Schulklasse am Tropf: Junge Chinesen dopen mit Infusionen für Examen

AFPVier Wochen noch bis zur entscheidenden Prüfung, da geht es mit einigen Chinesen durch. In einer Schule in Zentralchina ließ sich eine ganze Klasse über einen Tropf Aminosäuren verabreichen. Ziel der gefährlichen Übung: noch besser lernen können.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...832096,00.html
  1. #10

    Geschäftsidee

    Die vermeintliche Leistungssteigerung ist doch nur ein Teil des Ganzen. Noch dazu ein ganz Kleiner. Der wesentliche Teil ist, dass man mit den heilsversprechenden Infusionen gutes Geld verdienen kann.
  2. #11

    optional

    "China hat seinen eigenen Weg gefunden, aus einem Milliardenvolk die Besten zu identifzieren und dann zu fördern, unabhängig von deren familiärer oder geographischer Herkunft."

    Da kennt sich wohl einer nicht aus. Es gibt einen Faktor in China, der auf Endnoten angerechnet wird. Dieser Faktor ergibt sich aus dem Usprungsort des Schülers (wichtig dabei ist, wo er geboren wurde, nicht wo er lebt). Und alle halbwegs guten Jobs werden in China sowieso erkauft, sei es durch Geld, Beziehungen oder Prostitution.
  3. #12

    Meritokratie

    "Nur die Besten kommen weiter und die Auslese beginnt sehr früh."

    Das gilt nur für ganz wenige, hochbegabte Schüler. Das ist eine absolute Ausnahme.

    Im Regelfall gilt zunächst das "richtige Parteibuch". Parteifunktionäre kontrollieren ganz massiv, wer wo studieren darf. Die Söhne und Töchter von den Regierungsbeamten studieren eh nicht in China. Die werden auf die Universitäten in den USA geschickt. Die Fabrikbesitzer und reichen Chinesen (abgesehen vom "Parteibuch") bezahlen viel Geld, damit die Sprösslinge einen Hong Kong Pass bekommen, mit dem sie die schweren Ausreisebedingungen in China umgehen können. Mit dem Hong Kong Pass bleiben die Sprösslinge vielleicht 1-2 Jahre in Hong Kong und kaufen sich dann auch in die Privatunis in der ganzen Welt ein.

    Sorry, aber in keinem anderen Land der Welt regiert Geld stärker als in China. Das Land ist noch kapitalistischer als die USA. Die "Reichen" kaufen sich alles einach zusammen. Überlegen Sie mal, warum gerade Mainland-Chinesen so gern gesehene Kunden bei LV, Gucci, Dior, Rolex, etc. sind. Die kaufen nicht ein Teil. Die shoppen mal eben im dutzend den Laden leer. Fahren Sie z. B. mal nach Hong Kong. Die Warteschlangen von LV, Dior, Gucci sind längerals die chinesische Mauer. In der Schlange stehen sehr wenige Hongkong-Chinesen oder westliche Touris, das sind fast ausschliesslich "Mainlander.

    Die Armen sind die Land- und Fabrikarbeiter. Die werden auch nie reich.
  4. #13

    Vielleicht sind gerade jene die die Prüfung nicht schaffen die wahren Sieger

    Der Mensch braucht nur wenig zum Leben. Was ist das Ziel das die Prüfung nun eröffnet? Ein Job bei Foxconn, wo man dann aus dem Fenster springt? Oder soll man ein Parteiklugscheißer werden. Oder irgend etwas anderes produzieren, dass nur die Umwelt zerstört und sonst keiner eigentlich wirklich braucht.
  5. #14

    Gong!

    Im Land des Gongs haben einige den Gong noch nicht gehört. Auswendiglernen ist keine nachhaltige Wissensvermehrung. Spätestens im Studium ist Auswendiglernen keine gute Lernstrategie. Und wer irgendwann einmal forschen möchte, der hat in den entscheidenden Lernphasen seines Lebens die falschen Lernstrategien verwendet und somit auf das falsche Pferd gesetzt. Da wird dann forschungsmässig nichts mehr kommen.

    Auch in Deutschland ist Auswendiglernen modern, oder Vorlernen. Ich frage mich dann immer, was die Eltern der Kinder dazu treibt, ihren Kindern jeden Aha-Effekt beim Lernen zu nehmen.
  6. #15

    behindert sein, gestern und heute

    Zitat von silke_w. Beitrag anzeigen
    Das Konkurrenzdenken und das heiliggesprochene Leistungsprinzip, dass sich über jede Humanität hinwegsetzt, drängt die menschliche Gesellschaft immer weiter an den Rand des sozialen Abgrunds. Als Mutter einer behinderten Tochter sehe ich die zwei Gesichter der Menschlichkeit in der Gesellschaft, die gefühlte und die tatsächlich gelebte. Hilfbereitschaft ist nur in der Vorstellung der Menschen wirklich gern geleistet, niemals in der Realität.
    Vielleicht sollte man hier ein wenig differenzieren. Sonderschulen für behinderte Kinder oder soagr das bewusste und geförderte Integrieren von behinderten Kindern in normale Schulen, Behindertenwerkstätten, rollstuhlgerechte Transportmittel etc. etc. sind alles Errungenschaften der Neuzeit und unserer modernen Gesellschaften. Den Großteil der menschlichen Geschichte wurden Behinderte bestenfalls ignoriert, oft diskriminiert oder sogar systematisch umgebracht. Wenn ich mir Gemälde sogar noch aus dem 19. Jh. anschaue, dann tauchen dort Behinderte immer nur als Bettler auf oder sie neben gar nicht am gesellschaftlichen Leben teil, weil sie sich auschließlich in den Häusern aufhalten.
    All diese Tatsachen sollte man sich vor Augen halten, wenn man es als Mutter eines behinderten Kindes schwer hat. Niemand verneint, dass die Fürsorge für ein behindertes Kind schwierig ist, aber inzwischen sind die Institutionen des Staates durchaus so ausgelegt, dass man trotzdem ein normales und aktives Leben führen kann. Das ist NICHT selbstverständlich!
  7. #16

    Relationen, global betrachtet

    Immer noch besser, wie sich als Versuchskaninchen für westliche Pharmakonzerne mißbrauchen zu lassen:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/klinische-studien-indien-ist-paradies-fuer-pharma-konzerne-a-832012.html
  8. #17

    optional

    Das Problem ist dieser LeistungsFAKE. Es wird nicht tatsächliche Leistung gefordert und bewertet sondern die Willige unterordnung unter ein Lehrprinzip, daß dem gesunden Menschenverstand zuwiderläuft. Hier werden die Geisteskranken in gewisser Weise durch Erziehung einer Quasi-Gedankenpolizei zu systemhörigen und systemfähigen Psychopathen herangezüchtet.

    Gott bewahre, daß ihnen der Plantet zur Gänze anheim fällt...
  9. #18

    Meritokratie

    Was ich noch vergessen habe:

    Die, die sich nicht aus China "rauskaufen" können, um im Ausland zu studieren, engagieren so etwas wie Ghostwriter, die statt einem selbst die Prüfungen schreiben. Das Kontrollsystem ist sehr unzulänglich in China, so dass es nicht auffällt, bzw. gegen einen Obulus sagt der Lehrer auch nicht, dass da ein anderer "Schüler" die Prüfung schreibt. Diese "Ghostwriter"-Mentalität ist ein sehr einbringlicher Geschäftsbereich in China. Aber auch das können sich nur Chinesen leist, die zumindest etwas Geld gespart haben.

    Wer etwas Kohle hat, kauft sich in die Unis rein. Ist sicherer als selber die Prüfungen zu schreiben...

    Soll das alles ein Vorbild für Deutschland sein?
  10. #19

    ?

    Besser VOR der Prüfung leistungssteigernde Mittel infusionieren, als NACH der Prüfung sich mit Alkohol abschiessen!