Forum: Blogs
Schuldenkrise: US-Finanzminister verteidigt Deutschland
AFPUS-Finanzminister Timothy Geithner hat die Bundesregierung gegen die internationale Kritik an ihrer Euro-Krisenpolitik verteidigt: Die Lösung der Finanzkrise in Europa sei nicht allein die Sache Deutschlands. Geithner forderte die EU aber zum Handeln auf.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838764,00.html
- #10 14.06.2012 10:33 von
Geld drucken könnte die EZB auch, im Grunde tut sie das auch schon über die Senkung dr Leitzinsen und den Aufkauf von Staatsanleihen. Nur Geld drucken treibt die Inflation hoch, was man am Eurokurs bereits sieht. Wenn im Winter die Ölpreise wieder steigen werden sich viele umschauen. Würde die EZB allerdings direkt den Staaten Geld leihen, hätte man wenigstens die Zinsen im Griff, Inflation haben wir so oder so.
- #11 14.06.2012 12:08 von
usa ist völlig unschuldig
es wäre ja auch vom us-finanzminister ein bisschen viel verlangt, zuzugeben, dass mehr als eine hauptquelle des finanzdesasters in seinem eigenen land liegt: erinnert sei nur an die hauskreditblase sowie das lehman-brothers desaster."Es ist ein bisschen unfair, Deutschland als die einzige Quelle für das Problem zu sehen".
und war es nicht die us-bank goldman sachs, die den griechen bei den manipulationen mit gefälschten statistischen zahlen zum euroeinstieg geholfen hat? - o.k. schnee von gestern. - #12 14.06.2012 12:13 von
Die grösste Gefahr für den Dollar
geht vom Euro aus . Das Lob Geithners ist der
Beweis das Merkel alles aber auch wirklich
alles falsch macht .
Unsere reale Wirtschaft hat sich über
Jahrzehnte an das Schuldengeld gewöhnt.
Ein Fiskalpakt mit Schuldenbremse ist
wie ein kalter Entzug eines multipel
Drogenabhängigen . Ohne Übergangshilfen
und eine alternative Wirtschaftsordnung,
d.h. ohne Behandlung und Perspektive
für die Zukunft fürt das zum Kreislauf-
zusammenbruch und dann zum Exitus .
Leider gibt es außer bei den Linken
in Europa keine Entwürfe für die
Zukunft .
Griechenland ist wie ein Labor Europas.
Ohne massiv gegen das Eigentum der
Millionäre und Milliardäre vorzugehen
gibt es weder eine Zukunft noch
Demokratie sondern eine große
Depression . Die Aufrüstung Syriens
durch die USA und Russland läßt mich
böses erahnen und im Zusammenhang
mit unseres Blut und Krieg geilen
moralischen Gewissens Names Gauk
trifft uns tiefe Dunkelheit wie ein
Baikal Dark Pool! - #13 14.06.2012 12:52 von
Wir könnten ja spasseshalber den geplanten Finanzausgleich umdrehen und die BuBa Gewinne mal den Deutschen direkt auszahlen, dann hätten wir wenigsten was von unserer Sparsamkeit.
Wenn ich die Target Forderungn von 700.000.000.000,-€ durch die 80.000.000 Einwohner teile, dann habe ich 35.000,-€ für eine 4 köpfige Familie, vom Millionär bis zum Harz 4 Empfänger.
Das wäre dann mal eine gerechte Verteilung der erwitschafteten Wohlstandsdividende. - #14 14.06.2012 13:30 von
Kleiner Unterschied
Herr Finanzminister Geithner kann vorweisen, dass die USA seit ihrer Krise die Target-Forderungen bereits auf nur noch 21 Mrd. Dollar reduziert haben. In der Eurozone hingegen sind die Target-Schulden in den letzten Monaten auf die beängstigende Summe von 947 Milliarden Euro angestiegen und steigen täglich massiv weiter.
(Quelle: Hans-Werner Sinn, FAZ vom 12.6.2012) - #15 14.06.2012 18:27 von
Brauchen Deutsche das, dass sie andere fertigmachen?
Sind die Deutschen dümmliche brutale Typen oder
selbstmitleidige Monster? Das mögen Klischees sein,
d.h. überkommene Vorstellungen oder ein altes
eingefahrenes Denkschema.
Aus persönlicher Unsicherheit macht es einigen Spaß,
andere fertig zu machen. Das haben wir alle schon erlebt.
Frau Merkel wird weltweit immer mehr zur meistgehassten Frau.
Die Manager der Wirtschaft verurteilen ihre Untätigkeit.
1. Und es kann kein Zweifel daran bestehen, dass es das erklärte
Ziel gab, in der deutschen Wirtschaft, andere fertig zu machen:
Sowohl die ausländischen konkurrierenden Unternehmen und
die schwächeren Volkswirtschaften als auch
die schwächeren Menschen im eigenen Land.
Mit niedrigen Löhnen sollten niedrige Lohnstückkosten erreicht
werden. Die Binnenwirtschaft und die Kaufkraft der
einfachen Bürger wurden als unwichtig angesehen. Export
über alles, koste-es-was-es-wolle, hieß die Devise.
2. Und dann kam noch ein unfassbares Versagen der Banker hinzu:
Sie gaben an überschuldete Staaten, Firmen und Privatleute
zu viele Kredite zu niedrigsten Zinsen.
Der Finanzmarkt versagte völlig wegen fehlender Voraussicht,
das Risiko, die Zahlungsfähigkeit der Schuldner wurde falsch
eingeschätzt. Nun sitzen die Banken auf faulen Krediten.
Fazit: Die Probleme sind komplex, einfache Lösungen gibt es
nicht mehr. Die Europäer stehen vor unendlichem
menschlichen Leid.
Die Wirtschaft vor dem Zusammenbruch.
siehe "on European Debt Crisis"
Charlie Rose - Gillian Tett and Robert Rubin on European Debt Crisis - #16 14.06.2012 22:53 von
Auf Befehl von oben in den Abgrund
"Der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner sagte auf einer Veranstaltung: Europa habe entschieden, dass es in seinem besten Interesse sei, den Währungsblock zusammenzuhalten."
Mir ist nicht bekannt, dass unser Volk jemals "entschieden" hat. Es wird uns von allen, wirklich allen, verkauft, dass es keine "Alternative" zum Euro gibt. Das ist keine Entscheidung, sondern ein Befehl von oben.
Was hat das mit Demokratie zu tun? Unsere Machthaber befehlen und wir folgen ihm.
Das einzig legitime demokratische Mittel, um die Situation zu bereinigen, ist eine Volksabstimmung in Deutschland über den Euro. - #17 15.06.2012 00:13 von
Philosophenabend - kockolores
Ich bin schon einigermaßen betroffen über die Anzahl der Philosophen und Humanisten zu diesem Beitrag.
Der Euro ist ein politisches Projekt, das natürlich wie bei jedem multinationalen Projekt faule Kompromisse eingegangen ist, zu verantworten durch unsere gewählten Volksvertreter aller Beteiligten Länder.
Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen. Zum zweiten Mal das gleiche Kind.
Griechenland hatte diese finanzielle Unterstützung in dem Ausmaße nie erhalten dürfen. Das Problem waren aber unsere Banken. Die mussten erst einmal aus der Schusslinie genommen werden. War ja einigermaßen gelungen.
Jetzt werden die Fehler wiederum wiederholt. jedoch natürlich nicht aus Sicht unser Banken.
Mein Szenario:
Griechenland wird auch weiterhin versucht im Euroraum zu behalten, und bekommen erneut finanziellen Hilfen. Die heißen dann einfach nur anders. Z.B. Mediterranes Aufbauprogramm.
Spanien kommt ab September richtig ins Wackeln, weil dann die Ferien dort rum sind und man dann wieder Zeit hat, sich um den Krisensch.... zu kümmern.
Italien fängt an den Vatikan zu plündern, erhöht die Schutzgeldpraemie an die Mafia etc, verkauft sein Gold und wird dann ebenfalls ganz überraschend einen minimalen Zuwachs seiner Wirtschaftsleistung erfahren. Koennte vielleicht dann heißen "Das Wunder von Mailand". Der Grund wird die Aufbauleistung wegen dem Erdbeben dort sein.
Portugal, Zypern und Irland haben sich medial quasi unsichtbar gemacht.
Deutschland kann ebenfalls zum rechten Zeitpunkt wieder die Zeitungsente setzen, dass die Inflationsrate erneut zurückgegangen ist.
Die USA muss bei diesen ganzen guten Neuigkeiten mitziehen und wird im Oktober melden, dass nach langer Zeit der Immobilienmarkt anzieht.
An Weihnachten sitzen wir dann besoffen vor Glück das alles noch einmal gut gegangen ist unterm Tannenbaum.
...
Am 01.01.2013 wollen wir dann schnell mal Geld holen vom Automat und stellen fest Sche..., da kommt ja gar nix raus.
Abends dann die Meldung, dass das gesamte Kapital eingefroren wird und völlig alternativlos und nur unter anderem eine Hypotheken-Zwangsabgabe aufgrund nicht vorhersehbaren Entwicklungen an den Märkten erheben muss.
Das wäre meine Gute-Nacht -Geschichte.
Meine Erkenntnis aus dem Ganzen: Alles ist offen...
Was ich machen würde?
Als Regierung von Deutschland, wuerde ich irgendeinen abgeordneten Hinterbaenkler (oder ist es umgekehrt?) ans Mikrofon unserer Qualitaetsjounalie schicken, der folgendes zu sagen hat:
"...deshalb prueft die Deutsche Regierung einen zeitlich mit der EU-Kommission abgestimmten Austritt aus dem Euro-Wirtschaftsraum..."
Das wäre doch die Knallermeldung, um sich danach mit Dreck bewerfen zu lassen, dass es nur so knallt.
Also, ich wuerde es sagen, als pensionsberechtigter Politiker. Das wäre doch so ein Satz fuer den Herrn Niebel. So als Abschiedsgeschenk, oder.
Es verdienen zu viele zu gut an dem anstehenden Desaster.
Ich werde auch schauen, dass ich daran verdienen werde.
Tschoe!
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

