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Schulmathematik absurd: 26 Schafe + 10 Ziegen = 36 Jahre
Manche Schüler mögen Mathe, andere hassen das Fach. Viel hängt davon ab, wie die Kinder den Unterricht erleben: Bekommen sie*Lösungstechniken eingetrichtert? Oder dürfen sie kreative Ideen entwickeln? Tests mit simplen Textaufgaben zeigen, dass eine Menge schief läuft*in den Schulen.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...806981,00.html
- #100 17.01.2012 12:51 von
- #101 17.01.2012 12:52 von
Falscher Ansatz
Der wahre Fehler liegt im Versuch, jedes noch so triviale Problem mit kritischem Denken und Lebenswirklichkeitsbezug aufzublähen. Diese Art mathematischer Aufgaben sollte formuliert werden als "Was ist 26 + 10?"
- #102 17.01.2012 12:54 von
- #103 17.01.2012 12:54 von
Stundenkilometer = Stunde mal Kilometer
Einer meiner Physiklehrer (den ich sehr schätze), sagte immer: "Stundenkilometer sind Unsinn (wenn man sie als Geschwindigkeitsangabe benutzt), dass heißt Kilometer pro Stunde!"
Viele würden das sicher als Korintenkackerei abtun, aber genau an solchen Unterscheidungen merkt man oft erst, ob jemand etwas wirklich verstanden hat. - #104 17.01.2012 12:56 von
- #105 17.01.2012 12:56 von
Ist doch ne super Aufgabe...
- #106 17.01.2012 12:57 von
- #107 17.01.2012 12:59 von
- #108 17.01.2012 12:59 von
Ich würde die These aufstellen, dass Mathematik letztlich auch eine Art "Sprache" ist, mit eigener Grammatik und eigenen Vokabeln. Die Hauptschwierigkeit vieler Schüler ist meiner Erfahrung nach, dass sie viele Dinge zwar intuitiv verstehen, aber nicht auf "formelisch" schreiben können.
Ein Beispiel ist der allseits gefürchtete Dreisatz. Die Aufgabe "Drei Hennen legen 6 Eier, wieviele Eier legen 5 Hennen?" macht vielen Schülern große Probleme. Fragt man aber, wieviele Eier 6 Hennen legen, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: Na 12 Eier natürlich! Sind ja doppelt soviele! Das können oft auch die Schwächsten der Klasse.
Beim Ausrechnen haben sie eigentlich alle notwendigen Schritte gemacht. Sie haben 6:3 gerechnet, dabei 2 erhalten, und verstanden, dass die Eierzahl nun mit 2 multipliziert werden muss. Ganz genauso funktioniert es ja auch bei 5 Hennen, man rechnet 5:3 = 5/3 und multipliziert 6 mit 5/3, was 10 ergibt.
Dass der Dreisatz also ein solches Problem darstellt, liegt nicht an der mangelnden mathematischen Begabung der Schüler. Im Gegenteil zeigt die Tatsache, dass für 6 Hennen die meisten Schüler eine Antwort haben, sogar, dass die meisten Leute Mathematik auf einer intuitiven Ebene oftmals sogar recht gut verstanden haben. Aber es scheitert an der Fähigkeit, diese Erkenntnisse zu verbalisieren und auf andere Situationen anzuwenden. Eben "formelisch" zu sprechen. Und gegen dieses Problem wird oftmals in der Schule zuwenig getan. Da übt man dann halt stur einen Lösungsweg ein, den die Schüler vier Wochen später wieder vergessen haben, spätestens wenn das Thema komplett wechselt. Weil sie nicht verstanden haben, diesen Weg mit dem intuitiven Wissen zu verknüpfen. Und ich denke, unser Mathematik-Unterricht krankt oftmals genau daran, dass das intuitive Verständnis und die gelernten Formeln in zwei verschiedenen Welten leben. - #109 17.01.2012 13:00 von
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Neben "Hilfskamelen" läßt sich das auch ganz einfach mathematisch lösen:
Sohn 1: 9,5 Kamele
Sohn 2: 4,75 Kamele
Sohn 3: 3,80 Kamele
Kaufmännisch gerundet (da es ja kein Kamelgulasch geben soll) wären das 10, 5 und 4 Kamele. Also weder etwas für Spezialisten, noch eine Scherzfrage, sondern einfache Mathematik (auch wenn ich jetzt die Spaßbremse bin).
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