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Schule: Liberale Bildung

Ein gemeinnütziger Verein bietet Lehrern kostenlos Unterrichtsmaterialien an. Bezahlt werden viele der Schriften aus der Wirtschaft - und am Vertrieb verdient die FDP.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,692880,00.html
  1. #80

    Einflussnahme von allen Seiten

    Zitat von prenzberger Beitrag anzeigen
    Übrigens meckert hier keiner, wenn Kinder in der Schule mit Material von Greenpeace indoktriniert werden oder als Hausaufgabe Unterschriftenlisten füllen müssen, deren politische Forderungen sie nicht verstehen können.
    http://allesverboten.wordpress.com/2...le-und-waffen/
    Man braucht sich doch nur mal ein durchschnittliches Sozialkundelehrbuch ansehen, um zu merken, dass den Kindern hier ein "eher linkes" Weltbild vermittelt wird.

    Natürlich sollen Schüler zu kritischen Mitgliedern dieser Gesellschaft erzogen werden, aber kritisch heißt eben nicht "links", sondern ALLE Dinge zu hinterfragen, also Sponsoring im Bildungsbereich ebenso, wie den Unterricht ideologisch verblendeter Pädagogen und das naive Geschreibsel von Journalisten ohne Fachwissen.

    Ob die Lobby nun Vattenfall oder Greenpeace, INSM oder DGB heißt, ist im Endeffekt irrelevant. In die Schule gehört wissenschaftlich fundiertes Lehrmaterial, dass Meinungen klar als solche kennzeichnet und die Schüler anregt, diese nicht als absolute Wahrheit anzusehen (auch nicht, wenn sich der Lehrer diese vertritt), sondern sich damit kritisch auseinander zusetzen.

    Ich denke, die Universitäten sind hier die beste Anlaufstelle, um aktuelle Materialien zu bekommen.

    Ohnehin sollte sich in der Schule mehr mit den Hintergründen aktuell relevanter Themen beschäftigt werden. Wie funktionieren eigentlich die Finanzmärkte, warum muss Griechenland so hohe Zinsen zahlen und sind die Banken wirklich alle böse? Kann man so was nicht mal neutral in der Schule behandeln, anstatt Medien und Interessengruppen von allen Seiten auf die Schüler einwirken zu lassen?

    So wie es momentan abläuft, muss man es ja fast schon als "fairen Wettkampf" bezeichnen, wenn sich Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände um die Meinungshoheit an deutschen Schulen streiten. Die Frage ist nur, ob dort am Ende wirklich eine politisch gemäßigte Meinung bei herauskommt, oder ob die Schüler einfach nur darauf konditioniert werden, vorgefertigte Meinungen 1:1 zu übernehmen und den Demagogen auf den Leim zu gehen.
  2. #81

    Schafft die Titelpflicht ab!

    Zitat von happy2009 Beitrag anzeigen
    super Argumentation

    Sie machen sich lächerlich

    Sie schreiben von Bergbautoten in China
    und fragen nach Kernkrafttoten in Deutschland

    Wie wärs mal mit folgendem gedanken:

    Wieviele sterben bei einem durchschnittlichen Berkwerksunglück in Deutschland
    Wieviele bei einem durchschnittlichen Supergau in Deutschland

    Und anschließend:
    Wieviele Leute können nach einem Berkwerksunglück 10 Minuten später sich im Umkreis 500 km dort häuslich niederlassen?
    und
    Wieviel leute können sich im Umkreis von 500 km nach einem Supergau sich häuslich niederlassen

    Das wäre eine neutral faire Frage
    Die Frage ist eher, wer sich hier lächerlich macht. Sie setzen eine faktenbefreite persönliche Angst gegen sachliche Argumente und lassen sich bzgl der "unsicherheit" von den Medien an der Nase herumführen. Ja, Atomkraft ist ein Holzweg. Aber ausschließlich wegen dem ungelösten und wahrscheinlich unlösbaren Problem der Endlagerung.
  3. #82

    nachgewisen effizienteste und sauberste Technologie zur Erzeugung von Strom ?

    Zitat von bohne81 Beitrag anzeigen
    Die deutsche Schulbildung ist grundsätzlich eine sozialer und grüner Ideen. Das liegt in der Natur der Sache, da es vor allem auch um eine Wertevermittlung im Unterricht geht und soziale Werte - auch nicht zu Unrecht - oberste Priorität haben. Fragen Sie doch mal ein Schulkind nach seiner Einschätzung zur Atompolitik. Obwohl es die nachgewisen effizienteste und sauberste Technologie zur Erzeugung von Strom ist, wird Ihnen ein Schulkind in 99% der Fälle erklären, Atomernergie sei etwas schlechtes. Während in der Schule vor allem soziale und grüne Werte gepredigt werden, verlassen die Kinder die Schule ohne eine hinreichende Ausbildung zu wirtschaftlichen Fragestellungen. Was mich deshalb ernsthaft wundert, ist, warum die FDP und die CDU ihre derzeitige Position nicht ausnutzen und die Vermittlung wirtschaftlicher Grundkenntnisse im Lehrplan vorraussetzen. Wenn das wirtschaftlich völlig unbeholfene deutsche Volk endlich versteht, wieviel realitätsfremder Müll Ihnen täglich von Seiten SPD und Grünen entgegengeworfen wird, wäre die Machtstellung der Wirtschaftsnahen Parteien doch auf lange Sicht gesichert. Offensichtlich funktioniert dies allerdings nicht so einfach, weshalb man sich bei der FDP auf fragwürdige Methoden einlässt. Es ändert aber nichts daran, dass die Grundsatzbehauptung des Autors - wie so oft bei Spiegel.de und auffällig oft vor Wahlen - völlig einseitg ist: Die Bildung wird nicht liberal, sie wird maximal etwas weniger links/grün.
    Mon dieu - sie übertreffen ja ihre vemeintlich demagogischeren und Fakten verleugnenden ökolinken Gegenspieler !

    Ich will ihnen vorsichtshalber mangels Detailkenntnis bei der Behauptung Atomenergie sei die sauberste und effizienteste Energie nicht wiedersprechen. Denn darum geht es (aber nur in diesem Fall) nur sekundär. Das Hauptproblem ist das Betreiberrisiko (Havarien und Anschläge) und die nach einem halben Jahrhundert noch immer nicht geklärte Frage der Entsorgung !!! Die jüngst bekannt gewordenen skandalösen tatsächlichen Umstände bei der Entscheidung für das Zwischenlager Gorleben übertreffen ausserdem locker alle tendenziösen Phantasien der Kraftwerksgegner und sind das Gegenteil einer vertrauensbildenden Massnahme.

    So gesehen kann ich Ihnen auch bei der Notwendigkeit stärkerer Ausbildung in Wirtschaftsfragen an den Schulen Recht geben - aber meine grösste Angst bedienen sie gleich mit: verstehen sie darunter etwa genau diese fahrlässige Inkaufnahme von Risiken - also die Ausbildung zum vorauseilenden Gehorsam und Unterordnung unter die "Zwänge" eben SOLCHER "wirtschaftlichen" Interessen ??

    Hinsichtlich Ihrer Haltung zur Notwendigkeit kritischer Wertevermittlung an unseren Schulen und ihrer Kritik an den Methoden der FDP (die sich von allen anderen aber nicht unterscheiden) möchte ich ihnen allerdings gratulieren.
  4. #83

    ...

    Fakt ist das die FDP hier genau das macht was in den Ostblockstaaten gängige Paxis war ... Schulbücher werden als Propaganda verwendet.

    Ich persönlich habe gar nichts dagegen wenn auch mal liberale Ideen oder Weltanschauungen im Unterricht vertreten werdem.
    Grundsätzlich muss aber den Kindern und Jugendlichen primär das Wesen der Aufklärung beigebracht werden.
    Kritisieren, zweifeln und hinterfragen das ist es was wir den Jugendlichen beibringen müssen.
    In einer Welt die immer mehr aus Lügen, Falschinformationen, leeren Versprechungen und Täuschung besteht (egal ob bewusst oder unbewusst) ist der Zweifel an Allem wesentlich wichtiger als das 1x1.
  5. #84

    Die heutige FDP ist eine Politreligion

    Schule ist ein neutraler Ort. Es ist schon schlimm genug, dass bis in die Forschung Ergebnisse marktdiktiert werden, und dass Forschung ohne "unmittelbaren Nutzen" notorisch klamm ist. Die Lufthoheit über den Köpfen unserer Zukunft darf nicht einer Richtung vorbehalten bleiben, sie muss durch einen neutralen Staat und einer Auswahl an breit gefächerten Lehrmitteln gefiltert werden. Aber es ist schon klar, weshalb die FDP den "teuren Schwächling" noch schwächer reden will - weil sich diese Zustände dann ausdehnen werden.

    "Liberale Bildung" - schade, was draus geworden ist. Die FDP der 1970er-Jahre hat die Oberstufenreform in NRW mitgetragen, die Einführung der Gesamtschule vorangetrieben. 1978 gab es in NRW ein erfolgreiches Volksbegehren Konservativer gegen den FDP-Plan einer "kooperativen Schule", die zur Abschaffung des gegliederten Schulsystems geführt hätte und ALLEN Schülern ein Abitur ermöglicht hätte.
    Diese FDP hat 1973 den Umweltengel eingeführt und stand dem Ausbau der Atomkraft nicht vorbehaltslos gegenüber. Diese FDP hatte Köpfe wie Maihofer, Hamm-Brücher, Verheugen, Matthäus-Meier. Burkhard Hirsch in NRW (Kontrast: Ingo Wolff) und Gerhart Baum waren Innenminister, die wie keine anderen "Bürgerrechte" GROSS schrieben und gerade die Rolle des Staates als Garant dieser Bürgerrechte betonten. Die FDP damals war streitbar und breit aufgestellt, zu ihr gehörte Claudia Roth(!) als Jungdemokratin 1971-1982 ebenfalls wie Martin Bangemann und Graf Lambsdorff.

    Alle diese Leute hätten die Überschrift "Liberale Bildung" mit ganz anderen Dingen assoziiert.

    "Liberale Bildung" im hiesigen Sinne ist Religionsunterricht - allerdings kein offener, moderner, sondern eher der einer Ordensschwester mit Kruzifix und Korpus, nur dass die Ordensschwester ein Berater im Hintergrund ist, der Lehrern seine Hochglanzbroschüren aufschwatzt. Die Dogmen sind aber genauso einfach. Glaubt an die Unfehlbarkeit der Kirche (für die heutige FDP: den Markt), glaubt an Gott (die unsichtbare Hand), lebt den Glauben (statt Nächstenliebe und Evangelium: Ausgrenzung durch Anhäufung von Besitz), und verinnerlicht ihn - auf deutsch: zockt, bis ihr in Trance fallt. Die heutige FDP ist verdammt missionarisch und fundamentalistisch. Der Vorwurf, dass sie damit ein kulturelles und soziales Leben, aber auch die Seelen von Menschen ausblutet, prallt ab. Denn die Prediger der FDP sind von nichts abzubringen.

    Wem das zu weit hergeholt ist: man muss doch nur im Arbeitsleben stehen und in einer ganz normalen Stadt wohnen, um zu sehen, wie diese Ideologie oder Religion Zusammenhalt aufgefressen hat - zu Gunsten von Wachstums-, Erfolgs- und Machbarkeitswahn.

    Die "Häretiker" sind natürlich die "Ökolinken", "politisch Korrekten", "Alt-68er-Lehrer", die "Kritischen", die "Sozialen", die Schüler "indoktrinieren". Leute, merkt Ihr nichts? Wir müssen diese Denke loswerden!

    Auch der Sowjet-Sozialismus wollte Religion ersetzen und Menschen eine Ideologie überstülpen. Es hat nicht funktioniert. Beide Richtungen reden von "Freiheit", und missbrauchen den Freiheitsbegriff. Wer drinnen ist, dem geht es gut, wer draußen ist, hat ja die Wahl, ob er die Notwendigkeit einsieht. Wenn nicht, Pech gehabt.

    Wer Bedürfnisse von Menschen in(!) einem Gemeinwesen und einer Gesellschaft missachtet und nicht mit der Zeit mitgeht, scheitert. Das wird auch den Märkten und der FDP so gehen. Ich hoffe nur, dass es ohne einen großen Knall passiert.
  6. #85

    Was solls...

    ich bin Lehrer am einem Gymnasium in Baden-Württemberg und muss zu der Panikmache hier feststellen:

    Keinen juckts, die Arbeitsblätter sind nämlich schlecht und kaum einsetzbar. (bei uns in BW).

    Gruß
  7. #86

    Klassendenken =/ Realität

    Zitat von bohne81 Beitrag anzeigen
    Der Fakt, dass Sie in der 13. Klasse deutet darauf hin, dass Sie ein Gymnasium besuchen. Dass dort die Funktionsweise eines Atomkraftwerks erläutert wird und Sie auch etwaige beeinflussende Meinungen Ihrer Lehrer erkennen und selbständig werten können spricht für Sie. Dies ist aber leider nicht in allen Schulformen der Fall.
    Ihrem dazugehörigen Titel "Gymnasium =/ Realschule" glauben Sie also, das Realschüler nicht in der Lage sind, beeinflussende Meinungen ihrer Lehrer zu erkennen? Aus eigener Erfahrung weiss ich, das dies zum Glück nicht der Fall ist.

    Im Klassenraum unserer Sozialkunde-Lehrerin hingen Plakate der PDS. Die Plakate blieben trotz kritischer Stimmen einiger Realschüler hängen aber sie räumte zumindest ein, das die Kritik berechtigt sei. So what? Für die meisten (und auch für mich) war Sie mit Abstand die beste Lehrerin der Schule und das wird Sie wohl auch bleiben.

    Meine Sozialkundelehrerin in der Berufsschule kurz vor Ihrer Pensionierung war überzeugte SPD-Wählerin und hat ebenso keinen Hehl aus ihrer poltitischen Haltung gemacht. Wähle ich aber deshalb links? Ich kann Sie beruhigen ...
  8. #87

    Meiner Meinung nach ist dieser Artikel ekelerregend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein gemeinnütziger Verein bietet Lehrern kostenlos Unterrichtsmaterialien an. Bezahlt werden viele der Schriften aus der Wirtschaft - und am Vertrieb verdient die FDP.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,692880,00.html
    Während des kalten Krieges wurde die Sowjetunion nur "solidarisch kritisiert". Heute 20 Jahre nach ihrem Untergang scheinen in der deutschen Journallie immernoch die gleichen Grundlinien zu gelten. Es gibt keine ernstzunehmende Tageszeitung, die auch nur im Ansatz Freiheit und Marktwirtschaft verteidigt. Im Gegenteil, es wird subtil Werbung für den Sozialismus gemacht. Der deutsche Lehrkörper besteht in meiner Wahrnehmung zur überwiegenden Mehrheit aus überzeugten Linken und indoktriniert die Schüler mit linken Gespenstergeschichten. Obwohl ich auf eine angeblich erzkonservativen Schule ging, wurde ich von meinen Lehrern mit dem Waldsterben, dem "Club of Rome", dem "Leid der Palästinenser", dem "strukturellen Rassismus", der üblen Frauendiskriminierung in westlichen(!) Ländern, etc. traktiert.

    Der Wald ist nicht gestorben, die Rohstoffe sind nicht ausgegangen, die Palästinenser sind keine unschuldigen Heiligen, die Moslems sind an Vorbehalten ihnengegenüber zumeist selbst schuld und Frauen haben es weltweit nirgendwo besser als in der westlichen Welt. Dies sind die Fakten, die viele meiner Lehrer nicht wahrhaben wollten. Ich kann mir gut vorstellen, wie selbstgerecht manche Lehrer über Einkommensunterschiede der verschiedenen Geschlechter dozieren können wenn in der Klasse vielleicht ein Mädchen sitzt, das nächste Woche zwangsverheiratet oder beschnitten werden soll. Ich kann garnicht in Worte fassen, wie sehr mich diese Doppelmoral anwidert. All dies ist dem Spiegel aber völlig egal, da er in meinen Augen auf einer Linie mit dem deutschen Lehrkörper liegt. Nun kommt einmal in 50 Jahren die FDP und versucht ein paar Dinge in der Schule geradezurücken und der Spiegel heult auf und versucht einen Skandal herbeizuschreiben.

    Ich kann garnicht soviel essen, wie ich kotzen möchte!
    Trench
  9. #88

    Marktliberalisierung vs. Sowjetsozialismus -

    Zitat von mh01973 Beitrag anzeigen
    Schule ist ein neutraler Ort. Es ist schon schlimm genug, dass bis in die Forschung Ergebnisse marktdiktiert werden, und dass Forschung ohne "unmittelbaren Nutzen" notorisch klamm ist. Die Lufthoheit über den Köpfen unserer Zukunft darf nicht einer Richtung vorbehalten bleiben, sie muss durch einen neutralen Staat und einer Auswahl an breit gefächerten Lehrmitteln gefiltert werden. Aber es ist schon klar, weshalb die FDP den "teuren Schwächling" noch schwächer reden will - weil sich diese Zustände dann ausdehnen werden.
    ...
    Wer Bedürfnisse von Menschen in(!) einem Gemeinwesen und einer Gesellschaft missachtet und nicht mit der Zeit mitgeht, scheitert. Das wird auch den Märkten und der FDP so gehen. Ich hoffe nur, dass es ohne einen großen Knall passiert.
    Ich kann ihrem emotionalen Beitrag in den Grundzügen und grundsätzlichen Beobachtungen (die politische Rückblende kann ich nicht bewerten, d.h. oben gelöscht) nur zustimmen.
    Dem möchte ich zusätzliches Gewicht verleihen, da ich beide Wirtschaftssysteme von innen erlebt habe, in beiden glaube einigermassen erfolgreich gewesen zu sein, aber auch in beiden aufpassen muss(te) nicht völlig korrumpiert zu werden, persönlich Schaden zu nehmen oder Mitschuld zu tragen.
    Solange die gebetsmühlenartig wiederholten Denk-"alternativen" Marktliberalisierung vs. Sowjetsozialismus (der Unsinn: Staat/Regulierung contra/oder Markt) lauten werden wir keines der gegenwärtigen wirtschaftlichen oder politischen Probleme lösen.
  10. #89

    Zitat von MMM Beitrag anzeigen
    ich bin Lehrer am einem Gymnasium in Baden-Württemberg und muss zu der Panikmache hier feststellen:

    Keinen juckts, die Arbeitsblätter sind nämlich schlecht und kaum einsetzbar. (bei uns in BW).

    Gruß
    Ich lebe in Ba-Wü und habe mit Schul-Kindern (15-16) gesprochen, direkt nach dem sie in Eigenarbeit mit so einem Arbeitsblatt zur Pro-Kernkraft-Indoktrination fertig geworden waren.

    Sie waren:

    a) davon überzeugt objektives Sachwissen erlernt zu haben
    b) gefüttert mit einseitigen Argumentbatterien
    c) hatten verstanden dass regenerative Energien nicht für die E-Versorgung ausreichen
    d) wussten dass die Produktion regen. Energien die menschlichen Umwelt unerträglich macht
    e) wussten, dass es kein Entsorgungsproblem gibt
    f) hatten keinerlei Idee davon, wo Uran eigentlich herkommt

    Die meisten Lehrer, die solches Material einsetzen, glauben übrigens auch, objektives Infomaterial von neutralen Wissenschaftlergruppierungen zu beziehen. Die Verbreitungsportale sind ja auch entsprechend als Täuschungen designed.

    Wirtschaftliches Grundwissen in der Schule zu lehren würde beinhalten, solche moderne Agitpropaktivitäten in ihrer Struktur verständlich zu machen.

    Dass die Pünktchenpartei da mitten drin steckt, zeigt wieder einmal ihre fundamental Demokratiefeindliche Haltung: Wer das Volk mit Bauerntricks für blöd verkaufen will, stört sich an dessen Mitspracherecht.

    Im Gegensatz zu den Verteidigern dieser Zwangsbeglückung ist mir egal aus welcher Ecke so was kommt: Wer Interessensgruppen-Propaganda Kindern heimlich als objektiven Lehrstoff unterjubelt ist moralisch verkommen und zur Übernahme von Verantwortung ungeeignet, egal aus welcher Richtung er kommt.
    Liebe Verteidiger der Praxis: Sind sie für ideologischen Kampf mit wissenszersetzender Manipulation in der Schule oder dagegen? Nur darum geht es.


    Wenn man schon mehr Wirtschafts-Bildung an Schulen wünscht, sollte man heute damit beginnen, sie darüber aufzuklären, wie Indoktrination heute funktion








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