Zitat von
gustavsche
Ich beantworte die Frage auch gerne: Es funktioniert sogar sehr gut! Es gibt keinen Hunger, jeder hat ein Dach übern Kopf und mit Hartz IV hat man es im kapitalistischen Deutschland vergleichsweise bequem.
Ich bin Anhänger der Marktwirtschaft, weil Marktwirtschaft auf Aufklärung und Freiheit beruht. Aufklärung deshalb, weil davon ausgegangen wird, dass der Mensch aufgrund von Unwissenheit und Fehleinschätzungen Fehler macht. Deswegen gibt es ja auch in der Marktwirtschaft Fehler und die wurden noch nie negiert. Es ist aber nicht die Marktwirtschaft, die Fehler macht, sondern es sind die Akteure.
Im Sozialismus vertraut man eher der Zentralbürorkatie. Es wird negiert, dass Menschen Fehler machen und man geht davon aus, man könne die nächsten fünf Jahre en détail wirtschaftlich durchplanen. Die Bürokratie maßt sich sogar an, den Bedarf der Bevölkerung zu kennen. Das ist antiaufklärerisch.
Wenn ein Unternehmer im Kapitalismus Fehler macht, beispielweise wie Anton Schlecker, denn tragen die Folge vielleicht 20000 Leute: Schleckerfrauen, Gläubiger, Vermieter, Kunden etc. Der Untergang von Schlecker hat auch kaum Einfluss auf die Gesamtwirtchaft. Wenn die Staatsbürokratie einen Fehler macht, dann ist jedesmal das politische System involviert , welches zunehmend instabiler wird, unabhängig davon, ob dieses System erhaltenswert ist oder nicht. Allein Terror und Überwachung kann dann ein solches System erhalten.
Der Hauptunterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus ist, dass der Kapitalismus die Menschen in ihren indvidiuellen Stärken und Schwächen so annimmt, wie sie sind, während der Kommunismus einen neuen Menschen schaffen will, ohne indviduelle Stärken und Schwächen.