REUTERSDie Schweiz diskutiert über ein Zuwanderer-Problem: Sind zu viele Deutsche im Land? Nationalrätin Natalie Rickli wetterte in einer Talkshow kräftig gegen Arbeitskräfte aus dem Norden. Sie fordert Einwanderungsbeschränkung. Nun tobt ein Sturm der Entrüstung.
Schweiz: Aufregung über Deutschen-Diskriminierung - SPIEGEL ONLINE
Auch wenn Sie's vielleicht nicht glauben, aber es gibt auch noch Oesterreicher, Tschechen, Polen, Italiener und viele andere, und nicht bloss Einwanderer aus Deutschland. Wenn Sie also glauben, dass ohne Deutsche nichts geht in der Schweiz, so sind sie auf dem Holzweg. Warum stellen eigenlich deutsche Firmen all diese hochqualifizierten Leute nicht ein sondern lassen sie in die Schweiz auswandern?
Es ist nun einmal bei Immigrationen, dass Landsleute schneller zueinander finden : vertraute Sprache, bekannte kulturelle Eigenschaften. Das übersteht aber auch die Schweiz mit einem sehr hohen Immigrationsdruck. Ab der zweiten Generation ist dieser weg, so war es bei Italienern der 50er-Jahre und dies wird bei den Deutschen nicht anders sein. Die Blutauffrischung brachte und bringt nur Vorteile, auch der emotionale Horizont wird erweitert.
Meine Bedenken liegen bei diesem hohen Immigrationsdruck eher bei der über Generationen stattfindenden Abkapselung, wo religionsbedingt eine Durchmischung nicht zulässig ist, wo es immer um die Ehre geht und wo gerade Frauen aus dieser Engmaschigkeit nicht ausbrechen dürfen und einen Cousin aus dem Heimatland der Grossväter heiraten müssen und das ganze Immigrationsproblem bei jeder Generation wieder von vorne beginnt.
..... und wird von EU - Mitgliedestaaten fröhlich angewendet ;-)! Ob Deutschlang "begrenzt", weiss ich nicht!!! So am Rande: Italien hat unter der Lega Einwanderungsgesetzte massivst verschäft und der Polizei grosszügig Freiheiten im "handling" von Ausländern (Razzien z.B.) zugestanden. Hier kann man nur von Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit reden. Die Italos haben dann-nach EU- Recht - die Ausländer einfach weiter geschoben - in die CH- und sich dann geweigert diese wieder nach Italien einreisen zu lassen (nach geltendem EU-Recht) und/oder bürokratisch so gemauert, dass diese monatelang in der CH sitzen mussten, bevor sie eine Lösung finden konnten. Also was Fremdenhass betrifft, da kann man sich also ein "Beispiel" an Italien nehmen ;-). Da verstehe ich die Empörung nicht so richtig.... vor der eigenen Haustür kehren und die Rickli nimmt eh niemand ernst!!! Nicht so eine, die von der SVP Führung schon mehrmals in ihren Parteiführungsaspirationen zurechtgestutzt wurde :-).
Bei einer 5%-Quote von Deutschen in der Schweiz kann wohl kaum von Überfremdung gesprochen werden. In den meisten deutschen Städten beträgt die Ausländerquote über 25, oft sogar 30%. In manchen Vierteln hat manche Ausländergruppe sogar den Spitzenplatz inne. Auch leben prozentual mehr Schweizer in Deutschland als deutsche in der Schweiz.
In anderen europäischen Städten sieht es nicht anders aus. Da hat die Schweiz noch einen weiten Weg vor sich, bevor sich dort jemand über Überfremdung aufregen kann.