Forum: Blogs
Schweizer Banken: NRW erwägt Kauf von weiteren Steuer-CDs
dapdIm Visier sind vor allem Steuersünder mit großen Vermögen: Eine CD mit Daten von Steuersündern hat das Land Nordrhein-Westfalen bereits gekauft. Nach Informationen des SPIEGEL prüft das Land noch zwei weitere Datensätze.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...844354,00.html
- #1 14.07.2012 15:19 von
Begrüßenswerte Aktion
Das ist begrüßenswert, dass über diesen so oft kritisierten Weg das Land Nordrhein-Westfalen wieder zu "Einnahmen" kommt. Aus meiner Sicht sollten aber nicht nur die Steuersünder mit großem Vermögen belangt werden. Auch vor den "mittleren Betrügern" sollte der Staat nicht Halt machen. Der Staat braucht Geld, um den Euro zu retten.
- #2 14.07.2012 15:19 von
Wie viel noch?
Jeweils handelt es sich um hunderte wenn nicht tausende von Daten. Allmählich müssten doch alle Millionäre in Deutschland erfasst sein. Die Frage stellt sich wie viele von denen überhaupt KEIN Schwarzgeld haben. Beim geselligen Beisammensein gehört es ja wohl zu den beliebtesten Themen in besseren kreisen wie und wo man so etwas hinschiebt. Das ist dann auch meist das Geld mit dem die Zockereien veranstaltet werden die ganz Europa an den Abgrund bringen, der von den Kumpanen in Politik und Medien als "Schuldenkrise" bezeichnet wird. Zu lesen dass den angeblich exorbitanten Schulden das mehrfache an Privatvermögen gegenüber steht, bringt einen auf den richtigen, staatsmännischen Gedanken: holt es einfach bei denen!
Ein paar Milliönchen kann man ihnen jeweilsja noch lassen, damit sie nicht darben. "Verdient" haben sie es ohnehin nicht, weil niemand so gut arbeiten kann dass er das tausendfache eine normalen Arbeiters oder Angestellten verdient. Aber Herr Schäuble hat ja auch einschlägige Erfahrungen mit Schwarzgeld und Frau Merkel nicht das geringste Interesse es sich mit den netten Damen und Herren zu verscherzen mit denen sie täglich auf Empfängen Prösterchen machen muss. Also sieht es schlecht aus mit einer echten Lösung... - #3 14.07.2012 15:23 von
Erschreckend
Es ist einfach erschreckend was sich der Staat da rausnimmt. Jeder kleine Hehler wird verurteilt und die die Waren wird eingezogen.
Diese Daten sind Diebesgut, die hier verkauft werden. Es ist schon seltsam dass es in diesen Fällen dann legal ist.
Ich kann diese Rechtsbäugung einfach nicht akzeptieren
Es gibt für die Finanzämter so viele Möglichkeiten Steuerbetrügern auf die Schliche zu kommen, muss der Staat immer wieder zu illegalen Mitteln greifen? - #4 14.07.2012 15:41 von
Steuerhinterziehung
Ich halte die Übereinkunft mit der Schweiz über die Pauschalversteuerung der Zinseinahmen deutscher Anleger zwar auch für falsch, weil sie die deutschen Steuerhinterzieher mit großen Vermögen in der Schweiz besser stellt, als diejenigen, die ihr Vermögen in anderen Staaten vor dem deutschen Fiskus verstecken. Auf der anderen Seite ist der Spatz in der Hand manchmal besser als die Taube auf dem Dach. Grundsätzlich finde ich das Vorgehen der Steuerfahnder in NRW richtig. Es wäre aber noch schöner wenn sich auch die Steuerfahndungen in Bayern oder Hessen sich um den Kauf von Steuersünder-CD's bemühen würden. Oder ist es so, dass in CDU/CSU-regierten Bundesländern sich die schützende Hand der Regierenden über die Steuerhinterzieher gelegt hat. In Hessen ist ja ein erfolgreichen Steuerfahnder, der im Frankfurter Bankenviertel ermittelte, vom Amtsarzt für geistig krank befunden worden.
- #5 14.07.2012 15:47 von
Steuertransparenz
Warum macht man es nicht wie in den skandinavischen Ländern und lässte jeden wissen was jeder verdient und versteuert? Wenn dann der Nachbar Rolls-Royce fährt und 10€ im Jahr versteuert, wäre er schnell entlarvt.
Seit 1766 gilt in Schweden das Grundprinzip, dass staatliches Handeln nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden soll. Deshalb hat jeder Bürger das Anrecht, einen Einblick in behördliche Akten zu nehmen. Steuerbescheide zählen dazu und sind daher von jedermann einzusehen.
Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. - #6 14.07.2012 15:54 von
Das Land NRW ist sich also nicht zu fein, anstatt eines Abkommens mit der Schweiz lieber Daten mit krimineller Herkunft zu nutze zu machen?
Geht es noch?
Ich hoffe das sich die Schweizer das nicht gefallen lassen, auch wenn dem deutschen Staat dabei geschadet wird.
Von der logischen, moralischen und rechtlichen Vorgehensweise ist das ganze extrem fragwuerdig.
Der Kaeufer eines Hehlers haengt mit drin, wenn er weiss, das die Ware kriminell, d.h. gestohlen, beschafft wurde.
Fuer mich ist der Tatbestand der Beihilfe eindeutig erfuellt.
Der Staat kann nicht geltendes Recht und moralische Verpflichtungen einfach aufgeben, nur weil er der Geschaedigte ist. Das sind Methoden wie zu Deutschlands dunkelsten Zeiten.
Hier muessen die Gerichte, besser das Bundesverfassungsgericht, einschreiten. Ein Staat darf sich nicht strafbar machen, um evtl. andere Straftaten aufzuklaeren.
Im ueberigen auch aus Datenschutzrechtlichen gruenden hoechst zweifelhaft, schliesslich wird die CD nciht nur Daten von Steuerhinterziehern enthalten. - #7 14.07.2012 15:57 von
Weiter so...
kauft weiter CDs, das schafft neue Millionäre LOL, steuerfrei und wenn die Verkäufer Schweizer sind, so hilft ihnen der Deutsche Staat sicher beim Verstecken vor der Schweizer Steuerbehörde (grad übern, da klappt's Rhein geht's vorzüglich). Nicht umsonst gehört die BRD zu den 3 grössten Geldwaschanlagen ...LOL
Wer heute noch unversteuertes Geld in CH hat, gehört wegen Dummheit bestraft. Die grossen Beträge sind längst nicht mehr in der Schweiz. Wenn diese Aktion dazu dienen soll, das Steuerabkommen zu torpedieren, OK, das erspart uns viel Geld, dann handeln wir neu aus, auf der Basis tatsächlich hier vorhandener Geldmengen...und wir sparen uns auch die Kosten für eine Volkabstimmung, DANKE NRW - #8 14.07.2012 15:59 von
optional
Ok, da gibt es einen Datensatz, dieser Datensatz behauptet ich habe Millionen hinterzogen, da ich die Ertraege nicht versteuert habe. Als Steuersuender bin ich ja nun vorgewarnt und werde sicher keine Unterlagen mehr zuhause haben. In wie weit so ein Datensatz dann Beweiskraft hat bleibt fuer mich ein Raetsel, die Schweizer Bank wird vermutlich keine Auskunft geben, somit steht ein Hehlerdatensatz als Beweis gegen meine Aussage. Ein Datensatz von jemanden der entweder den Staat betrogen hat (falsche Datensaetze) oder illegal entwendete Daten zum Verkauf angeboten hat. Aus sowas soll dann ein Richter ein Urteil ohne Zweifel machen ?
Aber die Komischen, die meinen Steuern zu hinterziehen, rennen dann eben reihenweise zur Selbstanzeige, gut so.
Das der Staat hier Millionen ausgibt mag moralisch richtig sein, als gutes Beispiel fuer einen Rechtsstaat taugt es aber nicht. - #9 14.07.2012 16:02 von
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

