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Schuldenkrise: Spanischer Premier fordert rasche Einführung von Euro-Bonds
REUTERS"Wir müssen jetzt darüber diskutieren": Der spanische Ministerpräsident Rajoy hat sich für eine gemeinschaftliche Haftung der Euro-Länder ausgesprochen - und eine Einführung von Euro-Bonds bis 2015. Die derzeit hohen Zinsen seien nicht lange durchzuhalten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...853416,00.html
- #1 02.09.2012 10:01 von
- #2 02.09.2012 10:05 von
W a s für ein U n s i n n ..., mal wieder!
Warum ist es unmöglich, in den Köpfen einiger Politiker zumindestens, sich den Inhalt und die Vorgaben bestehender Verträge, die mit Recht bestehen und so getroffen wurden, zu vergegenwärtigen und mal wieder in die Realpolitik zurück zukehren.
Warum jedoch in aller Welt, geht Deutschland nicht im Schulden abtragen voran?
Dann könnten uns über kurz, eher wohl nicht, ...oder lang die Bonds egal sein...?!!! - #3 02.09.2012 10:07 von
na sowas
Eine Währungsunion funktioniert auch nicht wenn es in Frankreich Rente ab 60 und 35 Stunden Wochen, oder in Spanien jeder Immobilien besitzt.
- #4 02.09.2012 10:10 von
- #5 02.09.2012 10:10 von
Ach diese Jammerei ...
Mit der Einführung des Euro fingen die Zinsen auf 10 jährige spanische Staatsanleihen langsam an zu sinken. Seit 2005 steigen sie stetig - und seit 2005 fällt einem nix besseres ein als zu verlangen das andere den Mist bezahlen.
Es ist nicht so als wäre diese Entwicklung irgendwie überraschend oder unvorhersehbar. Es ist einfach so das in fast allen Ländern sinnvolle Maßnahmen zur Behebung dieser Mißstände im Interesse des Machterhaltes im Wahlkampf unterlassen wurden.
Ja und bevor man jetzt als 'armer Bruder' gezählt wird sorgt man lieber dafür das es allen anderen auch mies geht und geht nicht etwa erhobenen Hauptes mit ein bisschen Stolz erstmal daran die Ursachen zu bekämpfen.
Wie konnten wir diese Jammerlappen wählen? Wie konnten wir so lange zulassen dass uns diese rückratlosen Gestalten regieren? Das gilt für alle Länder Europas. - #6 02.09.2012 10:12 von
Ziel und Durchkommen...
Er weis eigentlich genau daß er damit nicht durchkommt; zu €Bonds müßten eine ganze Reihe von Verträgen geändert werden. Er setzt aber eine Duftmarke für die Verhandlungen der Zukunft weil auch Fr. Merkel braucht für ihre Wünsche einer neuen Verfassung und einer neuen Basis für Europa Vertragsänderungen. Wichtig ist dabei die Spanische Istsituation. Spanien hat erst eine Hilfe für seine maroden Banken erhelten...
Interessant ist daß für die Bankensanierung von den 100 Milliarden Euro eigentlich fast sicher 'nur' ca. 60 Mia. € benötigt werden. Der Rest wird wohl direkt oder über Umwege direkt in die Refinanzierung Spaniens fließen. Das ist auch bitter nötig weil die finanzielle Decke Madrids immer dünner wird und auch wenn sich die Situation letzthin etwas entspannt hat das Land dennoch weiterhin unter hohen Refinanzierungskosten leidet. Die Krise der überschuldeten Regionen ist noch lange nicht ausgestanden und einige von ihnen haben Madrid unlängst um finanzielle Hilfe angesucht; darunter Valencia aber auch das Schwergewicht Katalonien, Andalusien wird noch dazustoßen. Die Ursachen werden im ausgezeichneten Artikel der renommierten NZZ dargelegt...
Kniefall vor Madrid - NZZ.ch, 29.07.2012
Selbst refinanzieren können sie sich defacto auch nicht mehr weil auch wenn der Spanische Staat unter hohen Zinskosten leidet, haben Regionen wie Katalonien defacto fast jegliche Kreditwürdigkeit verspielt:
"Schlechte Nachrichten für das Euro-Krisenland Spanien: Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit der angeschlagenen autonomen Region Katalonien auf Ramsch abgestuft."
Kreditwürdigkeit: S&P schubst Katalonien auf Ramsch-Niveau - International - Politik - Handelsblatt
Nun wartet Alles auf die Aktionen der EZB. Denke nach dem 6. September wird es zu einer konzertierten Aktion von EZB und Fed kommen. Die Märkte rechnen fix damit und preisen das auch bereits ein. Italien und Spanien können sich bereits seit Wochen etwas leichter refinanzieren, die Börsen zeigen nach oben und die spreads zu den deutschen Bundesanleihen tendenziell nach unten. Das liegt auch daran daß die Reformen langsam beginnen Früchte zu tragen und daß die Länder eine ausgeglichenere Leistungs- und Zahlungsbilanz zu haben beginnen. Aber das große Pokern beginnt jetzt...
Letztendlich dient der Ruf nach €Bonds aus Spanischer Sicht eher den verhandlungen der Zukunft; als eine Art 'eigene Forderung' auf die man vielleicht wieder verzichten kann. Die einzige Institution die derzeit handlungsfähig ist, ist die EZB. Es wird ein heißer Herbst...
Schian Gruaß... - #7 02.09.2012 10:13 von
Gute Idee,
... von einem Politiker , der offensichtlich auch nicht mit Geld umgehen kann. Klartext: So kann beliebig Geld gedrückt werden nach Haushaltslage.
- #8 02.09.2012 10:16 von
Reihenfolge...und ueberhaupt...
Erst muss Einigung ueber eine gemeinsame Fiskalpolitik erzielt werden, dann koennen wir ueber Eurobonds diskutieren. Aber hier ist nocht nichts ueber die mangelnde Wettbewerbsfaehigkeit und damit der Nachhaltigkeit einer Fiskalunion gesagt. Wenn die Wettbewerbsfaehigkeit nicht wiederhergestellt werden kann ist die Fiskalunion nur die Tranferunion von Nord nach Sued, genauso falsch wie Transfers von West nach Ost in Deutschland, von Nord nach Sued in Italien. Erforderlich waere Hilfe zur Selbsthilfe.
Natuerlich koennen Eurobonds auch sofort eingefuehrt werde, aber davor treten wir aus und fuehren bei uns die D-Mark wieder ein. So schnell wie moeglich. Jeden Tag den wir warten wird der Preis zur Erpressung Nein zu sagen hoeher. Der Steuerzahler in Nordeuropa leidet.
Wann wird endlich der oeffentliche Dienst zurechtgestutzt, wann werden endlich Subventionen gekuerzt, wann wird endlich die Arbeitslosenunterstuetzung so gekuerzt dass es dem Betroffenen schmackhaft gemacht wird zu arbeiten? Welcher Politiker sagt mal die Wahrheit ueber die Altersversorgung? Wir koennen sie uns nicht leisten bei den gegenwaertigen Trends. Das war bereits vor Jahrzehnten erkennbar. - #9 02.09.2012 10:18 von
Selbst der dümmste Mensch
muss nun merken, wohin es geht.
Die sind alle so etwas von pleite, dass man nicht mal bis zum 12.09. warten kann.
Vielen Dank für die Ausplünderung von D,
ihr Politik-Eliten.
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