Felix ScheidlSie sind ohne ihre Familie vor Krieg und Verfolgung geflohen - und lernen nun für einen Schulabschluss. In München kümmert sich eine besondere Schule um junge Flüchtlinge. In zwei Jahren schafft es hier mancher vom ersten deutschen Wort bis zum ersten Schulerfolg im Leben.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...838349,00.html
Was ist "Wirtschaftsflüchtling" anderes als ein hohles Wort, das zur Stimmungsmache erfunden wurde und bis heute wirksam ist.
Streng genommen sind das dann ja nun die Griechen und Spanier, die vor der zusammenbrechendne WIRTSCHAFT u.a. nach Deutschland FLÜCHTEN.
Kriegsflüchtlinge in Anführungszeichen zu setzen, kann auch nur jemandem passieren, der das Wortkonstrukt "Wirtschaftsflüchtling" so artig geschluckt hat.
Wie soll man immer und fehlerfrei Wirtschafts- von Kriegsflüchtlingen ( um nur diese beiden, von ihnen zitierten Differenzierungen zu nennen) unterscheiden können?
Beispiel:
Aus einem anderen Teil eines Landes oder aus dem Nachbarland fliehen zigtausend Menschen wegen eines Krieges und siedeln sich dauerhaft an, in Flüchtlingslagern und in den Dörfern und Städten. Für manche Menschen in den aufnehmenden Gebieten wird die wirtschaftliche Lage dadurch so schwierig, dass einige von ihnen den Weg nach Europa suchen und teilweise auch dort ankommen. Sind das Wirtschafts- oder Kriegsflüchtlinge?
Und ist diese Unterscheidung immer wichtig?
Beispiel:
Europäische und andere große Fischfangflotten fischen gerne und viel auch vor Südamerika und Afrika. Westafrikanischen Fischern wird dadurch die Lebensgrundlage entzogen. Aus diesen Gegenden ziehen Menschen, da sie in ihrer Heimat keine Hoffnung auf ein Auskommen haben, nach Europa. Wieso ist das illegitim, wenn wir konkret diesen Menschen mit unseren Handlungen die Lebensgrundlage nehmen?
Noch eines:
Unsere Bündnispartner und in letzter Zeit auch wir führen immer wieder Kriege in allen möglichen Weltgegenden und destabilisieren diese oft dadurch. Diese Destabilisation verursacht kurz-, mittel- und manchmal auch langfristig Flüchtlinge, von denen es manche in die reichen Weltregionen schaffen. Sind das Kriegs- oder Wirtschaftsflüchtlinge?
Grüße
m
... von Victor Chukwuma könnte mindestens die Hälfe aller Nigerianer nach Deutschland kommen: "Für eine Schule hatten wir kaum Geld und es war unmöglich, einen Job zu bekommen", sagt er. Zur Armut kam die Angst: Victor ist gläubiger Christ und in seiner Heimat werden Christen in einigen Landesteilen brutal verfolgt – Ende des Zitats aus dem Bericht.
Wenn Christen in Teilen von Nigeria verfolgt werden, hätte er sich eben in einem Landesteil niederlassen müssen, der mehrheitlich von Christen bewohnt ist. Wie konnte er überhaupt nach Deutschland kommen?
Das mit Abstand größte Problem in Nigeria ist das rapide Bevölkerungswachstum. 1971, also vor gut 40 Jahren, lebten 56,5 Millionen Menschen dort, heute mindestens 140 Millionen und in 40 Jahren werden es wohl bald 300 Millionen Menschen sein. Nennenswerte Maßnahmen zur Familienplanung gibt es nicht. Wie viele Menschen soll unser Land aufnehmen? Wir brauchen eine konsequente Abschiebepolitik, damit offenkundige Wirtschaftsflüchtlinge schnellstmöglich in ihre Heimat zurückgeschickt werden können.
PS. Wie viele Millionen Euro Entwicklungshilfe zahlt unser Land eigentlich jedes Jahr an Nigeria? Die Zahlung von Hilfsgeldern sollte grundsätzlich mit der Verpflichtung zur Rücknahme von Wirtschaftflüchtlingen verknüpft werden!
Die Zahlung von Hilsgeldern ist bereits an Bedingungen geknüpft. Sie wird nur dann gewährt, wenn für jeden Euro mindestens 2,5 Euro zurückkommen (Zinsen, Knebelverträge, Fischereirechte über 400 Jahre,...)
Menschen so offen als Verhandlungsmasse zu betrachten, ist in der Flüchtlingsfrage selbst unseren Politikern zu viel. (Es "rechnet2 sich auch nicht so gut)
Nigeria ist nicht im Krieg.
Im übrigen ist es ein Land mit einer Bevölkerung von über 100 Millionen Menschen und eines der wirtschaftlich etwas wohlhabenderen Länder Afrikas.
Mir scheint, der Engpass liegt im Flugpreis, aber vielleicht gibt es ja eine Hilfsorganisation, die sich erbarmt und Flüchtlingen diesen noch erstattet, mittels deutscher Spendengelder selbstverständlich.
Mich erschüttert die Fremdenfeindlichkeit (um nicht zu sagen: Rassismus) einiger Beiträge hier. Es geht bei diesen Ausländern nicht um Scheinflüchtlinge, die skrupellos unser Sozialsystem ausnutzen wollen, sondern um traumatisierte Kinder, denen eine Chance gegeben wird, die notwendigen Fähigkeiten für ein menschenwürdiges Leben zu erlernen. Und dadurch eben nicht den Steuerzahlern auf der Tasche zu liegen.
Willkommen bei der Tea Party, thiotrix!
Das Projekt ist eine gute Sache. Man kann sich nicht mehr wünschen als dass diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Schulabschluss und einen Beruf ergreifen und in der Gesellschaft ankommen.
Man darf aber nicht vergessen, dass vielleicht nur 2% dieser Flüchtlinge als politisch Verfolgte anerkannt werden und der Rest wieder in die Heimatländer zurückkehrt.
Es ist auf jeden Fall keine verlorene Arbeit, sondern auch dort können sie mit den erworbenen Fähigkeiten einen guten Lebensstandard finden. Logistikunternehmen gibt es auch in Lagos, eine der modernsten Städte Afrikas.