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Schuldenkrise: Vier tickende Geldbomben bedrohen Europa

Wieder einmal stehen die Schuldenverhandlungen mit Griechenland auf der Kippe. Doch die größten Gefahren für den Euro lauern nicht in Athen - sondern in Spanien und in den Bilanzen des Europäischen Zentralbanksystems.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...813992,00.html
  1. #200

    Gibt es denn keine europäischen Politiker...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wieder einmal stehen die Schuldenverhandlungen mit Griechenland auf der Kippe. Doch die größten Gefahren für den Euro lauern nicht in Athen - sondern in Spanien und in den Bilanzen des Europäischen Zentralbanksystems.

    Euro-Krise: Vier tickende Geldbomben bedrohen Europa - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    die diesen Wahnsinn endlich beenden und den Euro dahin befördern wo er hingehört,nämlich auf den Müllhaufen der Geschichte!
  2. #201

    China marschiert

    Ich wünschte du hättest recht, glaube aber nicht daran:
    1.China ist anders als die westlichen Staaten eine Diktatur. Widerstände und Entbehrungen können brutal unterdrückt werden.
    2.Es wird nicht bei den Billigprodukten made in PRC bleiben. Da wachsen jedes Jahr zigtausende Ingenieure heran. Die Know-How-Lücke wird durch Zukäufe und Beteiligungen an westlichen Firmen aufgefüllt. Die Elektronik- nd Konsumgüterindustrie haben wir schon verloren. Es folgen Maschinen-, Anlagen - und Autobau.
    3. Mit der ökonomischen Power wächst auch die militärische. Dann wird China Druck machen und dem Rest der Welt die Bedingungen diktieren. China braucht über kurz oder lang Land für seine Volksmassen und wegen der fortschreitenden Verwüstung.
    4. Im "Endstadium" braucht China den Westen auch als Kunsumgüterabnehmer nicht mehr - es hat selbst genug Menschen die das Zeug kaufen können.
  3. #202

    Warum

    Zitat von anderton Beitrag anzeigen
    Ihre politische Union ist nichts anderes als Sozialismus. Die Nordländer arbeiten für die Südländer? Diese EU will ich nicht! Meine Stimme geht definitiv woanders hin! Versprochen!
    Da verwechseln Sie etwas, denn warum sollte die neoliberal dominierte EU den Sozialismus einführen?
    Was momentan eingeführt wird ist eine weiter Steigerung des Kpitalismus.
  4. #203

    Ich bin ein Depp !

    Zitat von freesprit Beitrag anzeigen
    Achtzig Prozent der Forenteilnehmer hier sind Deppen.
    Die Alten sowieso.
    Ich glaube 'Pisa' belegt das genaue Gegenteil.
    Wo darf ich mit bewerben, bei den Sowiesos?
    Der Euro ist meine persoenliche DRITTE Waehrung.
    Erst Reichsmark, dann Demark und nun Euro. Vielleicht schaffe ich auch noch einen Vierte. Dann komm ich in das Guinessbuch der Rekorde, Sie Oberdepp.

    Seltsam, dass Spon das nicht streicht und 14 taegige Sperre erteilt.
    Mich hat Spon verdonnert, weil ich ein altes deutsches Volklied zitiert hatte. " Wo mag bloss mein Christian sein,,,," Rindvieh kommt auch drin vor, Flegel und Holzklotz.
  5. #204

    Das ist die IDEE

    Zitat von recardo Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es eine ander Möglichkeit. es gibt immer mehrere: Wir können die D-Mark wieder einführen und die anderen können ja den Euro behalten. So einfach geht das.
    und dann abwerten und DE ist wieder Exportweltmeister!
  6. #205

    Titel

    Zitat von dunnhaupt Beitrag anzeigen
    Hier haben wir wieder ein Beispiel des blauäugigen Wunschdenkens, dass die ganze EU, den Euro und Euroland von Anfang an beherrscht haben. Man behauptet einfach irgend etwas, zum Beispiel wir hätten alle eine "gemeinsame Kultur", und schwupps, ist sie da. Die Griechen beweisen uns jedoch täglich von neuem, dass dies nicht zutrifft.

    Nun soll also eine "politische Union" der Weisheit letzter Schluss sein. Doch damit ist Europas katastrophale Ungleichheit durchaus nicht beseitigt, die ja bekanntlich die Wurzel von allem EU-Übel ist. Ungleichheit bestand zwar schon vor Einführung des Euro, führte aber erst durch die gemeinsame Währung zu einer unüberbrückbaren Spaltung, die womöglich das ganze Euro-Kartenhaus einzureißen droht.

    Genau welches Wunder soll nun eine "politische Union" noch vollbringen, das weder die gemeinsame EU-Regierung in Brüssel noch das gemeinsame EU-Parlament in Straßburg bis heute zustande brachten?
    Ihre Gedanken sind genau richtig. Die "politische Union" wird nicht durch ein Wunder zustande kommen.
    Die wird diktiert werden. Ohne dass es jemand gemerkt hat, sind da doch schon ganz neue Kräfte am Werk. Das bisherige Verständnis von Demokratie können Sie getrost vergessen.

    Im Interesse der multinationalen Wirtschaft wird es ein europäisches Gross-Deutschland geben. Mit einem neuen Proletariat in den Randzonen und einem sich vergrössernden Prekariat im Kern.

    Nationale Strömungen werden ausgehebelt. Wie etwa derzeit in Frankreich, dort änderte die amtierende Regierung die Vorgaben zur Präsidentenwahl um einen Erfolg der FN - die immerhin rd 17% der Stimmen abbildet - zu verhindern. Ein Umstand, der von liberalen Franzosen kritisiert wird. Aber es geht ja um das höhere Ziel: FR dezeitige Regierung sieht sich heute als Juniorpartner in der kommenden Wirtschaftsdiktatur.

    Eine äusserst bedenkliche Entwicklung.
  7. #206

    Eine politische Union kauft auch nur Zeit ...

    ... genau wie es jetzt der Fall ist. Was ändert denn eine politische Union wirklich? Wir haben dann das gleiche Prinzip wie wir es jetzt bei unseren deutschen Bundesländern erleben. Es gibt einen Länderfinanzausgleich in welchem reiche Länder ihr Geld an arme Länder transferieren. Was soll denn da bitte schön die Lösung sein?
  8. #207

    lesenswert: #183 und #194

    Zwei sehr unterschiedliche Beiträge fielen mir unter mehreren besonders auf (sie belegen auch das teilweise hohe Niveau der SPON Forums):

    #183 (von stefanhinz) ist einfach brillant geschrieben und inhaltlich lesenswert. Entlarvt auch gut, was bei Hn.Muenchau flott dahergeschrieben ist.

    #194 (von Myrlin) verbindet die Ideen einer Kommune mit Reformansätzen für die Welt-Ökonomie.
    Letzteres vielleicht über das Ziel hinausgeschossen, aber:
    Als Insellösung, als Experiment das Menschen, die in der Konsum-/Leistungsgesellschaft ihren Platz nicht finden können oder wollen, die Ideale verwirklichen wollen, die sich "in Hartz-IV" entwürdigt fühlen (was ja individuell verschieden ist), oder Systemkritiker, durchaus interessant.
    Myrlin schreibt allerdings: "Das neue System baut darauf auf, dass alle Beteiligten für die Selbstversorgung mitarbeiten." M.E. wäre eine völlige Autarkie nicht realisierbar (was ist, wenn ein Kommunarde teure Spezial-Medikamente oder Behandlung benötigt?)
    Wie ist gesichert, dass "der Nachwuchs" sich frei entscheiden kann (und fähig ist), in die "normale Gesellschaft" hinüberzuwechseln?
    Da ist noch manche Frage offen. Auch gibt es ähnliche Kommunen ja schon, aber vielleicht wäre da mehr Systematik und Förderung als gesellschaftliches Experiment.
  9. #208

    Denkstoff

    Zitat von ullibulli09 Beitrag anzeigen
    ... genau wie es jetzt der Fall ist. Was ändert denn eine politische Union wirklich? Wir haben dann das gleiche Prinzip wie wir es jetzt bei unseren deutschen Bundesländern erleben. Es gibt einen Länderfinanzausgleich in welchem reiche Länder ihr Geld an arme Länder transferieren. Was soll denn da bitte schön die Lösung sein?
    Eine politische Union? Unter deutscher Führung?

    WK2, Kalter Krieg und nun Finanzkrieg - nach 67 Jahren ist der endlose Konflikt in die Endphase getreten. Diktat in den besetzen Gebieten, wie Griechenland, nach dem finanziellen Blitzkrieg? Das wird noch vielen Staaten blühen.

    Das Gau Griechenland wird ausgehungert, alles was Wert hat wird verkauft und ausser Landes geschafft.

    4. Reich anyone?

    Willkommen in der bipolaren Welt der Supermächte D, US.
  10. #209

    Zitat von althus Beitrag anzeigen
    die diesen Wahnsinn endlich beenden und den Euro dahin befördern wo er hingehört,nämlich auf den Müllhaufen der Geschichte!
    Ich hoffe nicht, daß es derartige Politiker gibt, den die würden uns sehr schaden.
    Ich hoffe aber, daß es gute Lehrer gibt, die dem letzten Unwissenden endlich beibringen, daß der Euro eine sehr gute, sehr erfolgreiche Währung ist, mit der wir sicher kein Problem haben.
    Weiterhin müßte der letzte Unwissende auch lernen, daß wir unter einer Verschuldungskrise leiden, die schlicht und einfach daran liegt, daß manche mehr Geld ausgegen haben als sie verdienten.
    Dementsprechende einfach ist auch die Lösung


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