REUTERSFrüher haben Griechen über die deutsche Sparsamkeit gelacht, heute steht Knausern hoch im Kurs. In der Krise werden die Hellenen den Deutschen immer ähnlicher. Aber wer soll eigentlich noch den Konsum ankurbeln, wenn Europa bald nur noch aus germanischen Geizkragen besteht?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827128,00.html
Dieser permanente Wachstumswahn ist doch am Ende, liebe Griechen, liebe Deutsche. Die Umwelt ist vergiftet, alternative Energienquellen bzw. Antriebe liegen gut verschlossen in den Schubladen der Energieindustrie. Sparta ist ein schönes Vorbild, sonst überrollen uns bald die BRIC-Staaten noch mehr. Die meisten großen Kulturen und Kolonialmächte gingen im Laufe der Zeit zu Grunde: England, Portugal, Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich. Das einzige Konstante ist der Wechsel.
Typische Begriffsverwirrung im Spiegel:
Spiegel: Sparen heißt, nicht ganz so viel Schulden zu machen
Realität: Sparen heißt, weniger auszugeben als man hat
Spiegel: Geiz bedeutet, seine Ausgaben nicht expansiv auszudehnen
Realität: Geiz bedeutet, unverhältnismäßig viel Geld zurückzulegen, nicht aber, verhältnismäßig viel zurückzulegen, geschweige denn, Schulden zu machen
Spiegel: Konsum ankurbeln geht dauerhaft nur mit entsprechend hohen Ausgaben
Realität: Kurzfristig kann man einen Einbruch über Schulden zwischenfinanzieren (glätten), aber langfristig kann man nicht immer Konsum über Schulden finanzieren und sich noch eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik bescheinigen
Fazit: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wir werden den Griechen immer ähnlicher (s. NRW)
Ich wundere mich immer noch - ich wohne 6 Monate in GR jährlich - wenn Einheimische am Freitag im Supermarkt den Wagen vollpacken als wäre happy hour. 50 - 100 Euro gehen da locker über die Kasse. Bislang fehlte der Blick für Preisvergleich, also bemühten sich die Supermärkte auch nicht mit Sonderangeboten. Lidl und Carrefour haben wie in Deutschland Prospekte und Newsletter. Auf dem weiten land aber gibts nur den nächstliegenden Supermarkt, in den geht man schon aus Opportunitätsgründen (Nachbarschaftspflege). Das Schnäppchenjagen bei versch. Supermärkten, Bevorraten bei günstigem Preis ist verpönt. Daher stehen Tankstellen nebeneinander, die 10 Cent/Liter Preisunterschied anzeigen! Auch die teure Tankstelle wird genutzt! Auch hier Nachbarschaftspflege. Rabattieren, Werben mit dem Preis war bislang fremd. Wir Deutschen kannten da die versch. Preisangebote wesentlich besser und kauften dann entsprechend an versch. Stellen. Meine Vermieterin kann es nicht verstehen, dass ich Obst auf dem grünen Markt kaufe, 9 km entfernt. Im Ort 3 km weit weg gäbe es doch auch Tomaten!
Sie haben recht, aber viel schlimmer ist das Fehlen jeglichen Humors bei SPON Lesern.Verbittert, humorlos und neidisch: deutsche Charaktereigenschaften. Gehen Sie in D auf die Strasse: alles ungluecklich aussehende Menschen.
Was bin ich froh,. dass ich nicht in D leben muss.
Saludos aus Suedamerika
Gibt es schon, allerdings nicht die in Blaudistels Beitrag suggerierten Massen:
Es arbeiten in Deutschland rund 800.000 Menschen in Vollzeit für weniger als sechs Euro die Stunde (1.000 Euro brutto monatlich).
Quelle:
Arbeitsmarkt: Auch im Aufschwung schrumpft der Niedriglohnsektor nicht | Wirtschaft | ZEIT ONLINE
Medienbericht : Zahl der Niedrigverdiener in Deutschland steigt - Deutschland - Politik - Handelsblatt
Davon abgesehen frage ich mich, wo denn (außer im Kamin) heute so einfach in den Wohnräumen Feuerchen gemacht werden darf.