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Schweizer Ordonnanzrad 05, Baujahr 1934: Wie ewiges Gletschereis
Gut pflegen oder vors Militärgericht zitiert werden: Letzteres muss SPIEGEL-ONLINE-LESER Fritz Scheuermann nicht fürchten, wenn er mit seiner Antiquität unterwegs ist. Er fährt ein Schweizer Ordonnanzrad 05 - in Zivil und zum Vergnügen.
http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...704138,00.html
- #1 09.07.2010 15:44 von
- #2 09.07.2010 16:08 von
05
05: Bequem, stabil, wartungsfreundlich.
Nicht so bequem - bis in die Achtziger gabs unglaublich tolle Fahrmaschinen aus der Schweiz. Handarbeit. Die Militärrahmen waren Auftragsarbeiten und Subvention für diverse Radhersteller.
http://www.speedbicycles.ch
Fahr selber täglich ein rotes unrestauriertes 1979 Allegro Rennrad aus gemufften Reynoldsrohren, filigraner Campagnolo Gabel, dünnwandig-weichen Araya Alufelgen, SR-Post, Shimano 600 Gruppe und Weinmannbremsen. 25k gelaufen und immer noch alle Originalteile dran, die Serienummer wurde von Hand mit weisser Farbe aufgepinselt. Nervös zu fahrendes Rad, schlechte Bremsen und das umzirkeln der Gullikante vermeidet den Achter.
Schaltung ist wunderbar, der Rahmen nicht zu steif, das leichte Sirren der Kette ist das einzige Geräusch beim fahren. - #3 09.07.2010 18:09 von mzbi
--
Um dieses Schweizer Räder wird immer ein Aufheben gemacht, aber eigentlich unterscheiden sich diese Räder nur unwesentlich von den Rädern die auch früher mal in Deutschland und auch im restlichen Europa gebaut wurden, also stabile Fahrräder die meist ein Leben lang gefahren sind.
Die erwähnten Herrenräder aus Deutschland bekommt man auch etwas billiger, und in punkto Qualität und Verarbeitung stehen diese Räder den Armee Velo´s in nichts nach. - #4 09.07.2010 18:19 von
versichern, aber nicht anmelden
Versichert muss ein Velo in der Schweiz sein aber anmelden braucht man das nun wirklich nicht.
- #5 09.07.2010 19:20 von
- #6 09.07.2010 23:08 von
licet quid placet
Tja, ich habe in jungen Jahren längere Zeit ein in etwa vergleichbares, von meinem Großvater vererbtem Rad ohne diese Historie, versteht sich, deshalb kann aber ich die Begeisterung in etwa nachvollziehen, ein Fahrgefühl wie ein Panzer, Geradeauslauf wie auf Schienen, wenn das Ding mal rollt, dann gehts auch gut voran, keine Frage! Schlussendlich ist mir im dann Wiegetritt an einer heftigen Steigung ein Pedal glatt abgerissen, die Folge war ein schmerzhafter Kontakt mit dem Oberohr, dann hatte ich jede Lust auf "Oldstyle" verloren..
Also mal Hand auf Herz: die techn. Entwicklung ist in den letzten hundert Jahren nicht ganz stehen geblieben, aber licet quid placet! - #7 10.07.2010 00:20 von
.
Das hält Jahrhunderte - weils keiner fährt.
- #8 10.07.2010 06:54 von
Mein Lieblingsfahrrad (besitze mittlerweile gut ein halbes Dutzend)
http://www.velomobilforum.de/forum/a...1&d=1242240165
HP Velotechnik Speedmachine bei einer nächtlichen Tour.
Bequemer als jedes Hollandrad und auch bequemer als manche Couch(keine Verarsche), dabei aber in der Ebene etwas schneller als ein Rennrad(oder Randonneuse), auf Abfahrten sehr viel schneller, am Berg etwas langsamer (durch die Federung). Kann vollgefedert 4 große Packtaschen mit 50kg Gepäck schleppen (ist in der Hinsicht *jedem* vollgefederten und vielen ungefederten Aufrecht-Reiserädern überlegen). Dabei 10Jahre Garantie auf den Rahmen.
Meine Rennräder und Randonneusen werden nicht mehr benutzt, seit ich diese Rakete habe.
Mag ja meinetwegen modisch sein solche Oldtimer zu fahren, aber die Fahrradtechnik ist mittlerweile viel weiter.
In den nächsten Tagen kommt noch ein preiswertes gebrauchtes Alltagsliegerad an. Aufrecht-Räder sind Fossilien, eine frühere Stufe der Fahrrad-Evolution. - #9 10.07.2010 12:11 von
Wenn man schon...
...Schweizer Traditionsmarken nennt, dann sollte man sie auch richtig schreiben.
Das Lutschzeug heißt
RICOLA,
und hat nix mit italienischem Salat zu tun.
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