Ich bin selbst schwerhörig und kenne das Problem nur zu genau. Das Problem der Schwerhörigkeit ist eben, dass sie sehr differenziert ist. Sie umfasst sowohl die an Taubheit grenzend Schwerhörigen, als auch die sehr leicht Schwerhörigen, welche ohne zusätzliche Hilfsmittel Vorlesungen verfolgen können. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es unterschiedliche Lösungsansätze, das Studium zu bewältigen. Gebärdensprache macht hier eben nur dann Sinn, wenn man ihr auch mächtig ist und das ist eher noch bei den an Taubheit grenzend Schwerhörigen der Fall, aber auch hier eher selten. Daneben gibt es aber auch noch die Gilde der Schriftdolmetscher, welche von Schwerhörigen Studenten und Studentinnen beantragt werden können. Schriftdolmetscher sitzen in der Vorlesung neben ihrem Schützling und schreiben auf einem Laptop alles mit, was der Dozent während einer Vorlesung sagt. Vorteil ist hier auch, dass der Schriftdolmetscher die Fragen der Studenten wiedergeben kann, was ja oftmals ein Problem ist, wenn zur Kommunikation mit dem Schwerhörigen Studenten nur ein Mikrofon verwendet wird, welches der Dozent sich umhängt.
Dies vielleicht als Information für alle, die noch nichts davon gehört haben.
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