Brillante Einleitung!
Zum einen sind zwar die politischen Rahmenbedingungen viel besser und sicherer als 1923 o.Ä., die offenen und schlummernden Gefahren aber sind viel heftiger als damals.
Es fehlt also an vergleichbaren Situationen.
Die USA sind mehr oder weniger im Zustand des Alten Rom angekommen, aber für die EU-Miseren gibt es keine heranziehbaren Fälle, das macht den Umgang schwerer. Ich erinnere mich an diverse Aufsätze zur Psychologie, warum man im Nachhinein "eigentlich gewusst hätte, dass die Aktie x oder y super steigen würde". Unsere und die Hirne der Regierung können aber auf keine Erfahrungen zurückgreifen, fallen also erstmal alle auf die Nase wie ein Kind, das laufen lernt.
Politik ist ja definiert als "Versuch und Irrtum", und wegen der großen Dimensionen kann man die Irrtümer nicht mal schnell unter den Teppich kehren.
Versagt haben sie trotzdem alle dabei, den Lügner- und Betrügerstaat Griechenland mitgeschleift zu haben - Dummheit heißt, die Fehler nicht zuzugeben und auch nicht auszubügeln.
Ich stimme daher im Fazit einem anderen Schreiberling zu, der hier gestern schrieb, dass man erst die eigenen Banken in Sicherheit bringen wollte und dann Griechenland zum Teufel schickt. Klingt für mich plausibel.

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