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Schuldenkrise: Reiche sollen Staatskasse mit Krediten füllen

CorbisEs ist eine ungewöhnliche Idee zur Lösung der Schuldenkrise: Reiche Bürger sollen gezwungen werden, dem Staat Geld zu leihen. Das schlägt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung vor. Wenn sich die Haushaltslage bessere, könnte der Kredit zurückgezahlt werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...843732,00.html
  1. #1120

    Zitat von NichtsWissenMachtNichts Beitrag anzeigen
    Ich habe es schonmal in einem anderen Thread unter anderem Namen geschrieben, in unserer Nachbarschaft ist die Tochter eines Unterstützungsempfänger-Ehepaares, welche gute Bekannte von uns sind.
    Das Kind spricht für sein Alter extrem schlecht und kommt immer mal zu uns in den Garten.
    Wir versuchen dann immer Wortspiele, Reime, u.ä.

    Bücher gibt es in dem ganzen Haus dort nicht.

    Woher soll denn das Kind Phantasie, Abstraktion, Sprache usw lernen?
    Die Mutter ist faktisch den ganzen Tag daheim.
    Die Grosseltern auch.

    Was machen die eigentlich???
    Ich kann mich an Ihren Thread erinnern.
    Diese Kinder sind zu bedauern. Sicher ist, dass ihr Potential - wo es auch immer liegen mag - nicht ausgeschöpft wird.
    Das ist schade.
    Frühe Förderung in Krippe und Kindergarten wird insbesondere diesen Kindern helfen.
    Kontakt zu Erwachsenen oder anderen Kindern aus "intakten" Familien ist auch gut und schon oft der Weg aus diesem Teufelskreis gewesen.
    Beides erfordert Engagement.
    Möglichst Ehrenamtlich, da es ansonsten kaum bezahlbar wird.
    Es gibt ja Initiativen mit "Leih"-Großeltern.
    Auch eine tolle Sache...
  2. #1121

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen
    Das NÄE liegt wohl bei max 60% und wird über Mittelwert und Median berechnet wenn ich diesen Link richtig verstanden habe:
    Äquivalenzeinkommen
    Das passt schon. Gibt auch einen Wiki-Artikel zur Armutsgrenze . Da sind dann nochmal die Prozentsätze aufgelistet. 40% ist die Grenzte für Armut, 60% für "armutsgefährdet". Diesbezüglich gab es vor einer Weile eine lebhafte Diskussion hier im Forum. Über die Prozentsätze kann man sicher streiten.

    Niedrige Löhne gefallen letztlich keinem.
    Aufgrund der Konkurrenzsituation z.T. weltweit und aufgrund von eher weniger nachgefragten Leistungen ist aber tatsächlich oft kein großter Spielraum nach oben gegeben.
    Das Arbeitgeber Notlagen ausnutzen und die Leute für kleines Geld schuften lassen ist allerdings auch nicht selten.
    Letztlich ist nur jedem anzuraten sich möglichst hoch zu qualifizieren...
    Da bin ich ganz bei Ihnen. für den Einzelnen ist das anzuraten und kann diesem helfen.
    Leider löst das nicht das Problem, dass gewisse Arbeiten nunmal getan werden müssen, d.h. tatsächlich nachgefragt werden. Nur anständig bezahlen will die niemand. So ziemlich jeder lässt sich die Haare schneiden, kann auch nicht ins Ausland verlagert werden. Friseur-Gehälter zählen aber dennoch zu den niedrigsten.
    Und sich Billig-Arbeitskräfte vom Amt subventionieren zu lassen, scheint allmählich in Mode zu kommen. Ein Überschuss an verfügbarer Arbeitskraft macht's möglich.
  3. #1122

    Wo

    Zitat von marvin07 Beitrag anzeigen
    Ich teile nur nicht Ihre Meinung, dass wir uns in einem vollständig fairen (egal nach wessen Definition) System befinden.
    hätte ich so etwas gesagt? Ich sagte: mehr Fairness als ist, kriegen Sie nicht.

    Sie argumentieren: weil nicht alles in Ordnung ist, muss es etwas Besseres geben. Logik ist was anderes.
  4. #1123

    nene

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    ich warte gespannt auf Ihre Vorschläge für das bessere Gesellschaftssystem. Wirklich. Ich wäre dankbar.
    ........

    Das ist doch keine Frage des Systems. Systeme sind in der Theorie immer interessant und schlüssig. Nur die Realität, die sieht dann ganz anders aus, weil kein System den Faktor menschliche Schwächen adäquat berücksichtigen kann.
    Das unser System so gut wie gescheitert ist (wie sollen jemals die irrwitzigen Schulden abgetragen werden?), ist ein Treppenwitz ohnegleichen, denn wir leiden ja (noch) auf extrem hohem Niveau. Die Überschuldung wäre also gar nicht nötig gewesen, sie liegt ja trotz aller Irrwitzigkeit noch unter der Summe der vorhandenen Vermögen und BEsitztümer.
    Nur weigern sich die Verantwortlichen aus rein egoistischen Motiven (Wiederwahl), die erforderlichen Schritte einzuleiten, die da heißen Steuererhöhungen und -ausdehnungen, um die Einnahmeseite zu erhöhen und Ausgabebeschränkungen auf der anderen Seite, damit die Haushalte entschuldet werden können.
    Wären allseits Einschnitte, klar, aber es trüge zur Rettung eines Systems bei. Nur würden halt jene, die das durchsetzten, einfach nicht mehr gewählt.
    Also läßt man ein durchaus sinnvolles System einfach zugrunde gehehn!
    rabenkrähe
  5. #1124

    Argumentative Not

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen
    Es geht um die Definition von Armut - das ist ein fester Prozentsatz, so dass "Armut" rechnerisch nie weniger werden kann...
    Nie gehört?
    Ich kann ja verstehen, dass man sich so ein schönes, niedliches „Argument“ nicht kaputtmachen lassen möchte. Aber geben Sie einfach bei Wikipedia „Relative Armut“ ein, vielleicht sehen Sie dann klarer.

    Ponader ist ein hochbegabter Typ, der bisher ohne Entlohnung für die Piraten tätig war. Den Lebensunterhalt hat er sich von seinen Mitbürgern finanzieren lassen - er lebt auf Kosten anderer und nutzt die Hilfsbedürftigkeit der Mitbürger aus.
    Trauriger Fall von Sozialmißbrauch.
    Was soll uns so ein Typ sagen?
    Die deutsche Krämerseele wie sie leibt und lebt!
  6. #1125

    Zitat von marvin07 Beitrag anzeigen
    Leider löst das nicht das Problem, dass gewisse Arbeiten nunmal getan werden müssen, d.h. tatsächlich nachgefragt werden. Nur anständig bezahlen will die niemand. So ziemlich jeder lässt sich die Haare schneiden, kann auch nicht ins Ausland verlagert werden. Friseur-Gehälter zählen aber dennoch zu den niedrigsten.
    Was ist denn Ihre Definition von "anständig" bezahlt? Als Arbeitnehmer? Als Kunde?

    Geschätzt 90 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass das Zimmermädchen im Hotel zu wenig verdient. Und die selben 90 Prozent sind der Meinung, dass es unanständig ist, für eine Übernachtung im Mittelklassehotel 150 Euro zu verlangen. Das muss der Hotelier aber, wenn er tatsächlich anfängt, Zimmermädchen, Rezeptionist, Wäscherin, Küchenhilfe, Kellnerin und Nachtportier ein ordentliches deutsches Durchschnittsgehalt zu zahlen. Wer von Anstand spricht, muss auch Anstand vorleben. Und das tun wir alle nicht.
  7. #1126

    Zitat von marvin07 Beitrag anzeigen
    Das passt schon. Gibt auch einen Wiki-Artikel zur Armutsgrenze . Da sind dann nochmal die Prozentsätze aufgelistet. 40% ist die Grenzte für Armut, 60% für "armutsgefährdet".
    Lächerlich.
    Wenn der Durchschnitt E-Klasse fährt, ist man mit einer C-Klasse arm, oder wie?

    Zitat von marvin07 Beitrag anzeigen
    Leider löst das nicht das Problem, dass gewisse Arbeiten nunmal getan werden müssen, d.h. tatsächlich nachgefragt werden. Nur anständig bezahlen will die niemand. So ziemlich jeder lässt sich die Haare schneiden, kann auch nicht ins Ausland verlagert werden. Friseur-Gehälter zählen aber dennoch zu den niedrigsten.
    Und sich Billig-Arbeitskräfte vom Amt subventionieren zu lassen, scheint allmählich in Mode zu kommen.
    Es ist doch umgekehrt: Das Amt tritt als Konkurrent zu den Arbeitgebern auf und sorgt dafür, dass es in vielen Bereichen keine angemessen niedrigen Löhne gibt.
    Und wenn Ihnen Friseur-Gehälter zu niedrig scheinen, geben Sie doch einfach ein ordentliches Trinkgeld.
  8. #1127

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    Das unser System so gut wie gescheitert ist (wie sollen jemals die irrwitzigen Schulden abgetragen werden?), ist ein Treppenwitz ohnegleichen, denn wir leiden ja (noch) auf extrem hohem Niveau.
    ...
    Nur weigern sich die Verantwortlichen aus rein egoistischen Motiven (Wiederwahl), die erforderlichen Schritte einzuleiten,
    ...
    Nur würden halt jene, die das durchsetzten, einfach nicht mehr gewählt.
    Also läßt man ein durchaus sinnvolles System einfach zugrunde gehehn!
    Sie haben es doch selbst erkannt: Das allgemeine Wahlrecht ist das Problem. Dies könnte man nur verringern durch Direkte Demokratie, weil dann das Wahlvolk unmittelbar die Konsequenzen seiner Entscheidungen trägt.
    Dann wäre zumindest das EU- und Euro-Problem schon erledigt.
  9. #1128

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Zitat von marvin07 Beitrag anzeigen
    Leider löst das nicht das Problem, dass gewisse Arbeiten nunmal getan werden müssen, d.h. tatsächlich nachgefragt werden. Nur anständig bezahlen will die niemand. So ziemlich jeder lässt sich die Haare schneiden, kann auch nicht ins Ausland verlagert werden. Friseur-Gehälter zählen aber dennoch zu den niedrigsten.
    Was ist denn Ihre Definition von "anständig" bezahlt? Als Arbeitnehmer? Als Kunde?

    Geschätzt 90 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass das Zimmermädchen im Hotel zu wenig verdient. Und die selben 90 Prozent sind der Meinung, dass es unanständig ist, für eine Übernachtung im Mittelklassehotel 150 Euro zu verlangen. Das muss der Hotelier aber, wenn er tatsächlich anfängt, Zimmermädchen, Rezeptionist, Wäscherin, Küchenhilfe, Kellnerin und Nachtportier ein ordentliches deutsches Durchschnittsgehalt zu zahlen. Wer von Anstand spricht, muss auch Anstand vorleben. Und das tun wir alle nicht.
    Sie haben das Problem erkannt. :)
    Da es von allein nicht geht und die Marktmechanismen im Bereich prekärer Beschäftigung nicht greifen bzw. zu keinem anständigen Auskommen der Beschäftigten führen, muss nach Lösugnen gesucht werden. Mindestlöhne oder bedingungsloses Grundeinkommen sind Ansätze dazu. Über deren Machbarkeit und Wirksamkeit lässt sich natürlich streiten.
  10. #1129

    Zitat von sfb Beitrag anzeigen
    Zitat von marvin07 Beitrag anzeigen
    Das passt schon. Gibt auch einen Wiki-Artikel zur Armutsgrenze . Da sind dann nochmal die Prozentsätze aufgelistet. 40% ist die Grenzte für Armut, 60% für "armutsgefährdet".
    Lächerlich.
    Wenn der Durchschnitt E-Klasse fährt, ist man mit einer C-Klasse arm, oder wie?
    Ihre Meinung. Wie schon geschrieben, lässt sich darüber natürlich trefflich streiten.
    Kenne mich jetzt allerdings auch nicht mit den Preisen für die Mercedes-Klassen aus. Liegt die C-Klasse wirklich bei 40% des E-Klassen-Preises?
    Aber vielleicht gehen wir mit einem Beispiel einfach ein paar Schritte weiter runter, weg vom Luxus-Segment. Der Druchschnitt wird sich eher einen Passat leisten können. Mit nur 40% des Durchschnittseinkommens ist möglicherweise gar kein Auto drin. Die grundlegenden Ausgaben wie für Ernährung und Miete muss ja genauso bestritten werden.
    Es ist doch umgekehrt: Das Amt tritt als Konkurrent zu den Arbeitgebern auf und sorgt dafür, dass es in vielen Bereichen keine angemessen niedrigen Löhne gibt.
    Wie darf ich das verstehen? Was sind "angemessen" niedrige Löhne? Leben sollte man schon noch davon können, oder?
    Und wenn Ihnen Friseur-Gehälter zu niedrig scheinen, geben Sie doch einfach ein ordentliches Trinkgeld.
    Mache ich. Da dies aber eine freiwillige Zusatzzahlung ist, sollte sich von Anbieterseite nicht darauf verlassen werden müssen. Siehe auch den Gastronomiebereich.








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