Der alljährliche Frühjahrsoptimismus was die Weltwirtschaft anbelangt nähert sich seinem Ende. Für den Rest des Jahres dürfen wir uns wieder mit den uns bereits vertrauten Krisen befassen.
AFPDämpfer für das chinesische Turbowachstum: Die Wirtschaftsleistung legte zum Jahresbeginn weniger zu als offiziell vorhergesagt. Das lag auch einer Abkühlung des Immobilienbooms.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827276,00.html
Der alljährliche Frühjahrsoptimismus was die Weltwirtschaft anbelangt nähert sich seinem Ende. Für den Rest des Jahres dürfen wir uns wieder mit den uns bereits vertrauten Krisen befassen.
nun heißt es plötzlich "boom"?
bisher nannte es spon immer "blase".
bisher wurde mit dieser "blase" eines der horrorszenarien an die wand gemalt. mangels wissen um die funktionsweise des chin. immobilienmarktes, aber immer mit bezug auf "experten".
aus den texten ging aber immer hervor, dass keiner dieser experten oder schreiber je eine immobilie in china erworben habe. keiner hat die funktionsweise verstanden.
nun will man dem leser die wirtschaft erklären?
In unserem derzeitigen Wirtschaftssystem ist ein Boom immer gleichzeitig auch eine Blase, da die meisten Booms fast ausschließlich über Schulden finanziert werden und irgendwann wird dann aus einem Boom immer ein Bumm, wenn die Blase platzt. Die Stärke der Explosion hängt nur davon ab, wie lang die Blase Zeit hat zu wachsen und demzufolge wie groß sie wird. Je nachdem kann man die Auswirkungen manchmal verschmerzen und manchmal bricht dabei fast das gesamte Weltfinanzsystem zusammen wie 2007/2008.
Die Anleger auf dem deutsche Aktienmarkt sind verunsichert wegen
schwachen Konjunkturdaten aus China. Es wird eine chinesische
Exportoffensive nach Europa geben. Beunruhigt das beispielsweise
die deutsche Autoindustrie nicht?
Ist das deutsche Industrie Management nicht verunsichert?
Der Chinese wird denen ordentlich einheizen! Aufwachen, nicht
schlafen muss die aktuelle Devise sein.
Ich habe das Gefühl, dass es genau solche Meldungen wie diese sind, welche unseren "Markt" bestimmen, und es bestärkt meinen Eindruck, dass der Zusammenhang zwischen Meinungsbildung in den Medien und Wirtschaftsinteressen der Finanzindustrie stärker ist, als jedem von uns lieb wäre.
Wachstumszahlen wie die in China sind für europäische Verhältnisse unerreichbar. Und wenn es solche Werte, beispielsweise in der Immobilienbranche gab (siehe Irland oder Spanien), folgte daraus immer ein tiefer Fall.
Ein organisches, kontrolliertes Wachstum, wie es die chin. Regierung durch Reglementierung der Kreditvergaben versucht, halte ich für den angebrachteren Weg. Ein zu schnelles Wachstum hat und hätte große negative Auswirkungen auf die Entwicklung Chinas, und das nicht nur durch den Mehrbedarf an energieschaffende Ressourcen.
Meldungen wie diese führen lediglich zu verändertem Investitionsverhalten an den Börsen mit Wortmutationen wie "Gewinnwarnung" und "Negativwachstum".
Wir werden noch viel von den Chinesen zu lernen haben.
Die Chinesen haben das Pulver erfunden, wir nicht! Das sollten
wir uns immer wieder klar machen. Diese Finanzprobleme
in der EU z.B. zeigen, das selbst einfachste, offensichtliche
wirtschaftliche Zusammenhänge von den "Experten" nicht verstanden
werden. Es ist Zeit, von den Chinesen zu lernen.
Dafür haben die Chinesen in den letzten 300 Jahren überhaupt nichts mehr erfunden, sondern jede, wirklich jede einzelne Innovation und große Erfindung und jeder moderne Wirtschaftsbereich, kommt entweder aus Europa und/oder der USA ... quasi alles was uns heute umgibt, vom Computer/Microchip, Autos, Flugzeuge, moderner Schiffbau, moderner Hoch- und Tiefbau, Werkstoffe, chemische Industrie, Maschinenbau, Produktionsabläufe und Automatisierungstechnik, Raumfahrt und und und.
Aber die Chinesen verhalten sich sehr klug und schaffen es, all diese Technologien innerhalb recht kurzer Zeit (wenige Jahrzehnte) vom Westen zu erwerben, mal auf legale Weise, mal auf illegale, sodass sie hoffen können, eines Tages selbst wieder neue, große Erfindungen und Innovationen hervorbringen zu können. Und in Sachen Politik, Wirtschaft und Finanzen scheint es zumindest so zu sein, dass die Chinesen um einiges klüger handeln als der Westen, zumindest klüger als Europa. Die Amerikaner halten in dieser Hinsicht noch etwas besser dagegen, aber der unorganisierte und chaotische Haufen ist absolut diletantisch, wenn es darum geht europäische Interessen gegenüber den anderen großen Playern der Welt zu verteidigen und das obwohl Europa der größte und stärkste, homogene Wirtschaftsraum der Welt ist. Ich glaube, der größte Nachteil der Europäer ist das Fehler einer gemeinsamen Amtssprache, die alle verstehen und die überhaupt erstmal eine wirkliche europäische Medien-Öffentlichkeit und effektive Politik und Diskussion darüber ermöglichen würde. Aber sowas in Europa umzusetzen (Esperanto oder sonstwas) und halbwegs zu etablieren, würde mindestens 50 Jahre dauern, wahrscheinlich länger.