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Schulfach-Quiz: Soll die Lust auf den Lehrplan?

Schüler ächzen unter zu viel Stoff - doch im Wochentakt verlangen Politiker und Lobbyisten neue Fächer. Familien-, Homo- oder Hetero-Kunde - was davon wurde wirklich schon gefordert? Sollte Meditation auf dem Stundenplan stehen? Lernen Sie im Lehrplan-Quiz die absurdesten Wünsche kennen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...666335,00.html
  1. #10

    Ich kann die Artikel-Überschrift beim besten Willen nicht verstehen...

    "Soll die Lust auf den Lehrplan?" lautet die Überschrift des Artikels. Was genau soll das bedeuten?
  2. #11

    Volksmusikkunde...

    Zitat von morgeneyer Beitrag anzeigen
    "Soll die Lust auf den Lehrplan?" lautet die Überschrift des Artikels. Was genau soll das bedeuten?
    Weil Sie das Quiz nicht gemacht haben...
    Heino hat bei seinem Vorschlag "Volksmusikkunde" wohl nicht bedacht, dass die Zahl der Amokläufe an dk
    deutschen Schulen drastisch steigen wird. ;-)
  3. #12

    Schule

    Zitat von Boone Beitrag anzeigen
    ...wenn wir die Welt allerdings zu einem bessseren Ort machen wollen, dann könnte das hier helfen:

    http://www.schoolofthenewspirituality.com/
    Ist das denn besserer Unsinn? Wenn man sich dort die Bücherliste anguckt...

    Fröhlicher als Gott
    Was Gott möchte
    Konversation mit Gott für Jugendliche
    usw..
    Dort wird noch mehr Unsinn verzapft als in den normalen Schulen.

    Ich bin ganz froh darüber das gerade hier in Deutschland solche Schulen ganz klar in der Minderheit sind und auch hoffentlich bleiben werden.
    Allerdings ist Volksmusikkunde nun auch nicht wirklich das, was unser Schulsystem vorran bringen kann ;)
  4. #13

    Luxus

    Über neue Schulfächer zu diskutieren ist ein Luxus, den wir uns in Deutschland (noch) nicht leisten können. Vorher müssen Anspruch und Wirklichkeit der kanonischen Schulfächer wie Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, Naturwissenschaften und Künste in Einklang gebracht werden. Man darf nicht vergessen, dass der Stundenplan der Kinder von der ersten bis zur letzten Klasse "voll" ist und jedes zusätzliche Schulfach auf Kosten der etablierten Fächer geht.

    Faktisch kann man von den meisten Hauptschulabsolventen nicht behaupten, dass sie Deutsch und Wort und Schrift alltagstauglich beherrschen. Auch das Abitur ist dafür längst kein Garant mehr. In anderen Bereichen sieht es noch düsterer aus: Lesen sowie Kopf- und einfache Bruchrechnung sind elementare Kulturtechniken, ohne die ein Mensch gesellschaftlich kaum integrierbar ist. Trotzdem versagt das Schulsystem hier auf allen Ebenen. Im Studium habe ich Kommilitonen kennengelernt, deren Textverständnis vermuten ließ, sie hätten noch nie eine Tageszeitung oder ein Buch gelesen.

    Sobald in diesem Bereich ein akzeptables Ergebnis erzielt wird, befürworte ich eine Diskussion über sinnvolle neue Schulfächer. Vorerst bitte ich die Bildungspolitiker, die seit den 50er Jahren unerledigten Hausaufgaben am Bildungssystem auszuführen, und ich bitte Schüler, Eltern, Lehrer und die im Artikel genannten Initiativen, die Politiker entsprechend unter Druck zu setzen.
  5. #14

    Mehr Bildung, mehr Erziehung oder mehr Wirtschaftskompetenz

    Irgendwo geht zeitlich nichts mehr. Wenn man Bildung (von der wirtschaftlichen Verwendbarkeit zunächst mal unabhängig) fördern will, wird dies zu Lasten der Erziehung gehen. Soll die Schule mehr erziehen (Fächer wie "Benehmen und Umgang" oder "Familie") dann muss man bei der Bildung verzichten. Und schließlich gibt es noch Fächer, die mit reiner Bildung auch nichts zu tun haben sondern eher aus der Wirtschaft gefordert werden. Ist auch ein vertretbares Ziel, geht aber zu Lasten von Bildung und Erziehung.

    Schule soll also immer mehr leisten, was Familie nicht leisten kann. Kann man machen, dann muss man aber sowohl Zeit als auch Geld bereitstellen. Also Ganztagsschulen an denen auch Erzieher, Medienberater usw. tätig sind. Denn eines ist klar: Ein Lehrer der seit 20 oder 30 Jahren Englisch und Geschichte unterrichtet ist selten in der Lage, Datenschutz und Medienkompetenz zu vermitteln. Muss er auch nicht, dafür gibt es Fachleute. Die keiner bezahlen will.


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