präsentatoren wenigstens Mühe, das irgendwie unterhaltsam 'rüber zu bringen.
  7. #7

    Ratings?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Rückschlag im Kampf um das Vertrauen der Anleger: Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von Spanien deutlich abgesenkt. Euro-Gruppenchef Juncker sicherte dem Land für den Notfall Unterstützung zu.

    Fitch senkt Spaniens Ranking um drei Stufen - SPIEGEL ONLINE
    Es ist gewiss vor allem in Griechenland und anderen Ländern etwas schief gelaufen, aber es sei daran erinnert, dass noch bis vor kurzem die Staatsverschuldung Spaniens gemessen am BIP deutlich geringer war als in Deutschland. Wer immer noch nicht kapiert, dass die Euro-Krise zu 20% hausgemacht und zu 80% Agenturgemacht ist, dem ist nicht zu helfen. Nehmen wir mal Estland, Litauen etc. Die haben einen ganz ähnlichen Sparkurs gefahren wie Spanien, waren wirtschaftlich in ähnlicher Lage. Hat aber keine Ratingagentur interssiert, mangels Masse und weil die das "Kampfobjekt" Euro nicht haben. Die sind in der Krise nicht so weit runtergewertet worden. Oder nehmen wir Island, die haben noch 2008 von Moodys ein aa1 bekommen, ein paar Monate später waren die Isländer pleite. Ratingagenturen machen Politik, nehmen Interessen war, aber ein reales Urteil kann man von Ihnen genauso gut erwarten wie von einem Grundschüler mit besonders stark ausgeprägter Dyskalkulie.
  8. #8

    Grundlegende volkswirtschaftlichen Überlegungen!

    Zitat von KT712 Beitrag anzeigen
    Es ist gewiss vor allem in Griechenland und anderen Ländern etwas schief gelaufen, aber es sei daran erinnert, dass noch bis vor kurzem die Staatsverschuldung Spaniens gemessen am BIP deutlich geringer war als in Deutschland. Wer immer noch nicht kapiert, dass die Euro-Krise zu 20% hausgemacht und zu 80% Agenturgemacht ist, dem ist nicht zu helfen. Nehmen wir mal Estland, Litauen etc. Die haben einen ganz ähnlichen Sparkurs gefahren wie Spanien, waren wirtschaftlich in ähnlicher Lage. Hat aber keine Ratingagentur interssiert, mangels Masse und weil die das "Kampfobjekt" Euro nicht haben. Die sind in der Krise nicht so weit runtergewertet worden. Oder nehmen wir Island, die haben noch 2008 von Moodys ein aa1 bekommen, ein paar Monate später waren die Isländer pleite. Ratingagenturen machen Politik, nehmen Interessen war, aber ein reales Urteil kann man von Ihnen genauso gut erwarten wie von einem Grundschüler mit besonders stark ausgeprägter Dyskalkulie.
    Leider sind diese Analysen nicht zielführend! Spanien hatte jahrelang ein wesentlich höheres pozentuales Leistungsbilanzdefizit als das der USA. Der spanische EU_Währungskommissar, Herr Almunja, gelehrter Ökonomieprofessor aus Harward, ignorierte diese Fakten. Spanien hatte jahrelang wesentlich höhere Binneninflationsraten als reale Marktzinsen. Die EZB operierte und operiert immer noch mit einem einheitlichen Zentralzinssatz bei verschiedenen Konjunkturzyklen und gleichzeitigen Inflations-/Deflations-/Stagflation- und Stagnationsszenarien.

    Und diese Politik ging und geht eindeutig zu Lasten Deutschlands. Für uns entfielen alle Aufwertungsgewinne einer eigenen stabilen Währung als volkswirtschaftliche Sozial- und Wohfahrtsdividende, unsere erzielten Leistungsbilanzüberschüsse dien(t)en dem Erhalt dieser Eurowährungszone. Unsere Kapitalexporte flossen in die heutigen Problemvolkswirtschaften, unsere eigene Nettoinvestitionsquote war die niedrigste aller entwickelten Industrienationen.

    Hinzu kommen jetzt noch die Risiken aus den beiden Fonds EFSF und ESM, die für uns selbst eine erhebliche Belastung darstellen. Die bisherigen Rettungs- und Stabilisierungspolitik der EZB geht ebenfalls zu Lasten der Geld- und Währungsstabilität, auch dies trifft die Stabilitäts- und Überschußländer.

    Der ökonomische Vergleich der binnenwirtschaftlichen Entwicklungen Spaniens mit Deutschland geht leider an den ökonomischen Realtitäten und Entwicklungen vorbei.
  9. #9

    Vermutung, These...

    Zitat von graphicdog Beitrag anzeigen
    Was ich ich nicht verstehe, ist, warum dies so nacheinander stattfindet.
    Während die Finanzmärkte sich mit Griechenland befasst haben, war doch in Spanien die Situation geäußert die Gleiche, die jetzt herrscht. Warum wird Spanien also jetzt, nachdem Griechenland kurz vor dem endgültigen Aus steht, ins Viser genommen?
    Das hat doch mit unabhängigen Bewertungen nichts mehr zu tun. Das sieht doch vielmehr danach aus, ein Land nach dem anderen sturmreif zu schiessen.

    Sollte diese Vorgehensweise andere Gründe haben, erklär sie mir bitte jemand.

    graphicdog
    Dazu habe ich eine Vermutung, eine These...
    Nämlich weil es längtst nicht mehr um Griechenland geht, sondern um den Euro selbst. Der Markt will den Verantwortlichen der €Zone klar machen daß im Falle eines 'Rauswurfs' (oder besser 'Rausekelns') Griechenlands sich der Markt sofort auf den nächsten stürzen wird. Der Markt will ein unbedingtes Signal und eine fixe Abmachung (mit roadmap für die nächsten sagen wir einmal 5 Jahre) sehen daß die €Zone komme was wolle zusammenbleibt. Weil daran (derzeit) nicht geglaubt wird, und man sieht daß die €Zone und die EU keine kompakten Körper mit fixen Mitgliedern sind, fallen die Probleme der einzelnen Staaten mehr ins Auge als die insgesamt positive Gesamtsituation...
    An einem 'grand plan' wird nun gearbeitet und der sollte bis zum G20 Gipfel oder spätestens bis zum EU Gipfel am 28/29. Juni stehen. Im hier und heute ist die Krise nicht zu lösen. Die Deutschen hat man nun dort wo man sie haben will: Deutsche Banken und Versicherungen sind in Spanien tief involviert; Spaniens Sorgen sowie die Mehrheit der EU Verantwortlichen sowie nicht zuletzt Obama, Cameron werden Deutschland zu 'Bewegung' zwingen. Zudem; in Deutschland bricht die Konjunktur ein...
    Deutschlands Wirtschaft verliert an Fahrt: Die Exporte sind im April deutlich gesunken. Besonders stark gingen die Ausfuhren in andere europäische Länder zurück. Die Aussichten für die kommenden Monate sind schlecht - denn auch in wichtigen Absatzmärkten wie Indien und China schwächelt die Konjunktur.
    Deutsche Exporte sinken im April deutlich - SPIEGEL ONLINE
    Sobald die Unternehmen die Krise spüren, werden sie ihrerseits Druck auf die Politik endlich 'fundamentale Lösungen' zu finden, ausüben. Das wird sehr bald geschehen. Rechne mit einem heißen Sommer und fundamentalen Entscheidungen innerhalb der nächsten 1-2 Monate...

    Schian Gruaß...








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