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Schule für Nordkorea-Flüchtlinge: "Kinder erzählen, wie Blut riecht"

Malte E. KollenbergHunger, Folter und Gewalt gehörten einst zum Alltag der Schüler - jetzt besuchen sie in Südkorea eine Schule nur für nordkoreanische Flüchtlinge. Sie lernen Rechnen, Englisch - und mit dem Erlebten umzugehen. Anders könnten sie kaum bestehen in einem Land, das so sehr auf Leistung setzt.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...822368,00.html
  1. #10

    Zitat von cyclist01 Beitrag anzeigen
    M.M. ist es eher eine (wichtige) Aufgabe der Linken, hier zuallererst und an vorderster Front zu wirken, zu diskutieren, aufzuklären und sich (auch für die Betroffenen) einzusetzen, da ja deren Idee durch dieses Regime diskreditiert wird[…]
    So schnell und schon kommt diese klassische Geschichtsklitterung. Netter Versuch.
    Nein, die Idee des Kommunismus wird durch dieses Regime nicht diskreditiert. Sondern vorgeführt. Denn so und nicht anders funktioniert diese "Idee" in der Praxis. Genauso wie die Idee des anderen, nationalen, Sozialismus. Letztere hatte, zum Glück, nicht Zeit genug, um diesen Grad der Indoktrination zu erreichen - dennoch Zeit genug, um Millionen Menschen zu töten…

    Wann gibt endlich der letzte ewig Gestrige zu, dass die Idee des Kommunismus genauso gescheitert, verbrecherisch und nicht ohne unfassbare Gewalt umsetzbar ist wie die Ideen des Faschismus / Nationalsozialismus?

    Der 20. Jahrhundert ist vorbei, Leute. Kommunismus und Faschismus was für Dinosaurier.
  2. #11

    Zitat von Wololooo Beitrag anzeigen
    Lernen Sie bitte zu differenzieren. Die Khmer Rouge haben einen Völkermord am eigenen Volk begangen, während NK "lediglich" Abweichler bestraft. China macht übrigens genau das Gleiche.
    So. Und was machten Stalin und Hitler? Deren Handlanger "bestraften" doch auch nur "Abweichler". Ob nun "rassen-" oder "klassenbedingt", und in eigenen Reihen machten beide bekanntlich auch gern die eine oder andere "Säuberung".

    Und wie viele Tote bedarf es, um vom Massenmord zu sprechen? "Die Geschichte rundet die Skelette ab / Ein Tausend und eins sind immer noch eintausend" (Wislawa Szymborska).
  3. #12

    Zitat von cyclist01 Beitrag anzeigen
    M.M. ist es eher eine (wichtige) Aufgabe der Linken, hier zuallererst und an vorderster Front zu wirken, zu diskutieren, aufzuklären und sich (auch für die Betroffenen) einzusetzen, da ja deren Idee durch dieses Regime diskreditiert wird, sowie um allen hämischen Rechthubern rechts von der Mitte die Argumente aus der Hand zu nehmen.
    Die Linke sollte sich lieber mal fragen, woher der unerschütterliche Glaube an den "gütigen Diktator" kommt.

    Mit welchen politischen Richtungen sie diesen Glauben teilen, wie sich die Modelle mit einer angeblich wohlmeinenden Diktatur so entwickelt haben und dass ihre Eltern und Großeltern auch an einen gütigen Diktator geglaubt haben.
  4. #13

    Zitat von cyclist01 Beitrag anzeigen
    AUch wenn es an Beweisen für die erwähnten organisierten Hinrichtungen (und noch dazu vor den Augen von Kindern) aus dem Land selbst fehlt, ist diesem Regime zuzutrauen (wie eigentlich alles, Positives wie Negatives, da ja nichts Verlässliches nach aussen dringt).
    Wie einer der Foristen schrieb, mit der Waffe dagegen zu kämpfen, ist natürlich genau so wenig moralisch vertretbar.
    M.M. ist es eher eine (wichtige) Aufgabe der Linken, hier zuallererst und an vorderster Front zu wirken, zu diskutieren, aufzuklären und sich (auch für die Betroffenen) einzusetzen, da ja deren Idee durch dieses Regime diskreditiert wird, sowie um allen hämischen Rechthubern rechts von der Mitte die Argumente aus der Hand zu nehmen.
    Die Aufklärung wäre hier zu betreiben, denn natürlich ist in Nordkorea rein gar nichts links, wie auch? Eine Diktatur ist der Definition nach immer rechts, außer es wäre die Diktatur des Volkes - was man wiederrum aber Demokratie nennt (die ja durchaus ebenso blutige Entscheidungen treffen kann, das sollte man nie vergessen)

    Nordkorea ist eine klare Diktatur, damit rechts, die letztlich einem Endzeitkapitalismus entspricht, nämnlich alles ist im Privatbesitz einer Familie. Nur weil diese eine Familie damit gleichzeitigig auch an der Spitze des Staates steht, bleibt das alles ja trotzdem deren Besitz.

    Keine Ahnung, warum das so gerne übersehen wird, wobei ich es mir eigentlich denken kann...
  5. #14

    Zitat von chrome_koran Beitrag anzeigen
    So schnell und schon kommt diese klassische Geschichtsklitterung. Netter Versuch.
    Nein, die Idee des Kommunismus wird durch dieses Regime nicht diskreditiert. Sondern vorgeführt. Denn so und nicht anders funktioniert diese "Idee" in der Praxis. Genauso wie die Idee des anderen, nationalen, Sozialismus. Letztere hatte, zum Glück, nicht Zeit genug, um diesen Grad der Indoktrination zu erreichen - dennoch Zeit genug, um Millionen Menschen zu töten…

    Wann gibt endlich der letzte ewig Gestrige zu, dass die Idee des Kommunismus genauso gescheitert, verbrecherisch und nicht ohne unfassbare Gewalt umsetzbar ist wie die Ideen des Faschismus / Nationalsozialismus?

    Der 20. Jahrhundert ist vorbei, Leute. Kommunismus und Faschismus was für Dinosaurier.
    Dann erklären Sie mal, was an Nordkorea kommunistisch oder sozialistisch ist, außer die Selbstbezeichnung.

    Kann mich auch Übermensch, Alleswisse oder Gott nennen, stimmt deswegen noch lange nicht. Ich müsste es schon beweisen und genauso sieht es beim Kommunismus und Sozialismus aus.

    Kommunismus handelt von der klassenlosen Gesellschaft. Ist der Führer NK denn gleichwertig mit all den anderen Menschen? Seine Familie? Seine Getreuen? Wenn nicht, ist es ja ein Klassensystem, denn natürlich heißt Klassenlosigkeit nicht, dass alle Sklaven gleich wenig Rechte haben, sondern dass es gar keine Sklaven und Sklavenhalter gibt.

    Oder wie sieht es mit dem Gemeineigentum aus. Hat der nordkoreanische Volk ein Mitbestimmungsrecht, was mit den Produktionsmitteln des Landes getan wird? Wenn ja, wäre das in der Tat sozialistisch oder kommunistisch, wenn nicht...tja.

    So wie es aussieht, sind all die Staaten, die sich so gerne sozialistisch oder kommunistisch nennen, doch weit mehr kapitalistisch, als die meisten anderen, denn letztlich ist alles im Privatbesitz einer Führung, ob nun einer Diktatorenfamilie oder einer Partei.
  6. #15

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Die Linke sollte sich lieber mal fragen, woher der unerschütterliche Glaube an den "gütigen Diktator" kommt.

    Mit welchen politischen Richtungen sie diesen Glauben teilen, wie sich die Modelle mit einer angeblich wohlmeinenden Diktatur so entwickelt haben und dass ihre Eltern und Großeltern auch an einen gütigen Diktator geglaubt haben.
    *lach*

    Der unerschütterliceh Glaube an den gütigen Diktator? Wovon reden wir hier im Land denn ständig? Dass wir die Eliten schonen müssen, weil dies gut für das Land sind.
    Also der unterschütterliche Glaube an die gütige Elite. DAS ist doch gerade absolut RECHTS. Eine Elite hat das Volk zu führen, von oben herab. Das ist typisch rechte Ideologie. Linke Ideologie ist genau umgekehrt.
    Wenn sich da jemand links nennt, der einen Führerkult betreibt, hat der schlichtweg einen Vollschuss oder belügt halt die Leute zu seinem eigenen Nutzen.
  7. #16

    Ach, wie bequem!

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Die Aufklärung wäre hier zu betreiben, denn natürlich ist in Nordkorea rein gar nichts links, wie auch? Eine Diktatur ist der Definition nach immer rechts....

    Aha, wie praktisch für alle, die sich links nennen. "Ich bin Linker, ich KANN per definitionem kein schlechter mensch sein". Interessant auch, daß Stalin, Mao et al. nun also alle Rechtsextreme waren. Wie elegant!

    Nuzn müssen Sie uns nur noch darüber aufklären, wie viele Versuche die Kommunisten dieser Welt denn noch haben, bis Leute wie Sie endlich anerkennen, daß das alles nicht klappt.

    Das meine ich sogar wirklich ernst: was müsste passieren, bis auch der letzte Sozialist oder Kommunist anerkennt, daß der Sozialismus in der Wirklichkeit nicht funktioniert?
  8. #17

    Zitat von Manni Gerstenschloss Beitrag anzeigen
    das die nordkoreanische Steinzeitdiktatur so unblutig wie möglich beendet wird.
    Wie können wir nur jahrelang untätig zuschauen, wie ein Regime, vergleichbar mit den roten Khmer, sein Volk versklavt und ausrottet?
    Dazu würde ich sogar eine Waffe in die Hand nehmen, um mit den Armeen der demokratischen Welt diese armen Menschen zu befreien.
    Oha .. und kein Gefluche über Amerika & Co. ?!
    Erinnern wir uns, im Irak und Afghanistan haben die Leute auch nicht täglich getanzt vor Freude unter Ihrem Regime, allerdings vergass man dieses ganz schnell in der Diskussion ums Öl und die "wahren" Beweggründe. Verhält es sich hier anders ?
  9. #18

    Sieht fuer mich

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Nordkorea ist eine klare Diktatur, damit rechts, die letztlich einem Endzeitkapitalismus entspricht, nämnlich alles ist im Privatbesitz einer Familie.
    eher nach Theokratie aus.
    Unfehlbare Familie, bei dessen Geburt Sterne vom Himmel gefallen sind und bei dessen Tod Kraniche geweint haben, und die dann einbalsamiert und "ewige" Praesidenten und sonstwas werden.

    Hatten wir schon im alten Aegypten.

    Dass es in Nk keinen Sonnenkult sondern einen Marx-Kult gibt, ist fuer mich da eher ein irrelevantes Detail.
  10. #19

    ...

    Zitat von Suryo Beitrag anzeigen
    Das meine ich sogar wirklich ernst: was müsste passieren, bis auch der letzte Sozialist oder Kommunist anerkennt, daß der Sozialismus in der Wirklichkeit nicht funktioniert?
    Nebenfrage: Finden Sie, dass der Kapitalismus "funktioniert"?


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