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Schuldenkrise: Vier tickende Geldbomben bedrohen Europa

Wieder einmal stehen die Schuldenverhandlungen mit Griechenland auf der Kippe. Doch die größten Gefahren für den Euro lauern nicht in Athen - sondern in Spanien und in den Bilanzen des Europäischen Zentralbanksystems.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...813992,00.html
  1. #160

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Geben Sie doch mal Beispiele einer solchen Deflation. In der Nachkriegswirtschaft fällt mir da höchstens Japan ein. Und das ist schon etwas komplexer, dort war die Geldmengenpolitik expansiv.
    Die Geldmenge ist letztlich uninteressant , es kommt nur darauf an ob es genügend "Käufer" für eine Ware gibt! Wenn diese wegfallen , warum auch immer , dann wird die Handelsware nicht mehr verkauft, dann senken die Unternehmen zwangsweise erst die Preise,und als nächstes entlassen sie oder schließen ihr Unternehmen!

    Für den Handel/Unternehmen/Banken ist die "Geldmenge" absolut irrelevant. Sie leben von der Differenz zwischen Einnahmen/Ausgaben(vorleitungen) - dem Gewinn oder der Rendite!
    Nur der "Gewinn" also führt zu neukauf von Waren/neuen Maschinen oder irgendwelchen Anlagen im Kreditwesen - das "Geld" läuft schneller wieder aus dem Unternehmen raus als man hinschauen kann - und deshalb interessieren sich Unternehmen nur für die kurze Zeitspanne zwischen "Gewinn" und Neukauf einer Ware oder Investionsgutes - dem kurzen Moment wo der Preis für diese Produkte eben stabil sein muss!

    Nur "Endverbraucher" also Arbeitnehmer oder dumme Anleger interessieen sich für "Geldmengen" oder Geldmengenstabilität , aber die interessieren dann nur die Finanzhaie wieder - die deren "Anlagen" sich wieder abgreifen um ganz kurz "Gewinn" zu machen ... und dann das Geld wieder gegen Güter oder Anlagen einzutauschen!
  2. #161

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Damit sprechen Sie die Metaebene aller Finanz- und Schuldenprobleme an: Das auf Zins und Zinseszins sowie freier Geldschöpfung durch Banken basierende Geldsystem. Ein hoch verschuldeter Staat wie Griechenland, aber auch Deutschland und viele andere Staaten, steckt letztlich unabwendbar in der Zinsfalle, solange er dieses Geldsystem akzeptiert. Es handelt sich um ein privat initiiertes und gesteuertes Geldsystem, das eine Goldgrube für die Kontrolleure darstellt - seit Jahrhunderten. Die Zinslogik hat unweigerlich die zunehmende Enteignung und Verarmung der Schuldner zur Folge, nur durch andauerndes Wirtschaftswachstum kann man diesen Mechanismus verlangsamen.

    Als vorläufiges Resultat sind fast alle Staaten dieser Welt mehr oder weniger hoch verschuldet und damit auch ihre Bürger. Diesem gigantischen globalen Schuldenberg steht ein entsprechender Kapitalberg gegenüber, der wie die Schulden sämtliche Dimensionen zu sprengen droht. Mit anderen Worten: Die Kapitalakkumulation bei einer Minorität schreitet in dem Masse voran, wie die Verschuldung und Enteignung der Majorität zumimmt, worüber die einen verfügen, felt den vielen. Es handelt sich um eine im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Logik, die da verfolgt wird.

    Weil das enorme Kapital zunehmend Schwierigkeiten hat, gewinnbringende Anlagemöglichkeiten zu finden, weil den ausgepressten Schuldnern die Luft ausgeht, wird nun verstärkt Kapital in Sachwerte verwandelt - solange das noch geht bzw. das Luftgeld noch akzeptiert wird. Griechenland ist ein Paradebeispiel: Sobald der Widerstand in Politik, Gewerkschaften und Bevölkerung gebrochen ist, beginnt der fröhliche Ausverkauf zu Schnäppchenpreisen, mit Geld, das die Griechen bzw. ihre Geberländer als Zinsen längst veräussert haben und weiterhin veräussern.

    Die Strategie ist so klar wie schlicht: Vor dem unvermeidlichen Zusammenbruch unseres zinsbasierten Geldsystems eignen sich die Geldtycoons so viel an Sachwerten an, wie möglich (Aktien, Grundbesitz, Immobilien usw.). Am Ende haben wir eine Welt, in der relativ wenige Menschen fast alles besitzen und die grosse Mehrheit so gut wie nichts! Schöne, neue Welt.
    Sorry, Kritik okay - aber dieses FIAT -Geld gibt es erst seit 1944 - davor gab es sowas noch nie in der Weltgeschichte! Auch Kredite die nur auf Geld basieren gibt es seit dieser Zeit, und Private "Konten für die Masse" erst seit 1950 .. das ist alles eine Erfindung des letzten Jahrhundertes .. auch wenn die Bankenpropaganda sich da eine jahrhunderte Alte Tradition zurechtbasteln möchte!
  3. #162

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Ein Spielball der anderen Wirtschaftsmächte - das ist Europa und die USA schon lange.
    Chinas Bevölkerung mit 1,5 Mrd Menschen ist schlicht das doppelt von Europa/USA zusammen , und die können zu jedem Zeitpunkt jeden Preis auf der Welt locker unterbieten - ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Und das hat nichts mit deren internen heutigen noch armutsverhältnisse zu tun, sondern das wird auch dann noch so sein wenn sie die gleichen Preise und Wohlstand haben .. dort wo zwei Arbeiter auf je 50 cent vernichten müssen um 1 Euro zu unterbieten müßte der eine Arbeiter in EU/USA eben 1 Euro verkraften - sogar wenn er Geld zur Arbeit mitbringen würde was er nicht hat kann EU/USA das mit "Wettbewerb" nicht durchhalten .. man kann nicht verhungert arbeiten ...

    Entweder man findet ein neues globales Kooperatives Model , oder EU /USA gehen unter einfach - mit "Kampf - sprich wettbewerb/Konkurrenzkampf" wird das unweigerlich so passieren!
    Die USA sind ein Spielball fremder Maechte?!
    Das glauben Sie doch nicht ernsthaft!
    Eigentlich verdiente alleine diese surreale Weltsicht es den Rest ihres Beitrages gekonnt zu ignorieren aber nun gut ...


    Nach dem Ende des 2.Weltkrieges wurde die Welt aufgrund der vorhandenen US Produktionskapazitaeten von US Industrie und Konsumguetern quasi ueberschwemmt.
    Zu jenem Zeitpunkt hatte China keinerlei nenneswerte Industrielle Produktion und trotzdem ist China nicht "untergegangen";
    vielmehr koennte es in einem Jahrzehnt die weltweit groesste Vokswirtschaft sein.

    Das bedeutet aber doch noch lange nicht das in den USA bzw Europa keinerlei Produktion mehr stattfinden wird!
    Es gibt noch sehr sehr viele Produkte bei denen "billig" nicht erstes Kaufkriterium ist.
    Weiterhin kann ich bei mir und vielen meiner Mitmenschen ein verstaerktes Bewusstsein fuer die Herkunft der gekauften Produkte feststellen.
    Wenn ich die Wahl habe ziehe ich ein Produkt aus heimischer Erzeugung klar vor, selbst wenn es mich zT deutlich mehr kostet!

    Im uebrigen gibt es schon heute verarbeitende Betriebe die aus China abwandern, da die Produktionskosten zB in Vietnam oder Indonesien guenstiger sind!
    Dies waere nach Ihrer Argumentation gar nicht moeglich, da die Chinesen ja angeblich so billig arbeiten, es 1.4 Mrd von denen gibt, und sowieso ueberhaupt 'Unschlagbar' sind.

    Auch China wird irgendwann an seine Grenzen stossen und mit dem ein oder anderen Rueckschlag umgehen muessen,
    so wie noch jede andere Wirtschaftsmacht vor ihnen!
    Die spannende Frage bleibt, wie es damit umgehen kann ...
  4. #163

    UNSERE Bombe tickt auch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wieder einmal stehen die Schuldenverhandlungen mit Griechenland auf der Kippe. Doch die größten Gefahren für den Euro lauern nicht in Athen - sondern in Spanien und in den Bilanzen des Europäischen Zentralbanksystems.

    Euro-Krise: Vier tickende Geldbomben bedrohen Europa - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Und bei einem kurzen Blick hierauf
    Staatsverschuldung: Schuldenuhr
    wird einem klar, das es nur noch eine Frage der Zeit ist bis die Bombe hoch geht.
    Deutschland zahlt und hilft und zahlt. Am Ende - wenn alle einigermaßen gesund sind, Europa "gerettet" ist werden WIR am Boden liegen und man wird UNS fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.
    Es bleibt nun jedem selbst überlassen sich anhand dieser Uhr auszurechnen mit wieviel Schulden von staatswegen ein Kind in Deutschland schon bei seiner Geburt belastet ist.
    Es ist ehrlich gesagt zum K.
  5. #164

    ..ich kann dieses Argument ...

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich sehe dies zwar deutlich weniger dramatisch, da ich aber kein Journalist bin, der Leser ködern muß, kann ich mir da auch erlauben.
    Die Löäsung der gegenwärtigen "Bomben" wird Geld kosten, das z.T. auch von Deutschalnd aufgebracht werde muß, aber es wird so oder so gelingen
    Recht hat der Autor aber, daß .....
    ...langsam nicht mehr hoeren. Die USA sind ein Nationalstaat, die erfuellen alle Bedingungen:
    Staatsgebiet
    Staatsvolk
    Sprache
    Dies trifft auch auf Italien, Deutschland usw zu, aber nicht auf Europa. Es gibt kein europaeisches Staatsvolk!!! Punkt!! Ob Sie das nun einsehen wollen oder nicht. Ich weiss, es gibt verschiedene Definitionen von Nationalstaat, aber wir sollten es nicht zu akademisch machen. Die USA vereinigen sich ja auch nicht mit Kanada, obwohl sie sogar dieselbe Sprache sprechen (ja, ich weiss, es gibt auch noch ein paar beaneaters) Davon abgesehen, Ihre Argumentation und die des Authors ist schon lustig!! Es sind doch dieselben Politiker, die die Rahmenbedingungen geschaffen haben, in denen der Nationalstaat ueberfordert ist. Der Euro ist ja nicht vom Himmel gefallen!!! Wenn die Politiker der jeweiligen Nationalstaaten ihren Europawahn aufgeben wuerden und wieder Politik im Sinne ihres Souveraens machen wuerden, haetten wir die Krise nicht. Und das Europa mit einer Stimme sprechen muss, ist plumpe Polemik. Es gibt einfach keinen Zusammmenhang zwischen Flaeche / Einwohnerzahl eines Nationalstaats und dessen Einflussmoeglichkeit. In der Menschheitsgeschichte haben Staatsstaaten existiert, die Weltmaechte waren!!! Der Zerfall kommt ohnehin immer von innen, nie von aussen. Die UDSSR ist nicht an der Staerke der Amerikaner zerbrochen, sondern an ihrer inneren Schwaeche. Sie sollten bitte es langsam drangeben mit Ihren grosseuropaeischen Weltmachtgeluessten, die werden niemanden beeindrucken, da koennen Sie Europa soviel vereinen wie Sie wollen!!
  6. #165

    Zitat von hokie Beitrag anzeigen
    Die USA sind ein Spielball fremder Maechte?!
    Das glauben Sie doch nicht ernsthaft!
    Eigentlich verdiente alleine diese surreale Weltsicht es den Rest ihres Beitrages gekonnt zu ignorieren aber nun gut ...
    Nach dem Ende des 2.Weltkrieges wurde .......
    Vergessen sie einfach mal den WK2 und die Vergangenheit , und auch ihre "Produkte" den alle Produkte werden sofort vernichtet sobald sie ein Endverbraucher in Händen hält - dann nimmt der Verkäufer weder das Brot, noch den iPad noch den Panzer zurück!

    War heute zählt ist der Stand das EU/USA schlicht weniger Exportiert bekommen als Importiert wird nach China/Asien. Sprich, jeden Tag verschuldet sich die Westliche Welt einfach immer mehr - die "Devisen" die China da sammelt sind die Schuldscheine von Europa (800 Mrd.Euro) und 2,4 BIo USD - und damit sind diese beiden Ländersyteme die "SCHULDNER" von China , während derjenige der ihnen in den A.. Tritt China ist!

    Und da China vom Kapitalismus sich nur die ihm gefallenden Stücke nimmt, nämlcih die Dummheit der USA/EU immer mehr sich zu verschulden aber intern ein Wirtschaftsystem mit Strikter Devisenkontrolle und "keinem Fremdkapitalmarkt" betreibt, vor allem aber auf seinen Binnenmarkt setzt wird es die größte Volkswirtschaft aller Zeiten werden - und Europa /USA werden Ihre Schulden genauso abarbeiten müssen wie man das jetzt von GR verlangt...

    Und - solange die gleichen Technokraten Planer dort agieren, wird sich daran auch nichts ändern - alles Leute die wirklich mit dem Rechnen können gross geworden sind , und keine Abgehalterten Juristen oder Scheinökonomen wie man sie in den europalischen/US-Parlamenten findet!

    Alte Vormachtstellungen haben inzwischen nichts mehr zu bedeuten - Wenn es China gefällt - dann "verkaufen" die einfach mal 100 Mrd. USD - und der Dollar ist am nächsten Tag nicht mehr die bit&Bytes wert die so oder so aus Asien geliefert werden!
  7. #166

    ...und was haben Sie davon...

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich bin da sehr viel optimistischer und gehe davon aus es selbst noch zu erleben ohne daß ich erwarte so alt zu werden wie Jopi Heesters
    ...endlich wieder gross sein und der Welt diktieren, wo es lang geht!
  8. #167

    ...und warum hat ein "halb-vereintes"

    Zitat von salamicus Beitrag anzeigen
    ...aber wäre das - angepasst an europäische Verhältnisse (sprich: Befindlichkeiten) natürlich - wirklich so eine schlechte Lösung? Jedes Land wählt einen Gouverneur, der sich um das europäische Präsidentenamt bewerben kann. Klar, die amerikanische Wahl-Soap muss ja nicht sein...aber egal, dieses *halbherzige* halb-vereinte Europa hat m.E. keine Zukunft. Mit Nägeln ohne Köpfen kann man auf Dauer nicht arbeiten.
    Europa keine Zukunft? Polemik! Weiter nichts!
  9. #168

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Sorry, Kritik okay - aber dieses FIAT -Geld gibt es erst seit 1944 - davor gab es sowas noch nie in der Weltgeschichte! Auch Kredite die nur auf Geld basieren gibt es seit dieser Zeit, und Private "Konten für die Masse" erst seit 1950 .. das ist alles eine Erfindung des letzten Jahrhundertes .. auch wenn die Bankenpropaganda sich da eine jahrhunderte Alte Tradition zurechtbasteln möchte!
    Es geht hier um die Grundproblematik unseres zinsbasierten Geldsystems und das ist schon einige Hundert Jahre alt. Auch im Mittelalter mussten sich Könige und Fürsten verschulden, vor allem, wenn sie Krieg füren wollten. Man nehme exemplarisch die Geschichte der Rothschilds, die sehr aufschlussreich für das Bankenwesen in Europa und den USA ist.
    Konten für die "Masse" und Privatdarlehen sind lediglich ein kleines Zubrot für die Geldverleieher, das Wesentliche spielt sich seit jeher in ganz anderen Dimensionen ab: Da geht es um Unternehmen und ganze Staaten, die auf Gedeih und Verderb den von den Staaten aus Abhängigkeit legitimierten Banken ausgeliefert sind!
  10. #169

    ...Sie machen es sich etwas zu einfach...

    Zitat von michl78 Beitrag anzeigen
    Das ist das Totschlag Argument gegen die Transferunion! Dann müssen immer die Deutschen zahlen. Wann sehen die Massen es endlich ein? Schulden und Guthaben sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Wenn einer immer Überschüsse produziert, gibt es auf der Gegenseite einen der Defizite hat. Wenn .....
    die Definition einen optimalen Waehrungsraumes setzt die Mobilitaet der Buerger voraus. Das koennen Sie in Europa aufgrund der Sprachen vergessen. Punkt. Selbst der Deutsche ist kaum bereit, von Vorpommenr nach Bayern zu ziehen, wenn dort nun mal die Arbeit ist.
    Zweiter Punkt: die anderen Staaten koennten sich mit eigener Waehrung sehr wohl deutsche Produkte noch leisten; Sie ueberdramatisieren den Abwertungs / Aufwertungseffekt. Es ist ja nicht gerade so, dass es zu DM Zeiten keine Exporte ins europaeische Ausland gab. Mein Gott, Sie alle leben doch nicht erst seit gestern in Deutschland, oder? Natuerlich wuerden die deutschen Exporte auf ein gesundes Mass zurueckgefahren; und das ist gut so. Deutschland kann nicht auf die Dauer einen Ueberschuss haben, wie Sie ja selbst sagen, des einen Ueberschuss ist des anderen Defizits. Wechselkurse, das weisst jeder Wirtschaftsexperte, sind somit natuerliche Katalysatoren, die das Ungleichgewicht abdaempfen - wir reden jetzt nicht von Spekulationen auf Waehrungen, das ist ein anderes Thema. Und da bin ich bei Ihnen. Das Geldsystem ist systemiminent instabil und gehoert reformiert - aber bitte nicht mehr vom selben a la Europa








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