Wer jahrelang auf einem Trip lebt, hat natürlich Schwierigkeiten davon runterzukommen. Griechenland hat sich jahrzehntelang puren Luxus auf Pump geleistet, während die Wirtschaftsleistung stagnierte. Die Löhne basierten nicht auf Leistungen, sondern waren Wahlgeschenke.
Jetzt kommt der Entzugsschock. Die sprudelnde Geldquelle ist versiegt und man steht plötzlich in einem Land, welches sich auf maßlos überteuerten Konsum eingestellt hat. Entweder man stellt die Ansprüche runter (nicht jeden Tag essen gehen, auf Kaffee für 6 Euro verzichten, nicht jeden Monat neue Hi-Fi Geräte kaufen, selber kochen, sinnlose Spritztouren vermeiden) und passt diese an die eigene wirtschaftliche Lage an, oder man verschließt die Augen, nimmt die blaue Pille und reitet sich selbst in den finanziellen Ruin.
Sparsamkeit ist eine Tugend, behaupte ich zumindest. Allerdings nicht gleichzusetzen mit Austerität, dem aggressiven Verzichten auf alles nicht Notwendige.
Man kann auch sparsam gut leben, ohne auf Annehmlichkeiten verzichten zu müssen. Autofahren ist problemlos möglich, ebenso der Besuch eines Restaurants oder ein neuer Fernseher. Nur eben in Maßen.
Antworten / Zitieren


