Schwächen des Homo sapiens: Wie die Evolution den Menschen piesackt

CorbisMit seinen Vorfahren aus der Steinzeit hat der Mensch heute nicht mehr viel gemeinsam, die Evolution hat viele Anpassungen vorgenommen. Nicht immer zum Vorteil: Manche Veränderung quält uns im Alltag - wie etwa der verkleinerte Kiefer oder eine immer öfter auftretende neue Ader im Arm.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...833006,00.html
  1. #30

    Immer, wenn es um Laktoseintoleranz geht,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit seinen Vorfahren aus der Steinzeit hat der Mensch heute nicht mehr viel gemeinsam, die Evolution hat viele Anpassungen vorgenommen. Nicht immer zum Vorteil: Manche Veränderung quält uns im Alltag - wie etwa der verkleinerte Kiefer oder eine immer öfter auftretende neue Ader im Arm.

    Der Mensch hat im Laufe der Evolution viele Schwachstellen entwickelt - SPIEGEL ONLINE
    werden Europa/Amerika und Afrika/Asien einander schlicht gegenübergestellt. Sowohl in Afrika als auch in Asien gibt es Völker, die z.T. sogar überwiegend von der Milch ihrer Ziegen oder Kamele leben, neben dem Käse.

    Der Artikel ist leider auch Käse, schon vom Amateur als solcher erkennbar. Ist hier eine Evolution im Journalismus am Werk? Die Anpassung an das Niveau der ZEITUNG?

    Das Thema wäre so interessant gewesen. Könnten Sie das nochmal überarbeiten?
  2. #31

    Zitat von Patanjali Beitrag anzeigen
    Lamarckismus würde bedeuten, dass sich die Protein exprimierenden Teile der DNA durch äußere Einflüsse ändern und anpassen. Davon ist hier nicht die Rede. Wie sie übrigens selbst zugeben: die hinteren Molaren sind ja noch da.

    Nein, es geht hier nur um mechanische Reize die auf den Kiefer einwirken oder nicht einwirken und sein Wachstum und seine Stabilität beeinflussen. Zum Beispiel ist bekannt, dass sportliche Betätigung auch die Stabilität der Knochen positiv beeinflusst. Und Kauen kann diesbezüglich als sportliche Betätigung aufgefasst werden.
    Es wird aber im Artikel unterstellt, dass die dadurch auftretende Modifikation an die Nachkommen weitergegeben wird = Lamarckismus.

    Zitat von weltsichtig Beitrag anzeigen
    Viele denken ja, dass Evolution zwangsweise zu der Höherentwicklung des Menschen führt, zu mehr Intelligenz etc., aber dem ist halt mitnichten so.
    Diejenigen Mutationen überleben, die dazu beitragen, dass der Träger mehr Kinder bekommt, die selber ein gebärfähiges Alter erreichen.

    Da in westlichen Sozialstaaten die Kindersterblichkeit kein großes Problem mehr darstellt, geht es eigentlich nur noch darum mehr Kinder zu bekommen. Die Frage ist also: welche Eigenschaften haben Kinderreiche in höherem Ausmaß als Menschen ohne Nachkommen?
    Das ist die Richtung, in die sich die Menschheit entwickelt.
    das darf man doch seit Sarazzin nicht mal mehr denken, dachte ich^^
  3. #32

    Hier sollte der Selektionsdruck mal auf den Autor wirken

    Es ist mir nicht neu, dass man wissenschaftliche Ergebnisse bei Spiegel versucht so zu vereinfachen, dass sie schlichtweg falsch sind, aber das ist mehr als traurig! Wie hier einige schon gesagt, Evolution ist ein Überraschnungsei, du weißt nie was drin ist. Anpassung ist ein zufälliger Prozess. UND EVOLUTION KANN UNGEFÄHR NIE ZURÜCK GEHEN. Das gibt es zwar bei klein gehaltenen Mutationen, aber nicht bei komplexen Themen, wie Knochen Strukturen.
    Der Selektionsdruck existiert nicht mehr? Dann würden wir uns ja vollkommen zufällig entwickeln und Elitenförderung nicht existieren. Der Evolutionsdruck ist doch allgegenwertig. Schönheitsideale sind ein typisches Beispiel. Eine Frau soll schlank und sportlich aber bitte auch gesund sein, magersüchtige Frauen können keine Kinder kriegen, also kriegen wirklich nur die Models, bei denen es wirklich in den Genen liegt die Kinder. Wir sollen immer schlauer und schneller sein. Auch das ist ein Druck, der zu Selektion führt, wenn auch bedeutend langsamer. Man kann vielleicht einige Krankheiten heute gut behandeln und sorgt so (wie ich finde keineswegs schlimm) dafür, dass bespielsweise Diabethiker länger leben, aber für eine Person mit Diabethes Typ I ist es in der westlichen Welt bis heute nicht das leichteste ein Kind zu bekommen. Wir haben uns in den letzten Jahren aufgrund von massiven Drücken von überall so extrem schnell angepasst, wie sonst fast keine Spezies. Solange wir Schönheitsideale und die Vorstellung einer Elite haben existiert der selektive Druck auf die Menschheit innerartlich und solange es Krankheiten und Klimaänderungen gibt, so gibt es auch dort Anpassungen.
  4. #33

    Die Krone der Schöpfung

    Ameisen halten sich auch für die Krone der Schöpfung, wenn man sie mal fragen könnte. Die Evolution piesackt schonmal niemanden, da es keine natürliche Person ist. Alles paßt sich der Umgebung an. Auch Wissenschaft und Technik hat mit Evolution zu tun. Wir können in den Weltraum fliegen, weil wir den Antrieb und die Rakete so angepasst haben, dass sie in den Weltraum fliegen kann.

    Alles paßt sich der Umgebung an und ist in den Grundstrukturen des Universums so angelegt (Stringtheorie). Es geht gar nicht anders. Wir denken bloß, wir würden irgendwas tolles erfinden, was es noch nie gab, dabei können wir es nur erfinden, weil die Grundstruktur des Universum das erst ermöglicht.
  5. #34

    "Es gibt keinen Anpassungsdruck, also werden wir demnächst wohl alle kurzsichtig sein." -> Allein dieser eine Satz schon zeigt, dass der Autor leider von Naturwissenschaften und insbesondere von Evolution keine Ahnung hat. Gute Ansätze ja, aber völlig falsch und unzureichend interpretiert....
  6. #35

    Abwesender Selektionsdruck katastrophal

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit seinen Vorfahren aus der Steinzeit hat der Mensch heute nicht mehr viel gemeinsam, die Evolution hat viele Anpassungen vorgenommen. Nicht immer zum Vorteil: Manche Veränderung quält uns im Alltag - wie etwa der verkleinerte Kiefer oder eine immer öfter auftretende neue Ader im Arm.

    Der Mensch hat im Laufe der Evolution viele Schwachstellen entwickelt - SPIEGEL ONLINE
    Die Abwesenheit des Selektionsdruck ist eine komende Katastrophe für die Menschheit. Da schlechte Anlagen nicht mehr eliminiert werden : Jeder wird medizinisch gepäppelt , Wettbewerbunfähige mit ernährt, und alle können sich dadurch vermehren - ohne Rücksicht auf die Tauglichkeit der Lebensform Mensch. Der menschliche Genpool wird somit immer schlechter und die Lebensqualität damit auch.
  7. #36

    Lüge

    Hier wird doch großer Unsinn verbreitet.Es wird die Lüge verteten,das der größte Teil der Menschheit ein Problem
    mit dem Übergewicht hätte.Gemessen an der Weltbevölkerung
    sind es doch so gesehen nur ein Bruchteil die ein Übermaß an
    Nahrung zur Verfügung haben.Weshalb diese Fehlentwicklung
    auch wieder verschwinden wird....
  8. #37

    ..

    Also ich finde den Artikel verwirrend.
    Gibt es neue Erkenntnisse bzgl. der Evolutionstheorie? Genmutation und Selektion ist Evolution.
    Dass die Computerarbeit genetisch eine neue Ader "erzeugt" ist demnach lachhaft. Genauso wie die meisten angebrachten Beispiele.
  9. #38

    Hier geht doch einiges durcheinander

    - Knochendichte. Nicht nur durch Bewegungsmangel nimmt sie ab, sondern auch durch Ausdauersport. Jogging-Süchtigen sind schon die Knochen weggebrochen. Wie schon beschrieben, passen sich die Knochen direkt an.

    -Blauäugigkeit. Dass diese sich durch sexuelle Selektion verbreitet hat, ist nichts weiter als eine gerade moderne Spekulation. Sie könnte auch eine Folge der Hellhäutigkeit oder einer ganz anderen genetischen Anpassung sein. (Ich jedenfalls kann mich der Anziehung von braunäugigen Schönheiten aus Uganda oder Shandong kaum widersetzen.)

    -Feinmotorik, Adern usw. Das ist kompletter Blödsinn, wie jeder Handwerkslehrer bestätigen kann. Durch die ständige Tastendrückerei geht der Sinn für verschiedene Materialien verloren. Außer Zielen wird doch nichts verlangt, noch nicht einmal eine besondere Genauigkeit.

    -Fettleibigkeit. Völlig irrelavant, da es egal ist, ob eine Bevölkerungsgruppe eine Reproduktionsrate von 1,2 oder 1,6 schafft. Eine Selektionsvorteil habe heute die, die in einer Ecke der Welt leben, in der sich noch kein Wohlstand entwickelt hat. Wenn die amerikanische Frau heute kleiner und kompakter zu sein scheint, liegt das an ihrer mexikanischen Abstammung und nicht an irgendwelchen obskuren Absichten der Evolution.

    -Lactoseunverträglichkeit. Im Text steht '90% der Afrikaner'. Richtig wäre 90% der Afrikaner südlich des Äquators mit Ausnahme der Südafrikaner oder 90% der Ostasiaten.
  10. #39

    Die übliche Wortklauberei

    Zitat von Marshmallowmann Beitrag anzeigen
    In Biologie wohl nicht aufgepasst. Die Evolution "reagiert nicht" auf irgendwas, wir mutieren zufällig. Deal with it.
    es setzen sich die Mutationen durch, die in einer veränderten Umwelt Vorteile bringen, womit die Evolution dann doch reagiert!