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Schuldenkrise: Rating-Agenturen nehmen sich Großbritannien vor
REUTERSErst ging es gegen die Euro-Zone, jetzt gegen Großbritannien: Als zweite Rating-Agentur hat Fitch den Ausblick für das Land auf negativ gesenkt - damit steht die Top-Bonität auf dem Spiel. Das Unternehmen sieht die Regierung in London nicht ausreichend für wirtschaftliche Schocks gerüstet.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...821456,00.html
- #1 15.03.2012 07:14 von
- #2 15.03.2012 07:16 vonAch was, und für so eine Aussage braucht´s eine Ratingagentur??? Wie kann man so etwas auch nur ansatzweise ernst nehmen...Der negative Ausblick bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit binnen zwei Jahren bei knapp über 50 Prozent liegt.
Solche "Prognosen" kann ich auch erstellen, z.B. liegt die Wahrscheinlickeit für Regen in den nächsten 2 Wochen sicherlich ebenfalls bei knapp über 50%. - #3 15.03.2012 07:39 von
Immer derselbe Kram
Es ist immer wieder ersichtlich und offensichtlich auch seitens der Ratingagenturen weit weniger amerikanischen Wirtschafts- und Währungsinteressen geschuldet, wie manche Verschwörungstheoretiker im alten Kontinent glauben wollen:
Die unsägliche Verquickung von Ratingagenturen und ihrer Macht, welche ihnen die Staaten alle selbst in die Hand gegeben haben, mit der Art und Weise der Staatsfinanzierungen mit Staatsanleihen, welche als Sicherheiten bei den Notenbanken hinterlegt werden können von den Banken und anderen institutionellen Investoren, damit diese ihnen das Geld zu momentan niedrigen Zinsen gewähren, mit dem sie diese Staatsanleihen kaufen können, funktioniert offensichtlich nicht mehr.
Es bringt Nachteile mit sich, wenn zur Befriedung der Ratingurteile mit Haushaltskonsolidierungen gearbeitet werden muss, die aber gleichzeitig der Konjunkturentwicklung eines Land im Binnenmarkt entgegenstehen. Das ist kontraproduktiv.
Den einzigen Ausweg böte eine Politik gegen die Bankenlobby, indem qua Gesetz die Notenbanken selbst direkt die Staatsdarlehen herauslegen an die jeweiligen Länder. Bei Staatsdarlehen müssten die Notenbanken entweder auf Sicherheiten komplett verzichten, was ja aber auch keine Rolle spielt, oder die Staaten müssten selbst die Staatsanleihen als Sicherheit bei den Notenbanken hinterlegen.
Dann schrumpft der Bankenmarkt auf die Banken zusammen, welche sich dem klassischen Bankgeschäft widmen, nämlich Darlehensherauslage an Unternehmen und Privatleute und Grundschuldfinanzierungen und Hypotheken, sowie Girokontenführung und geduldete Überziehungen nebst bewilligten Dispolimits und Kreditrahmen, und schon hört die Kreditklemme an die Realwirtschaft auf, wenn die dem Finanzmarkt als sklavische Kräfte dienenden Politiker noch die Basel-III-Richtlinien entschärften.
Sollte dann irgendwann in derer Gehirn nochmal Vernunft und Verstand zurückgekehrt sein, dürfen sie auch noch die Schrottwährung in Europa einstampfen und gegen ordentlich geführte, nationale neue Währungen ersetzen.
Dann dauerts genau 10 Jahre, wenn eine zusätzliche vernünftige Wirtschafts-,Finanz-, Fiskal-, Geld und Arbeitsmarktpolitik gemacht wird einschliesslich keynesianischer Programme, bis der alte Kontinent nochmal auf normalem Level läuft.
Gott gebe, dass der Grundsatz nochmal einkehren mag:
Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch den Verstand.
Mit Verlaub: Daran durfte man in den letzten 10 Jahren mit Fug und Recht durchaus Zweifel haben. - #4 15.03.2012 07:44 von
- #5 15.03.2012 07:45 von
Man muss sich fragen,...
...wo das alles weiter hinführt. Es ist ein Drama, dass die Stabilität Europas anscheinend vor allem von Rating-Agenturen abhängt. Wenn die politische Union Europas nicht zumindest mittelfristig gelingt, ist das Projekt zum Scheitern verurteilt. Solange das Schicksal Europas von der Finanzwelt bestimmt wird, habe ich allerdings wenig Hoffnung für die EU.
- #6 15.03.2012 07:51 von
- #7 15.03.2012 07:54 von
- #8 15.03.2012 08:04 von
- #9 15.03.2012 08:08 von
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