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Schwache Nachfrage: Deutschland verpatzt Anleihen-Verkauf

Deutschland*gilt in der Euro-Zone als Hort der Stabilität - doch jetzt*wird das wachsende Misstrauen von Investoren auch für die Bundesrepublik zum Problem: Bei einer Auktion von Bundesanleihen konnten nur zwei Drittel der Papiere abgesetzt werden. Analysten sprechen von einem Desaster.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...799497,00.html
  1. #270

    jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland*gilt in der Euro-Zone als Hort der Stabilität - doch jetzt*wird das wachsende Misstrauen von Investoren auch für die Bundesrepublik zum Problem: Bei einer Auktion von Bundesanleihen konnten nur zwei Drittel der Papiere abgesetzt werden. Analysten sprechen von einem Desaster.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...799497,00.html
    ......

    Wen wundert das bei den Unmengen an Anleihen, die derzeit von grundsätzlich überschuldeten Staaten auf den Markt geworden werden? Und dann auch noch zu Zinsen, die unter der Teuerungsrate liegen...
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  2. #271

    Wer sagt denn sowas?

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Genau da liegt das Problem!
    Weil Leute wie Sie diesen Tressor knacken wollen, will niemand mehr Europas Staatsanleihen kaufen!
    Wer leiht schon jemand Geld, der ihm sagt - das klaue ich mir!
    Im übrigen gehören zu ihren Vermögenden amerikanische Rentner und chinesische Bürger, die sehr enttäuscht darüber wären, wenn der Tressor dann leer wäre!
    Wer sagt denn, dass Deutschland seine Anleihen nicht mehr bedienen soll? Wer mit hohem Risiko hohe Zinsen will, der kann ja in Griechenland investieren, nur sollte er sich nicht wundern, wenn am Ende der "Tresor leer" wäre, wenn es ans zurückzahlen geht.

    Mein Ansatz ist, soviel Steuern von den wirklich Vermögenden einzuziehen, dass es keine Anleihen mehr braucht, denn wer das Geld hat sich Anleihen zu kaufen, der hat auch Geld um Steuern zu zahlen. Außerdem wäre mir neu, dass der deutsche Staat Vermögenssteuer von Amerikanern und Chinesen einfordern könnte.
  3. #272

    Das Märchen vom Esel, der Dukaten schei..t!

    Zitat von jonimuc Beitrag anzeigen
    Mein Ansatz ist, soviel Steuern von den wirklich Vermögenden einzuziehen, dass es keine Anleihen mehr braucht, denn wer das Geld hat sich Anleihen zu kaufen, der hat auch Geld um Steuern zu zahlen. Außerdem wäre mir neu, dass der deutsche Staat Vermögenssteuer von Amerikanern und Chinesen einfordern könnte.
    Gregor Gysis Märchen vom Esel, der Dukaten schei..t, ist nicht neu. Der Glaube, man könne von den wirklich Vermögenden soviel Steuern einziehen, daß der Staat keine Schulden mehr aufnehmen mehr muß, wird immer ein frommer Wunsch bleiben.
    Als Beispiel führe ich die Familie Albrecht (ALDI) an. Ihr Unternehmen agiert in über 20 Staaten dieser Welt. Ob der Firmensitz der Firma in Deutschland oder in den USA, der Schweiz oder sonstwo liegt ist für die Firma letztendlich egal, für Deutschland aber nicht und dies gilt auch für die Privatsteuern der Familie Albrecht.
    Fazit - die wirklich Vermögenden sind nicht auf Deutschland angewiesen, sondern Deutschland auf sie!

    PS: Ich denke, man kann durchaus mit Augenmaß Vermögende stärker belasten - nur davon die Lösung der Schuldenprobleme des Staates zu erwarten, ist mehr als naiv!
  4. #273

    Fakten und Propaganda

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen

    PS: Ich denke, man kann durchaus mit Augenmaß Vermögende stärker belasten - nur davon die Lösung der Schuldenprobleme des Staates zu erwarten, ist mehr als naiv!
    Alleine an den fiskalischen Problemen der USA erkennt man, welchen Unterschied es macht, vernünftig zu besteuern, oder den Schwachsinnsvertrag des Grover Norquist und seinem Anti-Tax Movement.

    Grundsätzlich Steuererhöhungen abzulehnen, nachdem sie seit Bill Clinton stark gesenkt wurden, heißt, dass sich staatliche Einrichtungen nie wieder auf Schwankungen im wirtschaftlichen Bereich einstellen können.

    Die Mehrheit der US-Politiker hat dies schon erkannt, man betrachte nur die Realitäten. (siehe Link)
    Aber wegen der extrem populistischen Wahlkampfthesen, traut sich vor der Wahl kein Republikaner mehr auszusprechen.

    http://tpmcafe.talkingpointsmemo.com..._big_loser_of/

    The Wealthy Don't Leave High-Income Tax States: And despite rightwingers inevitably predicting economic doom, tax increases on the wealthy do not lead to wealthier residents leaving the state:

    From 2004 to 2006, following California's implementation of a new national top rate of 10.3% on income over $1,000,000, there was a 38% increase in the number of millionaires in the State.

    The number of half-millionaires in New Jersey grew by 70% since the state increased their highest rate from 6.37% to 8.97% in 2002, from 26,000 in 2002 to 44,000 in 2006.
  5. #274

    Mehr Zinsen = Weniger Sicherheit

    Zitat von Reqonquista Beitrag anzeigen
    Die Kapitaleigener vermuten wohl schon, das Deutschland demnächst für die Schulden anderer mit aufkommt und evtl. auch die Euro-Bonds kommen. Für diese Bonds würde man dann mehr Zinsen und mehr Sicherheit bekommen. Warum also jetzt deutsche Anleihen kaufen?
    Die mangelnde Nachfrage für deutsche Bonds hat nicht das Geringste mit den niedrigen Zinsen zu tun -- im Gegenteil, US-Anleihen gehen trotz niedriger Zinsen wie warme Semmeln ab. Es geht lediglich um den Vertrauensverlust in den Euro. Durch den Schuldenschnitt hat der Euro ein für allemal den Nimbus der absoluten Sicherheit verloren, denn es gibt nun mal keinen separaten "griechischen" Euro -- es gibt nur UNSEREN gemeinsamen Euro.

    Falls Eurobonds kommen sollten, bieten sie auf keinen Fall "mehr Zinsen UND mehr Sicherheit" -- das ist leider unmöglich und ein Missverständnis. Alle Bondzinsen beruhen nämlich auf dem Sicherheitsprinzip: Je mehr Zinsen, desto unsicherer ist eine Währung. Unsichere Länder müssen die höchsten Zinsen berappen. Die sichersten Bonds bieten also immer die niedrigsten Zinsen.
  6. #275

    Ich frage Sie -

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Gregor Gysis Märchen vom Esel, der Dukaten schei..t, ist nicht neu. Der Glaube, man könne von den wirklich Vermögenden soviel Steuern einziehen, daß der Staat keine Schulden mehr aufnehmen mehr muß, wird immer ein frommer Wunsch bleiben.
    Als Beispiel führe ich die Familie Albrecht (ALDI) an. Ihr Unternehmen agiert in über 20 Staaten dieser Welt. Ob der Firmensitz der Firma in Deutschland oder in den USA, der Schweiz oder sonstwo liegt ist für die Firma letztendlich egal, für Deutschland aber nicht und dies gilt auch für die Privatsteuern der Familie Albrecht.
    Fazit - die wirklich Vermögenden sind nicht auf Deutschland angewiesen, sondern Deutschland auf sie!

    PS: Ich denke, man kann durchaus mit Augenmaß Vermögende stärker belasten - nur davon die Lösung der Schuldenprobleme des Staates zu erwarten, ist mehr als naiv!
    wenn wir zunächst auf der Einnahmenseite bleiben wollen - was wäre denn die Alternative, von den nicht wirklich Vermögenden so viel Steuern einziehen, dass der Staat keine Schulden mehr aufnehmen muss?

    Das Märchen vom nackten Mann, dem man in die Tasche greift, ist nicht neu.
  7. #276

    Wie wär`s mit EINSPARUNGEN?

    Zitat von redwed09 Beitrag anzeigen
    Stell ich mir vor. Die Konsequenz daraus sind die Erhöhungen der Steuern. Weiterhin werden keine Infrastrukturprojekte wie Straßenbau, Schulneubau usw. durchgeführt werden. All das stelle ich mir gerade vor. Sind doch rosige Aussichten. Oder?
    Zum Beispiel bei den Auslandseinsätzen der BW? Oder ist das für die Politiker eine der "heiligen Kühe", obwohl die absolute Mehrheit der Deutschen dafür wäre?

    Oder wie wärs mit Reduktion der staatlichen VERSCHWENDUNG, die alljährlich vom Steuerzahlerbund detailliert nachgewiesen wird?

    Ich bin absolut sicher: Einsparungen in Höhe vieler Milliarden wären möglich, z.B. durch Verzicht auf die Tieferlegung des Stuttgarter Bahnhofs, OHNE dass der Strassenbau oder der ärmere Teil der Bevölkerung darunter zu leiden hätten!

    DAS wären wirklich "rosige Aussichten", wenn sich die dafür Verantwortlichen, nämlich Behörden und Politiker, ihnen endlich einmal ernsthaft widmen würden, statt nur die üblichen Sprüche abzusondern!
  8. #277

    ...

    Zitat von _meinemeinung Beitrag anzeigen
    hatte ja mit einem Übergreifen der Finanzierungskrise auf D erst nächstes Jahr gerechnet. Das es noch 2011 passiert, ist ein bedenkliches Zeichen. Wir werden in Kürze den kompletten finanziellen Kollaps des Euro Raumes erleben. Heraus kommt D aus dem Desaster nur mit einer Währungsreform. Und die bezahlt letztlich wer? Klar - Bürger Normalo....
    Noch bei jeder Währungsreform fand eine Umverteilung von oben nach unten statt. Die Schulden und das Vermögen der aller, leider auch kleinen Leute ohne Sachwerte gehen auf Null bzw. es erfolgt ein Neustart mit Kopfgeld für alle.

    Eine Umverteilung ohne "Währung" ist ja leider nicht durchsetzbar. Das liegt auch daran, dass die 1% global agieren, der kleine Mann und seine Regierung nur lokal.

    Bislang sind noch alle globalen Ansätze gescheitert.


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