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Schweizer Politikerin: "Mich stört die Masse der Deutschen"

DPADie hitzige Debatte um deutsche Zuwanderer in der Schweiz findet kein Ende, im Gegenteil. Natalie Rickli, Abgeordnete der Schweizer Volkspartei, legt jetzt nach: "Einzelne Deutsche stören mich nicht, mich stört die Masse", sagte sie. Eine neue Umfrage zeigt - viele Landsleute stimmen ihr zu.

Schweizer Politikerin: "Mich stört die Masse der Deutschen" - SPIEGEL ONLINE
  1. #190

    Falsche Zeitform

    Zitat von weltsichtig Beitrag anzeigen
    Ich versteh die Aufregung nicht. Wer in der Schweiz leben darf bestimmen die Schweizer. Es gibt kein naturgegebenes Recht für die Weltbevölkerung in die Schweiz zu ziehen.
    In der Schweiz leben ca. 25% Migranten (der 1. Generation) - da den Schweizern "Ausländerfeindlichkeit" zu unterstellen ist absurd.



    Nun, es gibt sehr wohl eine kluge und eine dumme Einwanderungspolitik.
    Eine kluge Einwanderungspolitik betreiben Staaten wie Kanada oder Australien, die gut gebildete Menschen ins Land holen, die für die Einwanderungsländer nützliche Qualifikationen besitzen. Eine dumme Einwanderungspolitik ist es, wenn man Leute ins Land holt, die im Durchschnitt schlechter gebildet sind als die einheimische Bevölkerung und vorhersehbar wenig Chancen in unserer hochtechnisierten Gesellschaft haben - so machen wir das leider.

    Und das liegt eben daran, dass unsere konservativen Politiker sich vehement dagegen wehren überhaupt zuzugeben, dass wir ein Einwanderungsland sind, was eben leider auch die Definition einer klugen Einwanderungspolitik verhindert, während linke Politiker meinen wir hätten kein Recht dazu, überhaupt Kriterien an Einwanderung anzulegen; in dem Zusammenhang wird einem gerne mal "Nützlichkeitsrassismus" unterstellt, wenn man einen vernünftigen Kriterienkatalog für Einwanderung fordert.

    Wenn Sie also dumme Einwanderungspolitik suchen, dann werden Sie in unserem eigenen Land sehr schnell fündig.
    Sie wissen schon, dass es nicht mehr so einfach ist, nach Deutschland zu kommen? Was Sie beschrieben haben, ist die Situation, die vor 40 Jahren herrschte. Da wurden eben wenig qualifizierte Arbeitskräfte gebraucht. Und die gewünschten Massen kamen ja auch. Damals hat man es versäumt weiterzudenken, d.h. mögliche Probleme ausgeblendet.
    Inzwischen ist die Zahl der Migranten stetig zurückgegangen.
    Vieles wurde in der Vergangenheit falsch gemacht. Daher ist auch die Wahl Ihrer Zeitform (Präsens) nicht passend.
  2. #191

    Zitat von tutz Beitrag anzeigen
    Sie begreifen wohl das System Angebot - Nachfrage nicht? Es hat schlichtwegs zuwenig Wohnungen, was den Mietzins rauftreibt. Und dabei wird gebaut wie irr...
    Nochmal: das sollen 270.000 Deuztsche allein geschafft haben? Und auch hier nochmal: da es ja kaum so viele Arbeitslose wie Deutsche in der Schweiz gibt, ist es doch wohl eher so (das sage ich auch immer gerne meinen Landsleuten, wenn's mal wieder gegen die "Migranten" geht), dass Kräfte aus dem Ausland gebraucht werden.

    Außerdem, ich lese hier immer, dass die Deutschen auch deswegen so böse sind, weil sie sich mit weniger Gehalt abspeisen lassen. Wenn wir jetzt wieder bei Angebot und Nachfrage sind: Preise steigen, wenn mehr Geld im System ist. Wenn die Deutschen nun weniger Geld als die Schweizer bekommen ...

    Zitat von tutz Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, wieviel man bezahlt hat und wieviel man bezieht. Wenn ein Ausländer in die Schweiz kommt, hat er hier nach sechs Monaten Anspruch auf die Sozialleistungen unseres Systems. Sagen Sie mir doch einfach mal, wie das rechnerisch funktionieren soll? Oder bezahlen Sie für ihre Versicherungen auch praktisch nichts und bekommen sehr viel Leistung?
    Und wie lange bekommt man das dann? Es gibt vermutlich doch auch in der Schweiz einen Unterschied zwischen Arbeitslosengeld und Sozialgeld. Das eine ist eine Versicherungsleistung (bei uns), das andere zahlt der Staat.

    Ach so, wenn ich meine Autoversicherung abschließe und baue kurz danach einen Unfall, ist das Geschäft für die Versicherung auch ein Schlechtes.

    Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass viele Deutsche in der Schweiz auf Dauer von Sozialleistungen leben. Aber da haben Sie bestimmt Zahlen zu.

    Zitat von tutz Beitrag anzeigen
    Was soll die doofe Frage? Wollen Sie nicht verstehen oder können Sie nicht verstehen?

    Ich nehme an zweiteres, sonst hätten Sie sich schon lange im Internet schlau gemacht (Immoblase Schweiz, steigende Mietzinsen, Leerwohungsstand in Zürich, Lausanne und Genf, Zweitwohnungsinitiative, S-Bahnen Zürich, usw. usf.)
    Ich finde die Frage gar nicht doof, aber Sie haben da sicherlich einen intelligenteren Blick drauf. Aber die Frage bleibt: 270.000 Deutsche sind für all das verantwortlich, was Sie da aufzählen?
  3. #192

    Das

    Zitat von atherom Beitrag anzeigen
    Was die Schweizer allerdings mehr stört, sind reiche deutsche Steuerflüchtlinge, die mit deren
    dicken Cayennes, oder Turbos Zürich über bevölkern und dafür sorgen,
    dass sich "normale" Schweizer kaum das Leben dort leisten können.
    bezweifle ich sehr. Das sind ja genau die, die vom Schweizer Bankgeheimnis profitieren.
    Lesen Sie mal einen 08/15-Blog im Schweizer Tagesanzeiger zum Thema, und Sie werden sehen, wie Ihre Landsleute wie die Löwen genau dieses verteidigen.
    Damit die dicken Cayennes dann Zürich verstopfen.
    Übrigens: Schon mal in Konstanz im Aldi gewesen? Fragen Sie mal, wer da verstopft...
  4. #193

    Zitat von Reqonquista Beitrag anzeigen
    In der Schweiz darf man soetwas noch ansprechen, bei uns nicht.
    Doch, das darf man bei uns auch. Haben Sie ja zum Beispiel gerade.

    Zitat von Reqonquista Beitrag anzeigen
    Man sollte dem Volk ein Mitspracherecht bei der Einwanderung geben.
    Was würden die Deutschen sagen, wenn China plötzlich 100 Millionen Chinesen nach Deutschland schicken würde?
    Ich würde mich fragen, wo die bei uns 100 Millionen Arbeitsplätze gefunden haben, und fände die Antwort evtl schwer beeindruckend. Außerdem würde ich natürlich freien Zugang nach China erwarten.

    Zitat von Reqonquista Beitrag anzeigen
    Sie wären sofort in der Mehrheit und könnten alles bestimmen und wahrscheinlich sogar mit den Linkswählern unser Grundgesetz ändern.
    Nein, sie wären ja immer noch chinesische Staatsbürger.

    Zitat von Reqonquista Beitrag anzeigen
    Ein Volk hat das Recht die Polis im eigenen Land mitzubestimmen, auch den Anteil von Ausländern.
    Und wenn ein "Volk" vertragsbrüchig wird, sollte das eigentlich umgehend Konsequenzen haben.

    Zitat von Reqonquista Beitrag anzeigen
    Umgekehrt würde es sonst ja bedeuten, das einfach jeder überall hinziehen dürfte.
    Und...?
  5. #194

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Vielleicht, weil das Schweizer Pendant nicht nach St. Gallen umziehen wollte? Und ist das so, alle Straßenkehrer sind Deutsche und nehmen den Schweizer Straßenkehrern die Jobs weg?
    nein, weil der unqualifizierte deutsche aus deutschland nach st gallen pendelt, dort seine 8std reisst, und trotz 2/3 des lohnes im teuren deutschen sueden leben kann, wie gott in frankreich.

    die schweizer haben dafür eine saubere straße & einen sozialfall mehr.

    und deutschland hat statt einem schwer vermittelbaren arbeitslosen eine ziffer weniger in der statistik.
  6. #195

    Kindergeld für Schumacher

    Zitat von Justitia Beitrag anzeigen
    Das halte ich für Unsinn. Schumacher vermeidet ja gerade die volle Steuerpflicht in Deutschland dadurch, daß er seinen Wohnsitz in der Schweiz hat. Die Berechtigung Kindergeld zu beziehen hängt aber auch am Wohnsitz. Die ganze Sache ist also alles andere als plausibel und klingt vielmehr danach Schumacher als Raffhals darstellen zu wollen..
    wären ein paar Hunderter - seine Ersparnis durch Pauschalsteuer in "seinem" Kanton beträgt Millionen.
    In diesen Genuss kommen aber keine reichen Schweizer - für die gilt das inländische Steuerrecht. Man strickt sich also einen optimalen Mix aus eigenen Steuern und Schmarotzersteuern.
  7. #196

    Natalie Rickli sagt:"Wenn es aber nur noch deutsche

    Serviertöchter (Kellnerinen) hat, deutsche Ärzte, ich in den Schweizer Bergen nur noch von Deutschen bedient werde, fühle ich mich nicht mehr daheim."

    Als Schweizerin müsste sie aber wissen, dass in der Schweiz eine Landflucht - haupsächlich durch Jüngere - in die Städte stattfindet. Welcher Schweizer hat schon Lust, mitten in den einsamen Bergen, ohne Disco, ohne berufliche Bildungsmöglichkeiten, ohne berufliche Perspektiven, ohne ein attraktives Nachtleben usw. in Gegenden zu leben und zu arbeiten, wo ab 18:00 Uhr "die Gehsteige hochgeklappt" werden und man im Winter nur Schnee schippen muss.

    Klettern, Wandern, Segeln und Skifahren, Jagdhornblasen sagt der Jugend eben nicht mehr zu.

    Daher wird von diversen Consulting-Firmen exakt deswegen um deutsche Fachkräfte, wie CNC-Mechaniker, Polymechaniker, CNC-Fräser aber auch um Handwerker wie Zimmerleute, Tischler usw. explizit für diese Gegenden geworben.

    Umgekehrt arbeiten die Deutschen lieber im Züricher Raum, wo es wenig Mietwohnungen gibt. Hinzu kommt natürlich der steigende wirtschaftliche Druck am Exportmarkt der Schweiz in den Euro-Raum. Wer die lockere Atmosphäre, die Natur, Jagen und Angeln liebt, dem würde ich Norwegen ohnehin eher als die Schweiz empfehlen.
  8. #197

    Zitat von McMacaber Beitrag anzeigen
    nein, weil der unqualifizierte deutsche aus deutschland nach st gallen pendelt, dort seine 8std reisst, und trotz 2/3 des lohnes im teuren deutschen sueden leben kann, wie gott in frankreich.

    die schweizer haben dafür eine saubere straße & einen sozialfall mehr.

    und deutschland hat statt einem schwer vermittelbaren arbeitslosen eine ziffer weniger in der statistik.
    a) Gibt's keine Tarifverträge für Straßenkehrer? Wenn nein: ändern. Liegt in der Hand der Schweiz.
    b) Wenn der Schweizer nicht pendeln will, der Deutsche schon, ist das halt Pech für den Schweizer.
    c) Ich glaube, Sie haben recht merkwürdige Preisvorstellungen von Deutschland, wenn Sie glauben, man könne von 2/3 eines Schweizer Straßenkehrergehalts im Süden Deutschlands leben wie Gott in Frankreich.
  9. #198

    Zitat von tutz Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, wieviel man bezahlt hat und wieviel man bezieht. Wenn ein Ausländer in die Schweiz kommt, hat er hier nach sechs Monaten Anspruch auf die Sozialleistungen unseres Systems.
    Das stimmt doch gar nicht. Einen Anspruch aus der Arbeitslosenversicherung hat man beispielsweise erst nach 12 Monaten Beitragszahlungen innerhalb der letzten 2 Jahre.

    Zitat von tutz Beitrag anzeigen
    Sagen Sie mir doch einfach mal, wie das rechnerisch funktionieren soll? Oder bezahlen Sie für ihre Versicherungen auch praktisch nichts und bekommen sehr viel Leistung?
    Komisch, diese Regelung scheint ja nur bei Ausländern ein Problem zu sein? Es funktioniert aber trotzdem, denn sie erhalten mit 6 Monate Beitragszahlung ja keine volle Rente sondern erwerben nur einen pro rata Anspruch. Ausserdem funktionieren einige Versicherungen ja nach dem Umlageverfahren und nicht nach dem Ansparprinzip.
  10. #199

    Zitat von McMacaber Beitrag anzeigen
    nein, weil der unqualifizierte deutsche aus deutschland nach st gallen pendelt, dort seine 8std reisst, und trotz 2/3 des lohnes im teuren deutschen sueden leben kann, wie gott in frankreich.

    die schweizer haben dafür eine saubere straße & einen sozialfall mehr.

    und deutschland hat statt einem schwer vermittelbaren arbeitslosen eine ziffer weniger in der statistik.
    Darauf, dass sich Ausländer statistisch irgendwie einfach nicht recht in zusätzliche Arbeitslose übersetzen lassen, hat man hier ja schon hingewiesen. Ansonsten stellt sich natürlich die Frage, warum der Schweizer Straßenkehrer seinen Wohnsitz nicht nach Süddeutschland verlegt, wenn sich das doch so lohnt. Gerade wo er in der Schweiz doch anscheinend keine Wohnung findet.


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