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Schuldenkrise: Reiche sollen Staatskasse mit Krediten füllen
CorbisEs ist eine ungewöhnliche Idee zur Lösung der Schuldenkrise: Reiche Bürger sollen gezwungen werden, dem Staat Geld zu leihen. Das schlägt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung vor. Wenn sich die Haushaltslage bessere, könnte der Kredit zurückgezahlt werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...843732,00.html
- #160 11.07.2012 07:57 von
Katastrophal und dumm
kann man diese Idee nur nennen. Dann wuerde der Einfluss von grossen Vermoegen noch staerker werden, und der Staat waere im Besitz von einigen wenigen Reichen. Das waere ein echter Ausverkauf des Staates. Ist diese Idee von Berlusconi ?
Mit solchen dümmstmöglichen Ideen will man nur von einem ablenken: einer fairen und das heisst progressiven Besteuerung, die durch Steuern einen sozialpolitischen Ausgleich schafft. - #161 11.07.2012 07:58 von
- #162 11.07.2012 07:58 von
Gute Idee...
Dies würde nämlich dazu führen, dass sich viel mehr Leute in der Gesellschaft darüber Gedanken machen würden, wer bzw. was da eigentlich "gerettet" wird und in welchen Taschen diese Gelder landen.
- #163 11.07.2012 07:58 von
optional
Ich bin begeistert. Hätte zwar diesen Vorschlag gerne aus Reihen der Politik gesehen, aber da die Wirtschaft das Ruder übernommen hat, ist auch klar, dass von dort die Vorgaben kommen.
- #164 11.07.2012 07:58 von
Alles schon mal dagewesen
Nach dem Krieg gab es den sogenannten Lastenausgleich (damit wurden die Millionen Flüchtlinge unterstützt), jeder der über Eigentum verfügte, wurde prozentual über Jahre hinweg zur Ader gelassen. Ich bin in einer kleinen Landwirtschaft (16 HA) groß geworden und diese Zahlungen taten immer richtig weh. Sie waren weit höher als die zu zahlenden Steuern, und immer wieder der größte Ausgabenblock des Jahres. Meine Eltern hatten sonst keinerlei Vermögen und mussten trotzdem zahlen. Es geschah mit weit weniger murren wie es heute der Fall ist. Man war (natürlich nicht alle ) solidarisch mit den Flüchtlingen, die zu diesem Zeitpunkt noch zu hunderten in Notunterkünften wohneten, aber trotzdem kulturell voll integriert waren. Für meine Mutter trotz leerer Kassen, die schönste Zeit in ihrem Leben.
Solch eine ähnlich Abgabe wäre nicht mehr wie gerecht, unseren Enkeln gegenüber, unsere Generation hat diese chulden angehäuft, natürlich waren es unsere Politiker, aber die haben wir ja an die Macht gewählt. Ich wäre sicherlich heute auch betroffen.Wenn wir so aus der leidigen Schuldenmisere herauskommen würden, wäre mir das schon ein paar tausend Euro wert.
Also packen wirs an !!!! - #165 11.07.2012 07:58 von
Es ist wirklich nicht zu fassen! Der Staat hat über Jahrzehnte schlecht gewirtschaftet und will jetzt Zwangsanleihen von seinen Bürgern? Ein sehr schlechtes Signal. Wer Vermögen hat, wird es ins sichere Ausland bringen, wo keine Zwangsanleihen oder Enteignungen drohen. Und wer Immobilien oder andere Wirtschaftsgüter zwangsbeleiht, greift so faltal in die Wirtschaft ein, dass Insolvenzen drohen könnten.
Dass der deutsche Staat einmal zu solchen Mitteln greifen könnte, ist unglaublich. - #166 11.07.2012 07:59 von
Haha, glaubt denn ernsthaft jemand, der Staat würde diese Zwangsenteignung jemals wieder zurückbezahlen, "wenn sich die Lage verbessert hat"?
Laut etlichen Finanzministern sollte Deutschland seit mind. 2002 die 0% Neuverschuldung erreicht haben. Komisch nur, dass es nie geklappt hat.
Außerdem ist der Normal-Bürger am Ende wieder der Dumme. 250.000€ als Vermögenswert (nichtmal Kontostand) sind schon nach 15 Jahren bei einem Normalverdiener erreicht, der ein Haus baut und dazu noch für die Rente/Arbeitsunfähigkeit vorsorgt.
Wenn in D tatsächlich eine solche Ungerechtigkeit von statten gehen sollte, kann ich schon den revolutionären Regierungssturz vorhersagen. Ist ja fast wie in der DDR: Zwangsenteignung und Beschneiden der Bürgerrechte am laufenden Band. Und man sieht ja, was es diesem Staat gebracht hat. - #167 11.07.2012 07:59 von
- #168 11.07.2012 08:00 von
Man könnten natürlich auch damit beginnen, die wirklich vermögenden angemessen zu besteuern und ihnen nicht ab einem gewissen Einkommen das Geld quasi zu schenken. Auch könnte man ab und an mal überlegen, ob manche Staatsgeschenke für reiche Menschen nicht im Sinne der sozialen Gerechtigkeit abgeschafft werden sollten, um sie durch nicht mehr verfassungsrechtlich einklagbare Lösungen zu ersetzen.
Mal davon abgesehen könnte so eine Idee niemals umgesetzt werden. Ein typischer "Berliner Beitrag". - #169 11.07.2012 08:01 von
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