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Schwindende Finanzstärke: Rating-Riese stuft Irlands Kreditwürdigkeit herab
Herber Rückschlag für Irland: Die Rating-Agentur Moody's hat ihre Bonitätsbewertung für den kriselnden Staat gesenkt. Hauptgründe seien schlechte Wachstumsaussichten und ein schleichender Verlust der Finanzstärke.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...707204,00.html
- #10 19.07.2010 17:20 von Celestine
Zusatz
Als Konsequenz aus der Krise wurden den armen Schwellenländern wie Indonesien vom IWF "Reformen" bzw. "Maßnahmen" angeordnet, wie z.B. den Reis nicht mehr zu subventionieren. Wie man weiß, ist Reis in Asien ein Grundnahrungsmittel, und die Stützung des Grundpreises diente den Ärmsten der Armen, damit sie sich wenigstens ihren Reis leisten konnten. Der IWF hat darauf bestanden, dass damit Schluss sei, mit grausamen Folgen für die Bevölkerung.
Es sind doch erstaunliche Parallele zu erkennen: Die Ursacher von derlei Krisen werden "geretettet", während den Ärmsten im jeweiligen Land noch das Wenige genommen wird, ob in Indonesien, in Irland oder in Deutschland (Sparpaket).
Nur eiskalte, gewissenlose Menschen können eine derartige Politik gutheißen.
@ zynik: Ja, die Karawane ziehen weiter. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Deutschland dran sein wird. - #11 19.07.2010 18:52 von
europa
...und das sehenden Auges. Niemand soll nachher sagen, dass die Folgen dieser neoliberalen Ideologie nicht absehbar gewesen wären.
Vielleicht könnte hier im Sinne der europäischen Idee so etwas wie Solidarität entstehen. Der irische Bürger wird genauso zur Ader gelassen, wie der Grieche oder der Portugiese. Wenn hier eine europäische Solidarisierung untereinander herstellbar wäre, könnte man vielleicht ein ausreichendes Gegengewicht zum (seit Lissabon in der EU-Verfassung verankertem) Diktat der "Märkte" herstellen.
Um das zu verhindern, enthält uns der Mainstreamjournalismus bewusst die tiefergehenden Folgen der "Sparpolitik" bei unseren europäischen Nachbarn vor oder hetzt die Leute gleich a la Springer gegen die Griechen & Co auf.
Dabei sind wir die nächsten. Genau nach dem gleichen Schema.
Die Vernetzung einer europäischen Opposition (auch ausserpalamentarisch) wäre jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Die Gegenseite interessiert sich bei ihren Plünderungen schon längst nicht mehr für Staatsgrenzen. - #12 25.07.2010 15:26 von
Den sprichwörtlichen Bock zum Gärtner gemacht
Diese Bewertungsgesellschaften sind aufs Engste verknüpft mit den Großbanken und anderen Finanzschwindlern und daher sehr anfällig deren Interessen zu dienen; sich deren Urteil auszuliefern ist also bedenklich und gefährlich: Obwohl Griechenlands Schuldenprobleme lange bekannt werden haben diese Gesellschaften bis kurz vor Schluß griechische Anleihen die höchste Sicherheit zuerkannt; freilich schelten kann man sie dafür nicht, dürften sie hinter den Kulissen erfahren haben, dass der deutsche Zahlmeister schon für die griechischen Schulden geradestehen würde; wäre dies nicht der Fall gewesen, so hätte man die Anleihen mit der steigenden Schuldenlast Griechenlands beständig als unsicherer einstufen gemusst, dass hätte es der griechischen Regierung schwieriger gemacht Geld zu leihen und so die Sparanstrengungen vor Jahren erforderlich gemacht; hätte Griechenland vor 20 oder 30 Jahren so gespart wie jetzt, so wäre der bittere Kelch des Staatsbankrottes an ihm vor rüber gegangen, nun hilft ihm allnichts mehr als ein solcher, da es unter der bloßen Zinslast sonst zusammenbrechen muß.
Schuld sind also nicht die Geldverleiher, sondern die Staaten, die mit ihren Mitteln nicht wirtschaften können und sich Unsummen leihen! - #13 25.07.2010 16:04 von
Übers Wissen
Wie hat Kurt Tucholsky mal sinngemäß so schön gesagt oder besser gesagt, geschrieben (bin jetzt zu faul zum Nachschlagen):
Ich weiß, dass es nichts nützen wird, was ich schreibe.
Aber zumindest erfüllt es den Zweck, dass später keiner behaupten kann, er hätte es nicht gewußt bzw. wissen können."
MFG
jolip
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