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Schweiz: Aufregung über Deutschen-Diskriminierung

REUTERSDie Schweiz diskutiert über ein Zuwanderer-Problem: Sind zu viele Deutsche im Land? Nationalrätin Natalie Rickli wetterte in einer Talkshow kräftig gegen Arbeitskräfte aus dem Norden. Sie fordert Einwanderungsbeschränkung. Nun tobt ein Sturm der Entrüstung.

Schweiz: Aufregung über Deutschen-Diskriminierung - SPIEGEL ONLINE
  1. #150

    Stimmt das?

    Zitat von silberstern Beitrag anzeigen
    Wir sind doch nicht billiger. Wir sind qualifizierter. Und ohne Deutsche Arbeitskräfte und deutsche Schwarzgeldmilliarden wäre die Schweiz nur ein weiteres Irland: Arm und verschuldet.
    Stimmt das wirklich? Sagen kann man viel. Worauf stuetzt sich das? Also dass die Deutschen qualifizierter sind?
  2. #151

    Zitat von elwu Beitrag anzeigen
    einfach keine hochqualifizierten Deutschen mehr in die Schweiz abwandern lassen. Dann hat Deutschland ein Problem weniger und die Schweiz eines mehr.
    genau - z.B. indem man sie angemessen bezahlt und sie generell mit Respekt behandelt. Dann haben die Leute auch weniger Gründe, in die Schweiz oder sonstwohin abzuwandern.
  3. #152

    Zitat von pdumaine Beitrag anzeigen
    Sollen sie doch die Deutschen nach Hause schicken oder keine mehr rein lassen, das möchte ich sehen. In einer Talkshow kann man so was mal sagen. Spätestens aber, wenn es ernst mit einer derartigen Initiative wird, werden schweizer Firmen und Hochschulen der Dame und ihrer Partei auf den Kopf steigen.
    Auch wenn Sie's vielleicht nicht glauben, aber es gibt auch noch Oesterreicher, Tschechen, Polen, Italiener und viele andere, und nicht bloss Einwanderer aus Deutschland. Wenn Sie also glauben, dass ohne Deutsche nichts geht in der Schweiz, so sind sie auf dem Holzweg. Warum stellen eigenlich deutsche Firmen all diese hochqualifizierten Leute nicht ein sondern lassen sie in die Schweiz auswandern?
  4. #153

    Zitat von andi442 Beitrag anzeigen
    Na ja, mit so etwas muss Deutschland als Billiglohnland in Zukunft wohl leben. In der Schweiz verdient ein Bauarbeiter mehr als in Deutschland ein Hochschulabsolvent mit ein paar Jahren Berufserfahrung. Dem Euro und der Agenda 2010 sei Dank.

    Jetzt bekommen wir auch mal selbst zu spüren wie es ist in einem Land mit niedrigen Einkommen für weite Bevölkerungsteile zu leben.
    Und die Waren in der Schweiz kosten gleich viel oder? Sie sollten nochmal über Ihre Aussage nachdenken.....

    Kleiner Hinweis: Ein Freund hat in der Mensa 15 Euro für eine Pizza bezahlt. Ganz normale Uni Mensa.
  5. #154

    Anpassung vs. Parallelgesellschaft

    Es ist nun einmal bei Immigrationen, dass Landsleute schneller zueinander finden : vertraute Sprache, bekannte kulturelle Eigenschaften. Das übersteht aber auch die Schweiz mit einem sehr hohen Immigrationsdruck. Ab der zweiten Generation ist dieser weg, so war es bei Italienern der 50er-Jahre und dies wird bei den Deutschen nicht anders sein. Die Blutauffrischung brachte und bringt nur Vorteile, auch der emotionale Horizont wird erweitert.
    Meine Bedenken liegen bei diesem hohen Immigrationsdruck eher bei der über Generationen stattfindenden Abkapselung, wo religionsbedingt eine Durchmischung nicht zulässig ist, wo es immer um die Ehre geht und wo gerade Frauen aus dieser Engmaschigkeit nicht ausbrechen dürfen und einen Cousin aus dem Heimatland der Grossväter heiraten müssen und das ganze Immigrationsproblem bei jeder Generation wieder von vorne beginnt.
  6. #155

    Ist doch egal!

    Zitat von budenspecht Beitrag anzeigen
    Die Landessprachen sind Italienisch, Französisch, R-Romanisch und einen Haufen Dialekte. Wie willst du die lernen, wenn man in der nächsten Stadt wieder anders spricht: "Guezi" Grüeß sie" oder "HOI!"
    wie im Tessin? Wie begrüßt man einen Schweizer richtig: "Solli, Bonjour" ich sag mal: Adieu! ;-)
    :-)
    Hauptsache man geht da als "Schweizer" durch, wo man gerade lebt....
  7. #156

    ja.....

    Zitat von joe sixpack Beitrag anzeigen
    kann natuerlich die Einwanderung steuern und begrenzen wie es will.
    Das koennt Ihr doch in Deutschland auch, oder etwa nicht?
    ..... und wird von EU - Mitgliedestaaten fröhlich angewendet ;-)! Ob Deutschlang "begrenzt", weiss ich nicht!!! So am Rande: Italien hat unter der Lega Einwanderungsgesetzte massivst verschäft und der Polizei grosszügig Freiheiten im "handling" von Ausländern (Razzien z.B.) zugestanden. Hier kann man nur von Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit reden. Die Italos haben dann-nach EU- Recht - die Ausländer einfach weiter geschoben - in die CH- und sich dann geweigert diese wieder nach Italien einreisen zu lassen (nach geltendem EU-Recht) und/oder bürokratisch so gemauert, dass diese monatelang in der CH sitzen mussten, bevor sie eine Lösung finden konnten. Also was Fremdenhass betrifft, da kann man sich also ein "Beispiel" an Italien nehmen ;-). Da verstehe ich die Empörung nicht so richtig.... vor der eigenen Haustür kehren und die Rickli nimmt eh niemand ernst!!! Nicht so eine, die von der SVP Führung schon mehrmals in ihren Parteiführungsaspirationen zurechtgestutzt wurde :-).
  8. #157

    Klar, ihr habt die Macht...

    Zitat von flöter_c. Beitrag anzeigen
    Größere Konsequenzen hatte es allerdings noch nie..
    insgeheim wissen die nämlich auch wer am längeren Hebel sitzt.
    uns fertigzumachen. Dann aber auch nicht wundern, wenn wir Schweizer weder die deutsche, noch die europäische Politik so richtig mögen - ihr sitzt bloss am längeren Hebel.
  9. #158

    Zitat von aichalo Beitrag anzeigen
    Komisch, wie kommt es, dass die ETH Zuerich die einzige europaeische Uni ist die unter den top 25 Unis weltweit landet (sogar auf Platz 10 in Naturwissenschaften & Mathe)? Sagen sie das nur so oder ist das eine Tatsache?
    Vielleicht haben diejenigen, die der Forist meinte, dort studiert ;-) Soll ja derzeit noch möglich sein. Frau Zwingli sollte also auch das Studium von Deutschen in der Schweiz verbieten lassen. Wurde m.W. ja auch schon gefordert, möglicherweise bereits eingeführt?
  10. #159

    Zitat von Siloy Beitrag anzeigen
    Mutig von Frau Rickl auch die Deutschen zu benennen. Jede Gesellschaft hat das Recht zu sagen, wenn es ihr zu viel wird und zu fremd. Niemand sollte ein Problem damit haben, sondern sich darauf einstellen. Wir fänden es vielleicht auch komisch, wenn plötzlich überall hier Schweizer mit ihrer Gaumensprache herumlaufen würden. Einige von ihnen sind ja richtig nett, aber zu viele sind eben zu viele. Gruezi mitanand!
    Bei einer 5%-Quote von Deutschen in der Schweiz kann wohl kaum von Überfremdung gesprochen werden. In den meisten deutschen Städten beträgt die Ausländerquote über 25, oft sogar 30%. In manchen Vierteln hat manche Ausländergruppe sogar den Spitzenplatz inne. Auch leben prozentual mehr Schweizer in Deutschland als deutsche in der Schweiz.

    In anderen europäischen Städten sieht es nicht anders aus. Da hat die Schweiz noch einen weiten Weg vor sich, bevor sich dort jemand über Überfremdung aufregen kann.








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