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Schuldenkrise: Spanien stockt Sparprogramm auf
REUTERSDie spanische Regierung will noch mehr kürzen: Weitere zehn Milliarden Euro sollen pro Jahr eingespart werden, bei der Bildung und im Gesundheitswesen. Dabei sollen auch die Besserverdienenden ihren Beitrag leisten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...826445,00.html
- #30 10.04.2012 17:53 von
Abspecken...
Ja Abspecken.... ein Wunderschönes Wort... speziell im Frühling wenn Operation Bikini ansteht.
Abspecken sicherlich.... doch leider wird nur an einer Gruppe/Stelle abgespeckt, während die "üblichen Verdächtigen", mächtig Speck für die nächste Kälteperiode ansetzen.
Wenn man das Abspecken in zB. 10 Jahren durchführt, anstatt in 2, hat man am Ende das Gleiche Ziel erreicht, und die kommende Generation ist gerettet.
Mit dem Merkoszyschen Abspecken (ich nenne es ja schon seit der Hellas-Rettung "Franko-Germannische Bankenrettungs-Paket") aber, ist nicht nur weder den kommenden Generationen geholfen, sondern die aktuelle Generation geht mit "drauf".
Und entschuldigen Sie bitte.... aber man muss nur das neuerlich angekündige Spanische Spar-Budget betrachten. Abgespeckt wird da überall, bei Infrastrukturen, Investionen, Forschung... nun Bildung und auch noch Gesundheitswesen.
Alles Bereiche, die für die Zukunft (und künftige Generationen) eines Landes wohl absolut irrelevant sind.
Seltsamerweise fallen aber 2 Kostenpunkten kaum Kürzungen an:
Zum Einen die Förderung der Römisch-Katholischen "Sekte" und zum Anderen...und zum Anderen.... ja richtig... der Militär-Etat.
Sie dürfen nun gerne mal nachschauen wer denn für Spanien der größte Waffenlieferant ist.
Tja... das sogenannte Abspecken ist ein recht freizügig in die Welt geworfener Ausdruck der eigentlich nur vom eigentlichen Sinn dieser ganzen orchestierten Kampagne ablenken soll.... die Kampagne hat einen einfachen Namen:
Zerstörung der Historischen Errungenschaften der Bürger.
Aber machen Sie sich nichts draus.... hier in Spanien redet unsere Regierung ja auch nur von Ein- oder Umstellungen, bzw. Justierung (in Spanisch "Ajustes") um ja nicht das Wort "Kahlschlag-Kürzungen" zu verwenden.
MfG aus Madrid - #31 10.04.2012 18:15 von
Realismus pur...
Kreditlinien einer Bank erhält ein Klein- bzw. Mittelständisches Unternehmen in Spanien schon mal gar nicht. Außer man hat halt den "Cousin" bei dieser Bank.
ICh habe mit meiner Klein-Firma diese Erfahrung gemacht und kann Ihre Worte nur bestätigen.
Alle Kreditlinien welche direkt mit Banken bestanden wurden einfach nicht mehr verlängert. Argument dabei war, daß die Banken aufgrund Basel-III für solche Kreditlinien zu hohe Abschreibungen tätigen müssen und somit auf andere Produkte umgestellt wird:
Welche?... Ja richtig.. die staatlichen ICO-Kreditlinien.
Und bei denen gibt es dann, zum staatlich festgelegten Zinssatz noch Aufschläge. Sei es in Form von Zins-Differential, oder halt mit der zwingenden Erweiterungen mit zusätlichen Produkten der Bank.
Bei der Caixabank betrug der Aufschlag +1% zum ICO-Zinssatz (obwohl das KApital zu 100% vom Staat kam). Nebenbei dann noch eine Gesundheits-Versicherung (La Caixa ist ja Eingentümer der Versicherungs-Firma Adeslas) plus natürlich die Kreditkarten, welche man ja gar nicht will oder braucht, aber ein Zeichen der Verbindung (Vinculación) des Kunden mit der Bank darstellen.
Am Ende springen somit, knappe 8,5% Zinsen, plus natürlich die Notarkosten, etc. an.
Bei Banco Popular wird zwar kein Zinsaufschlag getätigt, doch ist auch hier das Thema Versicherung (bei dieser Bank fühlt man sich dem Aktionär Allianz sehr verpflichtet) und das Thema Kreditkarten ebenso ein Muss. Dann halt noch die Notarkosten, und auch hier ist man dann im Schnitt bei 7,5% (die ICO-Kredite sind seit letztem Sommer leicht gefallen)...
Und dann verhandelt und liefert man an Großunternehmen, welche Zahlungskonditionen im Bereich 60-90-180 Tage vorgeben.
Zusammenfassend:
Man arbeitet, bei aufgrund der Wirtschaftlage immer weiter sinkenden MArgen, immer mehr... und bald wohl nur noch... für die Bank !!!
Saludos aus Madrid - #32 12.04.2012 17:45 von
Plan E/Mariano 2.0
Der neue Regierungschef arbeitet ja schon laenger an einem neuem
Abspeckprogramm, Anpassungen brauchen schliesslich so ihre Zeit.
Das die Kirche und das Militaer dabei ausgenommen wird, wundert
mich nicht, die Akte CAJASUR verschwindet durch Fusionen schnell
vom Arbeitstisch, schliesslich sind noch einige sozialistische Alt-
belastungen zukuenftige Korrekturmasse, wie etwa die Schwulenehe
und aehnliche Bereiche.
Bei der Gesundheit zu kuerzen, die ja oft als gratis (...lach) be-
zeichnet wird, finde ich fatal fuer die Zukunft.
Vielleicht sollte einmal der Fokus auf die Effektivitaet gerichtet
werden, denn die Wartelisten fuer Operationen werden sicher nicht kuerzer.
Ein Schnitt waere auch bei den Beamten angemessen, Herr Zapatero
hat hier ja vorbildlich neue Wege beschritten, waehrend sich die
neue Regierung lieber in Schweigen huellt.
Intressant ist aus meiner Sicht in den letzten Wochen, dass die
Stimmungsmache gegenueber Deutschland (Merkel, Schaeuble,....
Altersarmut,..etc.) deutlich zugenommen hat, besonders im Radio/
Radioforen werden deutlich Negativpunkte herausgepickt, ohne sich
mit den basics zu beschaeftigen.
Herr Sarkozy wettert gegen die alte PSOE Regierung fuer seinen
Streichel-WAHLkampf, und Mariano Rajoy nickt alles brav ab und
merkt wohl nicht, wie er eigentlich nur benutzt wird.
Das naechste Abspeckprogramm wird nicht lange auf sich warten
lassen, wetten?¿ - #33 18.04.2012 08:30 von
EU hat an der Struktur nichts geändert
Der Zweckoptimismus ist seit seiner Wahl nicht zu überhören.
Ich verstehe nicht wie er auf die Idee kommt, daß die "Märkte" ihm irgendetwas glauben.Nicht einmal die Mehrheit der Bürger glaubt das. Alles was Märkte beruhigt ist die Rettung von Banken ,und dass in der EU alle für alle haften (werden müssen). Das müßte auch Frau Merkel gemerkt haben. - #34 18.04.2012 08:37 von
Sozialnetz
[QUOTE=oldgreywolve;9988982]Wenn ich das schon lese. Ich glaube nicht, das einer meiner beiden Vorredner hier in Spanien lebt. Bei dem Einkommen, was ein Spanier im Durchschnitt verdient oder verdient hat, gibt es eine begrenzte Zeit Arbeitslosengeld, ca, 500 - 700 €uronen. Danach ist Schluss. fehlt
Dann frage ich mich aber, warum Schulden gemacht wurden. Noch ein Unterschied zu uns.
Nur um zu konsummieren? Spanien ist also kaum besser als GR.
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