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Schweiz: Aufregung über Deutschen-Diskriminierung
REUTERSDie Schweiz diskutiert über ein Zuwanderer-Problem: Sind zu viele Deutsche im Land? Nationalrätin Natalie Rickli wetterte in einer Talkshow kräftig gegen Arbeitskräfte aus dem Norden. Sie fordert Einwanderungsbeschränkung. Nun tobt ein Sturm der Entrüstung.
Schweiz: Aufregung über Deutschen-Diskriminierung - SPIEGEL ONLINE
- #300 25.04.2012 06:36 von
- #301 25.04.2012 06:37 von
Der "billig-willige Deutsche" ...
... ein wachsendes Problem der schwyzer Arbeitnehmermarkt. Wer haette das gedacht.
Gleichwohl, es ist wunderbar, dass in dem Land der Eidgenossen -noch- offen kommuniziert werden darf, was viele der Schwyzer offensichtlich bedrueckt. Ein freiheitliches, pluralistisches, demokratisches Helvetien!
So etwas mag man sich fuer die Bundesrepublik nurmehr noch erhoffen, die stets mehr und tiefer in sog. Meinungskorrektheiten, wie aber auch Pflicht-Selbstverneinungen als auch subtilen Interessenartikulationsverboten, geboren aus faktischen "EU"- sowie inneren Polit- wie Medienmeinungsverboten, resultieren.
Wobei sich ja Politik- und Medienverbund -secum pugnare- durchaus zum "selbsternannten" (beliebtes Wort in letzter Zeit) Realitaetsseher aufschwingt, und z.Bsp. den freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat Schweiz wg. seiner Rechtsstaatlichkeit zu bashen und auf deren ureigensten Souveraenitaetsgebieten anzugreifen. Wie arm ist das?
Ob die "Arbeitnehmer aus dem Norden", u.a. D., fuer die Schwyzer ein Problem darstellen, kann und will ich nicht kommentieren.
Aber ich freue mich fuer diese Menschen, dass diese jedenfalls die Freiheit haben eine oeffentlich gemachte Meinung dazu haben zu duerfen, und diesen Buergern und Interessenvereinigungen jedenfalls keine Meinungs- wie Medienverbote dazu drohen.
Die Schweizer haben es dazu jedenfalls weit besser als der "willig-billig Deutsche".
Heb't sorg Schwyzer! - #302 25.04.2012 06:42 von
Die Schweizer sind eben vor allem eines: Typisch deutsch. Sogar den Minderwertigkeitskomplex haben sie übernommen. Oder wir von ihnen?
- #303 25.04.2012 06:47 von
.
Ist doch für die meisten wieder Wunderbar. Man hat 1stens: wieder etwas über andere zu meckern und 2tens: kann sich der Deutsche wieder als Opfer fühlen und da wir seit 60 Jahren Täter sind, die kurz davor stehen wieder Täter zu werden (so hört sich die Holocaust Debatte jedenfalls an) finden wir es durchaus erfrischend, uns auch mal in die Opferrolle zu begeben. Viel spaß dabei.
- #304 25.04.2012 06:50 von
Überall ähnliche Muster, die Politiker greifen auf populistische Formulierungen zurück, der Wähler freut sich, wie man an den Stimmenzuwächsen sieht, die in den jeweiligen Ländern ersichtlich ist. in den Krisen zeigt sich leider, dass die Menschen auf einfache Botschaften stehen, da sie nicht intellektuell in der Lage sind, oder auch nicht wollen, die heutige Welt In der Komplexität zu verstehen.
- #305 25.04.2012 06:57 von
Wozu die Aufregung?
Das Schöne an der Schweiz ist ja, dass Sie für uns vollkommen verzichtbar ist. Selbst unsere armen Steuerhinterzieher weichen inzwischen mit ihrem Schwarzgeld nach Liechtenstein aus. Wozu also die Aufregung, wenn eine Provinzpolitikerin in einer TV-Show die Pferde durchgehen?
Und nebenbei: Warum ist dieser Artikel eigentlich mit einem Bild von Natascha Kampusch illustriert? - #306 25.04.2012 07:03 von
Ich, Schweizer mit einer Deutschen verheiratet und vorwiegend im Ausland arbeitend, bin ja schon fast ein Nestbeschmutzer in den Augen der SVP! Lieber zwei Deutsche als ein SVPler, dem kann ich nur zustimmen! Die SVP versteht es sehr gut, die Schlichtheit der etwa 25% SVP Wähler derart zu manipulieren dass dann nur noch so Bullshit rauskommt wie bei Nathalie Rickli. Die Saat der SVP geht leider immer wieder mal auf, meine Frau wurde vor kurzem in Bern in einem Geschäft nicht bedient mit dem Hinweis:Wir bedienen keine Deutschen! Solange der Schweizer nicht bereit ist, sich besser zu qualifizieren ( dies fängt schon damit an, eine Lehre zu machen) oder halt einen etwas mühsameren Job anzunehmen, wird immer ein Ausländer da sein und diesen Job annehmen, so einfach ist das.
- #307 25.04.2012 07:03 von
Ich, Schweizer mit einer Deutschen verheiratet und vorwiegend im Ausland arbeitend, bin ja schon fast ein Nestbeschmutzer in den Augen der SVP! Lieber zwei Deutsche als ein SVPler, dem kann ich nur zustimmen! Die SVP versteht es sehr gut, die Schlichtheit der etwa 25% SVP Wähler derart zu manipulieren dass dann nur noch so Bullshit rauskommt wie bei Nathalie Rickli. Die Saat der SVP geht leider immer wieder mal auf, meine Frau wurde vor kurzem in Bern in einem Geschäft nicht bedient mit dem Hinweis:Wir bedienen keine Deutschen! Solange der Schweizer nicht bereit ist, sich besser zu qualifizieren ( dies fängt schon damit an, eine Lehre zu machen) oder halt einen etwas mühsameren Job anzunehmen, wird immer ein Ausländer da sein und diesen Job annehmen, so einfach ist das.
- #308 25.04.2012 07:03 von
Vielleicht wäre ein Blick auf die Landkarte hilfreich, dann würde der Dame vielleicht bewusst, was ihr wirtschaftlich bevorstehen könnte, wenn sie die Stänkerei zu weit treibt! Es reicht schon die Beihilfe zum Steuerbetrug und Steuerhinterziehung sowie Schwarzgeldhortung in großem Stil zu Lasten der Europäischen Union!
- #309 25.04.2012 07:16 von
Nach 8 Jahren in der Schweiz bin ich wieder aus beruflichen Gründen nach Deutschland zurück. Ich habe viel gelernt - auch über direkte Demokratie und vermisse das in Deutschland sehr.
Was mir in der Diskussion auffällt ist, das die Deutschen in der Schweiz in verschiedenen Klassen auftreten.
Es gibt assimilierte und familiär mit Deutschland verbundene Schweizer (Schon seit dem 19 Jahrhundert sind vereinzelt Deutsche in der Schweiz Assimiliert. Das sind nicht wenige Schweizer die ein oder mehrer Deutsche Vorfahren haben. Das gilt im Übrigen auch andersherum - auf beiden Seiten des Rheins wird das fast gleiche Alemanisch gesprochen.
Schon immer gabs die Hightech Deutschen - Heisenberg & Co. , Aertzte, Ingeneieure und Industrielle die in der Schweiz Fuss gefasst haben (wie auch Franzosen oder Engländer) - die waren angesehen - und die gibts ja auch Heute noch.
Nach Ungarn, Italiener, Spaniern, Portugiesen, Griechen, Tschechen Jugoslawen (Später in Serben, Kroaten und Albaner usw.) unterteilt, kamen nach der Wende verstärkt die Deutschen in die Schweiz - meist fuer ähnliche Jobs, (Gastronomie, Krankenpflege) von allen sind viele da geblieben. Bei den Deutschen fällt aber auf, das sie schon deutsch koennen stehen sie oft in direkter Konkurenz mit Schweizern und obwohl die Arbeitszeiten (40-44h oft mehr) hoeher sind, machen sich die "noch hungrigen" neuankoemmlinge in der Arbeitswelt entweder durch Fleiss, geringeres Gehalt, weniger Abwesenheit durch Militärdienst (! genannt die Grünen Ferien) beim Schweizer Arbeitgeber beliebt. Das kratzt an der Bequemlichkeit und dem Selbsverständniss nicht der Eliten aber der "normalen" Schweizer - auf die bisherigen Gastarbeiter konnte mann sich im Sozialstatus immer noch abheben. Und genau bei diesen Schweizern trifft die Deutschenkritik auch ins Schwarze.
Nicht desto Trotz muss mann auch erkennen es leben Prozentual sehr viel mehr Schweizer in Deutschland als umgekehrt :) insgesammt 10% der Schweizer leben gem. EDA im Ausland - das ist auch Europäischer Rekord!
Ich denke die Schweiz wird sich an die neuen Mitbürger gewöhnen, schliesslich teilen und schätzen sie die Werte Ihres Gastlandes - vor allem die Toleranz :)
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