Schwächelnde Wirtschaft: Ökonomen fordern Dumping-Kurs für den Euro

DPATrotz jahrelanger Krise ist der Euro im Vergleich zum Dollar noch immer vergleichsweise viel wert. Ökonomen fordern nun eine Abwertung der Gemeinschaftswährung. Das soll die Exporte aus Ländern wie Spanien oder Italien ankurbeln - und den Staaten beim Schuldenabbau helfen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...850806,00.html
  1. #1

    Grotestker Unsinn!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trotz jahrelanger Krise ist der Euro im Vergleich zum Dollar noch immer vergleichsweise viel wert. Ökonomen fordern nun eine Abwertung der Gemeinschaftswährung. Das soll die Exporte aus Ländern wie Spanien oder Italien ankurbeln - und den Staaten beim Schuldenabbau helfen.

    Ökonomen fordern niedrigen Euro-Kurs - SPIEGEL ONLINE
    Damit die Deuschen Außenhandelsüberschüsse noch mehr ansteigen, gehts eigentlich noch grotesker und absruder. HALLO werte Experten! Die D-Mark MUSS aufwerten und die Währungen der EU-Pleitestaaten müssen abwerten, NUR so wird ein Schuh daraus! Alternativ können natürlich die gesammelten Pleiteländer weiterhin Ihrer Bevölkerung entsprechende Lohnnivellierungen bzw. massive -Senkungen zumuten und mit der deutschen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bzw. entsprechenden Lohnzurückhaltungen der letzten beiden Jahrzehnte gleichziehen zu können.

    Oder entsprechende Strukturmaßnahmen einleiten....

    NUR mal so als Beispiel. Griechenland hat ca. 750.000 Beamte bei 11 Mio. Bevölkerung. Deutschland hat dagegen ca. 1,6 Mio. Beamte bei ca. 80 Mio. Bevölkerung. Einfacher Dreisatz. Damit Griechenland auf die gleiche Beamtenzahl wie Deutschland kommt, MÜSSTEN ca. 500.000 Beamten entlassen werden - DAS würde ein Spaß :-).

    Wer hier in irgendwelchem Euro- oder EU-Wahn immer noch eine politische Union fordert müsste sich längstens - im günstigesten Fall - auf seinen Geisteszustand - überprüfen lassen, im ungünstigeren Fall stehen diverse Bäume "unter den Linden " zur Verfügung. - Man darf wirklich gespannt sein, wie sich die nächsten Monate so entwickeln.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trotz jahrelanger Krise ist der Euro im Vergleich zum Dollar noch immer vergleichsweise viel wert. Ökonomen fordern nun eine Abwertung der Gemeinschaftswährung. Das soll die Exporte aus Ländern wie Spanien oder Italien ankurbeln - und den Staaten beim Schuldenabbau helfen.

    Ökonomen fordern niedrigen Euro-Kurs - SPIEGEL ONLINE
    "Die Deutschen müssen ihren Standpunkt ändern", forderte deshalb auch Paul De Grauwe, Professor für Internationale Wirtschaft im niederländischen Leuven. "Ihr Wunsch nach einer teuren Währung ist rein emotional und hat nichts mit rationaler Analyse zu tun."


    Tja, Herr Professor, es gibt einen Grund, warum sie nur Professor sind, und nicht in der Wirtschaft sind.
    Einen Inflationswettlauf - das hilft nur sehr kurz. Dann passen sich Zinsen sofort an. Plötzlich gibt es keinen Weg mehr aus dem Geld drucken, denn wenn die Zinsen nun plötzlich auch für Deutschland bei 10% sind, dann geht nur noch mehr und mehr Inflation.
    Wer zahlt die Zeche? Die Angestellten. Sie sind gezwungen quasi alle paar Monate Lohnsteigerungen zu erzwingen.
    Es kommt ein gewaltiges Maß an Unruhe rein.
    Schauen sie sich einfach an, was aus den Inflations-Wirtschaftsnationen wurde! Schauen sie sich die Jahre 1980-2000 in Deutschland an. Ohne große Inflation voll wettbewerbsfähig.

    Das Problem ist der Euro. Man darf einfach nicht Nationen wie Deutschland, Frankreich und Italien in einen Währungsraum fesseln.
    Das ist ein Bretton-Woods Revival.
  3. #3

    Niedlich. Als wenn die Amerikaner einfach so akzeptieren würden, wenn Europa seinen Euro im Verhältniss zum USD massiv abwerten würde. Schliesslich hat man dort ein Gesetz durch die Legislative gedrückt, das entsprechende Gegenmassnahmen erlaubt. Es wäre doch wirklich witzig, wenn Europa die ersten währen, die man offiziell der Währungsmanipulation beschuldigt.
    Gegenseitige Abwertungsrunden nationaler Währungen helfen auch nicht weiter. Die Idee, das auch innerhalb Europas, nach Rückkehr zu nationalen Währungen, zu tun, schon gar nicht. Man hat über Jahre Wachstum über Kredite finanziert, weil Politiker, aus Gründen persönlichen Machterhalts, nicht bereit waren, Rezessionen als Teil des natürlichen Wirtschaftskreislauf zu akzeptieren. Jetzt ist man soweit, das man die Wahl hat zwischen Depression oder jahrzehntelangem Sichtum bei gleichzeitig Abwertungswettbewerb der Nationalen Währungen. Im Moment verbrennen wir Mrd. an Euro/Dollar und haben schon Mühe damit, wenigstens das Sichtum aufrechtzuerhalten.
  4. #4

    und wie viele Angestellte hat Deutschland im Öffentlichen Dienst?

    Musterknabe sind wir auch nicht gerade. Gerade in den Ministerien ist noch ordentliches Sparpotenzial vorhanden, und die Beamtenpensionen könnten auch noch auf Rentenniveau gestutzt werden. Da kämen Milliarden zusammen.
  5. #5

    die Deutschen müssen ihre Sichtweise ändern

    gegenüber einer Drittweltwährung wie dem kolumbianischen Peso hat der Euro in 3 Jahren schon 25% abgewertet. Eine Wirtschaftsnation hat ein fundamentales Interesse an einer starken Währung, weil mit ihr niedrige Finanzierungskosten einhergehen. Sonst kann man sich irgendwann für 1 Euro auf dem Weltmarkt noch 1 Ei kaufen.
  6. #6

    Wer swoas fordert, hats nicht mehr alle beinander!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trotz jahrelanger Krise ist der Euro im Vergleich zum Dollar noch immer vergleichsweise viel wert. Ökonomen fordern nun eine Abwertung der Gemeinschaftswährung. Das soll die Exporte aus Ländern wie Spanien oder Italien ankurbeln - und den Staaten beim Schuldenabbau helfen.

    Ökonomen fordern niedrigen Euro-Kurs - SPIEGEL ONLINE
    Das ist eine Aufforderung zum Währungskrieg.
    Und wir Europäer werden den mit Sicherheit nicht gewinnen können!

    Ich sehe unabsehbare Folgen heranziehen.
    Wie werden die USA reagieren?
    Wie China?
    Und was ist mit den anderen aufstrebenden Staaten?
    Und was ist mir unseren Importen?
    Und überhaupt: Ich sehe nicht, woher Europa die "Feuerkraft" für solche Marktmanipulationeen hernehmen soll, in dieser Zeit der allgemeinen Schwäche.

    Das Vorhaben würde nur zu weiteren größeren Ungleichgewichten führen.
    Die Rechnung wird dann eben etwas später präsentiert, und mit größerer Wirkung.

    Naja, den Investor und die "Märkte" kanns ja nur freuen,
    tut sich doch ein weiteres Spielfeld auf.

    Es wird offensichtlich alles immer mehr zu einem gigantischen Online-Spiel.
    Wir werden mal dran ersticken.
  7. #7

    Prima

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trotz jahrelanger Krise ist der Euro im Vergleich zum Dollar noch immer vergleichsweise viel wert. Ökonomen fordern nun eine Abwertung der Gemeinschaftswährung. Das soll die Exporte aus Ländern wie Spanien oder Italien ankurbeln - und den Staaten beim Schuldenabbau helfen.

    Ökonomen fordern niedrigen Euro-Kurs - SPIEGEL ONLINE
    Der Euro wird abgewertet und wer kann sich dann noch Arbeit leisten? Da ja das Oel in Dollar bezahlt wird können wir dann zu Haus bleiben da dann das Benzin unbezahlbar wird. Ökonomen müssen schon mal überlegen was sie für stuss raushauen. Die Medalie hat nämlich immer 2 Seiten.
  8. #8

    Weniger Luxus

    Als wirtschaftlicher Laie habe ich gerade mal versucht durchzuspielen, was eine Euro-Abwertung für mich bedeuten würde.
    1. Wenn ich mir einen BMW kaufen wollte, wäre dieser im Unterhalt fast schon unerschwinglich, da der jetzt schon teure Benzinpreis enorm steigen würde. Auch der Kaufpreis wäre vermutlich teurer, da Stahl in der Regel aus außereuropäischen Ländern importiert wird und mit Dollars bezahlt wird.
    Waren, die nicht in Europa hergestellt werden (zB. exotische Früchte) würden ebenfalls sehr teuer werden.
    Für BMW wäre der Verlust an deutschen Käufern, eventuell zu verschmerzen, da sie ihre Autos in China und den USA deutlich günstiger verkaufen könnten. Sollten diese Länder aber ihre Märkte abriegeln, wäre diese Abhängigkeit fatal für unsere Autoproduktion. Konsumgüter aus anderen europäischen Ländern würden für mich nicht billiger werden; sind aber dennoch attraktiv, weil zB. ein Renault in Anschaffung und Unterhalt günstiger wäre als ein BMW.
    Unterm Strich müsste ich meine Lebensqualität einschränken. Die Industrie hätte den Vorteil ihre Waren günstig außerhalb der Eurozone absetzen zu können, müsste aber innerhalb Deutschlands schwere Verluste hinnehmen und sich in eine fatale Abhängigkeit zu China und den USA begeben.
  9. #9

    Deutsche verdienen eine Währung, die um mindestens 50% gegenüber der Welt AUFwertet!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trotz jahrelanger Krise ist der Euro im Vergleich zum Dollar noch immer vergleichsweise viel wert. Ökonomen fordern nun eine Abwertung der Gemeinschaftswährung. Das soll die Exporte aus Ländern wie Spanien oder Italien ankurbeln - und den Staaten beim Schuldenabbau helfen.

    Ökonomen fordern niedrigen Euro-Kurs - SPIEGEL ONLINE
    Um so wenigstens einen Teil der Verluste aufzufangen, die Deutsche nicht erlitten hätten, wäre Ihnen die erzwungene Währungsumstellung erspart geblieben.

    Ein stabiles Zahlungsmittel anstelle einer uns ungefragt untergeschobenen Währung, mit der Stabilität eines in rostiges Blech gehämmerten und auf selbstverrottendem Eßpapier gedruckten Ersatzzahlungsmittels.

    Laßt Europa seinen schwindsüchtigen RamschEuro aber fordert für Deutschland eine wirklich würdige Nachfolgewährung der bewährten DMark!

    MfG