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"Schwarzbuch Leiharbeit": 127 Seiten Anklage
REUTERSMehr als 900.000 Menschen arbeiten in Deutschland als Zeitarbeiter. Rund tausend Betroffene geben jetzt im "Schwarzbuch Leiharbeit" Einblick in ihren Job-Alltag - eine schonungslose Abrechnung mit Arbeitgebern und Politik.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824514,00.html
- #60 29.03.2012 14:42 von
Sie sind ...................
Es geht nicht nur um Rumheulen es geht einfach darum
das es viele gibt die einfach Arbeiten wollen und für Ihre
Arbeit die sie verrichten genauso entlohnt werden wollen wie die
normale Belegschaft. Es geht doch um das Kündigungsgesetz wovor
doch die Unternehmen einen Greul haben. Leiharbeiter bekommen nur
einen mini Bruchteil ab was für Ihn aber Gezahlt werden muss aber man
kann Ihn halt schnell abschieben ohne sich mit Gewerkschaften zu Streiten
kein Urlaubsgeld usw.
Dann kommt auch noch dazu dass man Täglich liest wie viel Millionen ein
sogenannter Manager Firmenchef usw. BEKOMMT ( nicht verdient )
und Politiker sich Ihre Diäten täglich erhöhen wegen der Inflation!!???
Kommt der kleine Mann daher da hat er den Mund zu halten, sei froh das Du noch Arbeit hast, kannst ja gehen usw. die Typisch großkotzigen Sprüche weil der
Unternehmer weiß dass der Arbeitnehmer fast keine andere Wahl hat.
Es gab mal Zeiten da gab es mehr Arbeit als Arbeiter das waren die Hochzeiten
Ihrer sogenannten Gewerkschaften da sie fordern konnte noch und nöcher und
diese Zeit ist vorbei also haben viele von den Gewerkschaftsbossen ein warmes
sehr gut Bezahltes Plätzchen und halten lieber die Füße still.
Das Gehaltsgefüge ( das stinkt so einen an ) geht so böse auseinander das
es zur keiner Relation mehr steht. NIEMAND kann eine Arbeit, Sport, verrichten
die mehrere Millionen Rechtfertigen und dazu der Beigeschmack das aus einen
unternehmen tausende entlassen werden und danach in den Medien steht
Konzern XYZ hat wieder Rekordgewinne erzielt, der Vorstand und Manager
haben eine Gehaltserhöhung von (800.000 € - 9 Mio.) genehmigt.
Mann mann mann - #61 29.03.2012 14:43 von
- #62 29.03.2012 14:44 von
1000/900000=0,1% => wahnsinn!!!
1000/900000=0,1% => wahnsinn!!! wie aussagefähig ist das denn?!
..und das alles anonym und vom dgb.
bei so einer großen masse von menschen finden sich immer und überall schwarze schafe - in jedem betrieb, in jeder branche, überall auf der welt. wir können ja mal eine entsprechende umfrage bei dgb-leuten machen.
zeitarbeit ist doch nunmal zum einen da um den arbeitsmarkt zu flexibilisieren - klappt perfekt und zum zweiten um eine vielzahl von arbeitslosen in irgendeiner form in arbeit zu bringen, weil die agentur es einfach nicht schafft/darf.
wenn ein facharbeiter der 1970 seine ausbildung zum elektriker gemacht hat und dann bis 2012 nur als verpacker gearbeitet hat, verdient er bei rückkehr in "seinen" beruf nunmal weniger - c'est la vie.
und auch noch ein lob an den verfasser des berichtes ;-) - #63 29.03.2012 14:49 von
Das ist so gewollt
Schröder/Fischer habens möglich gemacht, soviel zu den sozialen
Wohltaten der Sozen und Grünen.
Der wirkliche Impetus dürfte mit der Angstgesellschaft in der wir
leben, begründet sein. Keiner "von denen da oben" will Verhältnisse
wie in den frühen 70ern, wo jemand der nicht gerecht bezahlt wurde
einfach zur Firma nebenan gegangen ist, bzw seinem Meister sagte
nebenan gibts ne Mark mehr.
Jedem Beschäftigten muß tagtäglich vor Augen geführt werden wo
man landet wenn man nicht kuscht. Da fühlt sich der Mietsklave
doch gleich viel besser wenn er sieht dass es Leute gibt die für die
Hälfte arbeiten, ohne 13. oder gar 14. Monatsgehalt und mit weniger
Urlaubsanspruch. Divide et impera, da findet auch keine Solidarität
statt, das ist ja keiner von uns, das ist ja Fremdfirma.
Real befindet sich der deutsche Lohnsklave seit Jahren am unteren
Ende im internationalen Vergleich, immer mit dem Gespenst der
Arbeitslosigkeit stramm an der Kandarre gehalten.
Als vor zwanzig Jahren der Kommunismus den Geist aufgab hatten
die "Entscheidungsträger" keine Angst mehr davor mit nem DDR
Personalausweis aufzuwachen und einem Onewayticket nach Workuta.
Denen ist die Angst abhanden gekommen, seit dem trauen die sich
schamlos alles. Und keiner schreitet ein, weil die haben noch Angst.
So ist es also soweit gekommen das der Mensch nur noch eine
Resource ist, die man, wenn sie verbraucht ist, austauscht.
Das Licht am Ende des Tunnels ist "la crisis", dem Kapitalismus
geht die Kohle aus weil sie die Zinsen nicht mehr bezahlen können.
Eigentlich ein Treppenwitz der Geschichte, der Ausbeuter erledigt
sich mit eigenen Mitteln nachdem ihm der Feind abhanden gekommen
ist. Nur, wie das mit dem Licht am Ende des Tunnels so ist, das
könnte auch ein entgegenkommender Zug sein. Jedenfalls werden
"die da oben" sich mit allen Mitteln dagegen wehren dass sich etwas
an bestehenden Verhältnissen ändert und sollte die Welt dabei zu
Grunde gehn.
Das einfachste Mittel gegen Leiharbeit wäre gesetzlich festgeschrieben
Equal Pay. Mit Beschäftigungsverbot über sechs Monate. Und schon
wäre es vorbei mit dem Spuk. Will aber keiner, genausowenig wie
den Mindestlohn..... äh, sorry, doch, Mindestlohn schon, so 3,26€ - #64 29.03.2012 14:50 von
Marktwirtschaft
Diese Politik macht durchaus Sinn, denn es gibt ein Überangebot an Arbeitskräften, offiziell sind es 3 Mio. Arbeitskräfte zuviel, inoffiziell wahrscheinlich doppelt so viele.
Die Unternehmen sitzen am längeren Hebel. Wenn Sie in Branchen schauen, wo das nicht so ist, z.B. im Maschinenbau, da sieht das mit der Leiharbeit ganz anders aus. Da ist der Konkurrenzdruck bei weitem nicht so hoch, da kostet ein guter Maschinenbauer richtig viel Geld.
Ein Freund von mir wurde mit Geld schier überhäuft, damit er sich bereit erklärt, zu einer Firma zu gehen, ca. 250 km von zu Hause weg.
Inklusive bezahlter Wohnung, Bahncard (Netzkarte 1. Klasse!), etc...
Sie haben natürlich Recht, dass es eigentlich so sein müsste, dass ein Leiharbeiter den gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommt, aber eher friert die Hölle zu, als dass unsere Politiker da etwas ändern.
Arbeitslose sind gut für die Wirtschaft!
In den 70ern, hatten wir nahezu Vollbeschäftigung, warum ist erstmal egal. Das waren goldene Zeiten für die Arbeiter und die Gewerkschaften. Die arbeitende Klasse hatte alle Macht in den eigenen Händen, Arbeitszeitverkürzungen bei vollem Lohnausgleich waren in Tarifrunden immer Thema und wurden auch durchgesetzt, Lohnerhöhungne von 6 oder gar 8 Prozent waren eher normal, "Nullrunde" war ein absolutes Fremdwort. Es wurde mehr Urlaub, weniger Arbeitszeit, mehr Lohn und Sozialleistungen noch und nöcher erstritten, weil die Unternehmen auf Gedeih und Verderb auf die Arbeiterschicht angewiesen waren.
In den 80ern noch schüttete ein Chemiekonzern an die Mitarbeiter noch 240% an Weihnachtsgeldern aus, was damals vom Betriebsrat (!) quasi diktiert wurde.
Heute hat sich das Bild verkehrt:
Heute bestimmen die Unternehmen. "Nullrunde" ist kein Fremdwort mehr, sondern gängiges Ziel bei Tarifrunden, die Löhne sinken real in dem Maße, wie sie in den 70ern und 80ern gestiegen sind, Leiharbeit boomt ohne Ende, es gibt immer mehr Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, wir kennen das ja.
Das sind heute paradiesische Zuständen für die Unternehmen.
Die Mittelschicht schrumpft, es gibt keine Solidarität mehr mit der Unterschicht, nach oben wird gebuckelt, nach unten getreten. Die Mittelschicht gibt sich der Illusion hin, dass sie es nach ganz oben schaffen kann, wenn sie sich nur genug anstrengt, dabei ist es ein offenes Geheimnis, das dem nicht so ist. Aber das Schicksal macht vielleicht bei mir eine Ausnahme!
Man könnte auch zynisch behaupten, dass doch alles so läuft, wie es soll, die soziale Marktwirtschaft funktioniert bestens, die Privatvermögen steigen im gleichen Maße wie die Verschuldung, Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.
Die welt ist doch absolut in Ordnung, für die, die das Sagen haben in unserem Land. - #65 29.03.2012 14:52 von
Lohnschmarotzer, widerlich!
Aus eigener Erfahrung:
Ich verdiente als gelernter Facharbeiter mit 16 Jahren Berufserfahrung in der Pharmabranche als Leiharbeiter auf Vollzeit hier im Rhein-Main-Gebiet in guten Monaten (mit 22 Arbeitstagen) knapp 1.100,- Euro netto. Wie gut dass ich alleinstehend war, so wuchsen meine Schulden in den Monaten, in denen ich "beschäftigt" war, nur unwesentlich, da ich weniger verdiente, als ich zum Leben benötigte.
Wenn man am Tag zu 8h Arbeit gezwungen wird, aber nur 7h bezahlt bekommt (was übrigens gängige, aber illegale Praxis bei den Verleihern ist), nenne ich das Ausbeutung auf ganz hohem Niveau.
Diese Beschäftigung war auch kein "abfangen von Produktionsspitzen", sonder auf Dauer so angelegt, da es in der Firma Leute gab, die das so seit Jahren mitmachten.
Vom Chef der Leiharbeitsfirma wird man regelrecht angeschrien, wenn man krank ist und mit Lohnkürzung gedroht, in der Firma, an die man ausgeliehen ist, heißt es "Friß Vogel, oder stirb, entweder du spurst, oder wir suchen uns morgen einen neuen!"
Man entwickelt in so einer Situation einen Hass auf Zeitarbeitsfirmen und die Unternehmen, die das schamlos ausnutzen, das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat.
Und am Monatsende, wenn der "Lohn" (ich nenn' es lieber Schmerzensgeld!) auf das Konto fließt, und es mal wieder nur kanpp über 1000 Euro waren, trotz 160 oder 170 Stunden Arbeit, und man genau weiß, damit komme ich nie und nimmer über die Runden, weil davon kanpp die Hälfte allein für Miete und Nebenkosten draufgeht, und ich ab dem 15. im Monat nicht mehr weiß, was ich fressen soll, das Konto immer mehr überzogen wird, dann, spätestens dann bekommt man Mordgedanken und entwickelt ein Verständnis für Hartz IV Empfänger, dass glauben sie nicht.
Bevor ich mich nochmal in die gierigen, kleinen, schmutzigen Klauen eines Verleihers begebe, gehe ich auf's Amt und hol mir Hartz IV ab, kauf mir ein paar Bücher und mach mal ein paar Monate auf Weiterbildung schön von zu Hause aus. Suche mir einen 400 Euro Job, schön schwarz natürlich und mach mal ein paar Monate "Bildungsurlaub".
Ich hab vollstes (!) Verständnis für Leute, die lieber zu Hause bleiben und Hartz kassieren, als dass Sie sich für so nen gierigen Lohnschmarotzer ausbeuten lassen.
Thema Hermes Versand und Konsorten, auch keinen Deut' besser. Ich frage mich allen ernstes, warum soetwas in unserem Land überhaupt erlaubt ist. Ab dem Zeitpunkt, wo alle in einer Firma das gleiche Gehalt bekommen, egal ob Festangestellt oder Leihfirma, stirbt die Leiharbeit einen sehr schnellen Tod!
Hoffentlich ist es bald soweit!
Falls Sie ihr Brötchen mit der Ausbeutung von Arbeitskräften verdienen - so schreiben sie nämlich - würde es mich freuen, Sie demnächst auf der ARGE im Wartezimmer begrüßen zu dürfen!
Ihre restlichen Argumente sind es nicht wert, darauf einzugehen. - #66 29.03.2012 14:54 von
Alles dummes Gewäsch ?!?
Das ist doch alles wieder dummes Gewäsch der Gewerkschaften, deren Bosse auch Anzüge tragen und nebenbei auch Ihre Milionengehälter einstreichen. Und dann bei Steiks wo Reporter angekündigt sind, sich mit Holzfällerhemd und arbeiter Hose ablichten lassen! Sauber.
Zudem werden durch die Beiträge Ihrer Mitglieder nicht nur PR Abteilungen finanzieren welche die Milionen verbrennen, sondern auch noch der gesamte Verwaltungsaparat mit finanziert!
Es geht hier doch nur um eines, schlicht und ergreifend um werbung neuer Mitglieder.
Ich habe die Leiharbeit als Sprungbrett in die Karriere kennen gelernt und habe noch heute ein gutes Verhältnis zu meinem ehemaligen Dienstleister. Es sollte jedem vernünftigen Meschen klar sein dass es überal schwarze Scharfe gibt, von diesen einzelnen wird durch die Gewerkschaften dann auf die gesamte Branche geschlossen und der Dumme Bi..d.de leser glaubt den Blödsin auch noch. Das bringt mit sich dass man sich heute schon vor seinem Nachbar schämen muss wenn man als Leiharbeiter beschäftigt ist.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass große Firmen Dienstleister als verlängerte Recuitingbank nutzen und wer sich da vom Anfang an anstrengt hat sehr gute Chancen übernommen zu werden. In dem Sinne MfG. - #67 29.03.2012 14:58 von
Aua
Woher haben Sie denn diese Zahlen?
Und dann erklären Sie doch bitte, warum ein Unternehmen einen unterbezahlten Hire und Fire Leiharbeiter ausleihen sollte, wenn es sich nicht rechnet?
Bei einem Bruttolohn von 20 € kostet den Arbeitgeber der festangestellte Mitarbeiter ca. 30% mehr (Arbeitgeberanteile und Verwaltungskosten und BG-Abgaben) also dann 27,50 € die Stunde.
Für einen Leiharbeiter mit rund 11 € bezahlt der Arbeitgeber durchschnittlich ca. 30 € bis 35 € die Stunde, muss aber nicht zahlen, wenn der Leiharbeiter im Urlaub ist, krank ist oder ein gesetzlicher Feiertag ist.
Merken Sie was? All diese Leistungen, wie Urlaubsgeld, Krankengeld und Feiertage sind im Hungerlohn des Leiharbeiters zu dessen Lasten eingepreist. Deshalb bekommt der sowenig. Die Zeitarbeitsfirma wird nach Abzug aller eigenen Kosten wohl hier mit 2 bis 4 € Gewinn die Stunde rauskommen. Aber dieser Kostenapparat (zu dem ja auch die Gehälter der Vermittler und der Geschäftsleitung, Firmenwagen etc etc gehören) ist ja sinnlos und wird auch durch den Niedriglohn des Leiharbeiters finanziert.
Wie wärs mal mit einem radikalen Schnitt. Zeitarbeit abschaffen und gleichzeitig das Kündigungsschutzgesetz und die entsprechenden Tarifverträge. - #68 29.03.2012 15:17 von
Ich weiß nicht…
...wenn das so einfach wäre, müsste die Mehrheit der Wähler mal spontan-politikverdrossen komplett umdenken und wen anders wählen. Aber… gibt es den eine Partei, welche sich 'frei bewegen' kann, ohne Lobbyisten, ohne Korruption, die sich von den Banken, den Wirtschaftsbossen, anderen Großmächten etc. wirklich nichts sagen lässt???
Wer auch immer es wagen würde den status quo der Zeitarbeit anzutasten, dem würden die Wirtschaftsbosse schnell klarmachen, dass es zu Massenentlassungen kommen wird und diese Partei somit bei den kommenden Wahlen bei den Betroffenen in Ungnade fällt – Geld regiert die Welt, Globalisierung und Zeitarbeit und alles was unsere amerikanischen Freunde propagieren ist richtig klasse, und Zeitarbeit erhöht die Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, bla bla…
Man müsste den Zeitarbeitern per Gesetz, das gleiche Gehalt zusprechen, wie einem fest angestelltem Mitarbeiter, dadurch würde Zeitarbeit unattraktiv werden. Stopft man dann auch noch weitere Schlupflöcher der Arbeitgeber, besteht eine reelle Chance der 'Normalisierung' auf dem Arbeitsmarkt.
Aber was macht man stattdessen? Man öffnet die Tore für weitere billige Fachkräfte aus dem Ausland und drückt die Gehalter der qualifizierten Fachkräfte hierzulande... das kann echt noch heiter werden... - #69 29.03.2012 15:18 von
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