Schweizer Politikerin: "Mich stört die Masse der Deutschen"

DPADie hitzige Debatte um deutsche Zuwanderer in der Schweiz findet kein Ende, im Gegenteil. Natalie Rickli, Abgeordnete der Schweizer Volkspartei, legt jetzt nach: "Einzelne Deutsche stören mich nicht, mich stört die Masse", sagte sie. Eine neue Umfrage zeigt - viele Landsleute stimmen ihr zu.

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  1. #180

    Verstehen?

    [QUOTE=MashMashMusic;10102288]Und Sie glauben, wenn die entsprechend hochbezahlten Jobs an Einheimische gehen, zahlen die weniger Miete?

    Sie begreifen wohl das System Angebot - Nachfrage nicht? Es hat schlichtwegs zuwenig Wohnungen, was den Mietzins rauftreibt. Und dabei wird gebaut wie irr...

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Na, das ist ja eine Frechheit, Leistungen in Anspruch zu nehmen, für die man vorher einbezahlt hat.
    Die Frage ist, wieviel man bezahlt hat und wieviel man bezieht. Wenn ein Ausländer in die Schweiz kommt, hat er hier nach sechs Monaten Anspruch auf die Sozialleistungen unseres Systems. Sagen Sie mir doch einfach mal, wie das rechnerisch funktionieren soll? Oder bezahlen Sie für ihre Versicherungen auch praktisch nichts und bekommen sehr viel Leistung?

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    270.000 Deutsche verstopfen die komplette Schweiz?
    Was soll die doofe Frage? Wollen Sie nicht verstehen oder können Sie nicht verstehen?

    Ich nehme an zweiteres, sonst hätten Sie sich schon lange im Internet schlau gemacht (Immoblase Schweiz, steigende Mietzinsen, Leerwohungsstand in Zürich, Lausanne und Genf, Zweitwohnungsinitiative, S-Bahnen Zürich, usw. usf.)
  2. #181

    Probleme der Schweizer und der Deutschen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die hitzige Debatte um deutsche Zuwanderer in der Schweiz findet kein Ende, im Gegenteil. Natalie Rickli, Abgeordnete der Schweizer Volkspartei, legt jetzt nach: "Einzelne Deutsche stören mich nicht, mich stört die Masse", sagte sie. Eine neue Umfrage zeigt - viele Landsleute stimmen ihr zu.

    Schweizer Politikerin: "Mich stört die Masse der Deutschen" - SPIEGEL ONLINE
    Die Schweiz hat die gleichen Probleme wie Deutschland: Die Wirtschaft sorgt dafür, dass möglichst viele Migranten aus dem Ausland zuziehen, damit ein Pool an Arbeitskräften vorhanden ist und die Löhne gedrückt werden können. Der Umstand, dass auch viele Unqualifizierte kommen und ins soziale Netz einwandern, stört die Wirtschaftskreise nicht. Klar haben die Schweizer Angst vor der Asylantenflut und der Konkurrenz durch ausländische, insbesondere deutsche Arbeitskräfte, was ihren Lebensstandard nach unten drückt.

    Die Schweizer sind freilich couragierter und mündiger als die Deutschen und nennen die Probleme beim Namen. Zudem stimmt die Bevölkerung über solch wichtige Fragen direktdemokratisch ab, etwas, was Politik und Wirtschaft den Deutschen stur und aus durchsichtigen Gründen vorenthält. Wo käme man hin, wenn die deutsche Bevölkerung sich gegen EU-Erweiterungen, importierte Kriminalität, Einwanderung ins soziale Netz, Rettungsschirme für Banken und korrupte südländische Staatsapparate, Eurobonds etc. aussprechen würde? Nein, das geht schon mal gar nicht, der Deutsche hat zu produzieren, zu konsumieren und auch ansonsten zu parieren!
  3. #182

    Vermutlich ein Grund, warum die EU-weite Freizügigkeit der Wahl des Wohnorts nicht für China gilt.

    Und das Volk hat ein Mitsprachrecht. Das nennt sich "Demokratie".

    Ich find's übrigens gut, dass man sich innerhalb der EU seinen Wohn- und Arbeitsort aussuchen kann. Und es keine klassischen Ländergrenzen mehr gibt.

    Zitat von Reqonquista Beitrag anzeigen
    In der Schweiz darf man soetwas noch ansprechen, bei uns nicht.

    Man sollte dem Volk ein Mitspracherecht bei der Einwanderung geben.
    Was würden die Deutschen sagen, wenn China plötzlich 100 Millionen Chinesen nach Deutschland schicken würde? Sie wären sofort in der Mehrheit und könnten alles bestimmen und wahrscheinlich sogar mit den Linkswählern unser Grundgesetz ändern.

    Ein Volk hat das Recht die Polis im eigenen Land mitzubestimmen, auch den Anteil von Ausländern.

    Umgekehrt würde es sonst ja bedeuten, das einfach jeder überall hinziehen dürfte.

    Wo ist die GRENZE für Einwanderung???????
  4. #183

    Gute Frage

    Zitat von fördeanwohner Beitrag anzeigen
    keine Arbeit mehr in der Schweiz findet, geht bestimmt sofort wieder.
    Aber mal grundsätzlich gefragt: Wer ist für die schlimmen Zustände, wie Sie sie schildern, eigentlich verantwortlich?
    Unsere Politiker, keine Frage. Die Ventilklausel hätte schon 2009 aktiviert werden sollen. Und dann staunen die Politiker, dass die Zweitwohnungsinitiative angenommen wird...


    Zitat von fördeanwohner Beitrag anzeigen
    Die Frage stelle ich im Übrigen auch meinen Landsleuten, wenn die über Migranten schimpfen.
    Ich schimpfe nicht über Migranten, ich zeige Probleme in der Schweiz auf, welche durch zu schnellen Wachstum entstehen...
  5. #184

    Sehen Sie, das ist praktizierte "Demokratie"

    Zitat von ruebenkatze Beitrag anzeigen
    O wie feige, eine "Masse" anzugreifen, die sich nicht verteidigen kann, da dies nur einzelne könnten, die ja dann "nicht gemeint" seien.
    Frau Rickli, Sie stören mich als Mensch nicht, aber Ihre Auslassungen sind allerunterstes Niveau - billig, polemisch, inhaltsleer populistisch. Aber von Ihrer Partei ist auch kaum Anderes zu erwarten.
    des Wortes, von einer Schweizerin gesagt, die das auch sagen darf. Eben weil in der demokratischen Schweiz die Meinungsfreiheit etwas gilt. Im Gegensatz zu Deutschland!!! Frau Rickli, weil sie nun eine Schweizerin ist zu beschimpfen, ist billig, niveaulos und "typisch Deutsch"!!!
  6. #185

    Noch was...

    Zitat von fördeanwohner Beitrag anzeigen
    Wenn es denn so schlimm kommt in der Schweiz, meinen Sie nicht, dass die meisten Deutschen dann nicht doch lieber wieder nach Hause gehen würden?
    Wenn es schlimm kommt, sind unsere Systeme schon ruiniert, da alles in der Schweiz aufgrund der direkten Demokratie ein bisschen länger braucht. Das ist das Problem...
  7. #186

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Damit waren natürlich die privaten KK gemeint. Das haben Sie doch mitbekommen? Die Bürger wurden durch massive Werbung dazu gebracht, zu einer privaten KV zu wechseln, und nun können sie die Beiträge nicht zahlen, stand überall in der Presse. Genau so wie sie heute ihren Strom nicht mehr zahlen können. Deutschland veramrt, die Mittelschicht schrumpft. Aber träumen Sie weiter: Wenn die letzte Bank gerettet ist, reden wir weiter ... ;-))
    Zum einen kenne ich niemanden, der seinen Strom nicht bezahlen kann, zum zweiten: wer in eine private KV wechselt, soll sich halt schlau machen. Habe ich getan und festgestellt: das lohnt sich nicht.

    Ich weiß ja auch nicht genau, was Sie so in der Presse lesen, aber hierzulande sind die Lichter immer noch an, und jeder kann zum Arzt ...
  8. #187

    Herrje MMM wieder

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Das las sich nicht wie Ironie.

    Was Sie als Hungerlöhne bezeichnen, reicht hier zum Leben, was vermutlich daran liegt, dass man hier im nicht gerade armen München für 1000 Euro eine Wohnung bekommt.

    Ist immer eine Frage der Sichtweise.

    Und: Deutsche bezahlen ihre KV nicht selbst. Das macht der Arbeitgeber. Das betrifft nur die Selbständigen. Ich bin so einer und bezahle immer noch meine KV ...
    Die Arbeitnehmer zahlen - mittlerweile mehr sogar - hälftig Ihre KV.
    Schon wieder auf einem Meinungsfeldzug mit falschen Daten unterwegs?
  9. #188

    Zitat von Reqonquista Beitrag anzeigen
    In der Schweiz darf man soetwas noch ansprechen, bei uns nicht.

    Man sollte dem Volk ein Mitspracherecht bei der Einwanderung geben.
    Was würden die Deutschen sagen, wenn China plötzlich 100 Millionen Chinesen nach Deutschland schicken würde? Sie wären sofort in der Mehrheit und könnten alles bestimmen und wahrscheinlich sogar mit den Linkswählern unser Grundgesetz ändern.
    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Im Unterschied zum Verhältnis der Schweiz mit Deutschland hat die Schweiz mit Deutschland bzw. mit der EU Personenfreizügigkeit vereinbart. Ist mir jedenfalls nicht bekannt, daß Deutschland mit China ebenfalls Personenfreizügigkeit vereinbart hätte.
  10. #189

    Falsche Zeitform

    Zitat von weltsichtig Beitrag anzeigen
    Ich versteh die Aufregung nicht. Wer in der Schweiz leben darf bestimmen die Schweizer. Es gibt kein naturgegebenes Recht für die Weltbevölkerung in die Schweiz zu ziehen.
    In der Schweiz leben ca. 25% Migranten (der 1. Generation) - da den Schweizern "Ausländerfeindlichkeit" zu unterstellen ist absurd.



    Nun, es gibt sehr wohl eine kluge und eine dumme Einwanderungspolitik.
    Eine kluge Einwanderungspolitik betreiben Staaten wie Kanada oder Australien, die gut gebildete Menschen ins Land holen, die für die Einwanderungsländer nützliche Qualifikationen besitzen. Eine dumme Einwanderungspolitik ist es, wenn man Leute ins Land holt, die im Durchschnitt schlechter gebildet sind als die einheimische Bevölkerung und vorhersehbar wenig Chancen in unserer hochtechnisierten Gesellschaft haben - so machen wir das leider.

    Und das liegt eben daran, dass unsere konservativen Politiker sich vehement dagegen wehren überhaupt zuzugeben, dass wir ein Einwanderungsland sind, was eben leider auch die Definition einer klugen Einwanderungspolitik verhindert, während linke Politiker meinen wir hätten kein Recht dazu, überhaupt Kriterien an Einwanderung anzulegen; in dem Zusammenhang wird einem gerne mal "Nützlichkeitsrassismus" unterstellt, wenn man einen vernünftigen Kriterienkatalog für Einwanderung fordert.

    Wenn Sie also dumme Einwanderungspolitik suchen, dann werden Sie in unserem eigenen Land sehr schnell fündig.
    Sie wissen schon, dass es nicht mehr so einfach ist, nach Deutschland zu kommen? Was Sie beschrieben haben, ist die Situation, die vor 40 Jahren herrschte. Da wurden eben wenig qualifizierte Arbeitskräfte gebraucht. Und die gewünschten Massen kamen ja auch. Damals hat man es versäumt weiterzudenken, d.h. mögliche Probleme ausgeblendet.
    Inzwischen ist die Zahl der Migranten stetig zurückgegangen.
    Vieles wurde in der Vergangenheit falsch gemacht. Daher ist auch die Wahl Ihrer Zeitform (Präsens) nicht passend.