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Schule für Nordkorea-Flüchtlinge: "Kinder erzählen, wie Blut riecht"

Malte E. KollenbergHunger, Folter und Gewalt gehörten einst zum Alltag der Schüler - jetzt besuchen sie in Südkorea eine Schule nur für nordkoreanische Flüchtlinge. Sie lernen Rechnen, Englisch - und mit dem Erlebten umzugehen. Anders könnten sie kaum bestehen in einem Land, das so sehr auf Leistung setzt.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...822368,00.html
  1. #40

    ...

    Zitat von Suryo Beitrag anzeigen
    Was hat das damit zu tun?
    Ganz einfach, ich kenn Ihr Kriterium fuer "funktioniert" nicht.

    Zitat von Suryo Beitrag anzeigen
    Der Kommunismus, Sozialismus etc wurde seit der Oktoberrevolution in dutzenden Staaten ausprobiert, und NIEMALS hat er die Menschen glücklicher, wohlhabender oder gesünder gemacht.
    Dazu gabs aber mittlerweile einige Umfragen, auch in Neufuenfland, oder?

    Ich selbst arbeite jetzt zwar mittlerweile im Westen und krieg auch deutlich mehr als das Mediangehalt, kann aber nicht sagen, dass ich mich merklich gluecklicher, wohlhabender oder gesuender fuehle. Ich wurstel mich halt so durch, muss mehr auf die hohe Kante legen, laenger auf einen Arzttermin warten und hab zusaetzlich ein schlechtes Gewissen, wenn ich sehe, dass ich, global gesehen, Ressourcen verbrauche, mit denen woanders 20 Leute auskommen wuerden.

    Zitat von Suryo Beitrag anzeigen
    IMMER dagegen führte er zu Mord, Folter und Leid.
    Nun ja, das hat der Kapitalismus halt ins Ausland exportiert. Oder kaufen sie ihr Benzin an der FairTrade-Tankstelle, die nur Benzin verkauft, das von gluecklichen Nigerianern mit deutschen Tarifvertraegen gefoerdert wurde?
  2. #41

    ...

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Ich beantworte die Frage auch gerne: Es funktioniert sogar sehr gut! Es gibt keinen Hunger, jeder hat ein Dach übern Kopf und mit Hartz IV hat man es im kapitalistischen Deutschland vergleichsweise bequem.
    Das hatten die Kapitalisten schon immer. Nur waren die ausgebeuteten Weber frueher halt im naechsten Stadtviertel und nicht in Bangladesh.

    Insofern schliesse ich aus Ihrem Posting, dass "funktioniert" bedeutet "Wenn man sich bei der Geburt das richtige Land raussucht, geht es einem vergleichsweise gut.".
  3. #42

    Chile und Allende 1970-1973

    Zitat von Suryo Beitrag anzeigen
    Was hat das damit zu tun?
    Der Kommunismus, Sozialismus etc wurde seit der Oktoberrevolution in dutzenden Staaten ausprobiert, und NIEMALS hat er die Menschen glücklicher, wohlhabender oder gesünder gemacht. IMMER dagegen führte er zu Mord, Folter und Leid.
    Also, wie oft soll das Experiment noch wiederholt werden?
    In Chile wurde der Aufbau des Sozialismus unblutig und mit demokratischen Mitteln von 1970 bis 1973 versucht. Dagegen erfolgte die Rückkehr zum Kapitalismus durch einen blutigen Putsch des faschistischen Generals Pinochet. Dieser Putsch wurde von den USA finanziert.
    In Ungarn ist zu beobachten, daß der Weg des neoliberalen Kapitalismus in den Faschismus kein Thema von gestern ist.
    In Lateinamerika gibt es z.Zt. wieder Versuche, den Sozialismus auf demokratischen Wege auzubauen, so z.B. in Venezuela und Bolivien. Das "Ende der Geschichte" gibt es nicht und die Fehler der Vergangenheit muß man nicht wiederholen. die Geschichte wird keinen 2. Stalin hervorbringen, wohl aber einen 2. Allende.
  4. #43

    Marktwirtschaft ohne Kapitalisten!

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Ich beantworte die Frage auch gerne: Es funktioniert sogar sehr gut! Es gibt keinen Hunger, jeder hat ein Dach übern Kopf und mit Hartz IV hat man es im kapitalistischen Deutschland vergleichsweise bequem.

    Ich bin Anhänger der Marktwirtschaft, weil Marktwirtschaft auf Aufklärung und Freiheit beruht. Aufklärung deshalb, weil davon ausgegangen wird, dass der Mensch aufgrund von Unwissenheit und Fehleinschätzungen Fehler macht. Deswegen gibt es ja auch in der Marktwirtschaft Fehler und die wurden noch nie negiert. Es ist aber nicht die Marktwirtschaft, die Fehler macht, sondern es sind die Akteure.

    Im Sozialismus vertraut man eher der Zentralbürorkatie. Es wird negiert, dass Menschen Fehler machen und man geht davon aus, man könne die nächsten fünf Jahre en détail wirtschaftlich durchplanen. Die Bürokratie maßt sich sogar an, den Bedarf der Bevölkerung zu kennen. Das ist antiaufklärerisch.

    Wenn ein Unternehmer im Kapitalismus Fehler macht, beispielweise wie Anton Schlecker, denn tragen die Folge vielleicht 20000 Leute: Schleckerfrauen, Gläubiger, Vermieter, Kunden etc. Der Untergang von Schlecker hat auch kaum Einfluss auf die Gesamtwirtchaft. Wenn die Staatsbürokratie einen Fehler macht, dann ist jedesmal das politische System involviert , welches zunehmend instabiler wird, unabhängig davon, ob dieses System erhaltenswert ist oder nicht. Allein Terror und Überwachung kann dann ein solches System erhalten.

    Der Hauptunterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus ist, dass der Kapitalismus die Menschen in ihren indvidiuellen Stärken und Schwächen so annimmt, wie sie sind, während der Kommunismus einen neuen Menschen schaffen will, ohne indviduelle Stärken und Schwächen.
    Man kann den Kapitalismus abschaffen, ohne die marktwirtschaft abzuschaffen. Der personifizierte kapitalist ist (mit Ausnahme des Kleinbetriebes) durch die Erfindung von Aktiengesellschaft, GmbH und Genosschenschaft für das funktionieren der Marktwirtschaft überflüssig. Wenn die Aktien gleichmäßig in der Belegschaft oder sogar im ganzen Volk verteilt sind, funtioniert die AG genauso, als ob einer oder wenige alle Aktien haben. Was würde dagene sprechen, daß ein Unternehmen in die Händer der Belegschaft fällt. Jeder Mitarbeiter erhält neben dem Lohn Aktien, geht er in Rente, gibt er die Aktien zurück (über eine Rentenversicherung) und erhält dafür Rente und ggf. Pflegekosten. Sozusagen eine noch etwas marktwirtschaftlichere Spielart des Tito-Sozialismus.
    Und die Klasse der korrupten Berufspolitiker muß durch direkte Demokratie entmachtet werden!
  5. #44

    ...

    Zitat von Manitou-01@gmx.de Beitrag anzeigen
    Man kann den Kapitalismus abschaffen, ohne die marktwirtschaft abzuschaffen. Der personifizierte kapitalist ist (mit Ausnahme des Kleinbetriebes) durch die Erfindung von Aktiengesellschaft, GmbH und Genosschenschaft für das funktionieren der Marktwirtschaft überflüssig. Wenn die Aktien gleichmäßig in der Belegschaft oder sogar im ganzen Volk verteilt sind, funtioniert die AG genauso, als ob einer oder wenige alle Aktien haben.
    Hab mal irgendwo gehoert, dass das ungefaehr auch Marx' Idee von "Vergesellschaftung des Kapitals" im Spätimperialismus war. Bevor das Ganze unter Lenin dann militant wurde.
    Hat vor allem den Charme, dass man das graduell und ohne Druck machen kann. Und man sieht hoffentlich rechtszeitig, ab wann es damit Stress gibt.

    Zitat von Manitou-01@gmx.de Beitrag anzeigen
    Was würde dagene sprechen, daß ein Unternehmen in die Händer der Belegschaft fällt. Jeder Mitarbeiter erhält neben dem Lohn Aktien, geht er in Rente, gibt er die Aktien zurück (über eine Rentenversicherung) und erhält dafür Rente und ggf. Pflegekosten.
    1) Das Klumpenrisiko. Wenn mein Laden pleitegeht, hab ich weder Gehalt noch Vermoegen, noch Rente. Siehe Enron.
    2) Wenn ich bei BMW bin, hab ich keine Lust, die Kollegen von VW als Feinde zu betrachten.








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