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Schuldenkrise: Wie wir Griechen immer deutscher werden

REUTERSFrüher haben Griechen über die deutsche Sparsamkeit gelacht, heute steht Knausern hoch im Kurs. In der Krise werden die Hellenen den Deutschen immer ähnlicher. Aber wer soll eigentlich noch den Konsum ankurbeln, wenn Europa bald nur noch aus germanischen Geizkragen besteht?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827128,00.html
  1. #60

    da wurde wohl an der falschen Stelle gespart

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher haben Griechen über die deutsche Sparsamkeit gelacht, heute steht Knausern hoch im Kurs. In der Krise werden die Hellenen den Deutschen immer ähnlicher. Aber wer soll eigentlich noch den Konsum ankurbeln, wenn Europa bald nur noch aus germanischen Geizkragen besteht?

    Schuldenkrise: Wie wir Griechen immer deutscher werden - SPIEGEL ONLINE
    ach, Ihr Griechen, Ihr sollt doch nicht mit Informationen sparen. Ihr habt es immer noch nicht begriffen. DE ist doch einer der Schuldenmeister - auch heute noch.
    Wenn Ihr also jetzt von griechisch auf deutsch umschaltet, ändern sich bloß Schrift und Sprache. Wir geben doch auch weiterhin viel zu viel aus, so wie Ihr. Aber Ihr lebt dabei besser, da Ihr die große Sause macht, während wir den Kaufpreis für unsere Produkte lieber gar nicht erst haben wollen - wir sind wohl für die Sause nicht geschaffen.

    Am Ende aber werden sich zwei Völker gegenüberstehen, die beide bankrott sind. Danken wir der Geschichte, daß wir weder in der Antike, noch im vorigen Jahrhundert leben - beide Völker haben es ihren Nachbarn wahrlich nicht leicht gemacht, sie zu lieben.
    Wann hört Ihr also endlich auf zu meckern? Wenn wir die Rettungsschirme zuklappen, nicht mehr für Billionen Fremdschulden bürgen, aus dem Euro aussteigen und ihr wirklich sparen müsst?

    Oder wollt ihr erst erleben, daß griechische Touristenrudel das Ruhrgebiet meiden, weil es dort keine Sau mehr aushält? Dort, wo bei der maroden Infrastruktur abgemagerte Spitzeningenieure für Euch die so begehrten Waren produzieren, aber nicht genug für den nächsten Urlaub auf den Kykladen zurücklegen können, weil Ihr den Kaufpreis gleich vertargetet habt?

    Wir sind uns schon heute nur einer Sache sicher: Daß wir dann auf Hilfe aus Europa nicht rechnen können.

    Wir haben unsere Euros nach Athen getragen, aber nicht nur keine Weisheit, sondern gar nichts dafür bekommen.
  2. #61

    Zitat von freigeist56 Beitrag anzeigen
    Sie wolle nicht Preise vergleichen wie wir. Sie wollen nicht Aldis und Co zu Milliardären machen auf Kosten der Kinder in Bangladesh - Sie sind einfach unmoralisch die Griechen...
    Welche Kinder in Bangladesh bitte?
    Mal abgesehen davon: Nur weils teuer ist, heisst es nicht es ist "Made in Europe". Es ist immernoch "made in Bangladesh", nur der Einzelhandelskaufmann macht noch mehr Gewinn.
  3. #62

    @analysatorveritas: Ihre Aussagen sind klar widerlegt worden

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    Werfen Sie bitte einmal einen Blick auf die Entwicklungen der nationalen Leistungsbilanzsalden. RICHTIG! Es entstanden und es entstehen ökonomische Ungleichgewichte!

    Griechenland hat gerade in der Eurozeit seine Auslandsverschuldung massiv ausgebaut, diese wurde von dem Euro überhaupt erst ermöglicht......
    Sie können jetzt rumeiern, wie sie wollen. Die Verschuldung in Griechenland lag VOR der Euroeinführung bereits bei 100 % des BIP. Nach der Euroeinführung sanken in den meisten PIIGS-Staaten sogar die relativen Verschuldungen.
    Erst mit Ausbruch der Finanzkrise 2007 stiegen die Schulden wieder, wie überall im Westen. In Deutschland von 70% auf 81%.
    Ich habe ihnen gezeigt das selbst in Ländern ohne Euro die Verschuldungen rasant stiegen. Die USA fahren seit den 90ern gewaltige Handelsbilanzdefizite.

    Island hatte auch keinen Euro und ging bankrott, dank Finanzspekulationen.
    Sie versuchen hier zwanghaft dem Euro die Schuld für die akuten Probleme in die Schuhe zu schieben.
    Richtig ist lediglich das nach der Euroeinführung eine Fehlbewertung der Märkte stattfand, da sich die Spreads (Zins) plötzlich annährten. Das führte zu ausufernden Leistungsbilanzdefiziten in einigen Ländern. Der Markt hat diesen Fehler aber seit Ausbruch der Krise korrigiert.
  4. #63

    Zitat von WOLF in USA Beitrag anzeigen
    tolle Beobachtung ... nur leider falsch. Erstens finde ich als Deutscher diesen billigen Sarkasmus ziemlich daneben. Zweitens, wenn wir solche Geizkragen waeren, wie behauptet, dann haetten wir den Griechen wohl kaum 50% aller bisherig zur Verfuegung gestellten Mittel beigsteuert. Und drittens, in Deutschland wird sehr ordentlich konsumiert, und mit Sicherheit weit mehr als in Griechenland - nur produzieren wir weit mehr als wir konsumieren. Das den Deutschen permanent auch noch vorzuwerfen ist geradezu laecherlich. Griechenland kann meinetwegen gerne zur Drachme zurueckkehren und Urlaub brauche ich als unwillkommener Gast dort auch nicht zu machen. Alles Gute ...
    Deutschland produziert nicht "Mehr als man Konsumiert" - sondern man hat die Einkommen so massiv gesenkt, das die dt. nichts mehr Konsumieren können, und damit alles in einen "Illusions- Export" gesteckt wird - den letztlich die dt. mit ihrer Arbeit und Geld selber finanzieren!
    Wenn Merkel nach Griechenland "Waffen-Exportiert hat" , dann wurden diese Produktion von den dt. Arbeitnehmern finanziert - sah zwar wunderbar aus - weil man gleich immer das Geld mitlieferte , aber die Leistungsbilanzsalden und Target2 zeigen klar - da wurde nicht verdient, sondern man hat nur einen Scheinkreislauf von Illusionen dort aufgezogen ... nur damit die Illusion von Wachstum erhalten bleibt!
    Das ach so gepriesen BIP hat einen winzigen kleinen - aber gewaltigen Fehler - dort werden einfach die "Schulden" nicht hinzu- btw. abgezogen - es sieht ja wunderbar aus wenn man immer wächst, aber da nützt nur was mit der Hand in der Hose - ansonsten ist und bleibt das eine Illusion die sich bitterlich rächt!

    Rechnet man BIP und Schulden zusammen - dann hat Deutschland sich von Jahr zu Jahr mehr nur in ein sehr teueres Illusionssystem gestürzt, hat seine Banken Geld scheissen lassen ohne Wert - läuft Illusionsvermögen hinterher die nicht existieren - und hat - genau wie der Rest der westlichen Welt jetzt ein gewaltiges Problem am A.... das alle diese Illusions-Wachstums Fantasien sich ihrem Ende zuneigen!

    Man sollte mal diesen "Neid" durch Verstand ersetzen, und genau hinschauen , das man da nicht etwas "verteilt" was man überhaupt nicht bekommen hat - sondern das man sich da immer noch auf Illusionen von "Geld-Wachstum" beruft - also pure Dummheit selber ...
  5. #64

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher haben Griechen über die deutsche Sparsamkeit gelacht, heute steht Knausern hoch im Kurs. In der Krise werden die Hellenen den Deutschen immer ähnlicher. Aber wer soll eigentlich noch den Konsum ankurbeln, wenn Europa bald nur noch aus germanischen Geizkragen besteht?

    Schuldenkrise: Wie wir Griechen immer deutscher werden - SPIEGEL ONLINE
    Eigentlich ist das ganz clever so. Wir müssten eigentlich jetzt alle anfangen exzessiv zu sparen. So wäre Sparsamkeit nichts besonderes mehr und damit quasi "uncool". Außerdem würde sehr schnell klar werden was für eine Fehlkonstruktion die EU in Wahrheit ist und dieses angebotsorientierte Wirtschaftsmodel.
    Der Deutsche Aufschwung war m.E. nur möglich durch die exzessive Verschuldung der anderen bzw. den folgenden Ausverkauf. Je schneller wir das Ende der Fahnenstange erreichen und das System völlig ad absurdum führen desto besser für uns alle.
  6. #65

    Zitat von Kaygeebee Beitrag anzeigen
    ....

    Sparsamkeit ist eine Tugend, behaupte ich zumindest. Allerdings nicht gleichzusetzen mit Austerität, dem aggressiven Verzichten auf alles nicht Notwendige.
    Man kann auch sparsam gut leben, ohne auf Annehmlichkeiten verzichten zu müssen. Autofahren ist problemlos möglich, ebenso der Besuch eines Restaurants oder ein neuer Fernseher. Nur eben in Maßen.
    Sparsamkeit kann für den einzelnen eine nützliche Angelegenheit sein, aber in diesem Wirtschaftsystem ist sie für die Gesamtheit aller einfach nonsens!

    Es wird in diesem System nur das "verkauft" was gekauft wird - und damit heißt das - wenn ALLE nichts nichts mehr kaufen, dann wird auch nichts mehr "verkauft" und ohne Verkaufen gibts dann auch keine Einkommen mehr!

    Wirtschaft beruht auf dem Betrieb eines Kreislaufprozesses, nicht auf seinem Anhalten - und genauso wie ein Fahrrad nur fährt wenn man tritt , funktioniert auch Wirtschaft nur solange wie gekauft und verkauft wird. Hört man damit auf, dann fällt das Fahrrad um, und die Wirtschaft geht baden - Rezession und Deflation stehen dann vor der Tür, und genau das erwartet inzwischen die gesamte Eurozone!

    Das Zauberwort heißt "kurzfristig Ansparen" ist nützlich , aber Sparen als Prinzip - das richtet jede Wirtschaft zugrunde!
  7. #66

    Unsinninger Artikel

    Der Autor bemüht ein paar dumme Stereotypen - mehr nicht.

    Die Deutschen konsumieren sehr wohl, vor allem bei Autos und Urlaub wird nicht gespart.

    Die Griechen sollten endlich erkennen, dass sie keine falsche Wirtschaftspolitik haben - sie haben gar keine.

    Ein System, das darauf basiert, dass der Staat Geld unter die Leute bringt, das er nicht hat und das er sich leihen muss, kann nicht nachhaltig funktionieren. Deshalb hat GR auch keine Wirtschaftskrise, sondern eine politische Krise. Das System ist einfach Schrott.

    Und sicherlich ist es nicht hilfreich, wenn alle in den Tag hinein leben. Etwas Daseinsvorsorge muss schon sein, auch wenn die Sonne reichlich scheint. Das ist eine Frage der Vernunft, nicht der Mentalität.
  8. #67

    Nicht rumeiern, volkswirtschaftlich analysieren!

    Zitat von StefanSchu Beitrag anzeigen
    Sie können jetzt rumeiern, wie sie wollen. Die Verschuldung in Griechenland lag VOR der Euroeinführung bereits bei 100 % des BIP. Nach der Euroeinführung sanken in den meisten PIIGS-Staaten sogar die relativen Verschuldungen.
    Erst mit .....
    Ich versuche nicht zwanghaft, sondern stelle Fakten und Tatsachen den tatsächlichen Gegebenheiten gegenüber.

    Der Markt hat die uneingeschränkte Weiterfinanzierung zu Niedrigstzinsen verweigert, diese haben die EZB, der IWF und die beiden Kombifonds EFSF-ESM übernommen bzw. subventioniert.

    http://www.cesifo-group.de/portal/pl.../1/1209769.PDF
    http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_60_2011.pdf
    Schuldenkrise: Miese Noten für Griechenland - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Europa: Superschirm könnte zum Milliardengrab werden - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Hans-Werner Sinn: "Deutsche Sparer tragen die Risiken" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
  9. #68

    Zitat von db1966 Beitrag anzeigen
    In Griechenland - wie auch in einigen anderen Ländern Europas - steht gutes Essen für Lebensqualität. Dafür gibt man gerne etwas mehr Geld aus - selbst bei einem relativ bescheidenen Einkommen gönnt man sich z.B. gelegentlich ein 'gutes' Stück Fleisch.

    Die deutsche Mentalität ist da eher eine Andere: Essen muss häufig möglichst billig sein (auch wenn es in den letzten Jahren einen gegenläufigen Trend gab). Dafür leistet man sich lieber ein schönes Auto - damit kann man dann auch noch den Nachbarn beeindrucken... Große Unterschiede gibt es auch bei den Einrichtungen in den Wohnungen. In Südeuropa eher einfach und nicht so wichtig, da man nicht so viel Zeit dort verbringt. In Deutschland - auch klimabedingt - verschulden sich viele Leute, um z.B. die Küche 'optimal' einzurichten - ob sie dann selbst darin kochen ist allerdings eine andere Frage.

    Den Deutschen hat man jahrzehntelang erfolgreich eingetrichtert, möglichst viel zu sparen - für 'später'... Darüber freuen sich natürlich diverse Banken und Versicherungen. Das Leben möchte man dann geniessen, wenn man in Rente geht - vorher heisst es vier Jahrzehnte im Hamsterrad und dabei möglichst viel auf 'die hohe Kante legen'.

    Die meisten Griechen arbeiten - im Gegensatz zu den aktuell gängigen Vorurteilen - ebenfalls hart. Trotzdem versucht man dort auch das Leben zu geniessen - getreu nach dem Motto - 'Lebe jeden Tag so, als wäre es dein letzter'.

    Wer am Ende das bessere Leben geführt hat, sei mal dahin gestellt. Aber ein Vergleich - wie hier in diesem Artikel -macht aufgrund der unterschiedlichen Mentalität wenig Sinn.

    Peinlich finde ich im übrigen die Kommentare einiger Foristen hier bei SPON - die Blöd-Zeitung unterstützt durch unsere Politik-Marionetten hat scheinbar gründliche Arbeit geleistet.

    Man kann nur hoffen, das sich die Wogen bald wieder glätten... Dann wird der durchschnittliche Grieche wieder seinen Ouzo / Frappe zusammen mit Freunden in der Sonne geniessen und der durchschnittllche Deutsche spart auf seinen neuen Wagen, während er derweil bei 'wechselhaftem' Wetter alleine vor der Glotze abhängt.
    Jetzt müssen Sie nur noch der Vollständigkeit halber erwähnen dass das gute Essen das in den letzten 40 Jahren auf griechische Tische kam über EU-Subventionen mitfinanziert wurde.

    Mal sehen wie gut das Essen noch ist wenn diese Ausbleiben und der Deutsche auch anfängt das Leben zu genießen.

    BGE und Parteien die dieses fördern (Grüne, Piraten) haben zumindest in Umfragen gute 25% Zustimmung.

    Eventuell ist bald nichts mehr für EU-Subventionen übrig.
  10. #69

    Wer konsumieren will

    Muss es sich leisten koennen. denke das ist wohl die Erkenntnis dass vielen Griechen Jetzt erst bewusst wird.


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