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Schuldentilgung statt Euro-Bonds: So können wir den Euro retten
APDeutschland mauert gegen Euro-Bonds, doch was ist die Alternative? Die Wirtschaftsweisen fordern einen europäischen Pakt zur Schuldentilgung. Tatsächlich könnte ein solches Bündnis die Gemeinschaftswährung retten. Worauf warten wir noch?
http://www.spiegel.de/politik/auslan...835217,00.html
- #180 27.05.2012 16:38 von
Nicht schlecht. ;-)
Das führt uns ein wenig an die Tatsache, dass nicht die Schulden Griechenlands die Ursache für diese Krise sind. Andere Staaten waren/sind schlimmer verschuldet. Weil man diese Tatsache nicht verstehen will, schraubt man an den völlig falschen Stellen und verschlimmert diese Krise. Danke, Frau Merkel, schlau gemacht... - #181 27.05.2012 16:53 von
@sichersurfen
Werter Forist sichersurfen,
wenn die staatlichen Schulden nicht getilgt werden,
dann droht am Ende Deflation & Inflation. Weil immer mehr
Zinsen gezahlt werden müssen und immer weniger
Geld für Investitionen und Konsum übrigbleiben,
das würgt die Kaufkraft der Leute und damit die Realwirtschaft
zwangsläufig ab.
Im Grunde ist das ein Solvenz (Zahlungsfähigkeit) Problem.
Solange der Staat die Zinsen zahlen kann, ist es theoretisch
egal wie hoch die Schuldenhöhe absolut ist.
Irgendwann aber, nach einigen Jahrzehnten kommt zwangsläufig
doch der Schuldenschnitt oder eine Währungsreform.
Weil die Wirtschaft immer schlechter läuft.
Die meisten Pleitestaaten bevorzugen dann ein Schuldenmoratorium,
sie zahlen einfach gar nichts mehr. Dann folgen Bankenpleiten.
In einem Deflationsszenario macht es u.U. Sinn Bargeld zu halten.
Das ist unter diesen deflationären Umständen die beste Investition,
wenn alle Sachwerte billiger werden. Deshalb werden die liquiden
Staatsanleihen mit negativen Zinsen jetzt von einigen Profis
gerne gekauft.
MfG wibo2 - #182 27.05.2012 17:04 von
Bespreche ich am Dienstag mit meinem Kreditsachbearbeiter bei der Sparkasse. Mal sehen, ob wir meine Schulden dann so ausbuchen können. Danke für den Tipp!
Ein Punkt macht mir aber noch Kopfzerbrechen. Schulden sind doch gleich Vermögen. Wenn Schulden nie getilgt werden und damit keine Schulden mehr sind, was ist dann mit dem Vermögen. Ist Vermögen auch kein Vermögen mehr? - #183 27.05.2012 17:26 von
- #184 27.05.2012 18:20 von
nene
........
Das ist Unsinn, in Europa, insbesondere in dessen Zentrum sind stets unterschiedlichste Interessen aufeinandergeprallt, was fortwährend zu kleineren und größeren Kriegen geführt hat. Die EU hat dazu beigetragen, daß dies (vorübergehend?) anders geworden ist und halbwegs an einem Strang gezogen wird. Selbst ein Ereignis wie der Fall des Eisernen Vorhangs wurde bewundernswert gemanagt. Als jemand, der den Kalten Krieg hautnah miterlebt hat, finde ich die Reise- und sonstige Freiheit beispielsweise der Baltischen Staaten oder Polens beglückend.
Und daß mal wieder das schnöde Geld für zerstörende Zwietracht sorgen soll und kann, ist fürwahr bitter. Nicht umsonst feiern in diversen EU-Ländern plötzlich rechte Gestalten eine Rennaicance.
Umso wichtiger, das leidige Euro-Thema vom Tisch zu holen und einfach eine neuerliche Währungsreform durchzuführen, entweder weltweit, oder eben erstmal aufs Euroland beschränkt.
Angesichts der Schuldengebirge ist dieser Schritt dauerhaft sowieso nicht zu vermeiden.
rabenkräheGeändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen..... - #185 27.05.2012 18:47 von
- #186 27.05.2012 20:22 von
jaja
......
Da gäbe es verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise, wieder Parallelwährungen einzuführen, wie einst anläßlich der Euro-Einführung. Durch die Verrechnungskurse erfolgte eine Anpassung an die Wirtschaftsleistung jeden einzelnen Mitgliedslands.
Noch sinnvoller wäre eine weltweite Währungsreform, zumal an unserer Schuldenkrise wenig zu drehen ist, solange Schuldenweltmeister USA per Globalisierung weltweit Krieg gegen andere Währungen und Wirtschaftsunionen führt. Da die USA aber bislang keinerlei Versuch einer Schuldeneindämmung oder gar echten Reform erkennen lassen, müssen andere Regionen notgedrungenen eigene und wegen der Bedeutung der USA halbherzige Schritte ergreifen.
rabenkräheGeändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen..... - #187 28.05.2012 11:10 von
Ein guter Vorschlag
Eins ist klar:
Ein guter Teil der Haushaltdefizite der schwachen Euroländer entsteht dadurch, dass sie für ihre neuen Anleihen, durch die Altanleihen ersetzt werden, albern hohe Zinsen zahlen müssen. Genau das passiert mit dem Tilgungsfonds. Da dessen Bonität sich nach der Bonität des stärkesten Eurolandes, in diesem Fall Deutschland richtet, kann sich der Fonds auf dem Kapitalmarkt zu geringsten Zinsen refinanzieren. Im Grunde ist das die Lösung "Eurobonds" auf Umwegen.
Das hätte man schon längst, vielleicht von Beginn der Krise an, machen sollen. Was die Sache für Merkel und alle Austeritätsbefürworter verdaubar macht, die lieber unsere europäischen Brüder und Schwestern in die Insolvenz treiben als ihnen unsere Bonität zur Verfügung zu stellen, ist die Verpflichtung aller Euroländer über den Tilgungsfonds ihre Staatsschulden zu tilgen. Manchmal reichen die richtigen Stichwörter, hier das Wort "Tilgung", um Menschen, die irrigen Vorstellungen anhängen, auf den rechten Weg zurückzuführen. - #188 28.05.2012 12:18 von
Korrektur zu Kommentar 190
Ich wollte schreiben: "Genau das wir durch den Tilgungsfonds vermieden" statt "Genau das passiert mit dem Tilgungsfonds."
- #189 28.05.2012 12:21 von
Leider nicht so einfach
Die Zinssätze für den Tilgungfond wird sich NICHT nach dem Fall Deutschland richten. Ev. Aussagen von Ratingagenturen eher in Richtung der schwachen Länder. Deutschlands Bonität würde durch diesen Konstrukt "haftungsüberschuldet", die derzeitigen Minizinsen besteht durch Fluchtgelder der Südländer in zukünftige DM, was durch den Tilgungsfond mit zweifelhafer Rückzahlung nicht gegeben ist.
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