Malte E. KollenbergHunger, Folter und Gewalt gehörten einst zum Alltag der Schüler - jetzt besuchen sie in Südkorea eine Schule nur für nordkoreanische Flüchtlinge. Sie lernen Rechnen, Englisch - und mit dem Erlebten umzugehen. Anders könnten sie kaum bestehen in einem Land, das so sehr auf Leistung setzt.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...822368,00.html
Die Idee des Kommunismus führt zwangsweise zu Diktatur und Unterdrückung, wenn sie auf die menschliche Natur trifft.
Ja, ja ich weiß, die menschliche Natur wird von Verfechtern dieser Idee gern negiert und Verhalten grundsätzlich auf die gesellschaftliche Sozialisation geschoben. So kann man unbequeme Fragen natürlich auch umschiffen.
Falsch. Mord und Mord sind nicht immer das gleiche. Die Khmer haben gemordet ohne großes Tamtam. Der Mord alleine nimmt ja noch nicht die Menschenwürde. In Nordkorea ist das anders. Dort gibt es Sippenhaft und in den Lagern wird den Häftlingen systematisch die Würde genommen. In Nordkorea wurde der Terror perfektioniert.
Ich frage mich auch, warum Sie "Abweichler" nicht auch noch in Anführungszeichen gesetzt haben. Schon der leiseste Zweifel an der Loyalität zur Führung führt in Nordkorea zur Internierung der gesamten Familie. Die Anzahl der Lagerinsassen ist auch nicht besonders gering. Die nordkoreanische Gesellschaft ist geprägt von Misstrauen und man muss jederzeit mit Denunziation rechnen.
Nordkorea ist als sozialistisches Experiment gestartet und nicht deutlich vom Kurs abgewichen und damit ist es weiterhin sozialistiscs, weil ja die Kernforderung der Sozialisten erfüllt ist: Kein Privateigentum an Produktionsmitteln.
China ist auch als sozialistisches Experiment gestartet und China geht es seitdem besser, seit es Marktwirtschaft zugelassen hat.
Diktatur auch nicht nach Definition links oder rechts (geschweige denn linksextrem bzw. rechtsextrem). Diktatur ist Diktatur und kennzeichnet die Machtverteilung. Diktatur alleine ist völlig ideologiefrei. Sozialismus ist aber eine Ideologie.
Es betrübt mich, hier solche Beiträge zu lesen. Lernt man denn in der Schule nichts richtiges mehr oder bastelt man sich eine eigene Ideologie zurecht?
Ich beantworte die Frage auch gerne: Es funktioniert sogar sehr gut! Es gibt keinen Hunger, jeder hat ein Dach übern Kopf und mit Hartz IV hat man es im kapitalistischen Deutschland vergleichsweise bequem.
Ich bin Anhänger der Marktwirtschaft, weil Marktwirtschaft auf Aufklärung und Freiheit beruht. Aufklärung deshalb, weil davon ausgegangen wird, dass der Mensch aufgrund von Unwissenheit und Fehleinschätzungen Fehler macht. Deswegen gibt es ja auch in der Marktwirtschaft Fehler und die wurden noch nie negiert. Es ist aber nicht die Marktwirtschaft, die Fehler macht, sondern es sind die Akteure.
Im Sozialismus vertraut man eher der Zentralbürorkatie. Es wird negiert, dass Menschen Fehler machen und man geht davon aus, man könne die nächsten fünf Jahre en détail wirtschaftlich durchplanen. Die Bürokratie maßt sich sogar an, den Bedarf der Bevölkerung zu kennen. Das ist antiaufklärerisch.
Wenn ein Unternehmer im Kapitalismus Fehler macht, beispielweise wie Anton Schlecker, denn tragen die Folge vielleicht 20000 Leute: Schleckerfrauen, Gläubiger, Vermieter, Kunden etc. Der Untergang von Schlecker hat auch kaum Einfluss auf die Gesamtwirtchaft. Wenn die Staatsbürokratie einen Fehler macht, dann ist jedesmal das politische System involviert , welches zunehmend instabiler wird, unabhängig davon, ob dieses System erhaltenswert ist oder nicht. Allein Terror und Überwachung kann dann ein solches System erhalten.
Der Hauptunterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus ist, dass der Kapitalismus die Menschen in ihren indvidiuellen Stärken und Schwächen so annimmt, wie sie sind, während der Kommunismus einen neuen Menschen schaffen will, ohne indviduelle Stärken und Schwächen.
Ja, das wäre zum Lachen, wenn es nichtso traurig wäre. Fidel Castro ist zum Beispiel in den Augen vieler Linker so ein gütiger Diktator. Da wird dann auch gerne von Parlamentarieren rumgeschleimt. Ich zitiere mal:Embassy of Cuba in Germany - Comandante de la Revolución Compañero Fidel Castro RuzZitat von Linke
Das hat doch was, nicht wahr? Da steht nichts von Verhaftungen, Folter Zensur und Unterdrückung.
Nein, von Links nennt sich das "Diktatur des Proletariats". Was ein Widerspruch in sich ist, denn ein Dikator ist ganz bestimmt kein Proletarierer.
Gilt das auch für Fidel Castro?
"Zwar sei das reale Südkorea nicht ganz so reich und glitzernd wie in Serien und Filmen dargestellt, sagt Ok, aber das Leben sei gut - jetzt wo er lernen dürfe."
Schon interessant was man so alles im nordkoreanischen Fernsehen sehen kann.
Erstaunlich, dass die Machthaber da nicht in der Lage sind, was gegen zu tun.
Wie in der DDR - da sind nicht wenige Leute nach der Wende auch erst aufgewacht als sie die Wirklichkeit kennengelernt haben.