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Schuldenkrise: Merkel will Euro-Rettungsschirm doch aufstocken

APMuss der Euro-Rettungsschirm noch einmal ausgeweitet werden? Nein, sagte die Bundesregierung bisher - und stand mit dieser Haltung in Europa weitgehend alleine da. Nach Informationen des SPIEGEL wollen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble ihre harte Haltung jetzt aufgeben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...823468,00.html
  1. #230

    Nur leider illegal!

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Das habe ich damals gefordert, eh, nichts wäre passiert - keine Krise.
    Timing ist in der Finanzwelt eben alles.
    Staatsfinanzierung durch die Notenpresse ist der EZB verboten. Aber was scheren uns Gesetze.

    Sie ignorieren die wirtschaftlichen Ungleichgewichte. Griechenland ist ohnehin nur die Spitze des Eisberges.
  2. #231

    Ungleichgewichte

    Zitat von tlogor Beitrag anzeigen
    Staatsfinanzierung durch die Notenpresse ist der EZB verboten. Aber was scheren uns Gesetze.

    Sie ignorieren die wirtschaftlichen Ungleichgewichte. Griechenland ist ohnehin nur die Spitze des Eisberges.
    "Ich bin ja für eine Hilfe im Eigeninteresse, nur manche historische Bezüge mancher Foristen sind da wenig hilfreich, ich habe auch schon einen Vorschlag gemacht, die EZB soll die verdammten Bonds kaufen und aufs Buch nehmen - befristet. Wenn sie es nicht darf, dann muss das geändert werden."

    Von mir März 2010

    Die rechtliche Problematik war mir auch 2010 bewusst. Aber Gesetze sind nicht die 10 Gebote. Man kann und muss sie manchmal ändern. Und auf die Ungleichgewichte weise ich schon viel länger hin. In einem Punkt haben Sie recht, wir hätten die Krise nicht jetzt, sondern eben später. Griechenland ist auch nicht Kern des Problems, eher Spanien, da stimme ich Münchau zu. Insofern hat alles seine zwei Seiten.
  3. #232

    Das Geld der Anderen da läßt sichs leicht von: "koste es was es wolle" schwadronieren

    Zitat von wylly Beitrag anzeigen
    Diese "Ossi" Kanzlerin hat noch nie im Leben eigenes Geld verdient, weiß daher nicht was es heißt Geld zu verdienen oder verantwortungsbewußt zu verwalten.
    Deshalb sagt Merkel ja auch immer, wenn es sehr teuer wird und gegen die eigene Bevölkerung gerichtet ist:
    "KOSTE ES WAS ES WOLLE"

    So locker gehen Menschen eben nur solange mit Geld um, wenn andere für die eigene weltfremde Großspurigkeit in finanzielle Haftung genommen werden können. Wenn es das Geld der Anderen ist - dann kommt das "koste es was es wolle" besonders leicht übe die Lippen. Beim Umgang mit dem ihr anvertrauten Volksvermögen ist Merkel das beste Beispiel eines Vertrauensbruchs beim Umgangs mit den "Reichtümern" Anderer.
  4. #233

    Staatsfinanzierung per Notenpresse wäre ein Lösungsansatz für die Finanzkrise...

    Zitat von tlogor Beitrag anzeigen
    Staatsfinanzierung durch die Notenpresse ist der EZB verboten.
    Aber was scheren uns Gesetze.
    Sie ignorieren die wirtschaftlichen Ungleichgewichte.
    Griechenland ist ohnehin nur die Spitze des Eisberges.
    Wenn der Staat von der Notenbank zinsloses Geld erhalten
    würde, dann hätten wir diese ganze Finanzkrise jetzt nicht.

    Natürlich darf die Geldmenge nicht unbegrenzt sondern
    nur moderat erhöht werden. Die Privatwirtschaft soll ihr
    Geld wie bisher als Kredite mit Zinsen von den Privatbanken
    bekommen. So könnte die Volkswirtschaft besser funktionieren.

    In unseren Waren, die wir kaufen, stecken in der Preiskalkulation
    unsichtbar durchschnittlich etwa 35% Zinskosten drin. In der Miete
    sogar durchschnittlich 70% Zinskosten.

    Deshalb ist es für eine funktionierende Volkswirtschaft wichtig,
    dass ein Teil der Geldschöpfung zinslos erfolgt.
    Sonst kann das System einfach wegen zu hoher Zinsbelastungen
    nicht mehr funktionieren.
  5. #234

    wir haften immer, auch wenn wir Exporte einstellen ...

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    ZITAT: Wir produzieren und exportieren Güter für nichts oder für Geld, das nicht mehr wert ist, als das Papier auf das es gedruckt ist. ... Die schwäbischen mittelständischen Unternehmer profitieren davon. Die LB BW beispielsweise hat schwäbisch fleißig den Griechen Milliarden für deren Konsum zu Lasten des Michel verschenkt. Die Banken geben Kredite an Pleitestaaten, dafür importieren die Pleitestaaten Güter, die am Ende des Tages der Michel samt Zinseszins an die Banken zurückzahlen muss! Gefährlich wird es, wenn die Dummen fleißig werden! Der Import der Pleitestaaten wird von deutschen Banken vorfinanziert.Die PIIGS Leute kaufen auch fleißig in Fernost ein. China lacht. ... Die Rechnung für ihre Einkäufe schicken sie einfach dem Michel.
    Der Autor widerlegt mit seinem 2. Teil des Beitrages selbst, wie falsch der Erste Teil ist, in diesem 2. Teil fordert er die Deutsche Exportstärke aufzugeben, weil wir Exporte über die Rettungskosten selbst bezahlen würden (wahr, aber nur für den Teil der in die PIIGS ging !).
    Im 2. Teil schreibt er dann richtigerweise, dass die Käufer in den PIIGS auch in Asien, den Amerikas usw. auf Pump kaufen.

    Also heisst das logischerweise, dass die PIIGS sowieso kaufen und Schulden machen und über die EU Mechanismen von den anderen, die zahlungsfähig bleiben (nicht nur D, aber von D zu 27%) bezahlt werden. Wenn wir nicht liefern, kaufen die eben woanders.
    Diese Rettungskosten entstehen also, ob wir an Kunden in den PIIGS liefern oder nicht, nur wird wenn wir liefern, wenigstens ein Teil von den Kunden in den PIIGS, oder ansonsten von den anderen Bürgen (F,NL,...) an D bzw. die hiesige Industrie erstattet. Wer nichts liefert, erhält davon nichts und bürgt und zahlt über den Staat trotzdem "bei Ausfall".

    Im Grunde ist der Schaden der Rettung für diejenigen Länder besonders groß, deren Industrie nichts an die PIIGS liefert und daher nicht von Kunden den (kreditfinanzierten) Kaufpreis erhält, die aber dennoch über Bürgschaften des Staats und Zahlungen die PIIGS Rettung finanzieren.
  6. #235

    Oh ja

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    "Ich bin ja für eine Hilfe im Eigeninteresse, nur manche historische Bezüge mancher Foristen sind da wenig hilfreich, ich habe auch schon einen Vorschlag gemacht, die EZB soll die verdammten Bonds kaufen und aufs Buch nehmen - befristet. Wenn sie es nicht darf, dann muss das geändert werden."

    Von mir März 2010

    Die rechtliche Problematik war mir auch 2010 bewusst. Aber Gesetze sind nicht die 10 Gebote. Man kann und muss sie manchmal ändern. Und auf die Ungleichgewichte weise ich schon viel länger hin. In einem Punkt haben Sie recht, wir hätten die Krise nicht jetzt, sondern eben später. Griechenland ist auch nicht Kern des Problems, eher Spanien, da stimme ich Münchau zu. Insofern hat alles seine zwei Seiten.
    ...das wäre ja ein super Anreiz für die verschiedenen Staaten gewesen richtig zu investieren, anstatt wahlweise zu konsummieren oder zu verplempern.

    Wenn ich mich entscheiden muss zwischen kurz- oder mittelfristiger Rezession oder gar Depression und langfristiger Instabilität, dann wähle ich Ersteres, das amortisiert sich auf die Dauer.

    Kurz gesagt: Die Krise ist nicht um jeden Preis zu verhindern, es ist um (fast) jeden Preis zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt.

    Nein, nein. Griechenland raus und insolvente Banken verstaatlichen, Einlagen der Sparer schützen.

    Alex
  7. #236

    Hängematte

    Zitat von HansCh Beitrag anzeigen
    ...

    Im Grunde ist der Schaden der Rettung für diejenigen Länder besonders groß, deren Industrie nichts an die PIIGS liefert und daher nicht von Kunden den (kreditfinanzierten) Kaufpreis erhält, die aber dennoch über Bürgschaften des Staats und Zahlungen die PIIGS Rettung finanzieren.
    Nein, den grössten Schaden hat der, wer so dumm ist, für seine eigene Arbeit und seine Güter zu bezahlen.
    Oder ist derjenige schlauer, der einen Faustkeit herstellt, ihn liefert und nicht bezahlt wird?
    Oder derjenige, der in der Hängematte liegt und auch nicht bezahlt wird?

    In beiden Fällen bekommt niemand Geld. Klar der Deutsche bastelt gern, aber ob das so smart ist?
  8. #237

    Der widergänger breiviks

    Zitat von HighFrequency Beitrag anzeigen
    Ach, wer eine solche Regierung hat, braucht wahrhaft keine Feinde mehr...
    Aber sie sollte sich keinen Illusionen hingeben: wenn der Euro "bis zur letzten Patrone" verteidigt, vielen Menschen hierzulande die Lebensgrundlage entzogen wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Wiedergänger Breiviks im deutschen Parlament tätig wird.
    koennte so etwa im Nest der NPD aufwachsen. Deshalb Verbot.
    Ausser Symptombekaempfung (ansatzweise), kriegt die Berliner Truppe
    eh nix hin.
  9. #238

    Zitat von böseronkel Beitrag anzeigen
    Die Frage ist doch was wäre passiert, wenn die EZB gleich beim ersten Angriff der „Märkte“ auf Griechenland durch massive Aufkäufe griechischer Anleihen gegen gesteuert hätte?
    Ganz einfach, dann hätte die EZB noch mehr Geld versenkt, Griechenland würde noch mehr überschuldet sein

    Zitat von böseronkel Beitrag anzeigen
    Die Leerverkäufer hätten auf Deubel komm raus kaufen müssen.
    Das ist Tagesgeschäft am Terminmarkt. Bei den Geschäften stehen sich Positionen mit unterschiedlichen Erwartungen gegenüber. Eine Erwartung erfüllt sich, die andere nicht. Das passiert ständig, überschätzen Sie Griechenland nicht.
    Übrigens werden solche Geschäfte in der Regel nicht erfüllt, sondern durch Zahlung glatt gestellt.
    Also kurz: einer gewinnt immer, einer verliert immer. Wer heute verliert, gewinnt morgen. So what?

    Zitat von böseronkel Beitrag anzeigen
    Für die EZB wäre also ein hübscher Gewinn rausgesprungen.
    Das müssen Sie mal erläutern. Eine seriöse Zentralbank würde übrigens nie solche Hütchenspiele betreiben, das Casino ist nicht für die Zentralbank. Aber sicher, seriös ist die EZB auch nicht

    Zitat von böseronkel Beitrag anzeigen
    Es wäre doch wesentlich wirkungsvoller gewesen, wenn die EZB stattdessen Anleihen gekauft und damit die „Märkte“ beruhigt hätte.
    Das hat sie doch gemacht. Die EZB ist die größte Bad Bank, hat Unmengen von Schrottanleihen aufgekauft. Jetzt wird sie versuchen, diese dem Rettungsschirm unterzujubeln. Müsste die EZB ihre Schrottanleihen bewerten wie ein seriöser Kaufmann, wäre sie längst pleite

    Zitat von böseronkel Beitrag anzeigen
    Die Gewinne welche die „Märkte“ jetzt einstreichen, wären dann doch bei der EZB und damit bei den sie tragenden Notenbanken gelandet.
    Die Gewinne sollen ja die Finanzindustrie retten, vor allem in Südeuropa. Natürlich wäre es ehrlicher gewesen, die Banken pleite gehen zu lassen und dann direkt aus dem Staatshaushalt zu retten durch Verstaatlichung. Das wäre vor allem für Deutschland sehr, sehr viel preiswerter geworden. Aber die EZB vertritt nicht die Interessen der deutschen Steuerzahler, die vertritt leider niemand
  10. #239

    Feuer

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    ...das wäre ja ein super Anreiz für die verschiedenen Staaten gewesen richtig zu investieren, anstatt wahlweise zu konsummieren oder zu verplempern.
    ...

    Alex
    Natürlich nicht. Nur wie ist die Lage jetzt? Eher hoffnungslos. Mrd. werden verplempert und die Bonds sind eh bei der EZB, damals war es ein Zimmerbrand, jetzt ist es ein flammendes Inferno und dieses Feuer soll mit Benzin gelöscht werden. Es ging immer nur um Zeit und Schadensbegrenzung. Es gab nie eine Win-Win Situation.








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