Forum


 

Schule für Nordkorea-Flüchtlinge: "Kinder erzählen, wie Blut riecht"

Malte E. KollenbergHunger, Folter und Gewalt gehörten einst zum Alltag der Schüler - jetzt besuchen sie in Südkorea eine Schule nur für nordkoreanische Flüchtlinge. Sie lernen Rechnen, Englisch - und mit dem Erlebten umzugehen. Anders könnten sie kaum bestehen in einem Land, das so sehr auf Leistung setzt.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...822368,00.html
  1. #30

    Nein

    Zitat von Suryo Beitrag anzeigen
    Stimmt, sollen diese Flüchtlingskinder sich mal nicht so anstellen, was?
    Quark. Aber genauso hätte der Titel heißen können: "Kinder erzählen, wie Minze riecht".

    Der Titel ist reißerisch, unklar und soll Voyeure dazu verleiten, Klicks zu generieren. Das ist billig.

    Der Geruch von Blut ist per se keine Aussage.
  2. #31

    ...

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Dann erklären Sie mal, was an Nordkorea kommunistisch oder sozialistisch ist, außer die Selbstbezeichnung.
    Die Idee des Kommunismus führt zwangsweise zu Diktatur und Unterdrückung, wenn sie auf die menschliche Natur trifft.
    Ja, ja ich weiß, die menschliche Natur wird von Verfechtern dieser Idee gern negiert und Verhalten grundsätzlich auf die gesellschaftliche Sozialisation geschoben. So kann man unbequeme Fragen natürlich auch umschiffen.
  3. #32

    Wieso Steinzeit?

    Zitat von Manni Gerstenschloss Beitrag anzeigen
    das die nordkoreanische Steinzeitdiktatur so unblutig wie möglich beendet wird.
    Wie können wir nur jahrelang untätig zuschauen, wie ein Regime, vergleichbar mit den roten Khmer, sein Volk versklavt und ausrottet?
    Dazu würde ich sogar eine Waffe in die Hand nehmen, um mit den Armeen der demokratischen Welt diese armen Menschen zu befreien.
    Es ist Sozialismus. Und letztendlich ist jeder sozialistische Versuch so geendet.
  4. #33

    Zitat von tafkat Beitrag anzeigen
    zu wissen glaube, stammt von wieder und wieder überführten, aber dennoch (oder deswegen?) hochbezahlten Lügnern.
    Ich halte mich da mithin raus.
    Wer ist denn "hochbezahlt"?

    Ich halte die Berichte für sehr glaubwürdig; die nordkoreanische Propaganda macht ja auch kaum einen Hehl daraus, dass es beipsielsweise Rassegesetze in Nordkorea gibt.
  5. #34

    Zitat von Wololooo Beitrag anzeigen
    Lernen Sie bitte zu differenzieren. Die Khmer Rouge haben einen Völkermord am eigenen Volk begangen, während NK "lediglich" Abweichler bestraft. China macht übrigens genau das Gleiche.
    Falsch. Mord und Mord sind nicht immer das gleiche. Die Khmer haben gemordet ohne großes Tamtam. Der Mord alleine nimmt ja noch nicht die Menschenwürde. In Nordkorea ist das anders. Dort gibt es Sippenhaft und in den Lagern wird den Häftlingen systematisch die Würde genommen. In Nordkorea wurde der Terror perfektioniert.

    Ich frage mich auch, warum Sie "Abweichler" nicht auch noch in Anführungszeichen gesetzt haben. Schon der leiseste Zweifel an der Loyalität zur Führung führt in Nordkorea zur Internierung der gesamten Familie. Die Anzahl der Lagerinsassen ist auch nicht besonders gering. Die nordkoreanische Gesellschaft ist geprägt von Misstrauen und man muss jederzeit mit Denunziation rechnen.
  6. #35

    Sie betreiben Geschichtsklitterung.

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Die Aufklärung wäre hier zu betreiben, denn natürlich ist in Nordkorea rein gar nichts links, wie auch? Eine Diktatur ist der Definition nach immer rechts, außer es wäre die Diktatur des Volkes - was man wiederrum aber Demokratie nennt (die ja durchaus ebenso blutige Entscheidungen treffen kann, das sollte man nie vergessen)

    Nordkorea ist eine klare Diktatur, damit rechts, die letztlich einem Endzeitkapitalismus entspricht, nämnlich alles ist im Privatbesitz einer Familie. Nur weil diese eine Familie damit gleichzeitigig auch an der Spitze des Staates steht, bleibt das alles ja trotzdem deren Besitz.

    Keine Ahnung, warum das so gerne übersehen wird, wobei ich es mir eigentlich denken kann...
    Nordkorea ist als sozialistisches Experiment gestartet und nicht deutlich vom Kurs abgewichen und damit ist es weiterhin sozialistiscs, weil ja die Kernforderung der Sozialisten erfüllt ist: Kein Privateigentum an Produktionsmitteln.

    China ist auch als sozialistisches Experiment gestartet und China geht es seitdem besser, seit es Marktwirtschaft zugelassen hat.

    Diktatur auch nicht nach Definition links oder rechts (geschweige denn linksextrem bzw. rechtsextrem). Diktatur ist Diktatur und kennzeichnet die Machtverteilung. Diktatur alleine ist völlig ideologiefrei. Sozialismus ist aber eine Ideologie.

    Es betrübt mich, hier solche Beiträge zu lesen. Lernt man denn in der Schule nichts richtiges mehr oder bastelt man sich eine eigene Ideologie zurecht?
  7. #36

    Zitat von vhe Beitrag anzeigen
    Nebenfrage: Finden Sie, dass der Kapitalismus "funktioniert"?
    Ich beantworte die Frage auch gerne: Es funktioniert sogar sehr gut! Es gibt keinen Hunger, jeder hat ein Dach übern Kopf und mit Hartz IV hat man es im kapitalistischen Deutschland vergleichsweise bequem.

    Ich bin Anhänger der Marktwirtschaft, weil Marktwirtschaft auf Aufklärung und Freiheit beruht. Aufklärung deshalb, weil davon ausgegangen wird, dass der Mensch aufgrund von Unwissenheit und Fehleinschätzungen Fehler macht. Deswegen gibt es ja auch in der Marktwirtschaft Fehler und die wurden noch nie negiert. Es ist aber nicht die Marktwirtschaft, die Fehler macht, sondern es sind die Akteure.

    Im Sozialismus vertraut man eher der Zentralbürorkatie. Es wird negiert, dass Menschen Fehler machen und man geht davon aus, man könne die nächsten fünf Jahre en détail wirtschaftlich durchplanen. Die Bürokratie maßt sich sogar an, den Bedarf der Bevölkerung zu kennen. Das ist antiaufklärerisch.

    Wenn ein Unternehmer im Kapitalismus Fehler macht, beispielweise wie Anton Schlecker, denn tragen die Folge vielleicht 20000 Leute: Schleckerfrauen, Gläubiger, Vermieter, Kunden etc. Der Untergang von Schlecker hat auch kaum Einfluss auf die Gesamtwirtchaft. Wenn die Staatsbürokratie einen Fehler macht, dann ist jedesmal das politische System involviert , welches zunehmend instabiler wird, unabhängig davon, ob dieses System erhaltenswert ist oder nicht. Allein Terror und Überwachung kann dann ein solches System erhalten.

    Der Hauptunterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus ist, dass der Kapitalismus die Menschen in ihren indvidiuellen Stärken und Schwächen so annimmt, wie sie sind, während der Kommunismus einen neuen Menschen schaffen will, ohne indviduelle Stärken und Schwächen.
  8. #37

    .

    Zitat von misspresident Beitrag anzeigen
    Ich finde, das auch Deutschland, Frankreich und England (die führenden Mächte Europas) mehr dazu beitragen kann, indem sie Nordkoreanische Flüchtlinge die es nach Südkorea geschafft haben, in die EU aufnehmen. Auch die USA sollte sich da mehr angagieren. Auch könnte die EU und die USA Nordkorea "drohen" und mehr Menschenrechte fordern. Ich meine, gegen Iran haben sie es auch geschafft
    Was genau hat man gegen den Iran auch geschafft?
  9. #38

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    *lach*
    Der unerschütterliceh Glaube an den gütigen Diktator? Wovon reden wir hier im Land denn ständig? Dass wir die Eliten schonen müssen, weil dies gut für das Land sind.
    Ja, das wäre zum Lachen, wenn es nichtso traurig wäre. Fidel Castro ist zum Beispiel in den Augen vieler Linker so ein gütiger Diktator. Da wird dann auch gerne von Parlamentarieren rumgeschleimt. Ich zitiere mal:
    Zitat von Linke
    Lieber Genosse Fidel Castro, anlässlich Deines Geburtstages wüschen wir Dir beste Gesundheit, Schaffenskraft und schöpferische Energie für Deine weitere Arbeit. Zugleich versichern wir Dir unsere unverbrüchliche Freundschaft und Solidarität mit dem kubanischen Volk
    Embassy of Cuba in Germany - Comandante de la Revolución Compañero Fidel Castro Ruz
    Das hat doch was, nicht wahr? Da steht nichts von Verhaftungen, Folter Zensur und Unterdrückung.

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Also der unterschütterliche Glaube an die gütige Elite. DAS ist doch gerade absolut RECHTS. Eine Elite hat das Volk zu führen, von oben herab. Das ist typisch rechte Ideologie. Linke Ideologie ist genau umgekehrt.
    Nein, von Links nennt sich das "Diktatur des Proletariats". Was ein Widerspruch in sich ist, denn ein Dikator ist ganz bestimmt kein Proletarierer.

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Wenn sich da jemand links nennt, der einen Führerkult betreibt, hat der schlichtweg einen Vollschuss oder belügt halt die Leute zu seinem eigenen Nutzen.
    Gilt das auch für Fidel Castro?
  10. #39

    "Zwar sei das reale Südkorea nicht ganz so reich und glitzernd wie in Serien und Filmen dargestellt, sagt Ok, aber das Leben sei gut - jetzt wo er lernen dürfe."

    Schon interessant was man so alles im nordkoreanischen Fernsehen sehen kann.
    Erstaunlich, dass die Machthaber da nicht in der Lage sind, was gegen zu tun.
    Wie in der DDR - da sind nicht wenige Leute nach der Wende auch erst aufgewacht als sie die Wirklichkeit kennengelernt haben.


TOP



TOP