APMuss der Euro-Rettungsschirm noch einmal ausgeweitet werden? Nein, sagte die Bundesregierung bisher - und stand mit dieser Haltung in Europa weitgehend alleine da. Nach Informationen des SPIEGEL wollen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble ihre harte Haltung jetzt aufgeben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...823468,00.html
"Ich bin ja für eine Hilfe im Eigeninteresse, nur manche historische Bezüge mancher Foristen sind da wenig hilfreich, ich habe auch schon einen Vorschlag gemacht, die EZB soll die verdammten Bonds kaufen und aufs Buch nehmen - befristet. Wenn sie es nicht darf, dann muss das geändert werden."
Von mir März 2010
Die rechtliche Problematik war mir auch 2010 bewusst. Aber Gesetze sind nicht die 10 Gebote. Man kann und muss sie manchmal ändern. Und auf die Ungleichgewichte weise ich schon viel länger hin. In einem Punkt haben Sie recht, wir hätten die Krise nicht jetzt, sondern eben später. Griechenland ist auch nicht Kern des Problems, eher Spanien, da stimme ich Münchau zu. Insofern hat alles seine zwei Seiten.
Deshalb sagt Merkel ja auch immer, wenn es sehr teuer wird und gegen die eigene Bevölkerung gerichtet ist:
"KOSTE ES WAS ES WOLLE"
So locker gehen Menschen eben nur solange mit Geld um, wenn andere für die eigene weltfremde Großspurigkeit in finanzielle Haftung genommen werden können. Wenn es das Geld der Anderen ist - dann kommt das "koste es was es wolle" besonders leicht übe die Lippen. Beim Umgang mit dem ihr anvertrauten Volksvermögen ist Merkel das beste Beispiel eines Vertrauensbruchs beim Umgangs mit den "Reichtümern" Anderer.
Wenn der Staat von der Notenbank zinsloses Geld erhalten
würde, dann hätten wir diese ganze Finanzkrise jetzt nicht.
Natürlich darf die Geldmenge nicht unbegrenzt sondern
nur moderat erhöht werden. Die Privatwirtschaft soll ihr
Geld wie bisher als Kredite mit Zinsen von den Privatbanken
bekommen. So könnte die Volkswirtschaft besser funktionieren.
In unseren Waren, die wir kaufen, stecken in der Preiskalkulation
unsichtbar durchschnittlich etwa 35% Zinskosten drin. In der Miete
sogar durchschnittlich 70% Zinskosten.
Deshalb ist es für eine funktionierende Volkswirtschaft wichtig,
dass ein Teil der Geldschöpfung zinslos erfolgt.
Sonst kann das System einfach wegen zu hoher Zinsbelastungen
nicht mehr funktionieren.
Der Autor widerlegt mit seinem 2. Teil des Beitrages selbst, wie falsch der Erste Teil ist, in diesem 2. Teil fordert er die Deutsche Exportstärke aufzugeben, weil wir Exporte über die Rettungskosten selbst bezahlen würden (wahr, aber nur für den Teil der in die PIIGS ging !).
Im 2. Teil schreibt er dann richtigerweise, dass die Käufer in den PIIGS auch in Asien, den Amerikas usw. auf Pump kaufen.
Also heisst das logischerweise, dass die PIIGS sowieso kaufen und Schulden machen und über die EU Mechanismen von den anderen, die zahlungsfähig bleiben (nicht nur D, aber von D zu 27%) bezahlt werden. Wenn wir nicht liefern, kaufen die eben woanders.
Diese Rettungskosten entstehen also, ob wir an Kunden in den PIIGS liefern oder nicht, nur wird wenn wir liefern, wenigstens ein Teil von den Kunden in den PIIGS, oder ansonsten von den anderen Bürgen (F,NL,...) an D bzw. die hiesige Industrie erstattet. Wer nichts liefert, erhält davon nichts und bürgt und zahlt über den Staat trotzdem "bei Ausfall".
Im Grunde ist der Schaden der Rettung für diejenigen Länder besonders groß, deren Industrie nichts an die PIIGS liefert und daher nicht von Kunden den (kreditfinanzierten) Kaufpreis erhält, die aber dennoch über Bürgschaften des Staats und Zahlungen die PIIGS Rettung finanzieren.
...das wäre ja ein super Anreiz für die verschiedenen Staaten gewesen richtig zu investieren, anstatt wahlweise zu konsummieren oder zu verplempern.
Wenn ich mich entscheiden muss zwischen kurz- oder mittelfristiger Rezession oder gar Depression und langfristiger Instabilität, dann wähle ich Ersteres, das amortisiert sich auf die Dauer.
Kurz gesagt: Die Krise ist nicht um jeden Preis zu verhindern, es ist um (fast) jeden Preis zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt.
Nein, nein. Griechenland raus und insolvente Banken verstaatlichen, Einlagen der Sparer schützen.
Alex
Nein, den grössten Schaden hat der, wer so dumm ist, für seine eigene Arbeit und seine Güter zu bezahlen.
Oder ist derjenige schlauer, der einen Faustkeit herstellt, ihn liefert und nicht bezahlt wird?
Oder derjenige, der in der Hängematte liegt und auch nicht bezahlt wird?
In beiden Fällen bekommt niemand Geld. Klar der Deutsche bastelt gern, aber ob das so smart ist?
Ganz einfach, dann hätte die EZB noch mehr Geld versenkt, Griechenland würde noch mehr überschuldet sein
Das ist Tagesgeschäft am Terminmarkt. Bei den Geschäften stehen sich Positionen mit unterschiedlichen Erwartungen gegenüber. Eine Erwartung erfüllt sich, die andere nicht. Das passiert ständig, überschätzen Sie Griechenland nicht.
Übrigens werden solche Geschäfte in der Regel nicht erfüllt, sondern durch Zahlung glatt gestellt.
Also kurz: einer gewinnt immer, einer verliert immer. Wer heute verliert, gewinnt morgen. So what?
Das müssen Sie mal erläutern. Eine seriöse Zentralbank würde übrigens nie solche Hütchenspiele betreiben, das Casino ist nicht für die Zentralbank. Aber sicher, seriös ist die EZB auch nicht
Das hat sie doch gemacht. Die EZB ist die größte Bad Bank, hat Unmengen von Schrottanleihen aufgekauft. Jetzt wird sie versuchen, diese dem Rettungsschirm unterzujubeln. Müsste die EZB ihre Schrottanleihen bewerten wie ein seriöser Kaufmann, wäre sie längst pleite
Die Gewinne sollen ja die Finanzindustrie retten, vor allem in Südeuropa. Natürlich wäre es ehrlicher gewesen, die Banken pleite gehen zu lassen und dann direkt aus dem Staatshaushalt zu retten durch Verstaatlichung. Das wäre vor allem für Deutschland sehr, sehr viel preiswerter geworden. Aber die EZB vertritt nicht die Interessen der deutschen Steuerzahler, die vertritt leider niemand
Natürlich nicht. Nur wie ist die Lage jetzt? Eher hoffnungslos. Mrd. werden verplempert und die Bonds sind eh bei der EZB, damals war es ein Zimmerbrand, jetzt ist es ein flammendes Inferno und dieses Feuer soll mit Benzin gelöscht werden. Es ging immer nur um Zeit und Schadensbegrenzung. Es gab nie eine Win-Win Situation.